CSV distanziert sich offiziell von Orbán

Nachdem sich die CSV-Mitglieder des Europaparlaments wiederholt gegen die ungarische Fidesz und deren Chef Orbán ausgesprochen haben, legt ihre Partei jetzt ebenfalls eine deutlichere Sprache an den Tag.

EVP-Kongress in Madrid, Oktober 2015. (cc-by-2.0)

Während einer Pressekonferenz zur Vorstellung der CSV-Wahlprogrammpunkte bezüglich Schul-, Landesplanungs- und Europapolitik, wies Parteipräsident Marc Spautz am Montag auf die Unzufriedenheit seiner Partei mit der Flüchtlingspolitik, wie sie „von einigen Vertretern“ der Europäischen Volkspartei (EVP) betrieben werde, hin. Die CSV sei dabei, die notwendige statutarische Mehrheit zusammenzubringen, um anlässlich des EVP-Kongresses im November diese Politik zu diskutieren und beeinflussen zu können. Marc Spautz nannte dabei namentlich den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán und seine Partei Fidesz, die in seinen Augen nicht mehr zu den christlich-sozialen Grundprinzipien stünden, zu denen auch die Menschenrechte gehören. mehr lesen / lire plus

„Nur ein kleiner Eingriff“

Ende der 1990er-Jahre wurden fast dreihunderttausend Frauen in Peru sterilisiert. Meist unter Druck, oft ohne Einwilligung und manchmal unter brutalem Zwang. Die meisten von ihnen sind indigener Herkunft.

Kämpft für die juristische Aufarbeitung der Zwangssterilisierung in Peru: 
Inés Candori wurde 1995 während eines Krankenhausaufenthalts betäubt und ohne ihre Einwilligung unfruchtbar gemacht. (Foto: Knut Henkel)

Das Büro von „Menschenrechte ohne Grenzen“ liegt gleich oberhalb der Kirche von Santo Tomás. Der Aufkleber mit dem Logo der Nichtregierungsorganisation aus Cuzco prangt an der Tür, die nur angelehnt ist. Auf mein Klopfen öffnet Susi Sotalero die Tür zum geräumigen Büro.

„Seit März 2018 sind wir hier präsent, denn sowohl für die Frauen, die gegen ihren Willen sterilisiert wurden als auch für die Menschen, die gegen die durch den Bergbau verursachten Schäden protestieren, ist der Weg nach Cuzco zu weit“, fasst Sotalero ihr Engagement knapp zusammen. mehr lesen / lire plus

Tunisie
 : Crise au parti présidentiel


Depuis des années, le parti Nidaa Tounès, fondé par le président Béji Caïd Essebsi, se délite. Mais depuis quelques mois, les divisions se sont creusées sur fond de grosses divergences entre le directeur exécutif (et fils du président) Hafedh Caïd Essebsi et le premier ministre Youssef Chahed.

Le président tunisien Béji Caïd Essebsi en janvier 2018, lorsqu’il accueille le président français Emmanuel Macron à l’aéroport de Tunis-Carthage pour une visite d’État. (Photo : EPA-EFE/Zoubeir Souiss)

« Plus de 170 élus présents, certains apparaissent aussi souvent qu’une éclipse de lune », s’amusait, samedi 28 juillet, Lamine Benghazi de l’ONG Al-Bawsala, qui observe les travaux de l’Assemblée des représentants du peuple (ARP). mehr lesen / lire plus

Mexiko
: Legalisieren 
und amnestieren


Der designierte mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador will den Kampf gegen 
die Drogenkriminalität 
entmilitarisieren. Vor allem ein geplantes Amnestiegesetz ist jedoch umstritten.

Auf Augenhöhe mit den Herausforderungen seines Amtes? Die abgewählte Regierungspartei PRI hatte dem designierten mexikanischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador vor den Wahlen Schwäche im Kampf gegen das Verbrechen unterstellt. (Foto: EPA-EFE/Sashenka Gutierrez)

Einen Gesetzentwurf gibt es noch nicht, aber die Richtung ist klar. Überraschend sagte die designierte mexikanische Innenministerin Olga Sánchez Cordero auf einer öffentlichen Konferenz am Colegio de México, die neue Regierung plane eine Drogenlegalisierung.

