Energiepolitik: Altes Gas in neuen Schläuchen

Mit dem „RePowerEU“-Plan will die EU schneller unabhängig von Energielieferungen aus Russland werden. Einige NGOs befürchten eine stärkere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen – und negative ökonomische Folgen für nordafrikanische Länder.

Sieht so die ökologische Transition aus? Zehn Milliarden für Gasinfrastruktur wie etwa Flüssiggasterminals will die EU bereitstellen. (Foto: CC-BY-SA Floydrosebridge/wikimedia)

Mitte der Woche stellte die Europäische Kommission ihren „RePowerEU“-Plan vor, mit dem Maßnahmen für einen schnelleren Ausstieg aus russischen Erdgas und -öllieferungen festgelegt werden. Der Plan sorgte bereits im Vorfeld für Kritik, besonders wegen neuer Pipelines, Flüssiggasterminals und der Produktion von Wasserstoff in Nordafrika.

Einige Maßnahmen lesen sich durchaus positiv. So will die Kommission das Ziel für den Anteil erneuerbarer Energien bis 2030 von 40 auf 45 Prozent anheben. mehr lesen / lire plus

EU-Flüchtlingspolitik in Libyen: Bündnis mit den Banden

Zur Abschottung Europas vor Flüchtlingen setzt die EU-Kommission auf die Kooperation mit kriminellen Banden. Für die sogenannte libysche Küstenwache und andere Milizen bedeutet diese Flüchtlingspolitik nicht zuletzt dank Geldern aus Brüssel ein einträgliches Geschäft.

Erfolgloser Versuch einer Mittelmeerüberfahrt: Flüchtlinge gehen im Juli 2017 von Bord eines libyschen Küstenwachschiffs, im Hafen des östlich von Tripolis gelegenen Guarabouli. (Foto: EPA/Stringer)

Auf seinen Internetseiten preist das Europäische Parlament die Vorteile der Kreislaufökonomie: Diese sei ein Wirtschaftsmodell, bei dem Produkte so lange wie möglich geteilt, geleast, wiederverwendet und recycelt werden, um das Maximum aus ihnen herauszuholen. Ungefähr so sieht auch das Geschäftsmodell der libyschen Banden aus, die ihr Geld mit der Ausbeutung und dem Schmuggel von Flüchtlingen verdienen. mehr lesen / lire plus

Am Bistro mat der woxx #193 – Wéi mat der Chatkontroll Masseniwwerwaachung Realitéit kéint ginn

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

Mat der Chatkontroll plangt d’EU-Kommissioun eng europawäit Iwwerwaachung, déi jiddereen*t kéint betreffen. Dateschützer*inne schloen dowéinst säit e puer Méint Alarm. Elo ass een éischte Gesetzesentworf verëffentlecht ginn. Am Podcast schwätze mir doriwwer, wisou et problematesch wier, wann et keng Enn-zu-Enn-Verschlësslung méi géif ginn oder wat de Problem mat dem sougenannten „Client Side Scanning“ wier. Mir analyséieren och, wéi wäit déi Pläng wierklech Realitéit kéinte ginn.

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ADR zu Raubkunst: Wer hat hier wen ausgebeutet?

Die ADR zerlegt Aussagen der Kulturministerin Sam Tanson zur Rückgabe von Raubkunst an afrikanische Länder bis ins kleinste Detail und fabuliert von einem beklauten, unschuldigen Luxemburg.

Foto: Viktor Talashuk/Pexels

Wer kennt sie nicht, die großen französischen Museen, die sich mit Raubkunst aus Luxemburg rühmen? Bei wem es jetzt nicht klingelt, braucht sein Allgemeinwissen nicht anzuzweifeln: Diese Museen gibt es nicht. Trotzdem hängt Fred Keup (ADR) sich am Verbleib luxemburgischer Kulturgüter auf, die während der französischen Besatzung (1793 – 1814) geklaut worden sein sollen.

Wo genau liegt dieses geschundene Luxemburg mit weißer Weste?

