Lärmschutz: Wer kontrolliert laute Industrieanlagen?

Nicht nur Luftschadstoffe oder Abwässer sind unerwünschte Effekte von Industriebetrieben – auch Lärm gehört dazu. Doch wie wird kontrolliert, ob sich Betriebe an die Regeln halten?

Die meisten Industrieanlagen, deren Emissionen gesetzlich kontrolliert werden müssen, stammen aus der Stahlindustrie. (Foto: CC-BY-SA EEJCC/WIKIMEDIA)

Lärm kann die Gesundheit gefährden. Nicht nur, dass bei hohen Schallpegeln das Gehör in Mitleidenschaft gezogen werden kann, auch andauernde Lärmbelastung kann schwerwiegende Auswirkungen haben, die von Schlafstörungen, Nervosität, Konzentrationsstörungen bis hin zu Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Krankheiten reichen können. Hinzu kommt, dass das seelische Wohlbefinden ebenfalls leidet. Grund genug also, um Menschen vor zu hoher Lärmbelastung zu schützen. In Luxemburg gibt es vier Aktionspläne gegen den Lärm, die sich jedoch allesamt auf den Verkehr als Quelle des Lärms konzentrieren: Straße, Schiene, Flughafen und Luxemburg-Stadt. mehr lesen / lire plus

Faires Gold aus Afrika: Nicht so einfach!

In Afrika abgebautes Gold konnte sich bisher nur punktuell für das Fairtrade-Siegel qualifizieren. Ein Artikel in der Geographischen Rundschau untersucht, warum.

Fairtrade-Goldgewinnung in Peru (Foto: Eduardo Martino Limata/Max Havelaar)

Derzeit wird vor allem faires Gold aus Peru angeboten (siehe Beitrag „Faires Gold für die Enkel“). Über den Versuch, die Zertifizierung auch mit afrikanischen Kooperativen zu erreichen, berichtet der Artikel „Der steinige Weg zum fairen Gold“ von Jonathan Happ (Universität Lüneburg) in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift „Geographische Rundschau“ (GR).

Kleinbergbau: 
Schwierig für Kooperativen

Die Erfolgsmeldung: Im September 2017 wurde erstmalig afrikanisches Fairtrade-Gold nach London geliefert. Die Zeitschrift relativiert: „Allerdings handelte es sich bei der Lieferung lediglich um wenige Gramm, es wurde noch Quecksilber eingesetzt und blieb bis jetzt die einzige Lieferung.“ Jahre zuvor hatte das Fairtrade-Projekt mit neun Kooperativen eine Zusammenarbeit begonnen, mittlerweile ist nur noch eine davon zertifiziert, die Micodepro Development Group aus Kenia, die aber noch kein Gold liefern kann. mehr lesen / lire plus

Handel: Faires Gold für die Enkel

Edelmetalle werden oft unter „unedlen“ Bedingungen abgebaut. Doch seit einigen Jahren gibt es „faires Gold“, insbesondere in der Schweiz, wo ein großer Teil des global geförderten Metalls eingeschmolzen und verfeinert wird.

Kleine Fördermengen erschweren den Aufbau von Fairtrade-Strukturen. (Foto: Eduardo Martino Limata/Max Havelaar)

Schlimme Arbeitsbedingungen, Umweltverschmutzung, Förderung in Krisengebieten – beim Goldabbau geht es oft nicht gerade nachhaltig zu. Aber es gibt eine Alternative: fair gefördertes und gehandeltes Gold. Der Abbau ist streng geregelt und die Herkunft des Edelmetalls nachverfolgbar.

Mehr Geld, mehr Schutz

Zwischen 10 und 20 Prozent der globalen Goldmenge stammen aus kleingewerblichen Minen in Südamerika oder Afrika. Über 100 Millionen Menschen sind direkt oder indirekt davon abhängig. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #060 – Wat ass een Äerdschëff?

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

Zanter e puer Woche gëtt zu Reiden fläisseg um Äerdschëff gebaut. Mat deem Begrëff gi Gebaier bezeechent, déi besonnesch ekologesch gebaut ginn. Ee vun den Haapt-Ingrediente sinn al Pneuen. Dat klengt zwar paradox, mä ass trotzdeem eng interessant Aart a Wéis vun „Upcycling“.

