MOBILITÄT: Fahrradtour mit Rückenwind

In diesem Frühling schwappt eine Modewelle in Gestalt so genannter Pedelecs (Pedal Electric Cycle) auf die Straßen Luxemburgs. Die Fahrräder mit batteriebetriebener Trethilfe könnten bald eine kleine Mobilitätsrevolution auslösen, getragen von einer Bewegungsmuffel-Avantgarde.

Generationenwechsel?
Wahrscheinlich lösen die Pedelecs das gute alte Fahrrad nicht ab.
Eher sprechen sie Autofahrer an, die mobiler sein möchten aber nicht unbedingt sportlich.

Ich stehe mit einem knallroten Fahrrad auf dem Bürgersteig. Der morgendliche Berufsverkehr rauscht vorbei, und ich wage mich nicht auf die Straße. Dabei hat Marc Broers, der Fahrradhändler vom Velo Sport Center, genau erklärt, wie ich die Knöpfe auf dem Display am Lenkrad benutzen muss: Der Elektromotor des „Winora Town:e xp“ leistet seine Unterstützungsarbeit in drei Stufen. mehr lesen / lire plus

BECKERICH-BERLIN: Reise nach Realökotopia

Die Gemeinde Beckerich hat den Eurosolarpreis erhalten. Zur Zeremonie in Berlin hat die woxx die kommunale Delegation begleitet.

Der Intercity-Express braust mit 250 Sachen in Richtung Berlin. Im Mittelgang steht Camille Gira, Bürgermeister von Beckerich, und erklärt den weiteren Tagesverlauf. „Ich hab‘ früher auch mal Butterfahrten organisiert“, witzelt er. Die 20-köpfige Reisegesellschaft grinst, die Stimmung ist gut. Man ist unterwegs, um den europäischen Solarpreis in der Kategorie Städte und Gemeinden entgegenzunehmen. „Wir müssen früh da sein, eigentlich sind nur vier Personen pro Delegation vorgesehen.“ Gira verteilt die Fahrkarten und die Werbebroschüren seiner Gemeinde. „Bevor die Butterfahrt zu Ende ist, werdet ihr bestimmt was kaufen, doch, doch.“ mehr lesen / lire plus

AUTOSTEUER: Zahlen für Benzin und Blech

Im Namen der Umwelt fordern Gegner der Autosteuerreform, stattdessen die Sprittaxen zu erhöhen. Eigentlich macht es Sinn, beide Steuern zu erhöhen, doch die Kritik an der Vorgehensweise der Regierung ist berechtigt.

Im Wahljahr 1994 ging ein Aufschrei der Entrüstung durch Luxemburg, weil die grüne Partei es gewagt hatte, einen Benzinpreis von 50 Franken zu fordern. Wer hätte damals gedacht, dass sich eines Tages sogar der Automobile-Club für eine Erhöhung des Spritpreises einsetzen würde. Auslöser dieser unerwarteten Positionierung der Autofahrer-Lobby war die von der Regierung bereits 2006 angekündigte massive Erhöhung der Autosteuer im Namen des Klimaschutzes. Allerdings wird sie erst jetzt heiß diskutiert, wo die Verwaltung mit Verspätung die seit dem 1. mehr lesen / lire plus

PESTIZIDE: Schattenkämpfe im Parlament

Spannung in Straßburg: Wird der Entwurf für eine striktere Pestizid-Regelung im Plenum Bestand haben? Dafür setzte sich im Umweltausschuss die Abgeordnete Erna Hennicot ein – und bekam kräftig Gegenwind aus den eigenen Reihen.

Welche Strategie die Europäische Union anwenden wird, damit weniger Gift auf Äckern
und Wiesen landet, ist
noch ungewiss.
(Foto: johnnyalive/flickr)

Eine Erdbeere, die es in sich hat: Rückstände aus 14 verschiedenen Pestiziden fanden Umweltschützer in der kleinen Frucht aus Belgien, die sie im Sommer in einem GB-Supermarkt gekauft hatten. Dieser Laden befand sich nicht irgendwo, sondern mitten im Brüsseler Parlamentsgebäude in der rue Wiertz. Im Früchtekorb, der ins Labor wanderte, lagen auch Orangen, Trauben, Äpfel, Aprikosen und Birnen. mehr lesen / lire plus

HOCHOFEN BELVAL: Industriedenkmal oder Krebsgeschwür?