Keup hatte sich bereits im Mai 2021 in einer parlamentarischen Anfrage an Kulturministerin Sam Tanson erkundigt, ob der luxemburgische Staat die Rückgabe der eingangs erwähnten Raubkunst aus Luxemburg einfordere. mehr lesen / lire plus

Chatkontrolle: Europäische Massenüberwachung

Mit der „Chatkontrolle“ plant die EU-Kommission die Einführung einer europaweiten Massenüberwachung. Datenschützer*innen schlagen Alarm.

Kommt die Chatkontrolle, geht das Grundvertrauen in die eigenen Geräte verloren, fürchten Datenschützer*innen. (Foto: CC-BY howtostartablogonline.net)

Ist „Zensursula“ zurück? Diesen Spitznamen gaben Netzaktivist*innen 2009 der damaligen deutschen Familienministerin Ursula von der Leyen. Die heutige Präsidentin der Europäischen Kommission machte sich damals für Netzsperren stark. Nun will die Kommission sämtliche Privatnachrichten, Chats und verschickte Bilder überwachen. Vorgeblicher Grund ist heute wie damals der Kampf gegen sogenannte „Kinderpornografie“. Die Kritik an der geplanten Chatkontrolle ist laut – sie würde eine umfassende Massenüberwachung einführen.

Bisher ist es „nur“ ein gemeinsamer Gesetzesvorschlag von Kommission und Rat, der also noch durch das Europäische Parlament muss. mehr lesen / lire plus

Aufarbeitung der niederländischen Kolonialherrschaft: „Dort wurde Schreckliches vollbracht“

Ein Bericht über den kolonialen Krieg, den die Niederlande zwischen 1945 und 1949 gegen die Unabhängigkeit Indonesiens führten, bringt auch die gesamte dortige Kolonialherrschaft zaghaft in die Debatte. Eine aktuelle Ausstellung in Amsterdam zeigt, wie eng dabei noch immer die Grenzen sind. Kritische Stimmen niederländischer Molukkerinnen und Molukker finden kaum Gehör.

Eine in diesem Jahr publizierte Studie über den niederländischen Kolonialkrieg gegen die indonesische Unabhängigkeit komme 70 Jahre zu spät, bemängelt der Historiker Reggie Baay. (Foto: Fjodor Buis)

Außergerichtliche Hinrichtungen. Folter, unter anderem durch Stromschläge und Scheinexekutionen. Festgenommene Freiheitskämpfer, die nach Ende ihres Verhörs sofort erschossen wurden. Willkürliche Massenverhaftungen. In Brand gesteckte Dörfer. mehr lesen / lire plus

Retour sur la crise de 2008 : Tempête au paradis

À travers une série d’interviews, un documentaire révèle l’ambiance lors du sauvetage des banques luxembourgeoises ébranlées par la crise financière. Un film instructif par ses qualités comme par ses faiblesses.

Qui sème le vent…

« Crise et chuchotements » révèle l’histoire des hommes (presque pas de femmes dans le film) qui, œuvrant dans l’ombre, ont sauvé le Luxembourg un week-end de septembre 2008. Oui, ça fait pompeux, et en plus ce n’est pas toute la vérité. Mais revivre cet épisode peu connu du début de la grande crise financière à travers des interviews d’acteurs de l’époque n’en est pas moins captivant. mehr lesen / lire plus

Denkmalschutz: Übergeordnet oder nur Anhängsel?

Illustration: Wikimedia

In ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage erklärt Kulturministerin Sam Tanson (Déi Gréng), weshalb sie schlussendlich doch mit dem Abriss des manchmal als „Scheune“ bezeichneten Wirtschaftsgebäudes des „Eesebuerer Schlass“ einverstanden ist. Im Gegensatz zum Hauptgebäude biete der Anbau wenig wertvolle respektive authentische Substanz. Eine wirklich „markante architektonische Komposition“ sei nicht mehr auszumachen. Auf die Frage, weshalb dann die zuständige Kommission 2009 das gesamte Areal inklusive des Wirtschaftsgebäudes als Denkmal klassiert hatte, geht die Ministerin nicht ein. Dass die Gemeinde den Abriss der „Scheune“ genehmigt habe, obwohl sie noch keine definitive Zustimmung erteilt hatte, sei normal: Der Bürgermeister musste so handeln, weil der Umbau den Vorgaben des Bebauungsplanes (PAG) entsprach. mehr lesen / lire plus