De Raymond Klein erkläert dem Joël Adami am Gespréich, wéisou dat esou ass. Ausserdeem liwwert de Journalist seng Andréck vum Chantier, bei dem sech virun allem jonk Fräiwëlleger bedeelegt hunn. D’woxx-Journalisten diskutéieren och iwwert d‘Fro, ob een Äerdschëff eng Méiglechkeet ka sinn, fir gläichzäiteg géint de Klimawandel an d‘Wunnengsnout ze kämpfen. mehr lesen / lire plus

Der Wald brennt trotz Informationsflut

Die Waldbrände in Brasilien sorgen für Aufregung – kombiniert mit viel Medienschelte. Dabei brennt es nicht nur dort.

Feuer im Amazonasgebiet, aufgenommen vom Infrarot-Instrument des Suomi NPP-Satelliten der Nasa.

Als am vergangenen Montag der Rauch von Feuern, die im Amazonas wüten, die brasilianische Millionenstadt Sao Paulo erreichte, wurde die breite Öffentlichkeit auf die Brände in Brasilien aufmerksam. Die Lage ist definitiv dramatisch, aber auch unübersichtlich: Während sich Anfang der Woche noch viele Menschen auf sozialen Medien darüber wunderten, dass der Brand einer Kathedrale in einer europäischen Hauptstadt mehr Medienaufmerksamkeit bekam als Brände in entlegenen Gebieten, so kann man sich aktuell kaum mehr vor dramatischen Bildern retten. mehr lesen / lire plus

Politique italienne : Capitaine à la mer

L’auto-sabordage de Matteo Salvini est un premier échec pour celui qui croyait son ascension irrésistible. Pas sûr pourtant qu’il refasse encore une fois la même erreur.

(©Euractiv_flickr)

Depuis l’Antiquité, Rome a été le théâtre d’intrigues politiques impliquant des hommes ambitieux montrant une faim de pouvoir insatiable et ne rechignant pas devant les intrigues pour y parvenir. Mais comme le sénateur Catilina et ses fameux conjurés en 63 avant notre ère, Matteo Salvini a perdu son pari. Ce n’est pas un nouveau Cicéron qui l’a démasqué, c’est son premier ministre : l’affable Giuseppe Conte, qui s’est fait un malin plaisir de dénoncer son irresponsabilité et sa cupidité aux yeux de l’Italie entière et en direct à la télévision. mehr lesen / lire plus

ULC warnt vor Bargeldabschaffung

Verschwörungstheorie aus dem Internet oder wahre Bedrohung? Ganz sicher scheint sich auch die Konsumentenschutzvereinigung „Union Luxembourgeoise des Consommateurs“ (ULC) nicht zu sein. In einer Pressemitteilung erklärt sie, dass das Thema mit einer „Roadmap“ der EU-Kommission gegen Terrorismus aus dem Jahr 2017 seinen Weg in die Öffentlichkeit fand. Die Bargeldbegrenzung für Geschäfte in verschiedenen Ländern – wie etwa maximal 2.500 Euro in Spanien – sollte allzu einfache Waffengeschäfte verhindern. Seitdem ist die Theorie, dass die EU das Bargeld ganz abschaffen will, um sich die Bevölkerung gefügig zu machen und noch besser zu kontrollieren, von Flat-Earther-Blogs bis hin zu seriöseren Publikationen weit vertreten. mehr lesen / lire plus

Urbanisme : Gëlle Kasematten

Jeudi matin, François Bausch, ministre de la Mobilité et des Travaux publics, accompagné de Lydie Polfer, bourgmestre de la ville de Luxembourg ont présenté ensemble le projet du réaménagement du boulevard F.D. Roosevelt et de la place de la Constitution. Le projet prévoit une priorisation maximale des transports publics dans les deux directions du boulevard, avec notamment une voie de bus en direction de la place de la Constitution. Le réaménagement des arrêts de bus et une piste cyclable « bidirectionnelle » font également partie du plan, tout ceci dans le respect des besoins particuliers des personnes à mobilité réduite. Enfin, place de la Constitution « un lieu convivial sans voitures » verra le jour, permettant « un usage multifonctionnel du site » selon un communiqué. mehr lesen / lire plus

