COLONEL RIES: Stubenhocker mit Dienstwagen

Die Abberufung des Armeechefs im Jahre 2008 war zwar nicht verfassungskonform, gänzlich verkehrt war sie jedoch auch nicht.

In der Affäre Ries/Schiltz gibt es bislang nur einen, der sich selber schuldig spricht: Ries‘ Vorgänger im Amt, Colonel e.r. Guy Lentz. In einem offenen Brief an seinen im Jahre 2002 berufenen Nachfolger Nico Ries gesteht er ein, dessen persönliche Schwächen zu spät erkannt und seine Ernennung zum Armeechef seinerzeit nicht verhindert zu haben. Mit den Schwächen hat Lentz allerdings nicht einen Mangel an Loyalität gegenüber dem Armeeminister im Sinn, sondern ausdrücklich die Führungsschwächen seines ehemaligen beigeordneten Kommandanten und dessen „menschenverachtenden“ Umgang mit Untergebenen. mehr lesen / lire plus

Schuldig oder nicht schuldig

„Il appartient aux juridictions de trancher les questions de responsabilité au cas par cas“, lautet die gemeinsame Antwort der Familienministerin Marie-Josée Jacobs und des Innenministers Jean-Marie Halsdorf auf die parlamentarische Anfrage des CSV-Abgeordneten Marc Spautz. Dieser wollte im Vorfeld wissen – nach dem tragischen Unglücksfall vor rund vier Jahren als der sechsjährige Luca in der Maison relais in Steinsel von einem umstürzenden Schrank erschlagen wurde – ob es nun nicht endlich an der Zeit sei, die Verantwortlichkeiten der diversen Akteure per Gesetz, Konvention oder Règlement zu klären. Die Regierung ist der Meinung, dass zumindest die Verpflichtungen eines Vorsitzenden einer Maison relais hinreichend im ASFT-Gesetz definiert sind und dass bei Zuwiderhandlung oder bei einem Unglücksfall alleine die Justiz die Frage der Verantwortung klären kann. mehr lesen / lire plus

Steuerfreies Wohnen für Besserverdiener

Als „Lockfütterung heller Köpfe“ bezeichnet der linke Abgeordnete André Hoffmann ein Rundschreiben das die Steuerverwaltung pünktlich zum neuen Jahre herausgebracht hat. Es geht um spezielle Steuerprivilegien, die besonders gut betuchten Personen zugesprochen werden, wenn sie zeitweilig ihren Wohnsitz nach Luxemburg verlegen. Um gut qualifizierte Kräfte nach Luxemburg zu locken, übernehmen die betroffenen Unternehmen in der Regel die Umzugs- und eventuell sogar die Renovierungskosten. Diese Zusatzvergütungen gelten für Normalsterbliche als Bestandteil des zu versteuernden Einkommens. Wer als ausländische Spitzenkraft und mit mindestens fünfmal dem Mindestlohn bedacht nach Luxemburg gerufen wird, braucht diese Zusatzvergütungen in Zukunft unter bestimmten Umständen nicht mehr zu versteuern. mehr lesen / lire plus

RENTENFINANZIERUNG: Länger, weniger – anders?

Um das Rentensystem zu retten, setzt die Regierung auf Automatismen zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit und zur Senkung der Leistungen. Innerhalb der Linken wird über Alternativen nachgedacht.

Keine Angst vor der Rentenmauer! Es fehlt nicht an Lösungsvorschläge wie man das Pensionssystem stabilisieren kann.

Die Finanzkrise hat die Glaubwürdigkeit der neoliberalen Ideologie erschüttert, doch in einem Bereich hält sich der Glaube an das segensreiche Wirken der Finanzmärkte: bei den Pensionen. Die öffentlichen Rentensysteme hätten den Rand ihrer Leistungsfähigkeit erreicht, konnte man vor einigen Wochen im Luxemburger Wort lesen: „Dies gilt insbesondere für das auch in Luxemburg bestehende Umlageverfahren, bei dem die aktuell Erwerbstätigen die Renten der aktuellen Rentner zahlen. mehr lesen / lire plus

KANNERHEEMER: Villa Kunterbunt

Mit dem Haus „An der Le’h“ wurde diese Woche eine weitere Einrichtung der staatlichen Kinderheime eingeweiht. Über dem Ausbau der stationären Betreuung darf aber die ambulante nicht vergessen werden.

