Expotipp: Skéiteng Kälifornia

Wie passen Skateboards und Tetingen zusammen? Die Ausstellung „Skéiteng Kälifornia“ im Museum Ferrum in Tetingen gibt Antworten, samt ausrangierter Skateboards, Rampe und alten Szene-Magazinen. Die Besucher*innen folgen den Spuren von Thomas: Laut Kurator Pascal Useldinger stellt er den Prototypen der Tetinger Skater*innen dar, besonders aus den 1980er- und 1990er-Jahren. Der Kurator, selbst seit Jahren auf Skateboards unterwegs, verrät im Interview mit dem Kulturportal culture.lu mehr über sein Herzprojekt: „D’Expo ass een Hommage un de Schräiner an u meng Mamm, un déi Léit ronderëm an déi Leit, déi s de net um Plang hues.“ Mit dem Schreiner ist der Nachbar gemeint, der Useldinger und seiner Clique eine eigene Rampe zimmerte; die Mutter des Kurators soll die Leidenschaft ihrer Söhne unterstützt haben. mehr lesen / lire plus

Expotipp: On Rape

„Es gibt kuriose Objekte zu entdecken, die einem das Ausmaß der Vergewaltigungskultur vor Augen führen. So stellt die Künstlerin Laia Abril das Foto eines Keuschheitsgürtels aus, bei dem sich Historiker*innen bis heute uneins sind, ob er in der Vergangenheit als Prävention von Vergewaltigungen, als Garantie der sexuellen Abstinenz oder aus anderen Gründen getragen wurde. Unweit davon, hängt ein Bild eines Rape-aXe, 2005 von der Südafrikanerin Sonette Ehlers entwickelt. Die Hülse wird in die Vagina eingeführt, kommt es zur Penetration bohren sich Widerhaken in den Penis und verursachen starke Schmerzen. Die Entfernung der Widerhaken bedarf eines medizinischen Eingriffs. Dies soll die Identifizierung von Straffälligen erleichtern und schützt noch dazu vor Schwangerschaften und Geschlechtskrankheiten. mehr lesen / lire plus

Expotipp: DʼLëtzebuerger Sprooch(en)

Dat hei might be a sehr intéressante Ausstellung! Wenn Sie jetzt nicht nur Bahnhof verstanden haben, ist die Wanderausstellung „DʼLëtzebuerger Sprooch(en)“ vom Zenter fir d’Lëtzebuerger Sprooch genau das Richtige für Sie: Vier Tafeln, multimediale sowie interaktive Stationen laden die Besucher*innen zur Auseinandersetzung mit der sprachlichen Situation in Luxemburg ein. Es geht um Mehrsprachigkeit, Luxemburgisch und seine Entwicklung, aber auch um die grundlegende Frage: Wie entstehen Sprachen überhaupt? Darüber hinaus kommen Themen wie luxemburgische Literatur und Medien auf. Momentan ist die Schau noch bis zum 9. September in der Sporthalle in Medernach zu sehen; später zieht sie weiter ins Forum Geesseknäppchen (29. mehr lesen / lire plus

Expotipp: Elles nous racontent

In der Abtei Neumünster stehen Frauen und ihre Migrationsgeschichten im Mittelpunkt: Die Schau „Elles nous racontent“ illustriert, was sie nach Luxemburg treibt und welche Hürden sie in ihrem Alltag meistern müssen. Es sind unterschiedliche Schicksale und Generationen vertreten, was die Ausstellung zu einem interessanten Beitrag zur Migrationsgeschichte von Frauen macht. Noch dazu handelt es sich um eine lebhafte Auseinandersetzung mit dem Thema, denn sie markiert das Ende des interaktiven Comic-Projekts „Faire société en bande dessinée“. Dieses ist eine Initiative der Drehbuchautorin Sol Cifuentes und der Zeichnerin Ángeles Cornejo, die 2020 und 2022 im Neumünster residierten. Im Zuge des Projekts fanden Ateliers statt, in denen Migrantinnen sich mit der Autorin und Lyrikerin Vanessa Buffone über ihre Erfahrungen austauschten. mehr lesen / lire plus

