Google MOU: Regierung sagt Njet zu Méco

Obwohl die „Commission d’accès aux documents“ (CAD) grünes Licht gegeben hatte, will die Regierung das Dokument zwischen Google, der Regierung und der Gemeinde Bissen nicht veröffentlichen.

(©meco.lu)

Transparenz ist in Luxemburg immer noch ein Tabuthema. Nachdem die Abgeordneten der Chamber nach langem Kampf und Drohungen endlich Einsichtin das „Memorandum of Understanding“ (MOU) zum geplanten Google Data Center im Herzen des Landes versprochen bekamen – aber nur unter der Bedingung, nichts in die Öffentlichkeit zu tragen – knallt die Regierung das Fenster wieder zu.

Sichtlich erbost ist darüber der Mouvement Écologique, der seine Hoffnungen auf die CAD gesetzt hatte, um auch endlich an das Dokument zu kommen. mehr lesen / lire plus

État de crise et lois « Covid-19 » : À la va-vite

Les deux projets de loi sensés se substituer à l’état de crise déclenché avec la pandémie sont désormais connus. Les débats intenses au Parlement se concentrent sur des détails, or il faut constater qu’elles comportent des entraves à la liberté qui auront force de loi – si elles passent.

La ministre de la Santé Paulette Lenert lors du dépôt des lois « Covid-19 » au Parlement. ©flickr_chd

Le 23 juin tout sera fini. La date à laquelle la moitié du peuple luxembourgeois se réveille normalement la tête dans le cul après les liesses de la fête nationale, risque d’être toute différente en cette année 2020. mehr lesen / lire plus

Lockerungen in Betreuungsstrukturen: Wer sitzt am längeren Hebel?

Menschen mit Behinderung und Senior*innen in Wohneinrichtungen werden nach Aktivitäten außerhalb der Strukturen nicht mehr in Quarantäne gestellt. Oder doch? Die Antworten der Familienministerin sind verwirrend.

Foto: Inga Seliverstova/Pexels

Die CSV-Abgeordneten Françoise Hetto und Marc Spautz stellten innerhalb weniger Tage gleich zwei parlamentarische Anfragen an Familienministerin Corinne Cahen. In beiden Fällen ging es um die Lockerungen der Ausgangssperre während der Corona-Krise in Betreuungsstrukturen für Menschen mit Behinderung und Senior*innen. Die Antworten der Ministerin geben ein klares Zeichen: Der Ball liegt bei den Betreiber*innen.

So hat Cahen die Betreiber*innen von Betreuungs- und Arbeitsstrukturen für Menschen mit Behinderung dazu aufgefordert, Wiedereröffnungsstrategien auszuarbeiten, die die Hygiene- und Sicherheitsvorschriften zum Schutz der Bewohner*innen und des Personals respektieren. mehr lesen / lire plus

Die woxx von morgen #2: Zeitungmachen als Geschäftsmodell

Es gab Zeiten, wo die Herausgabe einer Zeitung weniger von Existenzängsten und schwindenden Leser*innenzahlen begleitet war als von einer gewissen unternehmerischen Euphorie und der Hoffnung, schreibend die Welt verbessern zu können.

Ein Foto, das die Luxemburger Presse-Corona bei einem Staatsbesuch in Moskau in den 1970ern zeigte, diente als Vorlage für das erste, von Guy W. Stoos entworfene GréngeSpoun-Plakat.

Immer dann, wenn auf der Welt wieder ein Land die Pressefreiheit für sich entdeckte, entstanden fast aus dem Nichts Zeitungsprojekte, die nicht nur sehr schnell eine umfangreiche Leser*innenschaft für sich gewinnen konnten, sondern in vielen Fällen sogar zu kleinen Wirtschaftsimperien heranwuchsen. Wir reden natürlich von Zeiten – in Westeuropa Mitte des 19. mehr lesen / lire plus

Meinung: Zur Rolle der „alternativen Linken“ in der aktuellen Rezession

Ökologische und keynesianische Wiederaufbauprogramme? Wenn sie das System wiederherstellen, sind sie inakzeptabel, findet der Déi-Lénk-Aktivist Alain Sertic.

