TRANSITMIGRANTEN IN CALAIS: Im Zeichen der Brache

Als die französische Polizei im Herbst ein großes Flüchtlingslager bei Calais zerstörte, sollte das der Anfang vom Ende der illegalen Einreise nach England sein. Drei Monate später sind die Transitmigranten noch immer in der Hafenstadt. Nicht nur wegen des Winters sind ihre Bedingungen widriger als jemals zuvor.

Der Kälte entfliehen: Selbst dieser dürftige „Schutz“ vor der Witterung wird von der Polizei regelmäßig zerstört.

Man kann die Geschichte von Calais anhand des Ärmelkanals erzählen. Die örtliche Historikervereinigung „Les Amis du Vieux Calais“ tat dies im November mit einem internationalen Kolloquium. „La traversée France-Angleterre du Moyen-Age à nos jours“ hieß die Veranstaltung, deren Plakate noch einige Wochen später in der Hafenstadt aushängen. mehr lesen / lire plus

CAMBODGE: Bolloré chez les Bunong

Le Luxembourg n’a jamais été une puissance coloniale. Pourtant, à travers sa place financière, il joue un rôle dans l’exploitation du Tiers-Monde. Par exemple au Cambodge, où l’habitat du peuple Bunong est menacé par l’expansion de l’industrie du caoutchouc.

La rentabilité d’abord. Récolte de caoutchouc.

Une contrée montagneuse au bout du monde. Pour s’y rendre, tout un périple. Rendez-vous donc en Asie du Sud-Est, dans la capitale cambodgienne Phnom-Penh. Arrivé là-bas, vous avez intérêt à vous lever de bonne heure, le départ quotidien en direction de Busra est matinal. Comptez entre huit et dix heures, selon la météo, pour le trajet qui vous amènera à Sen Monorom, capitale de la province montagneuse de Mondulkiri. mehr lesen / lire plus

WAHLEN IN DEN USA: Ein Außenseiter auf dem Weg ins Aus

Als „Maverick“, als unbeugsamer Eigenbrötler, hat sich John McCain gern präsentiert. Diese Selbstinszenierung könnte für ihn nun Realität werden: Kurz vor den Wahlen verliert der Republikaner selbst in jenen Staaten an Gefolgschaft, in denen ihm die Mehrheit der Stimmen sicher schien.

Findet, dass sowohl die Republikaner als auch die Demokraten es nicht geschafft haben, ihre politischen Standpunkte überzeugend zu präsentieren: Nick Marrandino im Wahlkampfbüro der „Grand Old Party“ im migrantisch geprägten Süd-Philadelphia.

Während der amerikanischen Revolution spielten die Bürger von Vermont eine wichtige, ja kriegsentscheidende Rolle. Hinsichtlich des nun anstehenden Kräftemessens, dem von vielen wenn nicht gerade eine revolutionäre, so doch eine historische Dimension zugesprochen wird, scheint allerdings hier die Schlacht bereits geschlagen. mehr lesen / lire plus

FLÜCHTLINGE AN DER KANALKÜSTE: „Vielleicht heute Nacht, vielleicht morgen“

An der Kanalküste Belgiens und Frankreichs sammeln sich Hunderte von Flüchtlingen, die nach England wollen. Der größte Teil ihrer Odyssee liegt hinter ihnen – doch der letzte Schritt ist der schwerste.

Am LKW-Terminal in Oostende, vor der Auffahrt in die Fähre: Ein Polizist und ein Mitarbeiter des britischen Immigrationsdienstes untersuchen den Frachtraum des LKW mit einem CO2-Detektor. Verbrauchte Atemluft verrät die Anwesenheit eines Menschen.

„Now in the queues at immigration, in the border zone
We are your bastard children, ll coming home
And every day you try to build a higher wall
.“
New Model Army

Auch wenn der Europäische Rat in diesen Tagen vor allem die aktuelle
internationale Finanzkrise zum Thema hatte, so wurde auch der „Pakt für
Einwanderung und Asyl“ beschlossen.
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PAKISTAN: Mit Applaus in den Ruhestand

Der Rücktritt Musharrafs war überfällig. Es bleibt jedoch fraglich, ob reformorientierte Kräfte die Chance nutzen können, die politischen Strukturen in Pakistan zu verändern.