Expotipp: Peter Halley: Conduits, Paintings from the 1980s

Soziale Fragen, Geometrie und Neonfarben: Ungefähr so lassen sich Peter Halleys Werke aus den 1980er-Jahren zusammenfassen. Das Mudam auf Kirchberg versammelt in der Ausstellung „Peter Halley: Conduits, Paintings from the 1980s“ 30 Schlüsselwerke des New Yorker Gegenwartskünstlers, darunter Gemälde, bisher unveröffentlichte Zeichnungen, Skizzen und Notizen. Es ist die erste museale Bestandsaufnahme dieser Schaffensphase des Künstlers. Halley ist vor allem für seine geometrische Bildsprache bekannt; dafür mit wenigen Linien Bezug auf gesellschaftliche Phänomene wie die Urbanisierung und die Industrialisierung oder aber den Wandel der Architektur zu Zeiten der Digitalisierung zu nehmen. Die Kuratorin Michelle Cotton versuchte in enger Zusammenarbeit mit Peter Halley selbst, zudem einen Bogen zur Sozialgeschichte New Yorks zu schlagen: Letztere ist von wirtschaftlicher Expansion und ihrem Zusammenbruch, der nuklearen Bedrohung und der Aids-Epidemie geprägt. mehr lesen / lire plus

Expotipp: Les jeux sont faits. Rien ne va plus.

Hsia-Fei Chang inszeniert sich in der Ausstellung „Les jeux sont faits. Rien ne va plus“ in der Escher Konschthal selbst. Eine Fotostrecke dokumentiert den Alltag der Künstlerin als Croupière im Pariser Club Berri. Eine Stelle, die Chang eigenen Aussagen nach gezwungenermaßen antreten musste: Ihr drohte die Streichung sozialer Beihilfen, weil sie bis dahin jedes Angebot des Arbeitsamts abgelehnt hatte. Das einhundert Meter lange Fotomaterial entstand im Pausenraum des Casinos, auf dem Arbeitsweg oder in den eigenen vier Wänden – an den Spieltischen galt Fotoverbot. Und trotzdem vermitteln Changs Aufnahmen ein Gefühl für die Ambivalenz von Spielhallen: Einerseits versprechen sie den großen Gewinn, andererseits zerstören sie menschliche Existenzen oder enttäuschen die Erwartungen der Spieler*innen. mehr lesen / lire plus

Expotipp: Mehr als Worte. 150 Jahre Postkartengrüße

Passend zu unserer Backcover-Serie im August, empfiehlt sich ein Besuch der Onlinedarbietung der Ausstellung „Mehr als Worte. 150 Jahre Postkartengrüße“ vom Museum für Kommunikation Berlin: Die virtuellen Museumsgänger*innen erhalten hier Einblicke in die abwechslungsreiche Geschichte der Postkarte. Diese entwickelte sich von der Correspondenz- und Feldpostkarte hin zur Ansichts- und Bildpostkarte und letztlich zum digitalen Feriengruß. Auch spielte sie in tragischen Momenten, wie dem Untergang der Titanic oder den Weltkriegen, eine wichtige Rolle. Zwar liegt der Fokus der Schau auf Deutschland und historischen Fakten, doch hält sie auch humorvolle Kuriositäten bereit: Die langsamste Postkarte der Welt erreichte den anvisierten Briefkasten erst 83 Jahre nach ihrem Versand; das beliebteste Postkartenmotiv der Deutschen ist eine Robbe. mehr lesen / lire plus

Expotipp: Ukrainian art in danger: Maria Prymachenko

Sie galt als Kunstikone der Ukraine und wichtige Vertreterin der Naiven Kunst – Maria Prymachenko (1909 – 1997). Das Lëtzebuerg City Museum widmet ihr derzeit die Einzelausstellung „Ukrainian Art in Danger: Maria Prymachenko“ und verweist mit dem Titel auf das dramatische Schicksal ihres Erbes: Im Zuge des russischen Angriffs auf die Ukraine, verbrannten 2022 über zwanzig ihrer Werke zusammen mit dem Ivankiv Historical and Local History Museum. Vierzehn Werke wurden gerettet. Neben der allgemeinen Tragik der Zerstörung, ging damit ein relevantes Stück ukrainischer Kulturgeschichte verloren: Immerhin wurde Prymachenko 1966 mit dem bedeutenden Taras Shevchenko National Prize of Ukraine ausgezeichnet; die Unesco benannte das Jahr 2009 nach ihr und in Kiew trägt eine Straße ihren Namen. mehr lesen / lire plus

