Militärputsch in Chile vor 50 Jahren: Das Danach und das Davor

Vor 50 Jahren stürzte die Armee den chilenischen Präsidenten Salvador Allende. Die chilenische Gesellschaft streitet über das Gedenken: Während rechte Geschichtsrevisionisten den Putsch rechtfertigen, sehen manche Linke jegliche Kritik an Allendes Regierungspolitik als Relativierung der Verbrechen des Pinochet-Regimes an.

Hatten erfolglos für eine gemeinsame Erklärung aller Parteien zur Verurteilung des Staatsstreichs und der Militärdiktatur geworben: Chiles Präsident Gabriel Boric (rechts) mit der ehemaligen chilenischen Präsidentin Michelle Bachelet am vergangenen Montag bei einem Treffen im Präsidentenpalast in Santiago. (Foto: EPA-EFE/Presidency of Chile)

„In den vergangenen Monaten haben wir erlebt, wie sich das Land im Erinnern an den 11. September zurückentwickelt hat“, schrieb die chilenische Ministerin für Frauen und Geschlechtergleichstellung, Antonia Orellana, von der linken Regierungspartei „Convergencia Social“ in einem Kommentar für die spanische Tageszeitung „El País“. mehr lesen / lire plus