Dans le ventre de l’Äerdschëff: Débat autour du pneu


Rincer les pneus n’y changera rien, ils restent entachés en tant que symbole de l’automobilité. Leur usage dans la construction écologique fait néanmoins sens. (Photo : Raymond Klein)

La construction de la géonef de Redange est basée sur l’utilisation de pneus. Une approche qui peut surprendre dans le cadre d’un projet écologique, mais qui s’explique.

Une maison construite avec des pneus, quelle idée ! Pourtant, ça existe et cela s’appelle géonef, « earthship » en anglais. Sous le nom de « Äerdschëff », il y en aura même bientôt une au Luxembourg, près de Redange-sur-Attert. Depuis début août, une vingtaine de volontaires, venu-e-s de toute l’Europe, participent à la construction de ce bâtiment conçu dans un esprit écologique et visant l’autosuffisance notamment énergétique (online-woxx : « Äerdschëff, enfin lancé !  mehr lesen / lire plus

CFL, SBB und ein Fahrrad
: Sag mir, wie du fährst …


Was ist das ideale Verkehrsmittel? Bei der Suche danach, auf Zug- und Busbänken, zu Fuß und im Sattel, habe ich einiges über Luxemburg und meine neue Heimat, die Schweiz, erfahren.

Der gute alte eidgenössische Zugführer … 
exklusiv für den Extrazug „125 Jahre Gotthardbahn“ 2007.
 (Wikimedia/Lord Koxinga/CC BY-SA 3.0SBB-)

„Lëtzebuerg Endstatioun – Luxembourg terminus du train“. Wir rollen in Luxemburg-Stadt ein. Die Stimme klingt, bedingt durch die Aufnahme, mechanisch, aber nicht roboterhaft. Eine junge, freundliche, zeitgenössische Luxemburgerin sorgt dafür, dass alle wissen, wo sie dran sind. Dies suggeriert der Tonfall. Eine Stimme, auf die man den Aufkleber „Let’s make it happen“ kleben könnte. mehr lesen / lire plus

Willis Tipps: August 2019

Neues vom Mali-Rocker

Nach zwei ausgezeichneten Live-Alben in Folge hat Oumar Konaté sein drittes Studioalbum I Love You Inna veröffentlicht. Dem jungen Sänger und Gitarristen aus Gao in Nordmali und seiner Band ist es bestens gelungen, die hitzige Atmosphäre seiner Liveauftritte auch ins Studio zu bringen. Konaté, auch ein starker Sänger, zeigt wieder seine bemerkenswerten Gitarrenkünste zwischen virtuoser Akustik und rockiger, teilweise mit Wah-Wah-Effekten verstärkter Elektrik. Bass und Drums schaffen eine kraftvolle Basis und bei vielen Stücken sorgen traditionelle Instrumente, wie die Kamele Ngoni und Kalebassen, aber auch eine gelegentliche Violine für zusätzliche westafrikanische Erdung. Auch ohne das totgedudelte 12-taktige Schema hat Konaté eine bluesige Stimmung, weil diese in Mali traditionell verwurzelt ist. mehr lesen / lire plus

Congés annulés 
: Ce n’est qu’un au revoir !

Comme tous les congés, ceux des Rotondes se terminent. Comme d’habitude les resté-e-s pour compte des vacances ont pu profiter d’une programmation éclectique – et de quelques vrais joyaux, réservés pour la fin.

