Expotipp: Working Class Heroes

Manche Held*innen tragen Capes, andere eine Spitzhacke: Die Ausstellung „Working Class Heroes“ im Ferrum Museum in Tetingen zelebriert Jean-Pierre Bausch, Léon Weirich und Jean Schortgen – drei Minenarbeiter, die Anfang bis Mitte 1900 als Abgeordnete für die Arbeiterklasse eintraten. Online ist eine kostenlose Beilage zur Ausstellung verfügbar, in der neunzehn weitere Arbeiter porträtiert werden. Das Dokument ist auf deutsch und französisch verfügbar. Neben Lesestoff gibt es auf der Internetseite auch Performances der Schauspieler Max Gindorff, Marc Limpach und Pit Simon zu entdecken: Sie erzählen in dreizehn Kurzvideos historische Reden nach, die Bausch, Weirich und Schortgen in der Abgeordnetenkammer vorgetragen haben. Themen sind unter anderem die Arbeitsbelastung in den Gruben, Eigenheimverschuldung und die Versorgung der Unfallopfer sowie die ihrer Familien. mehr lesen / lire plus

Expotipp: Urban Art Biennale

In der Völklinger Hütte brauchen Straßenkünstler*innen ihre Spraydosen nicht vor Gesetzeshüter*innen zu verstecken: Seit 2011 stehen ihre Arbeiten bei der Urban Art Biennale im Mittelpunkt. Künstler*innen aus allen Ecken der Welt finden im Saarland zusammen, um das Gelände um das Unesco Weltkulturerbe zu gestalten und Einblicke in die Szene zu bieten. Es gibt Murals, Plastiken, Augmented Reality, Rauminstallationen und mehr zu entdecken. Bei der sechsten Biennale ist auch ein luxemburgischer Urban Artist vertreten: Alain Welter, besser bekannt als Mope. Der Künstler wurde hierzulande durch sein Urban Art-Projekt „Make Koler Kooler“ bekannt. Inzwischen verzieren seine Auftragsarbeiten unter anderem die regionalen Tice-Busse, Bofferding-Bier oder ehemalige Kühltürme in Differdingen. mehr lesen / lire plus

Expotipp: Metzeschmelz

Es kommt einer Mischung aus Geisterstadt, Künstler*innendorf und Freizeitpark für Liebhaber*innen der alternativen Kunstszene gleich: Zahlreiche Künstler*innen bespielen derzeit in Auftrag des Kollektivs Cueva das brachliegende Industriegelände Metzeschmelz zwischen Esch und Schifflingen. Wo früher nur das Personal der Stahlwerke verkehrte und bald ein neues Wohnprojekt entstehen soll, können jetzt Besucher*innen bis Oktober Kunstwerke unterschiedlichster Genres bewundern – unter anderem von Lascar, dessen Collagen im Mai die Rückseite der woxx einnehmen. Hinzu kommen spontane Happenings und Konzerte, die auf der Facebook-Seite „Metzeschmelz CUEVA 2022“ angekündigt werden. Wer einen kleinen Vorgeschmack haben will: Der Saarländische Rundfunk war Anfang April zu Besuch in der Industrieruine und hat mit Théid Johanns, Mitbegründer von Cueva, über die Hintergründe des Projekts gesprochen. mehr lesen / lire plus

Expotipp : Stëmme vun der Schmelz

Le Centre national de l’audiovisuel, la scénographe Anouk Schiltz et l’artiste Michel Feinen rendent hommage aux ouvriers de l’ancienne usine sidérurgique de Dudelange : l’exposition « Stëmme vun der Schmelz » rassemble des témoignages, des objets et des documents historiques autour de ce site important pour le grand-duché. Le public est invité à se plonger dans « une immersion multimédia » et à découvrir le passé de ce qui est aujourd’hui devenu le lieu culturel « Waasserhaus + Pomhouse ».

Pomhouse (1b, rue du Centenaire , L-3475 Dudelange), me. – di. 11h – 18h. Jusqu’au 1er janvier 2023.
 
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Expotipp: Hacking Identity – Dancing Diversity

© Hanna Haaslahti

Für die Kulturhauptstadt Esch2022 wurde eine Lagerhalle in Belval zum Haus der Medien und dafür verantwortlich ist Karlsruhe: Das Zentrum für für Kunst und Medien Karlsruhe (ZKM) bespielt die Möllerei mit der multimedialen Ausstellung „Hacking Identity – Dancing Diversity“. Im Zentrum stehen die Auseinandersetzung mit Identitäten, kulturellen Normen und der Informationsgesellschaft. Neben Video-Installationen und Projektionen auf Leinwänden, gibt es auch partizipative Werke zu entdecken, die unter anderem den eigenen Körper in Medienkunst umwandeln – ein immersives Erlebnis vor ungewöhnlicher Kulisse!

