Comment prouver son statut civil en tant que migrant-e ?

Le ministre de la justice reste évasif sur la question des « barrières administratives » que rencontrent les migrant-e-s pour réaliser des actes civils.

Dans une question parlementaire adressée au ministre de la Justice, Félix Braz, le député Marc Angel s’interroge sur les « barrières administratives » que rencontrent les bénéficiaires de protection internationale pour réaliser des actes civils. Comme le relève le socialiste, « un réfugié qui souhaite se marier est considéré par l’administration comme un ressortissant de pays tiers classique ». Par conséquent, la commune réclame un « acte de naissance et un certificat de célibat ».

Sauf que la particularité de bien des bénéficiaires de protection internationale (BPI) est de ne plus disposer des documents en question. mehr lesen / lire plus

Tom Reisen : Les bulles

Dans son recueil de miniatures, le diplomate et poète transcrit ses expériences new-yorkaises – un hommage à la ville et à ses habitant-e-s. Des textes habités d’une volonté de communiquer plus que des impressions, qui se heurtent parfois aux surfaces trop luisantes de la ville qui ne dort jamais.

Pour vraiment apprécier « Les bulles », mieux vaut connaître les rues de New York. Avoir vu l’intégrale de Woody Allen ne suffit pas pour suivre le narrateur dans les rues de Manhattan, Queens ou Brooklyn – d’autant plus que la perspective des personnages de Reisen n’est pas celle du touriste, ni celle d’un-e local-e, mais d’un expatrié. mehr lesen / lire plus

Russische Föderation: Wasser, Brot und Folter

Erneut sind Fälle von Folter in russischen Gefängnissen und Strafkolonien bekannt geworden. Zwar arbeiten russische Behörden diese mittlerweile auf – dass sich an der grassierenden Korruption und der Rechtlosigkeit in den Gefängnissen etwas ändert, ist aber unwahrscheinlich.

Ließen sich die Stimmung durch schwierige Themen nicht vermiesen: Premierminister Xavier Bettel und sein russischer Amtskollege Dmitri Medwedew vergangene Woche bei dessen Staatsbesuch in Luxemburg. (Foto: EPA-EFE/Julien Warnand)

Die Bilder sind schockierend. Am Montag veröffentlichte die russische Zeitung „Nowaja Gaseta“ im Internet Videos, die zeigen, wie Gefangene in der Strafkolonie in der Stadt Jaroslawl gefoltert werden. Die Videos habe die NGO „Public Verdict“ der Zeitung zugespielt und sie seien von Häftlingen im Oktober 2016 und Anfang 2017 aufgenommen worden. mehr lesen / lire plus

Der letzte linke Kleingärtner, Teil 7: Hilde und Bob

Rockt nicht wirklich: Unser Kleingärtner ist von den Performances auf der Berliner Agrardemo wenig begeistert.

Klare Ansage: 
Die Öko-Antifa auf 
der Agrardemo. (Foto: Aktion 3.Welt Saar/Roland Röder)

Als diese Kolumne niedergeschrieben wird, sind es draußen satte 14 Grad. Und das im Februar. Da hüpft das Kleingärtnerherz und drängt mich zu großen raumordnenden Taten, am Horizont zeichnen sich visionär blühende Landschaften ab. Nein, ein Kleingärtner sollte sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Für das meiste Grünzeugs – als Samen natürlich – ist es zu früh. Man darf sich von der warmen Februarsonne nicht täuschen lassen, sondern muss sich seinen gesunden Pessimismus bewahren. mehr lesen / lire plus

Werden Sie Informationswirt*in

Gut 830 „webexclusive“-Artikel sind seit November 2017 auf woxx.lu erschienen. Unser Versuch, Online- mit Printjournalismus zu verbinden, wird sicherlich ein Diskussionspunkt auf der jährlichen Hauptversammlung der woxx-Kooperative am 28. März werden. Tatsächlich versuchen wir das (fast) Unmögliche, denn unsere Printabonnent*innen finanzieren unsere Webpräsenz sozusagen mit. Sie bekommen zwar jede Woche eine gedruckte Ausgabe der woxx, aber die Online-Artikel stehen allen Interessierten gratis zur Verfügung. Natürlich appellieren wir an alle den Informationszugang, den wir ihnen bieten, der woxx zu vergüten. Ein bisschen ist es wie mit der Zeitung in der Kneipe: Die zahlt der Wirt oder die Wirtin nur einmal, sie wird aber von vielen gelesen. mehr lesen / lire plus

Landwirtschaft: Was sind die Alternativen zu Glyphosat?