Chile 2020. (lm)

Auch die alternative Linke wird durch die von der Corona-Pandemie gezündeten Rezession vor eine neue Realität gestellt. Hatte man sich gerade erst mit einer notwendigen Entschleunigung der Wirtschaft angefreundet, so wurde man nun aus heiterem Himmel mit dem Zurückschalten der industriellen Produktion konfrontiert. Zwei Monate später folgten dann milliardenschwere Konjunkturprogramme, um genau diese Industrien wieder anzukurbeln. Die Stabilitätskriterien der EU, der Fiskalpakt und die Schuldenbremsen wurden im Handumdrehen über Bord geworfen, und die weltweiten „Rettungspakete“ übersteigen das Volumen der Bankenrettung von 2008 und alles, was es bisher in dieser Art gegeben hat. mehr lesen / lire plus

Wohnungsmarkt und Covid-19: Krisen-Matriochka

Der temporäre Mieter*innschutz der Regierung und ihre Förderung des öffentlichen Wohnungsbaus, die gestern in einer Pressekonferenz vorgestellt wurden, sind nur Tropfen auf den heißen Stein.

[Public domain]

Der Wohnungsbauminister Henri Kox stellte gestern in einer Pressekonferenz die Bemühungen der Regierung vor, um Mieter*innen während der Corona-Krise zu schützen. „Réactif dans l’immédiat, le gouvernement a adopté plusieurs mesures afin de prévenir et de pallier l’impact de la crise sanitaire sur les locataires“ – mit diesem Satz beginnt das Pressedossier zum Thema. Das Verhalten der Regierung angesichts der Wohnungskrise, die bereits lange vor Covid-19 entfachte, ist alles andere als „réactif dans l’immédiat“. mehr lesen / lire plus

Esch 2022 : les anormalités continuent

Quelques jours après le départ du deuxième directeur artistique de la capitale européenne de la culture, les langues se délient en coulisses – et une nouvelle asbl eschoise entre en scène.

(©E22)

La sobriété du communiqué envoyé mercredi dernier par Esch 2022 pour notifier le public du départ, attendu, de Christian Mosar de son poste de directeur artistique s’explique un peu mieux quand on connaît les dessous. Selon plusieurs sources proches du dossier, la situation entre le directeur et ses collègues s’était tendue ces derniers mois, au point où des suites juridiques auraient même été envisagées. Les mêmes sources disent que « le concerné » Mosar serait allé jusqu’à engager un avocat. mehr lesen / lire plus

Diskutieren mit dem Virus

Die Möglichkeit einer zweiten Infektionswelle ist zurzeit ein Tabuthema. Dabei kann nicht früh genug mit präventiven Vorbereitungen begonnen werden.

Regulärer Unterricht fällt für mindestens ein Jahr aus“, schrieb der deutsche SPD-Politiker und Gesundheitswissenschaftler Karl Lauterbach Anfang des Monats auf Twitter und löste damit einen regelrechten Shitstorm aus. In Lauterbachs Thread ist vor allem eine wesentliche Forderung herauszulesen: Es soll allen Schüler*innen ermöglicht werden, potenziell auch von zuhause aus lernen zu können. Er schrieb dies mit Blick auf eine mögliche zweite Infektionswelle im Herbst. Statt erst einmal abzuwarten und auf das Beste zu hoffen, sei es wichtig, die Sommerferien zu nutzen, um „modernes Unterrichtsmaterial und die Technik vorzubereiten“. mehr lesen / lire plus

Géopolitique et Covid-19 : Les masques parlent déjà chinois

Généreuse et efficace, la Chine s’apprêterait à conquérir le monde. À y regarder de plus près, on peut trouver des vertus, mais aussi des vices au modèle chinois.

« Timeo Danaos et dona ferentes. » Virgile déjà mettait en garde contre « les Grecs quand ils font des cadeaux », en l’occurrence le cheval en bois offert aux Troyen-ne-s. (Photo : Instagram)

La Chine a fait don de près de dix millions de masques, un demi-million de kits de diagnostic et plus de 300.000 paires de gants… « à 30 États US et 55 villes », alors que dans le même temps, le gouvernement fédéral américain essaie « d’attribuer à la Chine la faute de sa mauvaise réponse au Covid-19 ». mehr lesen / lire plus

Esch 2022 : Christian Mosar s’en va

C’est tout sauf une surprise : le directeur artistique de la capitale culturelle européenne 2022 s’était fait rare. Désormais, son départ est donc officiel. 

(©Esch2022)

Le bruit courait au moins depuis les Open Market Days d’Esch 2022 fin février. Lors de la conférence de presse, qui était plutôt une présentation de marketing tiède, l’absence du directeur artistique sur la scène avait fait jaser. Apparemment, la relation entre Christian Mosar et Nancy Braun se serait envenimée à un tel point que la directrice ne voulait même plus partager la scène avec lui. Même impression lors du petit-déjeuner de presse virtuel fin avril : Mosar restait absent – questionnées sur ce point par les journalistes, Nancy Braun et Françoise Poos, chargées du programme culturel, continuaient pourtant à nier les différends derrière les coulisses. mehr lesen / lire plus

Angriff auf die Rechte von trans und intersex Menschen in Ungarn

In Ungarn wurde gestern ein Gesetz angenommen, das eine Personenstandänderung verbietet. Die Organisation Transvanilla Transgender Association ruft zur Unterzeichnung einer Petition auf.

