Prix Batty-Weber : Trois questions à Pierre Joris

Le woxx a déjà consacré plusieurs articles à Pierre Joris. Il était donc tout naturel que notre hebdomadaire s’entretienne avec lui pour célébrer le prix national de littérature qui lui a été attribué. Langues, confinement, poésie, nomadisme et Celan : retour informel sur une carrière bien remplie.

Quelques livres parmi la soixantaine que Pierre Joris compte dans sa bibliographie.

woxx : Même si tu as quitté le Luxembourg pour d’autres horizons rapidement en raison de l’étroitesse de son milieu littéraire de l’époque, tu y as toujours maintenu des attaches. Elles se sont souvent concrétisées par des projets artistiques. Comment perçois-tu ce prix Batty-Weber au regard de ta relation spéciale à ton pays natal ? mehr lesen / lire plus

COP26 aufgeschoben, Klimaschutz nicht aufgehoben?

Die Covid-19-Pandemie hat eine Verlegung des für November geplanten Klimagipfels notwendig gemacht. Das sehen auch die NGOs so, doch sie warnen davor, den Klimaschutz zu vergessen.

Das Scottish Exhibition and Conference Centre in Glasgow, wo die COP26 Anfang 2021 stattfinden soll.
(Richard Webb / Concourse, Scottish Exhibition and Conference Centre / CC BY-SA 2.0)

„Die Entscheidung des COP-Büros, die COP26 zu verlegen, ist leider notwendig, um alle Delegierten und Beobachter zu schützen.“ So begründete am vergangenen Mittwoch die COP25-Präsidentin Carolina Schmidt die Absage der für November geplanten Weltklimakonferenz. Das war kein Aprilscherz – für Schmidt war es außerdem zum zweiten Mal, dass sie einen solchen Gipfel absagen musste. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #091 – Schoul doheem fir geflüchtet Kanner

All Woch bitt d’woxx Iech an hirem Podcast en Abléck an hir journalistesch Aarbecht a beliicht d’Hannergrënn vun engem Artikel.

Engem Sondage vum Educatiounsministère no sinn Elteren a Proffen zefridden domadder, wéi Schoul doheem funktionéiert. An wat ass mat de Schüler*innen? Déi sinn net gefrot ginn – mä et gi souwisou grouss Ënnerscheeder. De Joël Adami an d’Isabel Spigarelli schwätzen dës Woch doriwwer, wéi et vir geflüchtet Kanner ass, aus der Distanz mussen ze léieren: Net nëmme Plaz- a Kommunikatiounsproblemer, mä och psychesch Wonne sinn hei Barrièren.

 

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China: Die Geopolitik von Covid-19

In der Coronakrise versucht China, mit Hilfslieferungen eine internationale Führungsrolle einzunehmen. Das fällt dem Land gerade in Europa umso leichter, als dort von Solidarität nicht viel zu merken ist.

„Kampf um Narrative“ statt europäische Solidarität: der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell will verhindern, das China sich als „verlässlicher Partner“ inszeniert. (Foto: EC – Audiovisual Service/Xavier Lejeune)

Man ist vom US-amerikanischen Präsidenten gewohnt, dass er gelegentlich abrupt seine Meinung ändert. Nachdem er in jüngster Zeit China wiederholt scharf kritisiert hatte, bekundete Donald Trump Ende vergangener Woche plötzlich seinen „großen Respekt“ für den Umgang des Landes mit dem Coronavirus. Man wolle in Zukunft eng zusammenarbeiten. mehr lesen / lire plus

Arbeitsrecht: Angst vor der sozialen Krise

Die Änderungen des Arbeitsrechts lassen manche Akteure befürchten, dass Arbeitnehmer*innenrechte beschnitten werden.

In einem Interview auf Radio 100,7 sprach OGBL-Präsidentin Nora Back am Donnerstag vom Drahtseilakt, den Gewerkschaften zurzeit leisten müssen. Auf der einen Seite wolle man sich solidarisch zeigen und keine Konflikte provozieren. Auf der anderen sei es zurzeit aber notwendiger denn je, die Rechte der arbeitenden Bevölkerung zu verteidigen. Rezente Änderungen im Arbeitsrecht führten in den vergangenen Tagen zu kritischen Stellungnahmen einzelner Akteure.

