POP: Kleine Rose?
Mit zwei überzeugenden Soloalben und einer äußerst erfolgreichen Tournee hat sie es bewiesen: Roísín Murphy ist mehr als nur die Ex-Stimme von Moloko.

Geistert durch und begeistert die Popwelt seit den 90er Jahren: Roísín Murphy.
Als 2003 mit „Statues“ das vierte Album der Elektro-Pop-Experimentalisten Moloko herauskam, musste eine enttäuschte Öffentlichkeit erfahren, dass das Duo sich trennen würde. Murphy und Mark Brydon, die auch privat ein Paar waren, hatten beschlossen, getrennte Wege zu gehen. Mit ihrem Debütalbum „Do You Like My Tight Sweater?“ hatten die beiden eine Welle ausgelöst, die sich mit den folgenden Alben und insbesondere durch Hits wie „Sing it back“ oder „Time is now“ in einen wahren Kult gesteigert hat. mehr lesen / lire plus



cw) – Rebonjour tristesse. Düster und erbarmungslos ist das dritte Album der Trip-Hop Pioniere Portishead – schlicht „Third“ genannt – das ganze zehn Jahre auf sich warten ließ. Ein Burn-out sei der Grund für die lange Abstinenz gewesen, so Geoff Barrow, Mitglied der kleinen Formation. Kein Wunder, denn auch die neue Platte mit ihren elf neuen Songs passt so gar nicht in das lichte Frühlingsgrün. Schon die kurzen Titel wie „Silence“, „Threads“ oder „Hunter“ kündigen Depression an. Nach wie vor erkennt man das typische Merkmal von „Portishead“ – benannt nach einem kleinen Kaff bei Bristol: verlangsamte Beats und Hip-Hop-Rhythmen. Aber die neuen Songs erscheinen aggressiver und experimenteller.





(lc) – Du noir, du polar et du bon. Celui qui a éclairé le monde sur « The Black Dahlia Murder » et qui a plongé – avec un succès à rendre parano même les lecteurs les plus avertis – dans la tête d’un serial killer dans « Silent Terror », donne au monde l’occasion de faire un tour dans son âme noire. Ou plutôt, avec son âme car « My Dark Places » montre un James Ellroy frénétique, instable et à la recherche du meurtrier de sa mère. Ce n’est pas une autofiction, car la mère d’Ellroy – ou plutôt ce qu’il en restait – a été découvert sur un terrain vague, l’auteur préférera parler d’un « body dump site », près de Los Angeles lorsqu’il n’avait même pas dix ans.
(RK) – Johann Sebastian Bach hat über 200 Kantaten komponiert. Unter den zahlreichen Gesamt- und Teileinspielungen fällt jene des britischen Dirigenten John Eliot Gardiner zunächst durch die ansprechenden Cover auf: Porträts gewöhnlicher Menschen von allen fünf Kontinenten, meist Kinder. Auch die Entstehungsgeschichte ist interessant: Zum Jahrtausendbeginn führte Gardiner, über ein ganzes Kirchenjahr verteilt, sämtliche Kantaten an den passenden Sonntagen in verschiedenen Kirchen in Deutschland und England auf. Die Live-Mitschnitte dieser Bach pilgrimage werden nun häppchenweise auf CD veröffentlicht. Bei dem hier besprochenen Doppelpack Volume 27 handelt es sich um weniger bekannte Werke, dafür ist die Interpretation besonders gelungen. Herausforderungen wie der Klangfarbenkontrast von Bass und Posaune in der Arie „Öffnet euch, ihr beiden Ohren“ (Kantate 175) werden mit Bravour gemeistert. 
