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Kolumbien: Unruhiger Übergang

Der designierte kolumbianische Präsident Abelardo de la Espriella, in einen schwarzen Anzug gekleidet und mit Sonnenbrille, vor dem Mikrofon bei einer öffentlichen Rede unter freiem Himmel. Er hat beide Hände erhoben, streckt die Zeigefinger aus und gestikuliert. Hinter ihm sind schemenhaft Menschen zu erkennen.

In Kolumbien ist aus der Regierungsübergabe an den Sieger der Präsidentschaftswahl, den rechtsextremen Abelardo de la Espriella, ein öffentlicher Schlagabtausch geworden. Beide politischen Lager stellen die Legitimität des jeweiligen Gegners mit unhaltbaren Unterstellungen in Frage.

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Globaler Drohnenkrieg: Vollautomatisiertes Töten

Ein ukrainischer Soldat in Tarnuniform und mit Stoffmütze hält eine Drohne in der linken Hand, an der eine flaschengroße Bombe hängt.

In der Ukraine wurden offenbar erstmals vollautomatisierte Drohnen gegen russische Truppen eingesetzt. Angesichts der rasanten und kaum kontrollierten technologischen Entwicklung besteht die Gefahr, dass künftig Angriffe ohne jegliche menschliche Überwachung weltweit zum Regelfall werden.

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Sudan: Al-Obeid vor dem Sturm

Die sudanesische Milizen-Koalition „Rapid Support Forces“ belagert mit Hilfe von Drohnenangriffen die von der Armee gehaltene Stadt al-Obeid. Die Versorgung der über 660.000 Menschen dort verschlechtert sich rapide, bei einem Fall der Stadt werden Massaker befürchtet.

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Finnland: Blauschwarzer Mob

Die stellvertretende finnische Ministerpräsidentin und Finanzministerin Riikka Purra von den rechtspopulistischen „Die Finnen“ beim Interview, umgeben von Mikrofonen; die Gesichter der sie umgebenden Journalist*innen sind nur angeschnitten zu sehen.

Die neofaschistische „Blauschwarze Bewegung“ versucht, die fragmentierte finnische Neonazi-Szene zu vereinen. Ihre Partei will ins Parlament, auf der Straße fällt sie durch Gewalt auf.

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Syrien: Wahlboykott als Bumerang

Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Sharaa in einem schlicht geschmückten Sessel sitzend, im Hintergrund ein Ausschnitt der syrischen Fahne.

Nachwahlen zum syrischen Parlament in den kurdisch geprägten Regionen vertiefen innerkurdische Konflikte. Diese schwächen die kurdische Verhandlungsposition gegenüber der Zentralregierung. Hierzu trug nicht zuletzt ein Boykott des Urnengangs durch linke kurdische Parteien bei.

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Globale Ernährung: Der Preis des Kunstdüngers

Foto einer Bewässerungsanlage in der Landwirtschaft. Zu sehen ist ein Tank sowie eine Vorrichtung, aus der ein Wasserstrahl spritzt. Im Hintergrund ist ist ein Feld zu erkennen.

Die Blockade der Straße von Hormuz, steigende Düngerpreise und der Klimawandel drohen, eine weltweite Nahrungskrise auszulösen. Die spätkapitalistische Landwirtschaft hängt existenziell von fossilen Energieträgern ab und produziert nicht nur Nahrung, sondern zugleich die Bedingungen ihrer eigenen Destabilisierung.

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Ungarn: Machttransfer mit Hürden

In Rekordzeit wurde die neue ungarische Regierung installiert. Während Viktor Orbán vor allem auf Loyalität setzte, geht es dem neuen Ministerpräsidenten Péter Magyar erkennbar um Fachwissen. Im Kabinett sind fast ausschließlich Experten vertreten, die mit Parteipolitik bisher wenig oder nichts zu tun hatten. Sie alle haben sich einer Vielzahl von Herausforderungen zu stellen.

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Iran: Die Macht kommt aus den Gewehrläufen

Der Krieg mit den USA und Israel hat den Einfluss der Revolutionsgarden im Iran noch verstärkt. Während die Institutionen der Islamischen Republik formal bestehen bleiben, verlagert sich die politische, militärische und wirtschaftliche Macht.

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Georgien: Aufruhr für die akademische Freiheit

Fassade der Ilia-Universität im Zentrum von Tiflis; am unteren Bildrand zwei Studentinnen. Über dem Eingangsbereich mit vier großen Flügeltüren hängen nebeneinander die Fahnen Georgiens, der Europäischen Union und der Ukraine.

Seit der umstrittenen Parlamentswahl im Herbst 2024 protestieren in Georgien Tausende Menschen gegen die Regierung. Besonders Studierende und Wissenschaftler warnen vor neuen Gesetzen und einer Bildungsreform, die die Autonomie der Universitäten einschränken und das Land weiter von der Europäischen Union entfernen könnten.

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Venezuela: Stabilität ohne Demokratie

Das Bild zeigt eine Gruppe von Demonstrierenden, die Porträts mit politischen Gefangenen und venezolanische Nationalfahnen mit sich führen.

Seit mehr als 100 Tagen regiert die von den USA mittlerweile offiziell anerkannte Interimspräsidentin Delcy Rodríguez in Venezuela. Gefällig öffnet sie das Land den US-amerikanischen Wirtschaftsinteressen und festigt ihre eigene Macht und die ihrer Klientel im fortbestehenden autokratischen System.