Im Februar hatte der französische Präsident Macron angegeben, es sei unmöglich, innerhalb von drei Jahren komplett auf das umstrittene Herbizid zu verzichten. Die luxemburgische Regierung sieht das etwas anders.

Die CSV-Fraktionsführerin Martine Hansen hatte im Februar im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage an Landwirtschaftsminister Romain Schneider (LSAP) und Umweltministerin Carole Dieschbourg (Déi Gréng) wissen wollen, welche Alternativen es zu Glyphosat gibt. Grund dafür war eine Aussage des französischen Präsidenten, der während einer Debatte mit Bürger*innen sagte, es sei unmöglich, die Landwirtschaft innerhalb von drei Jahren von Glyphosat zu befreien.

Luxemburg hat sich zum Ziel gesetzt, das Herbizid bis zum 31. Dezember 2020 zu verbieten. mehr lesen / lire plus

Humanité et nature : Histoire triste

Lundi prochain, on reviendra trois millions d’années en arrière. Le conférencier et auteur Laurent Testot analysera la guerre que mène depuis toujours l’espèce humaine contre son environnement naturel.

Le « Singe » est un animal « déchiré entre deux sentiments contraires (…) : d’un côté il est très emphatique (…), et en même temps il peut être extrêmement violent. » « Singe » désigne l’espèce humaine, et c’est le premier terme choisi par Laurent Testot pour présenter son livre dans une vidéo intitulée « En deux mots ». Mais rassurez-vous : lundi prochain, lors de sa conférence à l’Altrimenti, l’auteur et journaliste ne parlera pas que de singeries. mehr lesen / lire plus

Streiken für’s Klima

15.000 Menschen, vor allem Schüler*innen, demonstrierten am 15. März in Luxemburg-Stadt für mehr Anstrengungen in der Klimapolitik.

„We want change!“ war die Parole, die die Demo begleitete. Die Schüler*innen sammelten sich am Glacisfeld, um dann durch die Innenstadt zum Knuedler zu ziehen. Der war bereits gefüllt, als der Rest des Demozuges immer noch durch die Straßen zog. Die Veranstalter*innen sprachen von rund 15.000 Demonstrierenden. Diese waren mit vielen bunten und kreativen Plakaten gewappnet und ließen sich auch vom regnerischen Wetter nicht abschrecken, ein Zeichen gegen den Klimawandel zu setzen. Neben den Schüler*innen mischten sich auch einige Politiker*innen und NGOs in den Demozug. mehr lesen / lire plus

Ausstellung: „Plakeg! Der Akt um 1900.“

„Plakeg! Der Akt um 1900“ erzählt vom Wandel der Aktmalerei im 19. Jahrhundert. Eine Ausstellung, die deutlich feministischer sein könnte und es versäumt den manifesten Bezug zur Aktualität herauszuarbeiten.

Liegende (Miss Robinson), 1910, Öl auf Leinwand, Albert Weisberger-Stiftung St. Ingbert, Foto: Karin Heinzel

„We rebel against the nude in painting which has become as boring and nauseating as the adultery in literature“, wird der italienische Maler Umberto Boccioni (1882 – 1916) an einer der Wände der Villa Vauban, Musée d‘art de la ville de Luxembourg (Villa Vauban) zitiert. Boccioni spielt damit auf den Wandel an, den avantgardistische Künstler*innengruppen im 19. Jahrhundert anstrebten: Sie wollten weg vom Akt des akademischen Lehrbetriebs, weg von den Berufsmodellen, weg von dem idealisierten, nackten Körper aus dem mythologischen, religiösen oder historischen Kontext. mehr lesen / lire plus

Politique culturelle : Pauvres poètes !

Après cinq années de mépris envers les créatifs et de libéralisation à outrance des institutions culturelles, le premier budget vert de la culture était attendu – s’il amorce quelques pas dans la bonne direction, on est pourtant loin d’une révolution copernicienne.

Pour le déménagement du grenier insalubre, il faudra patienter encore quelques années… (© wikipedia_Carl_Spitzweg)

Lire un budget est un peu comme lire les auspices aux temps antiques. Que ce soit en interprétant les vols d’oiseaux dans le ciel ou en trempant ses mains dans les entrailles d’un poulet, les signes ont souvent la langue fourchue et les exégèses peuvent mener à des résultats pour le moins contradictoires. mehr lesen / lire plus

Youth for Climate: Demonstrieren geht über Studieren

Weltweit wächst die Bewegung von Schüler*innen, die für den Klimaschutz auf die Straße gehen. Die woxx hat sich angeschaut, wie die Situation in Luxemburg aussieht.