Insbesondere auf den Obersten Richter Pakistans, Iftikhar Muhammad Chaudhry, setzen reformorientierte Pakistani viele Hoffnungen. Unser Bild zeigt Anhänger Chaudhrys in Islamabad.

Ein letztes Mal konnte Pervez Musharraf die pakistanische Bevölkerung doch noch erfreuen. Kaum hatte der unpopuläre Präsident am Montag der vergangenen Woche seinen Rücktritt angekündigt, kam es zu spontanen Jubelfeiern. In den Teehäusern reagierten die Gäste mit Applaus auf die Meldung, vielerorts tanzten die Menschen auf den Straßen. Doch schon wenige Stunden später sorgten die Granden der pakistanischen Politik für Ernüchterung. mehr lesen / lire plus

GEORGIEN: Grenzen, Gräber und Granaten

Nach erbitterten Kämpfen, die ohne jede Rücksicht auf die Zivilbevölkerung geführt wurden, schweigen in der Kaukasus-Region um Georgien vorerst wieder die Waffen. Eine militärische Lösung ist in dem Konflikt ohnehin nicht zu erwarten.

Die europäische Friedensbewegung blieb lieber zuhause: Georgische Nationalisten bei einem Stelldichein vor der russischen Botschaft in London.

Kurz vor dem offiziellen Beginn der Olympischen Spiele in Beijing begann ein neuer Krieg im Kaukasus. Schon seit Monaten war es zwischen Georgien und der sezessionistischen Teilrepublik Südossetien wiederholt zu militärischen Konflikten gekommen, seit Anfang August sorgte ein intensiver Schusswechsel für zunehmende Spannungen. In der Nacht zum Freitag voriger Woche gab die georgische Führung ihre Absicht bekannt, die „verfassungsmäßige Ordnung wieder herzustellen“. mehr lesen / lire plus

JUSTICE TURQUE: Ombres et lumières

Deux procès hautement politiques offrent à la justice turque une occasion d’affirmer son indépendance et de faire avancer le pays vers un peu plus de transparence et de démocratie.

Affiche «lumineuse» de l’AKP lors des dernières élections. Ses adversaires espèrent couper le jus au parti conservateur islamique en le faisant interdire.

Il y a 95 ans, Molla Davudzade Mustafa Nazim publiait « Le progrès en rêve », le premier roman de science-fiction en langue turque. Cet écrivain assez méconnu imaginait un avenir où fusionneraient la technologie moderne et la charia. Dans cette utopie islamiste, les tribunaux délivraient leur verdict en moins de 24 heures. mehr lesen / lire plus

FUSSBALL-EM: Swissness gegen Habsburg

Während in Österreich noch über Autofahnen und Otto von Habsburg gestritten wird, wartet die Schweiz in Fußballsongs mit Habsburger-Bashing auf und hat die Landesfahne zum Popsymbol gemacht.

Süßer Nationalismus während der Fußball-EM: Zuviel Swissness ist nicht nur schlecht für die Zähne.

Eine Stichprobe: drei Ampelphasen am Wiener Gürtel, der am stärksten frequentierten Verkehrsader der österreichischen Bundeshauptstadt. Acht Tage vor Beginn der Fußballeuropameisterschaft ebendort. Von 175 Fahrzeugen, die an dem schwülen Freitagnachmittag auf drei Fahrbahnen vorbeirollen, sind gerade einmal vier mit rot-weiß-roten Autofähnchen ausstaffiert. Dennoch werden die Fähnchen von den Medien als „Massenaccessoire“ wahrgenommen. Wochenlang hatten „Patrioten“, Fußballfans und die Kronenzeitung für die Autowimpel gekämpft, bis der Verkehrsminister Werner Faymann sich erweichen ließ und für die Zeit der EM das Autofahnen-Verbot aufhob. mehr lesen / lire plus

IRLAND: „Europäischer Kampf auf irischem Boden“

Am 12. Juni lässt Irland seine Bürger in einem Referendum über den EU-Reformvertrag abstimmen. Nach schlechten Erfahrungen haben alle anderen Mitgliedsstaaten den Entscheid lieber an die Parlamente delegiert. Die Iren könnten den Vertrag nun im Alleingang kippen.