Des drôles d’oiseaux suédois: Les Big Byrd. (© Miki Anagrius)

Où vont les musiques actuelles? Ou plutôt: jusqu’où peuvent-elles encore aller? Voilà des questions auxquelles l’une des deux Rotondes, installées derrière la gare de Luxembourg, offre en général une ribambelle de réponses. Et depuis plus d’une décen-
nie, c’est dans la niche aoûtienne que le bâtiment circulaire ronronne le mieux – quand les grands promoteurs commerciaux sont en vacances et ne peuvent pas empiéter sur les concerts de découverte organisés par l’établissement public dédié aux explorations culturelles. mehr lesen / lire plus

Installation
 : Le Paradis perdu de 
Vivian Suter

Le très lumineux pavillon du Mudam accueille la dernière exposition de l’artiste Vivian Suter, Nisyros. Née de la fascination personnelle de Suter pour l’île grecque, l’exposition joue des contrastes et des possibilités offertes par la couleur et sa redéfinition.

(Photo : Stathis Mamalakis)

Vivian Suter vit au Guatemala, sur les bords du lac Atitlán et place la lumière produite par les couleurs au centre de sa démarche créatrice. La nature et ses infinies variations picturales inspirent l’artiste, qui a fini par retrouver à Nisyros une partie de la magie qu’elle affectionne tant. En témoigne la série de peintures que le Mudam a acquise l’année dernière. mehr lesen / lire plus

Quentin Tarantino
: Hippies, LSD und Westernhelden


„Once upon a Time … in Hollywood“ enthält weniger Gewalt und mehr Empathie als andere Filme Quentin Tarantinos. Dennoch ist dessen Handschrift klar zu erkennen – leider auch, wenn es um die Darstellung der weiblichen Figuren geht.

Trotz der wenigen Dialogzeilen erbringt Margot Robbie als Sharon Tate eine beachtliche Leistung. (© Sony Pictures Releasing Switzerland GmbH / outnow.ch)

Wie die meisten von Quentin Tarantinos Filmen ist „Once Upon a Time … in Hollywood“ eine nostalgische Hommage an vergangene Zeiten und Filme. Dreh- und Angelpunkt ist in diesem Fall die nordamerikanische Filmbranche im Jahr 1969. Es war eine Zeit, in der die Entmachtung der großen Hollywoodstudios in vollem Gange war und immer mehr etablierte Filmstars der New-Hollywood-Generation zähneknirschend das Feld überlassen mussten. mehr lesen / lire plus

Im Kino: Toy Story 4

In der Sommerflaute muss auch der teuflischste Kritiker Fliegen essen, und diese waren gar nicht mal so unbekömmlich. Wer seinen Kindern einen Gefallen tun und sich selbst über manche Gags für Erwachsene krummlachen will, dem sei die vierte Folge der lebenden Spielzeug-Saga ans Herz gelegt.

Bewertung der woxx: XX

Alle Uhrzeiten finden Sie auf unserer Internetseite. mehr lesen / lire plus

Debütroman von Akwaeke Emezi: Salziges „Süßwasser“

Akwaeke Emezi zerpflückt in „Süßwasser“ die menschliche Identität, anstatt deren Mehrstimmigkeit zu pathologisieren. Eng verwoben mit Elementen der Igbo-Kultur* und einer interessanten Sicht auf Sexualität, bietet der Roman einen bereichernden Einblick in eine intime Welt: das Ich.

Copyright: Eichborn Verlag

„Wenn man das Leben von weit genug weg betrachtet, werden die Dinge, die wir sagen, denken und über die wir reden, zu klitzekleinen Punkten, zu nichts“, sagt die Hauptfigur Ada gegen Ende des Romans. „Ich habe es so satt, leer zu sein. Ich habe das Gefühl nach außen gekehrt und es getragen wie einen Handschuh, habe damit die Wände beschmiert, bis mein Haus nur noch leer, leer, leer geschrien hat.“ Dabei ist Ada, eine junge Frau, die im Süden Nigerias aufgewachsen ist und ihren Eltern seit Kindertragen Sorgen bereitet, nicht leer. mehr lesen / lire plus

Weight Watchers: Früh übt sich, wer abnehmen will? 

Mit einer neuen App richtet sich Weight Watchers gezielt an Kinder und Jugendliche und stößt damit auf scharfe Kritik.