Mit Stickern wird auch in Luxemburg-Stadt für den Streik mobilisiert. (Foto: woxx/ja)

Eigentlich begann alles mit einer Schießerei. Nämlich dem Schulmassaker an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland, Florida. Die 17 Toten und 14 Verletzten brachten das Fass zum Überlaufen: Die „March for Our Lives“-Bewegung gründete sich, angetrieben zum Großteil von Überlebenden des Massakers. Diskussionen über schärfere Waffengesetze stehen seitdem auf der politischen Tagesordnung in den USA und dürften die Midterm-Wahlen durchaus beeinflusst haben. mehr lesen / lire plus

Netzpolitik: Ausgefiltert

In Luxemburg gibt es einen Konsens gegen die umstrittene Copyright-Reform. Doch das heißt nicht, dass die Politiker*innen das Netz verstanden haben.

Foto: ARLOUK / Pixabay

Die EU-Urheberrechtsreform erhitzt die Gemüter und spaltet. Gegner*innen werden pauschal als willige Marionetten von Internetgiganten wie Google bezeichnet, Befürworter*innen als alte Menschen, die das Netz nicht verstehen. Diese Dynamik zieht sich über den ganzen Kontinent. Den ganzen Kontinent? Nein, ein kleines Großherzogtum trotzt der Spaltung und zeigt einen unerwarteten Konsens. Alle im Europaparlament vertretenen Parteien haben angekündigt, gegen die Reform zu stimmen. Das ist von Seiten der CSV schon überraschend, zur DP passt es eigentlich auch nicht wirklich. mehr lesen / lire plus

Literatur: „Wenn die Wirklichkeit versagt“

Véronique Lasars phantastische Novelle „Weg“ handelt von unserer geltungssüchtigen Provinzgesellschaft, in der den Leisen, wie sie sagt, kein Platz mehr eingeräumt wird. Ein Gespräch.

Schreiben als lebenssteigernde 
Maßnahme: 
Véronique Lasar (Foto: Privat)

woxx: „Weg” handelt von der kafkaesken Verwandlung des Kuriers Gaspard Lhose in eine geisterhafte Gestalt, die ihn nach und nach von seinen Mitmenschen trennt und schließlich unsichtbar werden lässt. Man folgt seinem irritierten Gang durch die Hauptstadt und stellt fest: Die Entfremdung ist gegenseitig. Fühlt man sich als schreibender Mensch notgedrungen unsichtbar?


Véronique Lasar: Ich glaube, ob jemand sich unsichtbar fühlt, hat wenig damit zu tun, ob er schreibt, malt, Brot bäckt oder gar nichts tut, sondern eher damit, wie und ob er sich in der Gesellschaft wiederfindet. mehr lesen / lire plus

EuGH: Entzug von Staatsbürgerschaft geregelt

Unionsbürger*innen, die keine Bindung zu einem EU-Mitgliedstaat pflegen, kann die doppelte Staatsangehörigkeit und somit die Unionsbürgerschaft entzogen werden. Zu diesem Urteil kam der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Dienstag. Damit hat der EuGH eine entsprechende, in den Niederlanden geltende Regelung für rechtmäßig erklärt. Betroffen von dieser Regelung sind volljährige Unionsbürger*innen, die sich über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren außerhalb der EU aufgehalten haben. Der Zeitraum von zehn Jahren wird unterbrochen, wenn sich die Person entweder für die Dauer von mindestens einem Jahr in einem EU-Mitgliedstaat aufgehalten hat, sich seine Staatsbürgerschaft bescheinigen ließ oder einen Personalausweis oder Pass beantragt hat. Mit der Ausstellung dieser Dokumente beginnt die Frist von vorne. mehr lesen / lire plus

Luftverschmutzung tödlicher als bisher angenommen

Auch wenn einige deutsche Lungenärzt*innen nun vermutlich starken Reizhusten bekommen: Die Luftverschmutzung in Europa ist womöglich tödlicher als das bisher angenommen wurde. Zu dieser Schlussfolgerung kommt ein wissenschaftliches Paper eines internationalen Forschungsteams, das im renommierten „European Heart Journal“ veröffentlicht wurde. Die Forscher*innen haben ein neues Modell erarbeitet, mit dem die Auswirkungen von Feinstaub, Stickdioxid und Ozon berechnet wurden. Resultat: 2,2 Lebensjahre würden Europäer*innen im Schnitt durch die Auswirkungen schlechter Luftqualität verlieren. Die Forscher*innen haben außerdem ausgerechnet, dass durch einen Wechsel weg von fossilen hin zu erneuerbaren Energiequellen die Lebenserwartung in Europa um 1,2 Jahre steigen würde. Der Kampf gegen den Klimawandel wäre also auch eine höchst effiziente Gesundheitsmaßnahme. mehr lesen / lire plus