Zusätzlich zu den bereits vorgenommenen Änderungen kommunizierte Arbeitsminister Dan Kersch (LSAP) am vergangenen Freitag weitere Ergänzungen. Alle Arbeitnehmer*innen, die von Kurzarbeit („chômage partiel“) betroffen sind, erhalten mindestens 80 Prozent ihres Bruttogehalts. mehr lesen / lire plus

Keine Zeit zum Scherzen

Foto: Pixabay

„Wo ist der Witz?“ Die fleißige woxx-Leserin zeigte sich in ihrer knappen Mailbotschaft etwas entnervt. Wie jedes Jahr hatte sie die Ausgabe, die vor dem 1. April erschien, nach dem obligaten Aprilscherz durchforstet und diesen auch nach mehrfachem Durchblättern nicht gefunden. Nun, ihre Selbstzweifel, echte Geschichten nicht mehr von nett gemeinten, aber gefakten News unterscheiden zu können, waren ganz überflüssig. Wegen der besonderen Situation, in der die einzelnen Redaktionsmitglieder sich nur noch virtuell für die Heftplanung zusammenfinden, wurde der 1. April schlichtweg vergessen. Vielleicht wurde er aber auch einfach nur innerlich verdrängt, denn wem ist zur Zeit schon zum Spaßen zumute? mehr lesen / lire plus

Drogues et coronavirus : Pandémie disruptive

L’état de crise actuel se distingue aussi par le fait qu’il concerne tout le monde, même les plus marginales et marginaux. Pour les toxicomanes, les mesures prises en urgence peuvent paradoxalement être profitables, surtout dans l’après-Covid-19. Et pour les utilisatrices et utilisateurs de drogues plus douces, le confinement peut mener à l’introspection.

Des sachets pleins de brune: une vue devenue rare dans le quartier de la gare. (© Customs Border Protection – Wikipedia)

A priori, c’est un cauchemar. Les frontières fermées, les contrôles de police amplifiés, les dealers et les client-e-s confiné-e-s ont mis un arrêt brutal au trafic de la drogue et aux marchandages dans le quartier de la gare de Luxembourg-ville et autres hot spots de la drogue au grand-duché. mehr lesen / lire plus

Covid-19 und Ökologie: Das wahre Virus

Sind wir Menschen ein Virus, das den Planeten bedroht, und Covid-19 die Rache der Natur? Solche Ideen sind nicht nur unsinnig, sondern richtig gefährlich.

Illu: Covert

In vielen Ländern der Welt bestehen derzeit Ausgangsverbote, die wirtschaftliche Aktivität wird auf ein Minimum zurückgefahren. Das hat selbstverständlich auch Auswirkungen auf die natürliche Umwelt. An Orten, an denen die Luft durch Autoauspuffe und Fabrikschlote stark verschmutzt war, hat sich die Luftqualität verbessert. Aus Llandudno in Wales sind Fotos von wilden Ziegen zu sehen, die munter durch die menschenleeren Straßen spazieren. Die angeblichen Delfine in den Kanälen Venedigs waren eine Falschmeldung, die dennoch enthusiastisch geteilt wurde – das Wasser ist angesichts des ausbleibenden Bootverkehrs in der Lagune jedoch klarer geworden. mehr lesen / lire plus

Schoul doheem: The Kids Are Not Alright

Schulunterricht zu Hause ist nicht für alle Schüler*innen machbar. Unter den weniger privilegierten Kindern und Jugendlichen befinden sich auch junge Asylbewerber*innen. Ihre Situation ist vor allem auf psychischer Ebene alarmierend.

Unbeschwerte Kindheit und Jugend? Die sanitäre Krise weckt in manchen jungen Asylbewerber*innen alte Traumata. (Copyright: CC BY bluesbby SA 2.0)

Schulunterricht zu Hause? Weltweit stehen Schüler*innen – teilweise zusammen mit ihren Erziehungsberechtigten, die ihnen helfend zur Seite stehen müssen – vor der Herausforderung, Lerninhalte zu Hause abzuarbeiten und sich digital mit ihren Lehrkräften zu vernetzen. Nach einer Umfrage des Bildungsministeriums ist der Heimunterricht sowohl für die Mehrheit des Personals als auch für die Erziehungsberechtigten nach einer Eingewöhnungsphase inzwischen kein Problem mehr. mehr lesen / lire plus

Réécrire Borges, tout un projet

Pour battre les affres du confinement, pourquoi ne pas offrir son temps et ses loisirs à la créativité et suivre l’appel de l’écrivain Jean-Philippe Toussaint, qui propose un projet littéraire hors normes ?

Pour les amatrices et amateurs de littérature francophone contemporaine, Jean-Philippe Toussaint n’a pas besoin d’une grande introduction. L’auteur belge est connu depuis le milieu des années 1980 pour ses romans au style incomparable, clair et personnel. Rarement une écriture a su évoquer tant de choses tout en restant minimaliste et compréhensible. Pour cette période de confinement d’ailleurs, une relecture de son premier succès en librairies, « La salle de bain », est idéale. mehr lesen / lire plus

Digitales Lernen in der Corona-Krise: „Spannende Zeit der Reflexion“

Seit 15 Jahren ist Bob Reuter an der Universität Luxemburg als Dozent für Psychologie tätig. Wir haben mit ihm über Homeschooling, digitale Lehrmethoden und soziale Ungleichheiten gesprochen.

