
(© So Young Records)
Wie ein sich zuziehender Himmel verdunkelt sich das Debütalbum „Masquerade“ des irischen Quintetts „Cardinals“ graduell. Sind die Anfangsklänge noch schmissig-ausladend, kippt die Stimmung spätestens bei „Over at Last“, der als der fünfte der zehn Songs die Achse des Album bildet. Die Musik nimmt an Fahrt auf, die Gitarren drängen nach vorn und die Stimmung – daran ändern auch die Akkordeontupfer nichts – wird düster. Das zeigt sich auch in Lyrics wie „I’m sad mostly“ und „Don‘t hold your breath, it‘s a full-blown tragedy“. Damit spiegelt der Aufbau des Albums seine Grundthemen: Täuschung und Desillusion. Die Stärken von „Masquerade“ liegen in seinem cleveren Konzept, dem rockigen Flair und dem kraftvoll-markanten Gesang von Euan Manning.