Die Juristin setzt sich seit Jahren für eine liberale Drogenpolitik ein, die sie als wichtiges Mittel zur wirtschaftlichen Bekämpfung des organisierten Verbrechens sieht. mehr lesen / lire plus

Mexiko: Ordnung à la Obrador

Korruption und Drogenkartelle – der designierte mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador wird einen harten Kampf führen müssen. Anders als seine Vorgänger kennt er aber nicht nur Härte als Rezept.

Setzt sich seit Jahren für eine liberale Drogenpolitik ein: Mexikos designierte Innenministerin Olga Sánchez Cordero. (Foto: Twitter)

Der Krieg der rivalisierenden Drogenkartelle hat die mexikanische Gesellschaft fest im Griff. Der Anfang des Monats gewählte designierte Präsident Andrés Manuel López Obrador wird wie seine Vorgänger daran gemessen werden, ob er diesen Griff zumindest lockern kann.

Der von 2006 bis 2012 amtierende Staatschef Felipe Calderón von der christdemokratisch-konservativen PAN hatte bei seinem Antritt den „Krieg gegen die Drogenmafia“ erklärt, und tausende von Soldaten in die betroffenen Regionen geschickt. mehr lesen / lire plus

Jefta: kein Triumph, sondern ein Desaster!

Soziale und umweltpolitische Verschlechterungen, das befürchten die NGOs infolge des am 17. Juli unterzeichneten Freihandelsabkommens zwischen der EU und Japan

Foto: Ferdinando Iannone / Campact

Die Unterzeichnung des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Japan wurde in vielen Mainstream-Medien als Symbol der Weltoffenheit gefeiert, wie wir bereits in der Print-Ausgabe vom 20. Juli berichtet haben (Contre Trump et contre l’humanité). Doch die, die sich für fortschrittliche Politiken einsetzen, haben wenig Grund zum Feiern.

Zur Erinnerung: Als die NGO-Plattform „Stop Ceta & TTIP“ im Mai ihre Wahlforderungen vorstellte, ging sie detailliert auf das Jefta (Japan-EU Free Trade Agreement) ein. Weil dieses Abkommen „de facto dem CETA-Abkommen gleichzusetzen“ sei, forderten die NGOs Regierung und Parteien auf, es abzulehnen (Online-woxx: Gegen ein CETA-bis-Abkommen mit Japan! mehr lesen / lire plus

Colombie : La nuit noire est-elle de retour ?

Un moment d’effroi traverse de nouveau la Colombie, malgré l’indifférence et la confusion générales. Depuis les élections du 17 juin 2018 et les huit millions de votes pour le candidat Gustavo Petro, nombre de partisans et responsables locaux de sa campagne sont menacés et assassinés. Cette chaîne de meurtres répond à un schéma historique, à travers lequel la signature des accords de paix aboutit à une extermination de ceux qui militent pour sa défense.

Ancien président et depuis 1991 sur une liste de narcotrafiquants répertoriés par la Defense Intelligence Agency américaine : Álvaro Uribe. (Photo : EPA-EFE/Juan Zarama)

« ¿ Será posible que antes de que nos maten a todos seamos capaces de reaccionar ? 
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Sipri : Le monde réarme ?

Pour faire le point sur les dépenses militaires dans le monde, le rapport de l’institut suédois Sipri est une référence. Une partie a été traduite par le Grip afin de la rendre accessible en français.

Couverture du rapport publié par le GRIP

Le « budget militaire global » a atteint 1.739 milliards de dollars, presque douze fois plus que les dépenses globales d’aide au développement. C’est une des statistiques publiées par le Groupe de recherche et d’information sur la paix et la sécurité (Grip) qui fait réfléchir. Ce think tank belge établi à Bruxelles a traduit la partie consacrée à l’armement du rapport annuel du Stockholm International Peace Research Institute (Sipri). mehr lesen / lire plus

Accord Jefta, contre Trump et contre l’humanité

« Pied de nez à Trump », c’est le titre choisi par « La Tribune » pour annoncer la signature de l’accord de libre-échange entre l’UE et le Japon mardi dernier. En effet, le Jefta (Japan-EU Free Trade Agreement) peut être interprété comme un refus : les relations internationales ne suivront pas la logique du nationalisme économique défendue par le président américain. En conséquence, la politique et les médias mainstream évoquent surtout la valeur symbolique de l’accord. Une partie des ONG, partis et médias progressistes – malgré leur rejet de ce qu’incarne Donald Trump – mettent en garde contre les conséquences concrètes du Jefta. mehr lesen / lire plus

Justice fiscale : Escarmouches

Les Big Four n’en finissent pas de se retrouver dans le viseur de la société civile. La semaine dernière, une étude du Corporate Europe Observatory fustigeait le rôle des cabinets d’audit dans la politique fiscale européenne et le collectif Tax Justice Lëtzebuerg s’est réveillé après une longue absence.