„Es ist absolut notwendig, dass Kinder und Jugendliche an der Erarbeitung ihrer Lebensziele mitwirken“, mahnte Familienministerin Marie-Josée Jacobs anlässlich der Eröffnung des Centre thérapeutique de jour „An der Le’h“ in Dudelange. Die neue Einrichtung gehört zu den staatlichen Kinderheimen und bietet in einer Tagesstätte für acht Kinder von sechs bis zwölf Jahren eine zusätzliche psychotherapeutische Betreuung. Dabei soll für jedes Kind von einem pluridisziplinären Team ein pädagogisches und psychotherapeutisches Programm erstellt werden. mehr lesen / lire plus

Occupied City

(lc) – Attendu avec impatience, le deuxième volet de la trilogie japonaise de l’auteur britannique David Peace vient de paraître. Après « Tokyo Year Zero », qui évoquait des meurtres de jeunes filles dans le Tokyo d’après-guerre, « Occupied City » va fouiller plus profondément encore dans cette période obscure de l’occupation américaine, véritable cauchemar pour l’âme nippone jadis si fière. Le 26 janvier 1948, un homme entre dans une banque de la capitale nippone, il se dit médecin envoyé par les forces occupantes. Il prétend qu’un cas de dysenterie a été rapporté aux alentours et que tous les employés doivent boire un liquide, de provenance américaine, qui les immunisera. mehr lesen / lire plus

BUCH: Magnetisiert

„Magnet L“ nennt sich ein kürzlich erschienenes Buch des Journalisten Stefan Kunzmann mit Fotografien von Patrick Galbats. Das Band ist ein Versuch, das Thema Immigration in Luxemburg von einer neuen Seite zu beleuchten – in seiner ganzen Vielfalt und Widersprüchlichkeit.

„Magnet L“ stellt die Frage der Immigration neu: Nicht indem es die Perspektive des einen oder anderen annimmt, sondern als Überblick über ein Phänomen, das unsere Gesellschaft ständig verändert und erneuert.

Das Thema Immigration hat in den letzten zwei Jahren der globalen Wirtschaftskrise die öffentliche Debatte so stark dominiert wie selten zuvor. Auch wenn es vor dem Crash der Lehman Brothers und dem Niedergang der Wall Street häufig in den Debatten auftauchte, ist das Problem der Einwanderung doch erst durch die Krise zu einem Zentralthema in der öffentlichen Auseinandersetzung geworden. mehr lesen / lire plus

Monks – Black Monk Time

1966: Während die Beatles die Sonne heraufbeschwören und die Beach Boys sich fragen, ob es nicht schöner wäre etwas älter zu sein, sind es fünf amerikanische, in Deutschland stationierte GIs Leid immer die gleichen Beat-Hits zu covern. Mit der Hilfe von zwei Kunst-Studenten wird das Image der Torquays, einer der zahlreichen deutschen Beat-Kapellen, aufpoliert. Es werden Mönchskutten übergezogen, die Haare halb weg rasiert und der Name der Band logischerweise in Monks umgewandelt. Somit beginnt wohl eine der spannendsten Geschichten im Pop. Denn was die Monks auf ihrem einzigen Album, „Black Monk Time“, produzieren, ist tatsächlich ihrer Zeit wenigstens zehn Jahre voraus. mehr lesen / lire plus

TUNISIE: Lèche sanglante

La révolte populaire tunisienne fait des dommages collatéraux jusqu’au Luxembourg : en mettant à nu le cynisme et la bêtise de la politique économique et commerciale du pays.

Il y a celles et ceux qui ont de belles idées, des gens gentils, mais bon, pas très utiles, parce que quand il s’agit de produire des richesses, on ne les voit pas trop, n’est-ce pas ? Et puis, il y a les vrais mecs, les « décideurs », ceux qui portent des cravates et retroussent leurs manches, qui parlent « cash », qui ne s’embarrassent pas trop d’idées confuses mais qui entreprennent et « créent des emplois ». mehr lesen / lire plus

SOZIALPOLITIK: Barrierefreiheit vorantreiben

Die Stadt Luxemburg nutzte den Reflexionstag zum Thema Behinderung, um eine Bilanz der bisherigen Arbeit zu ziehen und Ausblicke zu wagen. Ein Schöffe nutzte ihn auch zum Stimmenfang.