Seit 15 Jahren ist Bob Reuter an der Universität Luxemburg als Dozent für Psychologie tätig. (Bildquelle: Sascha Helsper)

woxx: Wie haben Sie die letzten Wochen erlebt?


Bob Reuter: Mein bisheriges Fazit ist recht positiv und hoffnungsvoll. Dadurch, dass an der Universität Luxemburg schon seit fünfzehn Jahren mit dem Lernmanagementsystem Moodle gearbeitet wird, waren viele Dozenten gut auf die Fernlehre vorbereitet. Hinzu kommt, dass der Fokus unseres Studienganges auf Projektlernen und Lernen durch Problemlösen liegt, was in dieser Situation ebenfalls von Vorteil ist. mehr lesen / lire plus

CJUE : Droits de la personne renforcés

Les arrêts de la Cour de justice de l’Union européenne (CJUE) ne sont pas toujours du goût de ceux et celles qui se préoccupent en priorité de la défense des droits de la personne. Mais cette semaine, alors qu’elle suit un « service réduit » limité aux affaires pour lesquelles un arrêt est imminent ou qui concernent des situations ou une certaine urgence s’impose, la CJUE vient de prononcer deux arrêts qui renforcent de façon importante la position des citoyen-ne-s en situation difficile à cause d’États pas toujours bienveillants. Dans une affaire d’extradition d’un ressortissant islandais vers la fédération de Russie, la cour a ainsi statué qu’un État membre de l’UE doit vérifier qu’un ressortissant d’un des États membres de l’Association européenne de libre-échange (qui font dès lors partie de l’Espace économique européen sans être membres de l’UE) ne risque pas d’être « soumis à la peine de mort, à la torture ou à des peines ou traitements dégradants » lorsqu’il serait extradé vers un pays tiers. mehr lesen / lire plus

Mehr Sex, weniger Corona im neuen Forum-Heft

Das neue Forum-Heft ist da – und es ist purer Sex. In der aktuellen Ausgabe dreht sich (fast) alles um die angeblich schönste Nebensache der Welt. Die Koordinatorin der Nummer, die freiberufliche Journalistin und angehende Historikerin Anne Schaaf, hat Beiträge zu den unterschiedlichsten Themenfeldern zusammengetragen. Die Autor*innen sprechen über #metoo und Stille in Luxemburg; nehmen die Statistiken zum Nutzverhalten luxemburgischer User*innen der Pornowebsite „Pornhub“ auseinander; widmen sich Sex, Politik und Film, dem lustvollen Blick auf den Mann in der feministischen Kunst; sagen aber in einem Text von woxx-Journalistin Tessie Jakobs: „Es geht auch ohne Sex“. Besonders interessant und amüsant ist auch Caroline Döhmers Text über sexuelle Wortfelder der luxemburgischen Sprache, „Peenis, Pujel, Pissgeschier“. mehr lesen / lire plus

Podcast-Empfehlungen: Noch mehr Zeit zum Hören

Wer in der Corona-Quarantäne nach neuen, spannenden Podcasts sucht, wird in der woxx fündig. Wir präsentieren einen weiteren Teil der Lieblingspodcasts der Redaktion.

Eine Anmerkung zum Anfang: Fast alle Podcasts, die wir hier vorstellen, lassen sich über gängige Podcasting-Apps wie Apple Podcasts, Podcast Addict oder Spotify hören. Zum Abonnieren reicht es, den Titel in die Suchfunktion einzugeben. Wer lieber im Browser hören will, kann die Shortlinks am Ende der Beschreibung benutzen.

Song Exploder

Wer sich immer schon gefragt hat, welche Herangehensweisen Musiker*innen haben, um ihre Songs zu schreiben, wird mit „Song Exploder“ großen Spaß haben. In jeder Episode lädt Hrishikesh Hirway eine andere Band oder Musiker*in ein, um mit ihm*ihr über einen bestimmten Song zu reden. mehr lesen / lire plus

Streaming musical : Concerts en confinement et plus si affinités

Ça n’a pas pris longtemps pour les musicien-ne-s de réaliser la catastrophe que signifie le confinement pour leur métier. Aussi ont-ils et elles été les premiers-ères à s’inventer une nouvelle scène virtuelle. Depuis, le net grouille de musique comme jamais auparavant.