C’est l’arroseur arrosé, mais dans le bon sens – du moins pour les quatre cabinets d’audit (PricewaterhouseCoopers, Ernst & Young, KPMG et Deloitte) qui se partagent le quasi-monopole de la profession. Dans un rapport de l’ONG Corporate Europe Observatory, le double jeu des cabinets est exposé. Les mêmes boîtes d’audit qui aident les multinationales à réduire leurs charges fiscales conseillent la Commission européenne en matière de politique fiscale. mehr lesen / lire plus

Bolivien
: Hochburg der Selbstjustiz


Lynchmorde haben in Bolivien eine lange Tradition. Zwar gehen die Zahlen langsam zurück, doch in den Armutsvierteln der großen Städte wie El Alto wird weiter damit gedroht, Diebe aufzuknüpfen oder zu verbrennen.

Ihr Bruder wurde Opfer eines Lynchmordes: die angehende Staatsanwältin Tatiana Llanos. (Foto: Knut Henkel
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Die aufgeknüpfte Puppe hängt an der Ecke der 15. Straße von El Alto, nur ein paar Steinwürfe entfernt vom Kulturzentrum Chasqui. Adela Quispe rollt mit den Augen als, sie den Ort auf dem Weg zur Universität von El Alto passiert. Der Sozialarbeiterin, die traditionell mit dem Pollera genannten Kleid, Hut und Umhängetuch gekleidet ist, passt es nicht, dass in der Nachbarschaft immer noch auf Abschreckung gesetzt wird. mehr lesen / lire plus

Lynchjustiz in Boliviens Armutsvierteln

Fehlende Polizeipräsenz und Korruption führen dazu, dass in vielen der schnell wachsenden Stadtviertel von El Alto, Cochabamba und Santa Cruz die Menschen zur Selbstjustiz greifen, um sich vor Kriminalität zu schützen.

Keine leere Drohung: In den Armenvierteln bolivianischer Großstädte werden Puppen aufgeknüpft, um klarzumachen, was Kriminellen blüht. (Foto: Internet)

Lynchmorde haben in Bolivien eine lange Tradition, was Anthropolog*innen zu allerlei Reflexionen über den kulturtheoretischen Hintergrund der Selbstjustiz in dem lateinamerikanischen Land animiert. Unser Korrespondent Knut Henkel hat jedoch Menschen getroffen, die eine prosaischere Erklärung für entsprechende Taten haben.

„El Alto ist von Zuwanderung, fehlender staatlicher Präsenz und viel Improvisation geprägt – Polizeipräsenz gibt es beispielsweise nur in wenigen Stadtteilen“, sagt etwa Adela Quispe, die in El Alto als Sozialarbeiterin tätig ist. mehr lesen / lire plus

Europäische Union: Europa macht die Schotten dicht

Eine „europäische Lösung“ für die Fragen der Migrationspolitik wollte man beim EU-Gipfel in Brüssel erreichen. Das Ergebnis ist ein Erfolg für die autoritäre Rechte.

Gab beim EU-Ratstreffen zur Migrationspolitik mit den Ton an: Der rechtskonservative österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (links) mit Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel. (Fotos: European Union)

Das EU-Ratstreffen vom 28. Juni in Brüssel war nicht zuletzt geprägt von dem Druck, unter dem die deutsche Kanzlerin Angela Merkel angesichts des Streits innerhalb der konservativen Parteien ihrer Regierung stand. Horst Seehofer von der bayerischen CSU, der Schwesterpartei von Merkels CDU, hatte gedroht, als Bundesinnenminister notfalls im „Alleingang“ anzuordnen, dass Asylbewerber, die bereits in einem anderen Land der EU registriert wurden, an der deutschen Grenze abgewiesen werden, sofern sich keine europäische Lösung finden lasse. mehr lesen / lire plus

EU-Flüchtlingspolitik: Gipfel der Selbstzerstörung

Die Abschlusserklärung des Ratstreffens zur Migrationspolitik zeigt erneut: Die EU macht den Laden dicht und arbeitet an ihrer Auflösung.