Zum vierten Mal fand diese Woche ein allgemeiner Reflexionstag zum Thema Behinderung statt, organisiert von der Stadt Luxemburg. Vorgestellt wurden bisher umgesetzte und weitere, für die Zukunft geplante Projekte. Die Vertreter der Interessenverbände und die sonstigen Betroffenen waren aufgefordert, Anregungen und Kritiken in die Diskussion einzubringen. Themen waren die Barrierefreiheit im öffentlichen Stadtraum und in städtischen Einrichtungen, der barrierefreie Zugang zum öffentlichen Transport, die Gebärdensprachkurse sowie die Zugänglichkeit zu den Wahllokalen während der Gemeindewahlen und zu anderen kulturellen Veranstaltungen. mehr lesen / lire plus

EXTRÊME DROITE: Epreuve de force

Avec les perquisitions chez l’activiste d’extrême droite Pierre Peters, le Luxembourg semble découvrir qu’il existe une droite à la droite. Mais tout n’est pas si simple.

Honnêtement, le woxx a souhaité ne jamais devoir en parler, de Pierre Peters et de ses phantasmes. Non pas que la rédaction veuille retenir des informations à son lectorat, mais à chaque fois que tombait le nom de Peters dans nos réunions de rédaction, nous nous décidions à ne pas l’évoquer dans nos pages. Pour deux raisons : les idées de Peters ne sont pas nouvelles, ce personnage étant connu depuis plusieurs décennies pour ses incitations à la haine. mehr lesen / lire plus

EU-KLIMASCHUTZ: Kleinlaster machen auch Mist

Auch die Emissionen der Nutzfahrzeuge tragen zum Klimawandel bei. Die von der EU beschlossene Senkung des CO2-Richtwerts zeigt aber, dass der Klimaschutz nicht wirklich ernst genommen wird.

Tatra 12 Van (1926-33)

Die richtige Dosis Optimismus kann motivierend wirken, zu viel davon kann schädlich sein. Manchmal ist Optimismus auch einfach nur lächerlich. „Die internationale Gemeinschaft hat das internationale Klimaregime durch neue Institutionen und Fonds gestärkt“, befanden laut dem Online-Newsdienst Euractiv.com Kommissionspräsident José Manuel Barroso und Klimakommissarin Connie Hedegaard nach dem Abschluss der Klimakonferenz in Cancún. Und versicherten, die EU sei „entschlossen, ihren angemessenen Beitrag zu den globalen Anstrengungen zu leisten“. Das ist lächerlich, weil in Cancún vielleicht der Verhandlungsprozess gerettet, aber ganz sicher nicht ein weiterführendes Ergebnis erzielt wurde. mehr lesen / lire plus

ELECTRO: Toxic Twins

La Rockhal n’a qu’a bien se tenir ce 13 janvier car elle verra débouler sur ces planches la tonitruante machine de guerre à danser que sont les Chemical Brothers.

Vont célebrer la première messe
noire de l’année :
The Chemical Brothers.

A l’aube des années 90, deux fondus de musique électronique se rencontrent pour le meilleur et pour le pire afin de former ce qui deviendra le duo de musique electro probablement le plus en vue de toute la planète. Non il ne s’agit pas de Safri Duo, mais des Londoniens de Chemical Brothers qui avec leur mélanges de rythmiques détonantes, d’invités vocaux prestigieux (rappelez-vous de la présence de Noël Gallagher de feu Oasis sur « Setting Sun » ou bien encore Kele Okereke sur « Believe ») ont crée le style Big-Beat qui les a rendus célèbres dès 1992. mehr lesen / lire plus

Avortement, la bataille continue

La bataille pour une loi moderne sur l’interruption volontaire de grossesse a repris en ce début d’année. Lors d’une conférence de presse, les Verts ont rappelé au gouvernement le grand nombre d’oppositions au projet de loi. Ce qui fait notamment grincer des dents, c’est l’obligation faite aux femmes désirant avorter de consulter un centre de conseil ou de planification familiale. Or, comme l’a déclaré la députée Viviane Loschetter, un grand nombre de ces organismes n’a pas forcément une attitude très neutre face à la question. Ceci n’a pas du tout plu à l’Initiativ Liewensufank qui a répondu à la députée par voie de communiqué de presse ce jeudi. mehr lesen / lire plus

BRIEFWECHSEL: Fragile Freundschaft

Der Briefwechsel zwischen Hannah Arendt und dem jüdischen Religionsphilosophen Gershom Scholem berührt drängende Fragen des europäischen Judentums und die verzweifelte Suche nach einer Antwort auf das Scheitern der Assimilation.

Hannah Arendt und Gershom Scholem fanden durch Walter Benjamins Tod zusammen. Sie waren sich zwar schon vor dem Krieg in Paris begegnet, doch erst in der Trauer um den gemeinsamen Freund, begannen sie sich regelmäßig zu schreiben. Für beide waren diese Briefe „dünne, feste Fäden“ mit denen sie Reste ihrer verlorenen Welt zusammenzuhalten suchten. Wie schwierig der Dialog zwischen dem Kabbala-Gelehrten und der Philosophin des Politischen werden sollte, deutet sich jedoch bereits im ersten Brief an. mehr lesen / lire plus

GRUPPENAUSSTELLUNG: The Best of the Best

Zum Jahreswechsel wagt die Galerie Clairefontaine einen Rundumschlag. Vertreten sind dabei keine Unbekannten.