Möllerei (3, av. des Hauts Fourneaux, 4361 Esch-sur-Alzette). Mo., Mi. – So. 11 Uhr – 19 Uhr.
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Expotipp: War and Peas: Silly Empire

Ein Bär fällt über einen Menschen her, während eine zweite Person das Opfer fragt: „Have you tried Yoga?“ Hinter diesem Comic-Strip stecken Elizabeth Pich und Jonathan Kunz, auch bekannt unter dem Namen War and Peas. Das Duo veröffentlicht seit 2011 wöchentlich Comics auf seinen Internetkanälen, jetzt stellt es im Kulturzentrum EuroBahnhof in Saarbrücken aus: Die Ausstellung hält 100 Comic-Strips und Entwürfe aus ihren Skizzenbüchern bereit. Wer auf schwarzen Humor und Absurditäten steht, sollte sich die Schau nicht entgehen lassen – die Comics von War and Peas reichen von Situationskomik über Alltagsprobleme von Geistern bis hin zur Kritik am Patriarchat.

KuBa Kulturzentrum am EuroBahnhof e.
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Expotipp : La musique : une histoire d’hommes ?

Au Gueulard plus, lieu de rencontre culturel à Nilvange, les femmes sont au centre de l’exposition « La musique : une histoire d’hommes ? ». En partenariat avec le Musée Sacem et le magasin de vinyles La Belle Écoute, le sort des musiciennes est ainsi évoqué. Le site de la Sacem donne un petit aperçu : le musée « propose un parcours historique pour s’interroger sur les principales raisons qui mènent les femmes à être, encore aujourd’hui, (…) minoritaires dans le secteur de la création musicale », à travers ses archives digitalisées.

Le Gueulard plus (3 rue Victor Hugo, 57240 Nilvange), lu.
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Expotipp: 9. Konscht

Ein Tipp für Comicliebhaber*innen, die das Internationale Comic-Festival im Juli in Contern nicht abwarten wollen: Die „D’Frënn vun der 9. Konscht“, der Verbund luxemburgischer Comiczeichner*innen, stellt noch bis zum 2. April in der Galerie des Escher Theaters aus. Wer sich die Liste der vertretenen Künstler*innen anschaut ahnt, wohin die Reise geht – mit dabei sind unter anderem Jeff Hemmer, der im März für die Schnecken und Schleimspuren auf der Rückseite der woxx verantwortlich ist, sowie die Manga-Zeichnerin Sabrina Kaufmann oder die Comickünstlerin Marion Dengler, die in ihrem Beitrag für den Comicband „Fortifications. Six histoires sur une ville unique“ Geschlechtsidentität und lesbische Liebe thematisiert hat. mehr lesen / lire plus

Expotipp: Geschlechterkampf. Franz von Stuck bis Frida Kahlo

„Seit Jahrtausenden ist die männliche Angst vor der Macht der Frauen Thema von Erzählungen“, steht in einem der Ausstellungstexte zu „Geschlechterkampf“. Das Frankfurter Städel Museum widmete dieser Angst zwischen 2016 und 2017 eine Ausstellung, die bis heute digital einsehbar ist. Das Digitorial, das einer eigenständigen Schau nahekommt, statt bloß ein virtueller Rundgang zu sein, ist lehrreich: Neben kunsthistorischen Fakten, wird den Besucher*innen auch vermittelt, wie es in den jeweiligen Epochen um die Rechte sowie die gesellschaftliche Rolle von Frauen bestellt war. Ein sehenswertes Digitorial!

Geschlechterkampf. Franz Von Stuck bis Frida Kahlo. Auf geschlechterkampf.staedelmuseum.de.
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Expotipp: Critical Zones. Horizonte einer neuen Erdpolitik

Das Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe (zkm) geht mit „Critical Zones. Horizonte einer neuen Erdpolitik“ dem Klimawandel und der Umweltzerstörung nach. Die Kurator*innengruppe, darunter der Soziologe und Anthropologe Bruno Latour, bringen Politik, Wissenschaft und Kunst zusammen.Wer will, kann Stunden in der Online-Ausstellung verbringen. Nur ist die Website chaotisch aufgebaut: Es gibt Kategorien, an denen sich die Besucher*innen orientieren können, die während der Betrachtung unvermittelt ineinander übergehen oder plötzlich nicht mehr zugänglich sind.

Critical Zones. Horizonte einer neuen Erdpolitik. Online unter critical-zones.zkm.de
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