Mit dem Wohlstand kam auch der Verkehrsinfarkt: „Rush-Hour“ ist in Dublin nahezu rund um die Uhr.

Auf dem Weg zum ersten Termin, und schon droht eine saftige Verspätung. Mist. Dabei hatte man uns gesagt, dass die Fahrt nach Portlaoise in anderthalb Stunden vom Flughafen im Norden Dublins locker zu schaffen sei. Das stimmt auch, wenn man nicht aus Versehen vorher auf die Stadtautobahn M50 gerät, um erst dann auf die M7 zu stoßen, die ins Zentrum der irischen Midlands führt. mehr lesen / lire plus

RUSSLAND: Umzug ins Weiße Haus

Der Personalwechsel in der russischen Führung ist vollzogen. Nun rätselt man in Russland und international darüber, wie das neue Spitzenduo die Macht aufteilen wird.

„Moderates Auftreten“: Panzerkolonne unterwegs zur Militärparade auf dem Roten Platz anlässlich des 63. Jahrestags des Sieges über Deutschland.

Mit der pompösen Militärparade auf dem Roten Platz am 9. Mai anlässlich des 63. Jahrestags des Sieges über Deutschland betrat der Zivilist Dmitrij Medwedjew ganz neues Terrain. Schließlich folgte er der feierlichen Darbietung modernster Militärtechnik erstmals in der Eigenschaft als Oberkommandierender der russischen Streitkräfte. Erst zwei Tage zuvor hatte er das Amt des Präsidenten angetreten. Damit ist der 42-Jährige auf dem Höhepunkt seiner Karriere angelangt. mehr lesen / lire plus

NORDIRLAND: Auf eigenen Beinen

Seit einem Jahr regiert in Nordirland eine Allparteienregierung aus Unionisten und Nationalisten – harmonischer, als viele je für möglich gehalten hätten. Das Problem dabei: es fehlt eine echte Opposition. Die sozialen Probleme indes bleiben auch nach dem Ende des Bürgerkrieges bestehen.

Parade in Belfast zur Erinnerung an
die Opfer des Hungerstreiks von 1981: Das Motiv in der Bildmitte zeigt das Konterfei von Bobby Sands.

Die großflächige Parkanlage, die sich über die Anhöhe des Belfaster Stadtteils Stormont erstreckt, gibt den Blick frei auf ein mondänes Kalksteingebäude. Auf den ersten Blick könnte man hinter dem Komplex im neoklassischen Stil einen Sommersitz des britischen Königshauses vermuten. mehr lesen / lire plus

NEPAL: Monarch abzugeben

Wie man eine Monarchie abschafft, lässt sich momentan in Nepal beobachten. Mit der Republik kommen allerdings auch die Maoisten ins Zentrum der Macht.

Wird lernen müssen, die Schuhe künftig selbst zu binden: König Gyanendra beim Verlassen des Dantakali Tempels in Dharan.

Zehn Jahre lang folgte die Kommunistische Partei Nepals-Maoisten (CPN-M) dem Diktum Maos, dass die Macht aus den Gewehrläufen kommt. Mit der Stimmabgabe anlässlich der verfassunggebenden Versammlung am 10. April kam sie schlussendlich aus den Wahlurnen. Die ehemalige Guerilla konnte bei dem historischen Votum knapp über drei Millionen Stimmen auf sich vereinen – etwas weniger als ein Drittel aller Wählerstimmen. Bei den Direktmandaten hatte sie genau die Hälfte aller Stimmen bekommen. mehr lesen / lire plus

IRAN: „Das iranische Regime ist im Iran am schwächsten“

In Europa haben viele keine klare Vorstellung vom totalitär-faschistischen Charakter des Mullahregimes im Iran, sagt Kazem Moussavi. Ein Gespräch mit dem Europasprecher der Grünen Partei im Iran.