Ein Mann in Miniatur, lässig gekleidet in Pullover und Turnschuhen steckt seinen Kopf in einen Eimer mit giftgrüner Farbe. Hier hat sich der Künstler Max Mertens selbst in Knetmasse und Gips dargestellt, wie er im übertragenen Sinne in der Farbe nach dem Wesen der Kunst sucht. Wie vielseitig Kunst ist und dass sie schon etliche große Namen hervorgebracht hat, das lässt sich zurzeit in der Galerie Clairefontaine entdecken.

Unter dem Titel „All You Can Wish For …“ sind internationale Koryphäen wie Georg Baselitz, Joseph Beuys, Jörg Immendorff, Sigmar Polke und andere ausgestellt. mehr lesen / lire plus

La CSSF pas très causante

Curieuse affaire reliée par nos collègues du « Canard Enchaîné » la semaine passée : En évoquant les dernières vaguelettes de la crise qui font toujours chavirer le gros navire des banques, l’hebdomadaire satirique racontait l’histoire de deux fonds spéculatifs de la BNP-Paribas. « Opportunity » et « Serenity » ne seraient plus vraiment de bons investissements et c’est pourquoi la banque française a décidé de les fermer, voire de les « restructurer » en novlangue financière. En effet, ces fonds réservés à des professionnels avertis placent leur argent dans différents « hedge funds » – entre 25 et 30 selon la banque pour « Serenity » – qui continuent à spéculer avec cet argent. mehr lesen / lire plus

RUSSLAND: Der Mob regiert

Nach den rassistisch motivierten Kundgebungen und Ausschreitungen in Moskau wird nicht zuletzt deutlich, dass sich in Russland ein ethnisch-russisch definiertes Selbstverständnis der Nation etabliert. Die extreme Rechte hat ihre Agenda erfolgreich durchgesetzt.

Außer Kontrolle: Als am 11. Dezember in Moskau ein rassistischer Mob aus Fußballfans, Nazis und National-bolschewisten Jagd auf „Kaukasier“ machte, bekamen die Ordnungskräfte die Lage nur schwer in den Griff – über die Gründe wird seither spekuliert.

„Hier haben sich Menschen versammelt, für die die Ereignisse vom 11. und 15. Dezember unerträglich waren“, sagte der Schriftsteller Viktor Schenderowitsch. Etwa 3.000 Menschen waren gekommen, um für ein „Moskau für alle“ zu demonstrieren. mehr lesen / lire plus

AIDE HUMANITAIRE: La République des ONG

Depuis fin 2010, Max Lamesch officie à Haïti pour le compte de SOS-Villages d’Enfants. Avec le woxx, il a évoqué ses premiers mois sur l’île qui ne finit pas de faire l’actualité – un an après le séisme qui à coûté la vie à des centaines de milliers de personnes.

Max Lamesch travaille pour SOS Villages d’Enfants depuis 2005. Depuis fin 2010, il s’occupe de la réalisation des projets de l’ONG sur Haïti.

woxx : A qui appartient Haïti ?

Max Lamesch : Pour comprendre ce qui se passe actuellement en Haïti, il est nécessaire de retourner dans le temps et de revenir sur son histoire mouvementée. mehr lesen / lire plus

L’Atelier en chantier

L’année commence mal pour la mairie de Luxembourg, ainsi que pour les tenants de la salle de concert de la rue d’Hollerich. Non seulement que l’opposition politique – notamment les socialistes – ne veut pas entendre parler d’un transfert tel quel de l’Atelier vers l’ancien abattoir d’Hollerich, mais qu’elle réclame un vrai projet culturel et durable avec salles de répétition et cafés à l’appui, maintenant les habitants du quartier résidentiel eux-mêmes s’en mêlent. Dans un courriel qui circule depuis le mois de novembre, ils énumèrent toutes les bonnes raisons de refuser le projet de leur ville. Ainsi, ils voient d’un mauvais oeil les bruits et nuisances à venir, quand l’Atelier sera à Hollerich et ils s’inquiètent aussi des problèmes de parking – car ils ne croient pas en la bonne volonté des spectateurs pour se stationner au Park&Ride Bouillon. mehr lesen / lire plus