Expotipp: Ich – Frau

Wie gestaltet sich das Arbeitsleben für Frauen mit Behinderung? Dieser Frage geht die Ausstellung „Ich – Frau“ im Mierscher Kulturhaus derzeit nach. Hierfür wurden fünf Frauen porträtiert, die von ihren Berufswünschen, Zukunftsvisionen und ihrem Drang nach Selbstverwirklichung berichten. Vier davon sind bereits berufstätig, eine ist Schülerin. Aus dem Gespräch mit den Frauen geht hervor, dass ihre Ausbildungsmöglichkeiten aufgrund ihrer Behinderung eingeschränkt sind und nicht immer den eigenen Interessen entsprechen. Noch dazu fehle es an inklusiven Arbeitsplätzen und Jobangeboten in Luxemburg. Die Schau entstand in Zusammenarbeit mit dem „Centre loisirs“ von Cooperations: einem soziokulturellen Verein, der unter anderem Berufsangebote für Menschen mit Behinderung in der Gastronomie, der Kunst oder der Gärtnerei schafft. mehr lesen / lire plus

Expotipp: Pride Art Expo 2023 : Illustrating Queer Joy. Embracing Struggle

Die Luxembourg Pride mag zu Ende sein, die dazugehörige Schau „Illustrating Queer Joy. Embracing Struggle“ im Rainbow Center in Luxemburg-Stadt läuft aber noch bis zum ersten August: Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl interessanter Arbeiten der Illustrator*innen Lynn Kelders, Charlotte Muniken und Viktoria Mladenovski. Kelders zeigt im queeren Kulturzentrum eine Serie über die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschlechtsidentität, die im Mai auf den Rückseiten der woxx Premiere feierte. Auch Muniken gestaltete bereits unsere Backcover: Stand dort im Februar 2022 ein Hase im Mittelpunkt, zieren im Rainbow Center unter anderem Zeichnungen von Drachen die Wände. Interviews mit beiden Künstler*innen sind auf woxx.lu mehr lesen / lire plus

Expotipp: Transition Now

Wer für einen Spaziergang im Escher Ellergronn aufbricht, kann sich bei der Gelegenheit seit April im Centre nature et forêt die neue Dauerausstellung „Transition Now“ anschauen: Die Kurator*innen Malou Muschang und Frank Wolff von der Naturverwaltung beleuchten auf drei Stockwerken den Einfluss der Menschen auf den Planeten. Wie haben wir den Planeten in den letzten 200 Jahren verändert, beziehungsweise zerstört? Anhand von Wandmalereien, Graphiken, Infotafeln und audiovisuellen Beiträgen können die Besucher*innen die Entwicklungen nachverfolgen. Die Schau mag eine gewisse Endzeitstimmung verbreiten, wartet aber auch mit Lösungsvorschlägen auf, die sich in der Politik, der Gesellschaft und der Natur selbst verorten lassen. Eine interaktive Internetseite ergänzt die Ausstellung: Auf transition-now.lu mehr lesen / lire plus

Expotipp: Täuschend echt! Wilde Orchideen in Luxemburg

Rotes Waldvöglein, kriechendes Netzblatt, Müllers Stendelwurz: Hierbei handelt es sich weder um Federvieh oder Reptilien noch um eine Gaststätte in einer deutschen Kleinstadt – diese Namen bezeichnen Orchideen. Denen widmet sich derzeit eine Sonderausstellung des Museums für Naturgeschichte in Luxemburg-Stadt: „Täuschend echt! Wilde Orchideen in Luxemburg“ klärt anhand von Sebastian Brandt handgefertigter botanischer Modelle über die Besonderheiten 45 heimischer Arten auf. So erfahren Besucher*innen zum Beispiel, dass Orchideen Insekten auf verschiedene Weisen täuschen, damit diese ihre Pollen weitertragen. Auf der Website orchid.mnhn.lu gibt es ebenfalls Einblicke in die spannenden Inhalte der Schau sowie einen informativen und kostenfreien Ausstellungskatalog zum Herunterladen. mehr lesen / lire plus