© maxpixel.net

Eine neue App von Weight Watchers namens „Kurbo“ soll Kindern ab acht Jahren helfen, sich gesund zu ernähren. Das, indem sie Nahrungsmittel drei verschiedenen Kategorien zuordnet: „Grün“ steht für Lebensmittel, die der App zufolge jederzeit gegessen werden können, wie Obst und Gemüse. „Gelb“ für Eiweiße und Nudeln, die in Maßen genossen werden sollen. Unter „Rot“ fallen zuckerhaltige Lebensmittel, die nur in geringen Quantitäten zu konsumieren sind. Dieses Basis-Tool ist umsonst erhältlich. Wer zahlt, erhält zusätzlich persönliches Coaching sowie personalisierte Ess- und Bewegungspläne. mehr lesen / lire plus

Kohlekraftwerke verpesten weltweit die Luft mit Schwefeldioxid

In Westeuropa ist Schwefeldioxid aus der öffentlichen Diskussion weitestgehend verschwunden. Ein Bericht von Greenpeace zeigt, dass in anderen Regionen der Luftschadstoff immer noch ein Problem ist – und vor allem die Kohlekraft verantwortlich ist.

Das saarländische Kraftwerk Bexbach ist mit für Schwefeldioxid-Verschmutzung über Luxemburg verantwortlich. Foto: CC-BY-SA MadKong

Auf der von der Umweltschutzorganisation veröffentlichten interaktiven Karte ist halb Luxemburg gelb eingefärbt. Bedeutet das etwa, dass die Schwefeldioxid (SO2)-Werte hierzulande gefährlich hoch sind? Die NGO hat Satellitendaten der Nasa analysiert, um die weltweite Belastung mit Schwefeldioxid darzustellen. Dabei wird klar, dass auch in Europa noch viele Kohlekraftwerke den Schadstoff in die Luft blasen. mehr lesen / lire plus

Adornos „Flaschenpost an die Zukunft“

Der Suhrkamp-Verlag hat Theodor W. Adornos Vortrag „Aspekte des neuen Rechtsradikalismus“ in Buchform gebracht. Der Text liest sich stellenweise wie ein Kommentar aktueller politischer Geschehnisse.

Copyright: Suhrkamp Verlag

Es war der 6. April 1967 als Theodor W. Adorno auf Einladung des „Verbands Sozialistischer Student_innen Österreichs“ an der Wiener Universität einen Vortrag über die Aspekte des neuen Rechtsradikalismus in Deutschland hielt. Volker Weiß, Historiker und Publizist, erläutert in seinem Nachwort des kürzlich von Suhrkamp veröffentlichten Vortrags die Hintergründe: „Die bewusst lose gehaltenen Ausführungen dienten dazu, einem österreichischen Auditorium den Aufstieg der 1964 gegründeten NPD in der Bundesrepublik zu erläutern, die als Sammlungsbewegung des rechten Lagers signifikant Zuspruch verzeichnete.“ Ein Jahr nach dem Vortrag war die Partei in sieben Landesparlamente eingezogen, scheitere aber 1969 bei den Bundestagswahlen im September – nur einen Monat nach Adornos Tod. mehr lesen / lire plus

Kommentar Klimawandel: Apokalypse schon wieder?

Die Diskussionen um den Klimawandel offenbaren mehrere Generationenkonflikte. Diese Unterschiede erschweren es öfters das Phänomen in seiner Gänze zu begreifen.

(©David Holt_Wikipedia)

(©David Holt_Wikipedia)

Dass viele Babyboomer und die Alt-68er über die Forderungen der heutigen Jugend geschockt sind, ist wenig erstaunlich. Ging es vor mehr als 50 Jahren darum das Recht auf ein vollständiges Leben unter Ausschöpfung aller Ressourcen einzufordern, so muten die Ansprüche der heutigen Generation regelrecht calvinistisch an. Es muss ein – regressives – Umdenken geben im Konsumverhalten, in der Lebensgestaltung und im Umgang mit der Politik. Was manche rechte Kommentator*innen soweit bringt, den Klimaaktivist*innen zu unterstellen, die Demokratie abschaffen zu wollen – wie der kürzlich vom Spiegel zum Focus gewechselte Kolumnist Jan Fleischhauer in seinem „Schwarzen Kanal“. mehr lesen / lire plus