En streaming sur l’Instagram de son label : le rappeur-poète-philosophe Ghostpoet. (© Bibamatt at English Wikipedia)

Béni soit-il, le progrès digital ! Alors qu’il y a quelques semaines encore, les adeptes de smartphones et les geeks derrière leurs portables étaient la cible de moqueries, voire de mises en garde, ils et elles offrent maintenant la panacée virtuelle contre l’ennui et l’esseulement du confinement. mehr lesen / lire plus

Deutsches Technikmuseum: Tschu, Tschu, bitte einsteigen!

Das Deutsche Technikmuseum Berlin bringt die Eisenbahn ins Rollen: Auf einer interaktiven Website erfahren Besucher*innen unter anderem mehr über die Geschichte deutscher Eisenbahnen – und über das Motiv Zugfahrt in der Literatur.

Das Deutsche Technikmuseum Berlin erläutert in einer seiner vielen Online-Ausstellungen die Geschichte der Durchgangszüge. Dieses Modell stammt aus dem Jahr 1901. (Copyright: Gemeinfrei)

„Unterm moralischen Popo brennt nichts so heiß wie Dauer. Und weil es uns so lange so schlecht erging — nein noch zu gut! — sei nicht mehr bange. Mir macht die Eisenbahn jetzt Mut“, schrieb Joachim Ringelnatz 1927 in seinem amüsanten Gedicht „Eisenbahnfahrt“. Auf der Website des Deutschen Technikmuseums trägt die Schauspielerin Katharina Thalbach in der Vorlesereihe „Eisenbahn in Werken der Weltliteratur“ diesen und andere literarische Texte aus dem 19. mehr lesen / lire plus

Auf Netflix: Crip Camp – A Disability Revolution

Eine anregende Netflix-Doku widmet sich einer Gruppe von Freund*innen, die in den 1970er-Jahre zur treibenden Kraft der US-amerikanischen Behindertenrechtsbewegung wurden.

Camp Jened gab einen Vorgeschmack darauf, wie sich eine Welt ohne Behindertenfeindlichkeit anfühlen könnte. (Fotos: Netflix)

„If I have to be thankful for an accessible bathroom, when am I going to feel equal in this community?“ Über 40 Jahre ist es her, dass die an Kinderlähmung erkrankte Aktivistin Judith Heumann diesen Satz sprach. Seither ist in puncto Inklusion zwar viel passiert, barrierefreie Toiletten sind aber immer noch keine Selbstverständlichkeit. Eine kürzlich erschienene Netflix-Doku widmet sich einer Gruppe von Menschen, die in der US-amerikanischen Behindertenbewegung der 1970er-Jahre eine zentrale Rolle spielten. mehr lesen / lire plus

Taxation des Gafa : Trop compliquée ?

Datant de l’époque prépandémique, une question de la députée CSV – et ancienne commissaire européenne – Viviane Reding sur la taxation des Gafa n’en est pas moins intéressante. Même si la réponse est comme toujours décevante.

Depuis fin janvier 2020, 137 pays discutent sous l’égide de l’OCDE sur une taxation des Gafa (acronyme pour Google, Apple, Facebook et Amazon – donc les géants du net aux toutes petites déclarations de revenus). Il est prévu de trouver un accord avant la fin de l’année, ce que d’aucun-e-s trouvent un peu trop optimiste. Mais soit, le mouvement vers une taxation plus juste des multinationales est amorcé, n’en déplaise au locataire actuel de la Maison Blanche, ou au grand-duché. mehr lesen / lire plus

Sur arte.tv : Wadjda

Le premier film saoudien, réalisé de surcroît par une femme, ça n’est pas rien. Et si le scénario et la cinématographie sont quelquefois simplistes dans leur réalisme revendiqué, on ne peut s’empêcher de ressentir une forte empathie pour cette jeune fille, qui évolue avec candeur dans la société d’oppression larvée de son pays. Une jolie (re)découverte.

L’évaluation du woxx : XX

À voir sur arte.tv mehr lesen / lire plus

Esch 2022 : Claude Frisoni et Raymond Reuter pas vraiment satisfaits

En ces temps où le confinement nous condamne à un présent éternellement instable, il peut être rafraîchissant d’apprendre que certaines choses ne changent pas – même si ce n’est que le manque de professionnalisme de l’équipe de la capitale européenne de la culture 2022.

Que le refus d’un projet ne rende pas content est parfaitement compréhensible. Et que l’ire soit proportionnellement plus grande par rapport au temps et à l’énergie investis l’est d’autant plus. Pourtant, avec tout ce qui passe autour d’Esch 2022, la métropole du fer devra penser bientôt à trouver un endroit pour un cimetière des projets mort-nés. Nous en avions déjà rendu compte dans notre édition papier de fin février. mehr lesen / lire plus