Gesetze zur Work-Life-Balance im Endspurt

Foto: Pixabay

Eine kurzfristig nach dem letzten Regierungsrat einberufene Pressekonferenz gab Aufschluss über anstehende Reformen hinsichtlich einer besseren Vereinbarkeit von Familien- und Arbeitsleben. In Sachen Work-Life-Balance sieht Familienministerin Corinne Cahen (DP) Luxemburg als europäischen Musterschüler. Nichtsdestotrotz muss sie jetzt in Sachen Elternurlaub zusammen mit Arbeitsminister Georges Engel (LSAP) geringfügig nachbessern. Eine entsprechende EU-Direktive von 2019 verlangt einige Präzisierungen der Luxemburger Regelungen. So muss eine Weigerung des Arbeitgebers eine alternative Form des Elternurlaubs zuzulassen, in Zukunft von diesem schriftlich und nicht mehr nur mündlich begründet werden. Allerdings ist die Begründung auch weiterhin nicht anfechtbar. Im Falle einer Verweigerung gilt dann das klassische Format eines ganztägigen Urlaubs über sechs Monate. mehr lesen / lire plus

Wichtiger Schritt für Kinderrechte

Seit dieser Woche verfügt Luxemburg über seinen ersten nationalen Aktionsplan für Kinderrechte. Darin sind geplante Maßnahmen in so vielfältigen Bereichen wie Gesundheit, Gewalt, Mitbestimmungsrecht und Jugendplatzierung aufgeführt. In einem Schreiben begrüßt das Okaju diesen Schritt ausdrücklich, übt jedoch auch Kritik. Der Aktionsplan sehe weder eine Kinderschutzhelpline noch ein Barnahaus-Projekt vor; auch die dringende systematische Erhebung von Daten zur Lebenssituation bleibe im Plan unerwähnt. Das Ziel, die Bildungschancen aller Kinder zu verbessern, ist in dem Okaju zufolge zu vage formuliert. Alles in allem sei der Plan „ein wichtiger Schritt hin zu einer ressortübergreifenden koordinierten Kinderrechtspolitik, die allerdings auch zusätzlich budgetär großzügiger finanziert und mit den nötigen Ressourcen ausgestattet werden muss, damit der Plan den beabsichtigten Impakt haben kann“. mehr lesen / lire plus

Auf Disney+: The Dropout

Filme und Serien über Hochstapler*innen gibt es viele, wenige sind so gelungen wie Elizabeth Meriwethers „The Dropout“.

Fast nicht wiederzuerkennen in ihrer Rolle als Elizabeth Holmes: die US-amerikanische Schauspielerin Amanda Seyfried. (Fotos: Beth Dubber/Hulu)

Von Hochstapler*innen geht eine anhaltende Faszination aus. Aus psychologischer und soziologischer Sicht scheinen sie die Regeln des respektvollen Miteinanders auf den Kopf zu stellen: Sie erschüttern das Vertrauen darin, dass unsere Mitmenschen meinen, was sie sagen. Politisch und juristisch faszinieren die Fälle vor allem dann, wenn der Betrug zunächst allen Kontrollinstanzen entging. Oder wenn die Hochstapler*innen breite Unterstützung fanden, noch lange nachdem einzelne sie bereits durchschaut hatten. mehr lesen / lire plus

Popkultur: Von Deserteuren und Robin Hood

Die Online-Ausstellung „Popkult60“ setzt die 1960er-Jahre in Szene: Die Besucher*innen entdecken in einem Wohnzimmer im Sixties-Style popkulturelle Phänomene. Wer griff gegen Kriege zum Mikrofon? Und was verbindet Robin Hood mit dem ehemaligen US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt?