Rauchen ist erlaubt, doch wer sich gegen die Zwangsverschleierung wehrt, bekommt es mit dem Regime zu tun:
Die Zerschlagung der Errungenschaften der Frauenbewegung war für die Mullahs ein wichtiger Schritt zur Islamisierung der Gesellschaft.

woxx: Nach den Wahlen im vergangenen Monat im Iran sitzen nun weniger Kleriker, dafür aber mehr Mitglieder der Revolutionsgarden im Parlament. Wer wird durch diese Veränderung gestärkt?

Kazem Moussavi: Die Mehrheit der iranischen Menschen ist nicht zu den Wahlen gegangen. mehr lesen / lire plus

EGYPTE: Quand la révolte prend de l’ampleur

Dans une situation de crise alimentaire inquiétante, tous les regards restent rivés sur les grévistes du textile. Avec un pouvoir aux abois face aux émeutes de la faim.

Augmentation des prix, vie chère, régime autocratique et violent: un cocktail égyptien explosif.

Deux morts, des dizaines de blessés et des centaines de détenus: les émeutes de Mahalla des 6 et 7 avril rassemblaient tous les ingrédients pour intéresser la presse internationale. Les images de jeunes s’affrontant aux blindés de police, de voitures en feu et de cabines téléphoniques saccagées ont fait le tour du monde, accompagnées de dépêches lapidaires sur « les émeutes du pain ». mehr lesen / lire plus

PARAGUAY: Bonsai und der rote Bischof

Zum ersten Mal hat die Opposition in Paraguay gute Chancen, die Präsidentschaftswahl zu gewinnen. Aber von einem grundlegenden Wandel ist das Land weit entfernt.

Siegessicher:
Der Befreiungstheologe Fernando Lugo Méndez (links) auf einer Pressekonferenz seiner Partei APC.

Vergeblich haben die spanischen Eroberer in Südamerika nach jenem verheißungsvollen Ort des Goldes gesucht, den sie El Dorado nannten. Um das Dorado der Gegenwart zu finden, genügt eine Reise nach Ciudad del Este. Wilma María Rodriguez fährt alle zwei Wochen von ihrem Wohnort Porto Alegre im Süden Brasiliens in die paraguayische Stadt am Dreiländereck. Die letzten Meter legt sie zu Fuß zurück. Sie überquert den Grenzfluss Paraná über den „Puente de Amistad“, die Brücke der Freundschaft. mehr lesen / lire plus

TÜRKEI: Juristisches Gerangel

Formal ist die Generalstaatsanwaltschaft im Verbotsverfahren gegen die Regierungspartei AKP korrekt vorgegangen, doch Experten fürchten nicht nur um die außenpolitische Wirkung. Die AKP wiederum will dem Urteil nun mit einer Reform des Verfassungsgerichts vorgreifen.

Die türkische Generalstaatsanwaltschaft möchte der Partei von Präsident Erdogan gerne ein Ticket in die Illegalität verschaffen. Unser Bild zeigt einen Werbebus der AKP vor den Parlamentswahlen im vergangenen Juli.

Als „zivilen Putsch“ bezeichnen selbst erklärte Gegner von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogans Kabinett das Verbotsverfahren gegen die Regierungspartei AKP. Doch das könnte ebenfalls juristische Schritte der Generalstaatsanwaltschaft nach sich ziehen.

Am 3. April kursierte eine in einem bedrohlichen Tonfall gehaltene Presseerklärung, die freilich eher an einen Aprilscherz erinnerte. mehr lesen / lire plus

USA: BÜRGERRECHTE & SOZIALE REVOLUTION: Träum weiter, Baby!

Martin Luther King Jr. träumte nicht nur davon, dass die Schwarzen weiße Restaurants besuchen können, sondern auch davon, dass sie es sich leisten können, dort essen zu gehen. Heute vor vierzig Jahren wurde der Bürgerrechtler ermordet.