Willis Tipps: März 2019

Palästinensisches im Doppelpack


Zwei ganz unterschiedliche palästinensische Platten sind jetzt erschienen. Die drei Brüder vom berühmten Trio Joubran haben acht Jahre gebraucht, um The Long March herauszubringen. Wie schon auf früheren Platten hört man die Stimme des Poeten Mahmoud Darwish und auch Pink Floyds Roger Waters ist beteiligt. Die drei Ouds der Ausnahmekünstler aus Nazareth stehen im Zentrum. Der Pariser Produzent Renaud Letang hat sie aber in elektronische Klänge gebettet, woran man sich erst einmal gewöhnen muss. Die 25 Musikstudentinnen, die sich Daughters of Jerusalem nennen, kommen aus dem arabischen Osten dieser Stadt. Auf ihrer CD findet man volkstümlich klingende, palästinensische Lieder von Größen wie Rim Banna und den Rahbani Brüdern in beeindruckendem Chorgesang mit Begleitung von Cello, Kontrabass, Perkussion und Kanun. mehr lesen / lire plus

Rap-metal : Pas si innocent

No One Is Innocent (re)passe à la Kulturfabrik d’Esch – l’occasion de voir ou de revoir un groupe français parmi les plus prolifiques, mais aussi discrets, de ces dernières décennies.

De l’ambiance pure attendra les fans de No One Is Innocent à la Kufa. (© www.nooneisinnocent.net)

Le début des années 1990 était la dernière époque où la musique pouvait encore être la preuve d’une certaine effervescence, d’une rage créatrice. Depuis, c’est le business qui règle ce qu’on écoute à la radio ou en streaming. Mais croire que cette dernière période créatrice n’a apporté que la vague grunge serait passer à côté d’une autre tendance – celle du rap-metal. mehr lesen / lire plus

Exposition collective : Le Japon fois sept

La première exposition « Luxembourg-Tokyo » dans la toute nouvelle galerie Fellner Louvigny se concentre sur l’étrange attraction qu’exerce le Japon sur des artistes luxembourgeois-e-s.

Photos : woxx

Le vertige est bien une des premières sensations qui envahit chaque Occidental-e lors de sa première visite au Japon : les dimensions monstrueuses des villes, les signes incompréhensibles et omniprésents, les codes de communication presque impossibles à traduire et à appliquer, le tout caché derrière une façade de bienséance asiatique difficile à interpréter. « Comme les Inuits ont 50 mots pour désigner la neige, les Japonais ont 50 façons d’éviter de dire ‘non’ à leur interlocuteur », s’amuse Hans Fellner, patron de la nouvelle petite galerie et librairie d’art située au cœur de la vieille ville. mehr lesen / lire plus

Guillaume Giovanetti et Çağla Zencirci : Sans fil et en sifflant

Après avoir posé leur caméra au Japon puis au Pakistan, Guillaume Giovanetti et Çağla Zencirci font halte dans les montagnes qui bordent la mer Noire. « Sibel », le film que leur a inspiré le « village des oiseaux », est l’histoire d’une jeune femme pas comme les autres dans un endroit pas comme les autres.

Le regard vert de Sibel (Damla Sönmez) est de ceux qu’on n’oubliera pas de sitôt. (Photo : Pyramide distribution)

À Kusköy, il existe une tradition centenaire qui permet de se parler d’un versant de montagne à l’autre sans dépendre de la technologie moderne : la langue sifflée. mehr lesen / lire plus

Huit ans après : Soirée « Fukushima » à Longwy

Demain jeudi 14 mars à 20h, Greenpeace invite à une séance cinéma-débat au Kinepolis Longwy.

Le 11 mars 2011, le Japon est secoué par un séisme, suivi d’un tsunami et de la triple catastrophe nucléaire de Fukushima. L’équipe du premier ministre, Naoto Kan, tente de faire face à cette situation. Que s’est-il passé réellement à la résidence de Kan au moment de la pire crise de l’histoire du pays ? La vérité a-t-elle été entièrement révélée ? Greenpeace invite à une soirée ciné-débat autour du film « Fukushima, le couvercle du soleil » qui aura demain jeudi 14 mars 2019 à 20h au Kinepolis Longwy. mehr lesen / lire plus