Wer dieses digitale Wohnzimmer durchstöbert, erfährt was über Popkultur aus den Sechzigern, nur fehlt es an manchen Stellen 
an Informationen. (© University of Luxembourg 2022/Screenshot)

Alles beginnt im digitalen Wohnzimmer: An der Wand hängt ein Poster der US-amerikanischen Rockband Creedence Clearwater Revival mit Retro-Schriftzug, auf der Kommode mit spitzen Holzbeinen stehen ein Plattenspieler und ein Filmprojektor. Es gibt außerdem noch einen Fernseher, zwei Sessel, einen Beistelltisch und zwei Regalbretter mit Radio. mehr lesen / lire plus

Dans les salles : Rien à foutre

Entre critique sociale et drame psychologique, « Rien à foutre » tape sur les compagnies aériennes à bas prix et montre l’errance affective d’une hôtesse de l’air. En toile de fond, une question : comment réenchanter le monde d’aujourd’hui pour les jeunes générations ?

Gestes mécaniques, regard absent : c’est l’ultramoderne solitude pour Cassandre, mais à dix mille mètres d’altitude. (Photo : Cinéart)

C’est sur une scène de briefing que le film s’ouvre. Pour celles et ceux qui se berçaient encore d’illusions, la vérité est crue : s’il y a un objectif pour le vol, c’est d’abord celui des ventes réalisées à bord. mehr lesen / lire plus

Expotipp: Working Class Heroes

Manche Held*innen tragen Capes, andere eine Spitzhacke: Die Ausstellung „Working Class Heroes“ im Ferrum Museum in Tetingen zelebriert Jean-Pierre Bausch, Léon Weirich und Jean Schortgen – drei Minenarbeiter, die Anfang bis Mitte 1900 als Abgeordnete für die Arbeiterklasse eintraten. Online ist eine kostenlose Beilage zur Ausstellung verfügbar, in der neunzehn weitere Arbeiter porträtiert werden. Das Dokument ist auf deutsch und französisch verfügbar. Neben Lesestoff gibt es auf der Internetseite auch Performances der Schauspieler Max Gindorff, Marc Limpach und Pit Simon zu entdecken: Sie erzählen in dreizehn Kurzvideos historische Reden nach, die Bausch, Weirich und Schortgen in der Abgeordnetenkammer vorgetragen haben. Themen sind unter anderem die Arbeitsbelastung in den Gruben, Eigenheimverschuldung und die Versorgung der Unfallopfer sowie die ihrer Familien. mehr lesen / lire plus

Dans les salles : Lunana: A Yak in the Classroom

On pardonne l’intrigue simplette – vue et revue – grâce au dépaysement, dans un Bhoutan certes de carte postale. Ce qui se cache derrière le concept médiatique de bonheur national brut vanté par le pays, il faudra un autre film pour faire plus que l’entrevoir. Mais les paysages himalayens et le chant traditionnel offrent ici une jolie parenthèse de sérénité.

L’évaluation du woxx : XX
Tous les horaires sur le site. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 42: Salat fürs Proletariat


„Komm in die Ordnung“ ist ein Spruch, den der letzte linke Kleingärtner auf dem Fußballplatz wie in seinem Garten kultiviert. Vielleicht wird so bald sogar die Arbeiterklasse wieder reformiert.

Planvolle Verrottung: Auch ein Komposthaufen will gut organisiert sein. (Foto: Traumrune/Wikimedia Commons/CC BY 3.0)

„Diese Kolumne wird Ihnen präsentiert von ‚Amerikanischer Brauner’ und ‚Rucola’“, müsste eigentlich hier stehen. Denn am liebsten hätte ich erstmal einen leckeren Salat aus meinem Kleingarten der Vielfalt gegessen, um dann gestärkt diese Kolumne schreiben zu können. Doch soweit ist es noch nicht ganz. Da ich ohne Gewächshaus arbeite, zeigt sich zwar schon recht viel von dem gesäten Grünzeug, aber bis zur Ernte muss ich mich ein paar Tage oder sogar Wochen gedulden. mehr lesen / lire plus

Honduras: Ein neuer Wind

Wie erhofft, treibt die neue Regierung unter Präsidentin Xiomara Castro demokratische Reformen im zentralamerikanischen Honduras voran. So wurde die gesetzliche Grundlage für die umstrittenen Sonderwirtschaftszonen „Zede“ annulliert.