Expotipp: Michel Majerus: Sinnmaschine

Weltweit werden dem luxemburgischen Künstler Michel Majerus Einzelausstellungen gewidmet, so auch aktuell im Mudam auf Kirchberg: Die Kuratorin und Direktorin des Museums, Bettina Steinbrügge, konzentriert sich in „Sinnmaschine“ vor allem auf seine Arbeitsmethoden; entschied sich neben der Darstellung der für ihn typischen poppigen Großleinwände und begehbaren Installationen demnach auch für die Zurschaustellung seiner Notizbücher und seiner Bibliothek. Die Raumgestaltung durch Studio Miessen unterstreicht den thematischen Schwerpunkt: Wer den „Mudam Grand Hall“ betritt, stößt auf ein spartanisches Design, vorwiegend bestehend aus kahlen Gerüsten. Soll dies den Eindruck vermitteln, in Majerus Atelier zu stehen, misslingt dies leider durch die Offenheit der Eingangshalle. Da diese einigen Besucher*innen als Durchgangsraum dient, fällt es an stark besuchten Tagen schwer, sich in Ruhe auf die Exponate einzulassen. mehr lesen / lire plus

Expotipp: Clervaux – Cité de l’image

In Clerf bereichern noch bis Oktober sechs Künstler*innen die Stadt mit ihren Fotoarbeiten, darunter Jeannine Unsen und Boris Loder, deren Werke zu den Höhepunkten der Außenschau zählen. In der Serie „I love you baby. Portraits de femmes résilientes“ (Jardin du Château, Montée du Château) setzt Unsen Frauen in den Vordergrund und präsentiert berührende Aufnahmen, die durch ihre Inszenierung Fragen nach Verletzlichkeit und Identität aufwerfen. Boris Loders‘ Reihe „Particles“ (Arcades I, Grand-Rue) thematisiert hingegen Orte und deren Charakter: Der Künstler gabelt auf, was ihm an bestimmten Stellen symbolisch für diesen einen Raum scheint. So sammelte er an einem Drogentreffpunkt die entsprechenden Utensilien auf und formte daraus einen Klotz, der sich erst durch die nähere Betrachtung als Sinnbild des Ortes entpuppt. mehr lesen / lire plus

Expotipp: Suzanne Valadon: Un monde à soi

« Nu allongé », 1928

Ein Hauch Montmartre in Metz : Das Centre Pompidou-Metz zelebriert mit der Retrospektive „Suzanne Valadon: Un monde à soi“ die bedeutende Gegenwartskünstlerin Suzanne Valadon (1865-1938). Sie ist eine der wenigen Künstlerinnen, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weibliche Akte zeichnete. Zu Lebzeiten bereits eine Ikone von Montmartre, umfasst Valadons Gesamtwerk zahlreiche ungeschönte Frauenkörper, die Kunstbegeisterte in der Aktmalerei ihrer Zeitgenossen in der Regel vergeblich suchen. Neben dem Abstecher nach Metz, lohnt sich es sich auch in die Podcast-Folge des Pompidou-Metz zur Schau rein zu hören („Et si je te raconte … Suzanne Valadon“) und unter anderem auf den Websites der Frankfurter Kunsthalle Schirn und des National Museum of Women in the Arts über das bewegte Leben und Schaffen der Künstlerin zu lesen. mehr lesen / lire plus

Expotipp: Rethinking identity. Je est un autre

Ntila Lunga, „Define Beauty III“, 2019

Erst kürzlich überdachte das Musée national d’archéologie, d’histoire et d’art (MNAHA) seine eigene Identität neu und benannte sich um, jetzt stellt es Kunst zum Thema „Rethinking identity. Je est un autre“ aus: Damit beteiligt sich das Museum an dem „European Month of Photography“, der 2023 im Zeichen der Identität steht. Auf dem Fëschmaart stellen die Kuratoren Ruud Priem (MNAHA) und Paul di Felice (Café Crème) hierzu Arbeiten von acht Künstler*innen in den Fokus: Krystyna Dul, Corina Gertz, Katinka Goldberg, Lívia Melzi, Zanele Muholi, Lunga Ntila, Frida Orupabo und Bruno Oliveira. Eine sehenswerte Auswahl aus dem In- und Ausland, da sich die Mehrheit mit Feminismus und Post-Kolonialismus beschäftigt und damit wichtige Akzente setzt. mehr lesen / lire plus