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat vor kurzem ausgesprochen, was mit der Flüchtlingspolitik der EU auf dem Spiel steht: „Es geht nicht nur um Schengen, es geht nicht nur um Menschlichkeit. Es geht auch um den Fortbestand der Europäischen Union.“ Nähme man ihn beim Wort, dann wäre die Veröffentlichung der „Schlussfolgerungen“ des EU-Ratstreffens zur Flüchtlingspolitik am Donnerstag vergangener Woche eigentlich ein guter Zeitpunkt gewesen, um zu erklären: Die europäische Idee ist endgültig tot.

Dabei steht das so genannte „umfassende Migrationskonzept“, über das sich die Regierungschefs der Mitgliedsstaaten verständigt haben, in der Tradition der bereits bestehenden repressiven Praxis der EU. mehr lesen / lire plus

Kinderehen: Für eine weltweite Abschaffung

Dass Kinder-, Früh- und Zwangsehen verboten gehören, darüber herrscht im Eurpoaparlament Konsens. Ein nun vorliegender Initiativbericht soll dazu beitragen, das Ideal auch in die Tat umzusetzen.

© pixabay

Sie sind ein Verstoß gegen die Menschenrechte und einer der häufigsten Gründe für geschlechtsspezifische Verfolgung. Die Rede ist von Kinder-, Früh- und Zwangsehen. 650 Millionen der zurzeit lebenden Mädchen und Frauen waren vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet. Ursachen dafür gibt es zahlreiche: Armut, Bildungsmangel, Geschlechterungerechtigkeit, mangelnder Schutz der Kinderrechte. Die Zahl der Kinder-, Früh und Zwangsehen steigt im Kontext von bewaffneten Konflikten, Natur- und humanitären Katastrophen erheblich.

Für die Betroffenen hat das weitreichende Folgen, zum Beispiel auf die Schulbildung, und die reproduktive und sexuelle Gesundheit. mehr lesen / lire plus

„Grenzschutz soll über allem stehen“

Wenn die EU-Migrationspolitik so kommt, wie am Wochenende besprochen, bedeutet das abermals eine scharfe Zäsur. Derweil nimmt die Repression gegen humanitäre Flüchtlingshelfer*innen zu, wie das Beispiel von Helena Maleno Garzón zeigt.

Wegen „Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation“, „Schlepperei“ und „Menschenhandel“ angeklagt: Der Flüchtlingshelferin Helena Maleno Garzón droht in Marokko eine lebenslange Haftstrafe. (Bildquelle: Twitter)

Trug die EU-Migrationspolitik schon bislang in vielerlei Hinsicht inhumane Züge, so wurde beim Ratstreffen am vergangenen Wochenende in Brüssel klar, dass es nunmehr darum geht, die EU-Außengrenzen endgültig abzuschotten, und zwar um quasi jeden Preis.

Abgesehen von solchen Absichtserklärungen war allerdings auch schon nahezu Schluss mit der Einigkeit, meint Maximilian Pichl, der die Resultate des Treffens in der kommenden Ausgabe der woxx einordnet und analysiert. mehr lesen / lire plus

Griechenland
: Die Troika geht, 
die Sparpolitik bleibt

Die von der linken Partei Syriza geführte griechische Regierung hat die Austeritätspolitik zur Zufriedenheit der EU durchgesetzt. Frühere Regierungen hätte das wohl die Wiederwahl gekostet, doch der nationalistische Obskurantismus der Nea Dimokratia schwächt die konservative Opposition.