Will auch gegen die Straflosigkeit im Land vorgehen: Die honduranische Präsidentin Xiomara Castro am 6. Mai in ihrem Amtssitz in Tegucigalpa. (Foto: EPA-EFE/Gustavo Amador)

Auf der Rangliste der Pressefreiheit rangiert Honduras derzeit auf Platz 165 der insgesamt 180 gelisteten Länder. Das ließ die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ am 3. Mai, dem Welttag der Pressefreiheit, wissen: Für Journalistinnen und Journalisten sei das Land eines der gefährlichsten auf dem ganzen Kontinent, sie würden „regelmäßig angegriffen, Ziel von Schikanen und Einschüchterungskampagnen, Morddrohungen ausgesetzt und ins Exil gezwungen“. mehr lesen / lire plus

Am Bistro mat der woxx #192 – Wisou gëtt et trotz Verbuet ëmmer nach Déiereversich fir Kosmetikproduiten?

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

Eng Sonnecrème, déi ouni Déiereversich sollt hiergestallt ginn, huet trotzdeem missen esou Versich maache – dat läit dorunner, datt déi europäesch Gesetzgebung fir den Déiereschutz an déi fir d’Chimie net openeen ofgestëmmt sinn. Eng Europäesch Bierger*inneninitativ wëll dat änneren. Am Podcast schwätzt d’Isabel Spigarelli mam Joël Adami iwwert hir Recherche zum Thema. An doriwwer, wat fir Alternativen et ginn, wéi grouss d’Lobby vun den Déiereversich ass a wat Alternative kéinte sinn.

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Klimabonus: Topup statt clever

Mit anderem Namen und neuem Internetauftritt geht die Energietransition in eine weitere Phase. Statt „clevere“ Wohlstandsbürger*innen, wie bislang, werden jetzt auch sozial schwächere Schichten visiert.

Foto: MECDD

Vereinfacht und besser strukturiert: Der am Dienstag vorgestellte modernisierte Interauftritt der Klima-Agence (früher: myenergy.lu) bedeutet mehr als bloßes Facelifting. Mit teilweiser erhöhter und neuerdings einkommensangepasster Bezuschussung („sozialer Topup“), sollen vor allem im Bereich Wohnungsbau und Altbausanierung die Reduktionsziele in Sachen Klimagase nicht weiter verschlafen werden.

„Attraktiv, einfach, ëmweltfrëndlech, autonom und sozial“ sollen die neuen Hilfen ausgerichtet werden, das versprachen anlässlich einer Pressekonferenz die drei grünen Minister*innen Joëlle Welfring (Umwelt und Klima), Claude Turmes (Energie) und Henri Kox (Wohnen). mehr lesen / lire plus

Adem: Vom Stripclub in die Schlagzeilen

Die Arbeitsagentur Adem leitete eine Stellenausschreibung zur Stripperin und Begleitdame an zwei Frauen weiter. Sie tut das als internen Fehler ab – doch es steckt mehr dahinter.

Anfang Mai ging ein begründeter Aufruhr durch die sozialen Medien. Eine arbeitssuchende Tanzpädagogin hatte dort eine Meldeaufforderung der Adem veröffentlicht: Die Arbeitsagentur hatte ihr per Post eine Stellenausschreibung zur „danseuse, stripteaseuse, hôtesse de compagnie (m/f)“ in einem Nachtclub weitergeleitet, auf die sie sich bewerben musste. Am Ende des Dokuments steht nämlich fett gedruckt: „Le refus par le chômeur indemnisé d’un emploi approprié ou d’une mesure active en faveur de l’emploi proposé par l’ADEM peut faire l’objet d’un refus ou d’un retrait des indemnités de chômage.“ mehr lesen / lire plus