(Foto: CC-BY Tony Webster)

Das ungarische Parlament hat gestern, dem 19. Mai 2020, einen Gesetz verabschiedet, der Personenstandänderungen künftig untersagt. Trans und intersex Menschen können somit ihren Geschlechtseintrag nicht mehr ändern. Das Gesetz wurde vor wenigen Wochen im Zuge des Corona-Notstandpakets der Regierung vorgestellt, das die Bahn für den LGBTI-feindlichen Präsidenten Viktor Orbàn frei machte. Die woxx berichtete. Die LGBTI-Intergroup des Europarlaments wandte sich damals in einem offenen Brief an den ungarischen Ministerpräsidenten und Kanzlerminister, Gergely Gulyás, und an die Justizministerin Judit Varga: 63 Europaabgeordnete forderten sie dazu auf, gegen das Gesetz vorzugehen. mehr lesen / lire plus

France : les drones policiers restent à terre

Ils faisaient le bonheur des journaux télévisés, qui les montraient avec un mélange de stupéfaction et d’horreur. Désormais pourtant, les drones français utilisés par la police ne voleront plus.

(U.S. Air Force photo by Alejandro Peña)

Que ce soit à Nice, Rennes ou dans la capitale de l’Hexagone, la crise sanitaire a permis à de nombreux policiers et gendarmes d’utiliser leurs nouveaux joujoux : les drones. Surveiller le confinement, identifier des contrevenant-e-s pour les verbaliser ou seulement les rappeler à l’ordre, et tout cela à distance, est certainement le rêve de certain-e-s commandant-e-s de police et de leurs préfets-ètes – mais pour l’association « La quadrature du Net » et la Ligue des droits de l’homme française, c’est un cauchemar. mehr lesen / lire plus

Temps de travail : le gouvernement freine un peu

Alors que le Luxembourg se déconfine lentement, le gouvernement avait, au grand dam des syndicats, prolongé et élargi l’augmentation du temps de travail. L’opposition massive semble avoir – un tant soit peu – porté ses fruits.

(©Vaibhav Verma_pexels.com)

C’est l’OGBL qui l’a communiqué ce lundi matin : « La liste des secteurs potentiellement éligibles pour une augmentation du temps de travail a été réduite. » Cela suite au conseil de gouvernement du 15 mai dernier, où le règlement grand-ducal en question a encore une fois été modifié. Le gouvernement avait, sans en parler aux syndicats représentatifs, décidé non seulement de prolonger la mesure qui permet d’augmenter la durée de travail à 12 heures par jour et à 60 heures par semaine, mais aussi de l’élargir à d’autres secteurs dont l’essentialité est du moins discutable. mehr lesen / lire plus

Die Situation von LGBTI-Menschen ist europaweit bedenklich

Wie steht es um die Rechtslage und um das Wohlbefinden von LGBTI-Menschen in Europa? Zwei neue Dokumente der ILGA-Europe und der Europäischen Union für Grundrechte geben Anlass zur Sorge.

CC BY r2hox SA 2.0

Im öffentlichen Diskurs sind queere Menschen meist unsichtbar. Sie treten oft nur als Randfiguren politischer Debatten auf, wobei ihr Anspruch auf Menschenrechte von Anti-Gender-Bewegungen kontrovers besprochen wird. Am 14. Mai 2020 veröffentlichten sowohl ILGA-Europe als auch die Europäische Union für Grundrechte (FRA) Studien, die einen Einblick in ihre Lebensrealität in Europa geben. Auf politischer und auf gesellschaftlicher Ebene besteht Handlungsbedarf.

ILGA-Europe publiziert seit 2010 jährlich einen Index, der die Rechtslage von LGBTI-Menschen in Europa dokumentiert. mehr lesen / lire plus

État de crise : Entre Covid-19 et maladies infantiles

Dans un article paru dans le woxx fin avril sur le coronavirus et le paternalisme, le psychanalyste et philosophe Thierry Simonelli avait notamment reproché à la gauche d’avoir consenti à l’état de crise, qu’elle avait combattu des années plus tôt. Dans cet article, le député (et ancien journaliste au woxx) David Wagner lui répond.

Pas en position fœtale : Marc Baum à la tribune de la Chambre des député-e-s lors de la déclaration de l’état de crise. (© flickr_chd)

Peut-on se prétendre anticapitaliste, voire révolutionnaire, tout en ayant voté en faveur de l’article 32.4 de la Constitution, mettant ainsi en place l’état de crise et octroyant de ce fait au gouvernement les « pleins pouvoirs » ? mehr lesen / lire plus

Ende der Grenzkontrollen wirklich am 15. Mai?