Stabil in die Armut? Demonstration gegen eine weitere geplante Kürzungswelle der Pensionen und Löhne am 30. Mai in Thessaloniki. Die aufrufenden Gewerkschaften fordern ein sofortiges Ende der „gewalttätigen und undemokratischen Angriffe auf Arbeits- und Gewerkschaftsrechte“. (Foto: EPA-EFE/STR)

Eines der absurdesten Probleme in der bewegten Geschichte Griechenlands scheint endlich gelöst. Am 17. Juni einigte man sich mit dem Nachbarland im Streit um den Namen „Mazedonien“. Nach monatelangen Verhandlungen vereinbarten beide Staaten, dass die „Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien“, so die bisherige offizielle Bezeichnung, nun in „Nord-Mazedonien“ umbenannt wird. mehr lesen / lire plus

Operation erfolgreich, Patient tot

Um die vermeintliche Alternativlosigkeit der aktuellen EU-Wirtschaftspolitik zu belegen, wurde Griechenland sozialpolitisch kaputtgespart.

Bildquelle: Flickr

Angesichts der jüngsten Verlautbarungen europäischer Politiker*innen zur Situation Griechenlands vermag man seinen Sinnen nicht zu trauen: Eben noch lag das Land verdorrt am Boden, und nun ist daraus ein blühender Garten entwachsen?

„Die griechische Krise endet heute Nacht“, hatte EU-Wirtschafts- und Finanzkommissar Pierre Moscovici am späten Donnerstagabend der vergangenen Woche nach dem Treffen der Finanzminister*innen der Eurogruppe euphorisch postuliert. Am 20. August laufe das dritte „Rettungsprogramm“ für Griechenland aus, ein weiteres sei nicht mehr nötig, verkündete Moscovici mit seinen Kolleg*innen.

Jocelyn Cognord zeigt in der woxx von kommendem Freitag, was hinter dem angeblichen Erblühen Griechenlands steckt: „Für die von Deutschland beeinflussten Vertreter der Austeritätspolitik ist es unerlässlich, eine Erfolgsgeschichte zu präsentieren“. mehr lesen / lire plus

Türkei
: Wählen im Ausnahmezustand

Kurz vor den vorverlegten Wahlen in der Türkei muss sich Präsident Recep Tayyip Erdoğan noch einmal richtig ins Zeug legen. Sein Ziel ist die mit der Wahl verbundene Einführung des Präsidialsystems.

Wahlkampf für Recep Tayyip Erdoğan in Istanbul: Weder die absolute Mehrheit im Parlament noch die Wiederwahl zum Präsidenten sind dem AKP-Politiker derzeit noch sicher. (Foto: EPA-EFE/Srdjan Suki)

„Wohlstand, Freiheit und Frieden stehen in der Türkei kurz bevor, lasst uns im Rosengarten der Politik besoffen werden“, spottet der Karikaturist Bahadır Boysal in einer seiner bissigen Kolumnen in der Satirezeitschrift „LeMan“. Der Präsidentschaftswahlkampf in der Türkei bringt erstaunliche politische Kapriolen hervor. Die im Ausland sitzende und in der Türkei gesperrte Nachrichtenplattform „Ahval“ berichtet in einer Serie von Online-Beiträgen mit der Überschrift „Angesichts der Wahlen“ über verlogene Wahlversprechen, die Behinderung des Wahlkampfs der Opposition und die Verwirrung der Wähler. mehr lesen / lire plus

Heckler & Koch: Kritische Aktionär*innen bringen deutschen Waffenhersteller in die Bredouille

Der skandalumwitterte Kleinwaffenproduzent Heckler & Koch sagt eine für den 26. Juni vorgesehene Hauptversammlung wegen „unerwartet hoher Teilnehmerzahl“ ab.

Ein mexikanischer Marinesoldat mit einer HK21 bei einem Einsatz in Monterrey im Jahre 2010. (Foto: Wikimedia Commons)

Die „Kritischen Aktionär*innen Heckler & Koch“ teilen heute mit, dass der Schwarzwälder Waffenhersteller Heckler & Koch kurzfristig seine für den 26. Juni anberaumte ordentliche Hauptversammlung abgesagt und auf einen unbekannten Termin verschoben hat. Als Grund nenne der Vorstand in einer eilig versandten Mitteilung an die Aktionär*innen eine „unerwartet hohe Anmeldezahl“ zur Hauptversammlung. Diese würde die „Erwartungen und Erfahrungswerte der letzten Jahre und den für die Hauptversammlung vorgesehenen Rahmen“ übersteigen. mehr lesen / lire plus