Expotipp: Chiara Dahlem

© Yan Sagramola

Ortsspezifische Kunst ist Chiara Dahlems Markenzeichen und dieses kommt zurzeit im „Espace H2O“ in Oberkorn zur Geltung: Die Kuratorin Sandra Schwender widmet der multidisziplinären Künstlerin aus Luxemburg eine Einzelausstellung, die sowohl Videoinstallationen als auch ortsgebundene Werke in den Mittelpunkt stellt. Thema der Schau ist Wasser, angelehnt an die Vorgeschichte des Schauplatzes – die Galerie in Oberkorn ist ein ehemaliges Wasserreservoir. Bezeichnend für Dahlems Kunst sind aber auch der Dialog mit dem Publikum sowie die Darstellung von Kontrasten. So lädt sie die Besucher*innen meist dazu ein, ihre Kunsträume zu begehen und sich in Interpretationsmöglichkeiten zu verlieren, wie zuletzt im Zuge der Ausstellung des Kollektivs Cueva auf dem ehemaligen Industriegelände Metzeschmelz zwischen Esch und Schifflingen. mehr lesen / lire plus

Expotipp: Greifbar: Krieg im Blick ukrainischer Künstler

Kunst und Krieg – unvereinbar? Die Moderne Galerie des Saarlandmuseums und die Kuratorin Ira Yeroshko beweisen mit der Schau „Greifbar: Krieg im Blick ukrainischer Künstler“ das Gegenteil: 15 zeitgenössische Kunstschaffende aus der Ukraine geben unter anderem Antworten darauf, wie sich Kunst zu Kriegszeiten denken lässt. Während die einen sich in ihren Foto- und Videoarbeiten auf den Krieg im Donbas von 2014 beziehen, fokussieren sich die anderen auf die rezente russische Invasion der Ukraine. Dabei ist Yeroshkos Werksauswahl ein Hoch auf die künstlerische Vielfalt, die sich sogar bei einem solch tragischen Motiv offenbart. Die meisten Künstler*innen schildern die Ereignisse abstrakt oder verknüpfen sie eng mit persönlichen Geschichten. mehr lesen / lire plus

Expotipp: Komm, mir grënnen e Veräin!

Das Lëtzebuerg City Museum in Luxemburg-Stadt hat sich in eine historische Vereinskneipe verwandelt, oder zumindest fast: Die Ausstellung „Komm, mir grënnen e Veräin“ taucht in Luxemburgs Vereinsgeschichten ein, mit Fokus auf einige der über 500 Clubs aus der Hauptstadt. Die Kurator*innen verfolgen einen historischen Ansatz und zeigen unter anderem auf, welche gesellschaftspolitische Rolle Vereine in der Vergangenheit eingenommen haben. Erinnert der Begriff Verein zunächst an Schweißgeruch in der Umkleide und feuchtfröhliche Zusammenkünfte, entpuppt sich die Ausstellung hingegen sowohl inhaltlich als auch vom Dekor her als originell und abwechslungsreich. Verstaubt ist hier trotz zahlreicher historischer Exponate nichts: Die Besucher*innen könnten aufgrund der thematisch dekorierten Räume sogar zwischendurch vergessen, dass sie sich in Ausstellungshallen befinden, wären da nicht die lehrreichen Wandtexte. mehr lesen / lire plus

Expotipp: Tourmaline: Pleasure and Pollinator

Wer auf Kirchberg unterwegs ist und Zeit für einen kurzen Besuch des Mudams hat, sollte sich „Pleasure and Pollinator“ von Tourmaline, Preisträgerin des Baloise Art Prize 2022, anschauen. Zwar überzeugt die erste europäische Einzelausstellung der amerikanischen Künstlerin nicht mit ihrer Aufmachung – dafür widmet das Mudam ihr zu wenig Raum, verlegt sie noch dazu ans äußerste Ende seiner Hallen – , aber liefert dafür einen interessanten Einblick in queere Gegenwartskunst, die in Luxemburgs Museen eher Mangelware ist. Im Mittelpunkt der Mini-Schau steht die Videoarbeit „Pollinator“: Darin verbindet Tourmaline Aufnahmen von sich und ihrem Vater mit Archivmaterial nach dem Tod der queeren Ikone Marsha P. mehr lesen / lire plus