BOMBENLEGER: Wahrheitsfindung
Der Amnesie, unter der in Sachen Bombenleger so mancher leidet, ist vielleicht durch die Perspektive einer Straffreiheit abzuhelfen.
Zumindest in einem Punkt scheinen sich sämtliche im Parlament vertretenen Parteien einig zu sein: Es gibt derzeit keine Staatsaffäre „Bommeleeër“. Doch was wie ein politischer Konsens aussieht, ist eigentlich nur ein taktisches Abwarten: Spätestens wenn die Justiz ihre Arbeit an diesem Dossier abgeschlossen hat, soll die politische Vergangenheitsbewältigung anlaufen. Dann soll sich herausstellen, ob es möglicherweise bereits eine Staatsaffäre gegeben hat, ohne dass diese als solche erkannt worden wäre. Oder ob sich noch eine entwickelt. Nämlich dann, wenn nicht die nötigen politischen Konsequenzen gezogen werden. mehr lesen / lire plus




(cw) – Mit einer futuristischen Sportbrille, die fast das ganze Gesicht bedeckt, posiert die Mitsiebzigjährige Ono auf ihrem neuen Album „Yes, I’m A Witch“. Dass Yoko Ono immer schon als schräg und „hexenhaft“ empfunden wurde, lag nicht nur daran, dass sie in den siebziger Jahren mit ihren avantgardistischen Schreiorgien in einem radikalen Gegensatz zu John Lennons Friedensliedern stand. Sondern auch daran, dass sie lange einen schweren Stand in der Musikszene hatte, da ihr die Schuld an der Auflösung der Beatles und Bereicherung am Ruf und Vermögen John Lennons vorgeworfen wurden. Trotz allem war sie immer aktiv als Performerin, Künstlerin oder nun wieder als Musikerin: Rund siebzehn größtenteils ältere Lieder, die aus den Jahren 1969 bis 1980 stammen, hat sie von Musikern der Independent- und Elektro-Szene neu interpretieren lassen.
(lc) – Den so genannten „richtigen“ Künstlern graut es normalerweise vor den Biografen und deren Versuche ihr Leben zwischen zwei Buchdeckeln zu pressen. Recht haben sie, denn kein Lebenslauf und schon gar nicht der eines Künstlers lässt sich jemals wirklich auf das Geschriebene reduzieren. Oder etwa doch? Jedenfalls probiert die luxemburgische Künstlerin Britt Bernard mit ihrem Buch „Spiegel und Spiegelbilder – Werke und Lebensweg einer luxemburgischen Künstlerin“ genau dies – und schlimmer noch: Sie schreibt ihre Autobiografie. Herausgekommen ist ein Patchwork aus Familien- und Urlaubsfotos, kombiniert mit einfachen Informationen und Aufnahmen ihrer Kunst, die meistens den Vorteil hat als das zu erscheinen was sie ist: reinste Nachahmerei.
(lc) – Le label luxembourgeois Own Records refait dans le merveilleux et l’intime avec la publication de « Claws of Light », du groupe new-yorkais « The Dust Dive ». Les trois musicien-ne-s décrivent leur style comme « Party Songs … without the Party Music ». Et c’est un peu la sensation que procurent leurs ballades douces et amères qui oscillent entre un folk vibrant et des voix hâlées. Sans jamais faire dans le dépressif ou les enfantillages macabres du néofolk, « The Dust Dive » démontrent qu’il reste bel et bien dans l’univers folk des espaces à explorer. Que ce soient des guitares qui se perdent dans des delays sans fin ou des scies musicales dont les sons stridents travaillent nos tympans avec douceur et précaution, la musique du trio ne peut laisser indifférente.