Der Europatag, wie die Tage davor und danach, war überschattet von den zugeschlagenen Schlagbäumen an den deutsch-luxemburgischen Grenzpunkten. Dennoch gibt es Hoffnung, dass der Alptraum an diesem Freitag vorbei sein könnte.

(©Facebook Patrick Schnieder)

Auch wenn die Grenzen zu Frankreich und Belgien ebenfalls geschlossen sind, so ist es die Schließung Richtung Deutschland welche die Gemüter am meisten erregt. Ist es wegen der verpassten Shopping-Nachmittage in Trier und Umgebung? Oder sind es die düsteren Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg und die Nazi-Invasion, die sich in den letzten Tagen auch zum 80. Mal jährte, die den Anblick bewaffneter deutscher Polizist*innen auf den Grenzbrücken über Mosel, Our und Sauer so schwer wiegen lassen? mehr lesen / lire plus

BNL : l’avocat de Thierry Hirsch s’adresse aux médias

Dans l’affaire de la nomination de Joanne Goebbels au poste de directrice de la Bibliothèque nationale du Luxembourg (BNL), le candidat non retenu pose, par l’intermédiaire de son avocat, quelques questions gênantes.

(©GilPe_wikimedia)

Le « Geschmäckle » de la nomination de Joanne Goebbels à la tête de la BNL n’est pas près de s’évaporer. La ministre de la Culture Sam Tanson a beau condamner des « procès d’intention » devant les caméras de télévision, sa décision sera tout de même portée devant la justice, dont elle est aussi ministre de tutelle, mais passons.

C’est en tout cas ce qu’écrit Jean-Marie Bauler, l’avocat choisi par Thierry Hirsch le candidat malheureux, qui a annoncé un recours devant le tribunal administratif. mehr lesen / lire plus

Biopolitique : Santé publique et dépolitisation

Dans le contexte actuel, la santé a grillé la priorité au tout économique. La chercheuse Éloïse Adde explore les liens entre pouvoir, médecine et démocratie pendant l’état de crise.

Les conséquences du primat de la santé sur l’économique sont multiples, et même le nation branding doit suivre… (© GilPe_wikimedia)

La crise du coronavirus et les solutions mises en place pour y faire face apportent un convaincant démenti à l’idée, communément admise, de la priorité de l’économique sur tout le reste dans le monde d’aujourd’hui. En effet, contrairement à ce qui aurait pu être attendu, quatre milliards d’individus sont aujourd’hui confinés et la vie économique est au point mort, afin de délester les hôpitaux et de préserver la vie des personnes fragiles. mehr lesen / lire plus

Krisenkommunikation: Rhetorische Tricks haben kurze Beine

Mindestens genau so wichtig wie politische Entscheidungen ist die Wortwahl, mit der sie kommuniziert werden.

gouvernement.lu

„Ech si fest dovun iwwerzeegt, dass kee Primaner méi riskéiert, wann en an d’Schoul geet wéi wann en doheem géif bleiwen“. Es sagt viel über die aktuelle Masse an zu verarbeitenden Informationen aus, dass dieser Satz von Bildungsminister Claude Meisch bisher nicht auf stärkeren Gegenwind gestoßen ist. Zu hören war er am vergangenen Montag in einem Interview auf Radio 100komma7. Der Satz ist dermaßen weit von der wissenschaftlichen Realität entfernt, dass es nicht einmal einer Überprüfung bedarf, um ihn als Bluff zu entlarven. Der Satz mag im Affekt gesagt worden sein und könnte in dem Sinne als Ausrutscher eingeordnet werden. mehr lesen / lire plus

Fabien Grasser : le collectif Tax Justice Lëtzebuerg réagit

Mi-avril, le woxx publiait le témoignage de l’ex-rédac chef du Quotidien sur les raisons de son départ. Depuis, silence radio dans les rédactions du pays, mais pas au CTJL.

Écrire sur le Freeport, les Luxleaks, la place financière et autres thèmes brûlants n’est pas toujours bien vu dans le journalisme luxembourgeois. Le limogeage de Fabien Grasser au Quotidien en est un exemple. Le 17 avril, le woxx publiait un article reprenant le récit de sa mise à l’écart.

Dans son communiqué, le CTJL dénonce la « mise à mort professionnelle d’un journaliste intègre, [qui] donne un mauvais signal pour la liberté de la presse au Luxembourg, particulièrement sur le sujet sensible de la justice fiscale.  mehr lesen / lire plus