Einen irreparablen Schaden fürchtet der Méco, wenn auf Belval der Abriss weiter läuft wie bisher.

„Die Art, wie das Dossier zum Erhalt der Hochöfen vom Fonds Belval und somit implizit auch vom Staat gehandhabt wird, wirft Probleme auf. Es wäre viel mehr möglich mit dem Geld, das der Staat bis jetzt bewilligt hat“, so Blanche Weber, Präsidentin des Mouvement écologique, anlässlich einer Pressekonferenz, die unter dem Motto stand: „Ne commettons pas l’irréparable – Osons le futur“. Gerade jetzt, wo es noch nicht zu spät sei – weitere Abrissarbeiten an den Hochöfen stehen an – sei es wichtig, das Ganze öffentlich zu thematisieren. mehr lesen / lire plus

HOCHOFEN BELVAL: Industriedenkmal oder Krebsgeschwür?

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„Die Art, wie das Dossier zum Erhalt der Hochöfen vom Fonds Belval und somit implizit auch vom Staat gehandhabt wird, wirft Probleme auf. Es wäre viel mehr möglich mit dem Geld, das der Staat bis jetzt bewilligt hat“, so Blanche Weber, Präsidentin des Mouvement écologique, anlässlich einer Pressekonferenz, die unter dem Motto stand: „Ne commettons pas l’irréparable – Osons le futur“. Gerade jetzt, wo es noch nicht zu spät sei – weitere Abrissarbeiten an den Hochöfen stehen an – sei es wichtig, das Ganze öffentlich zu thematisieren. mehr lesen / lire plus

JAHRTAUSENDFLUT: Wenn alle Dämme brechen

Die Überschwemmungskatastrophe in Mitteleuropa offenbart das Scheitern eines antiquierten Hochwasserschutzes. Die Umweltorganisationen geben Politikern die Schuld, während man in Luxemburg aus der Vergangenheit gelernt zu haben glaubt.

Land unter an Elbe und Donau, Tausende Tote bei Überschwemmungen in Asien, Unwetter in Nordmexiko und Südrussland: Die aktuellen Flutkatastrophen sind nach Meinung der meisten Klimaexperten Vorboten einer sich anbahnenden ökologischen Katastrophe. Für viele Wissenschaftler besteht kein Zweifel: Der befürchtete Klimawandel hat begonnen.

„Die Erde hat sich in den vergangenen hundert Jahren um 0,7 Grad Celsius erwärmt, in Deutschland stieg die Temperatur sogar um 0,9 Grad. Dadurch kann die Atmosphäre mehr Wasser speichern, so dass es häufiger zu Niederschlägen kommt“, erklärt Tim Staeger. mehr lesen / lire plus

JAHRTAUSENDFLUT: Wenn alle Dämme brechen

Die Überschwemmungskatastrophe in Mitteleuropa offenbart das Scheitern eines antiquierten Hochwasserschutzes. Die Umweltorganisationen geben Politikern die Schuld, während man in Luxemburg aus der Vergangenheit gelernt zu haben glaubt.

Land unter an Elbe und Donau, Tausende Tote bei Überschwemmungen in Asien, Unwetter in Nordmexiko und Südrussland: Die aktuellen Flutkatastrophen sind nach Meinung der meisten Klimaexperten Vorboten einer sich anbahnenden ökologischen Katastrophe. Für viele Wissenschaftler besteht kein Zweifel: Der befürchtete Klimawandel hat begonnen.

„Die Erde hat sich in den vergangenen hundert Jahren um 0,7 Grad Celsius erwärmt, in Deutschland stieg die Temperatur sogar um 0,9 Grad. Dadurch kann die Atmosphäre mehr Wasser speichern, so dass es häufiger zu Niederschlägen kommt“, erklärt Tim Staeger. mehr lesen / lire plus