Zwischen Sozialkritik und Ressentiment: Martin Luther King Jr. und Malcolm X vor einer Pressekonferenz im März 1964.

Amerika sei „der größte Verbreiter von Gewalt auf der Welt“, „verrückt geworden“ über einem Krieg, „der ein Feind der Armen ist“ und „die Seele Amerikas total vergiftet“. Dieser Krieg, in dem „wir unsere neuesten Waffen an der Bevölkerung testen wie die Deutschen neue Medikamente und neue Foltermethoden in den Konzentrationslagern Europas getestet haben“, werde geführt mit „der tödlichen Arroganz des Westens“ und sei „nur ein Symptom für eine viel schwerere Krankheit des amerikanischen Geistes“, der sich dem „spirituellen Tod nähert“. mehr lesen / lire plus

USA: OBAMAS FLUCHT NACH VORN: Ich bin der King

Barack Obamas Rede „A more perfect union“ erinnerte nicht nur inhaltlich an die Ansprachen Martin Luther Kings. Selbst sein Tonfall näherte sich am Ende, als er zur Veränderung aufrief, dem des bekanntesten schwarzen Bürgerrechtlers.

Versteht es, seine Worte wohl zu wählen: Obamas jüngste Grundsatzrede gilt einigen als das Beste, was seit langem von einem amerikanischen Politiker über die Situation der Schwarzen in den USA gesagt worden ist.

Die unmittelbare Wirkung der Rede „A more perfect union“, die Barack Obama am 18. März in Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania gehalten hat, übertraf alle Erwartungen. Die Rede wurde zum Superhit auf Youtube, innerhalb weniger Tage wurde sie über vier Millionen Mal angeklickt und der Präsidentschaftskandidat der Demokraten lag in Wählerumfragen auf einmal wieder vor Hillary Clinton. mehr lesen / lire plus

KÄMPFE IM TIBET: Die Wut der „kleinen Geschwister“

Die jüngsten Ausschreitungen im Tibet haben nicht zuletzt soziale Ursachen. Unterdessen geben die weltweit aufmerksam verfolgten Bilder der Gewalt denen Auftrieb, die von friedlichem Protest, wie ihn der Dalai Lama propagiert, nichts halten.

Während der neue taiwanesische Regierungschef Ma Ying-jeou die Annäherung an China verspricht, protestieren Demonstranten in Taipeh gegen die chinesische Tibet-Politik.

Die chinesische Regierung hatte am Wochenende eigentlich das Ende der Unruhen in Tibet und den angrenzenden Regionen beschlossen. Doch exil-tibetische Organisationen berichteten, dass in den Provinzen Gansu und Qinghai auch am Wochenende und am Montag mehrere hundert Tibeter demonstrierten. Da sich kaum Journalisten in der Region aufhalten, ist die Berichterstattung spärlich. mehr lesen / lire plus

IRAN: Die Macht der Prinzipien

Bei den Parlamentswahlen im Iran setzten sich die Konservativen klar durch, doch das Prestige von Mahmoud Ahmadinejad sinkt. Als Weichenstellung für die kommenden Präsidentschaftswahlen kann das Ergebnis ohnehin nicht gewertet werden.

Gut besucht: Immerhin sechs von zehn IranerInnen beteiligten sich an den Parlamentswahlen in der Islamischen Republik. Unser Bild zeigt den Azadi-Tower (Freiheits-Turm) bei den Feierlichkeiten zum Jahrestag der Islamischen Revolution.

Revolutionsführer Ayatollah Ali Khamenei war mit dem Wahlausgang zufrieden. Bevor noch alle Stimmen ausgezählt waren, dankte er den Bürgern des Landes. „Erneut hat eure glorreiche und kraftvolle Anwesenheit die Verschwörungen der Feinde zu Fall gebracht und ihre psychologische Kriegsführung für eine geringe Wahlbeteiligung wurde zu einer leeren Seifenblase“, erklärte das geistliche und politische Oberhaupt des Iran. mehr lesen / lire plus