Willis Tipps
: August 2022

Malische Wurzeln

Coronabedingt musste man auf sein neues Album fünf Jahre warten. Vieux Farka Touré, Sänger und Gitarrist aus Mali, hat 2006 seine Recording-Karriere begonnen und sich in der Folge als Musiker mit offenen Ohren gezeigt. Er hat unter seinem eigenen Namen wie auch zusammen mit dem israelischen Pianisten Idan Raichel veröffentlicht und unter anderem mit dem Jazzgitarristen John Scofield kooperiert. Wegen seines bisweilen wilden Spiels nannten ihn einige den Hendrix der Sahara. Jetzt geht er zurück zu seinen Wurzeln und folgerichtig heißt sein aktuelles Album Les Racines. Die Platte erinnert stark an den entspannten Stil seines 2006 verstorbenen Vaters Ali Farka Touré, der bis heute als einer der größten Musiker Afrikas gilt. mehr lesen / lire plus

Willis Tipps
: Juli 2022

Von West bis Ost

Das 2009 gegründete Ensemble Meïkhâneh ist eine musikalisch grenzüberschreitende Formation, die einen ganz eigenen Stil entwickelt hat. Das Trio besteht aus Maria Laurent, die singt und unter anderem die mongolische Tovshuur-Laute und das Banjo bedient, dem iranischstämmigen Milad Pasta, der persisch geprägte Perkussion einbringt, und dem Bretonen Johanni Curtet, der die Gitarre, die Pferdekopfgeige Morin Khuur und die Dombra-Laute spielt. Curtet ist Musikwissenschaftler und ein ausgewiesener Experte des mongolischen Kehlkopf- und Obertongesangs, den man in vielen Stücken hören kann. Die Gruppe hat nun ihr drittes Album Chants du dedans, chants du dehors herausgebracht, das wieder den ganz ausgefallenen Stil dieser Formation dokumentiert. mehr lesen / lire plus

Willis Tipps: Juni 2022

Sibirien – unbekannt und hochspannend

Die Landmasse vom Ural bis zur Beringstraße gegenüber von Alaska, die pauschalisierend als Sibirien bezeichnet wird, ist riesig, wird aber nur von knapp 34 Millionen Menschen bewohnt. Musik von dort? Bis auf den Kehlkopf- und Obertongesang aus Tuwa (Huun-Huur-Tu) Fehlanzeige in Europa! Diese Lücke schließt nun die Doppel-CD Folk and Great Tunes from Siberia and Far East in faszinierender Weise. Die 34 Stücke, von denen einige aus den späten 1990ern stammen, deutlich überwiegend aber in jüngster Zeit aufgenommen wurden, decken Traditionelles und vor allem ganz Modernes im Rock-, Elektronik- oder Dub-Stil ab. Egal in welcher Form begegnen einem hier die musikalischen Wurzeln zahlreicher Völker, die in Sibirien leben, mit einem gewissen Schwerpunkt auf Tuwa. mehr lesen / lire plus

Willis Tipps
: Mai 2022

Neues von der malischen Diva

Bereits mit ihrem ersten Album „Moussolou“ machte sich die malische Sängerin Oumou Sangaré 1991 einen großen Namen in der Weltmusikszene, als sie mit ausdruckvoller Stimme die Gesänge der Wassoulou-Region im Süden ihres Heimatlandes präsentierte. Bis 2009 erschienen vier weitere bemerkenswerte Platten, die ihren Ruf als große Diva Malis festigten. Danach legte sie eine künstlerische Pause ein und widmete sich einer erfolgreichen Karriere als Geschäftsfrau. Erst 2017 kam sie mit „Mogoya“ zurück, einer Platte, die mit einer sehr elektrischen Orientierung Aufsehen erregte und ihr im gleichen Jahr den Künstler-Award der Weltmusikmesse Womex einbrachte. Drei Jahre später folgte mit „Acoustic“ ein Album, für das sie ältere Aufnahmen ganz minimalistisch instrumentiert neu eingespielt hatte. mehr lesen / lire plus

Willis Tipps
: April 2022

Intimes aus der Sahara

Die Klänge der Tuareg sind ein Dauerbrenner bei Freund*innen afrikanischer Musik. Atmosphärisch erinnern sie in gewisser Weise an den Blues und ganz typische Läufe auf der Gitarre haben einen hohen Wiedererkennungswert. Zur jüngeren Generation der Tuaregbands zählt die Gruppe Imarhan, die gerade ihr drittes Album veröffentlicht hat. Das Quintett stammt aus Tamanrasset im südlichen Algerien und hat dort 2019 ein eigenes Studio eingerichtet. Dort haben sie ihr neues Album aufgenommen, das den Namen des Studios trägt, Aboogi. Einige Tuareggruppen spielen einen stark elektrifizierten Stil, während Imarhan zu denen gehört, die sich vorwiegend auf akustische Klänge konzentrieren. Auch wenn ein paar Effekte hinzugefügt wurden, bleibt es insgesamt ein sehr intimes Album, das weit entfernt ist vom oft sterilen Klang europäischer Produktionen. mehr lesen / lire plus

Willis Tipps: März 2022

Faszinierende portugiesische Gitarre


Typisch für den portugiesischen Fado ist eine emotionale Stimme im Dialog mit dem glockenreinen Klang der portugiesischen Gitarre. Das Doppelalbum Guitarra Portuguesa im Buchformat mit einer zweisprachigen, fundierten Einführung stellt das Instrument in den Mittelpunkt. Die mindestens 200 Jahre alte, typisch portugiesische Laute ist wohl aus der englischen Gitarre entwickelt worden. Ihr Korpus ist annähernd rund und sechs, mit Fingerpicks gezupfte Doppelsaiten bringen einen unverwechselbar perlenden Klang hervor. Die vorliegende Kompilation vereint vierzig Stücke, die die unterschiedlichen Stile aus Lissabon und Coimbra dokumentieren. Da finden sich zahlreiche Meister und eine Meisterin, die das Instrument virtuos zur Blüte bringen, und zwar in klassischen wie in modernen Formen. mehr lesen / lire plus

Willis Tipps: Februar 2022

Cumbia amazónica

Bareto ist ein Septett aus Peru, das 2003 sein erstes Album mit Ska- und Reggae-Orientierung herausbrachte und sich schon kurze Zeit später auf seine heimischen Klänge wie Cumbia und Chicha konzentrierte. Mit dieser Neuorientierung erhielten zwei Alben der Band eine Nominierung für die Latin Grammy Awards und 2016 spielte sie ein bemerkenswertes Showcase auf der Weltmusikmesse Womex. Nach einer Recording-Pause von knapp sieben Jahren meldet sie sich jetzt mit ihrem neuen Album El amor no es para los débiles zurück. Die Kerntruppe und ihre zahlreichen Gastmusiker*innen bleiben hier ihrem Stil treu und haben zehn Stücke aufgenommen, von denen einige ordentlich abgehen, während andere im Mid-Tempo grooven. mehr lesen / lire plus

Willis Tipps: Januar 2022

Feinste bosnische Musik

Divanhana ist eine Band aus Bosnien-Herzegowina, die 2009 von Student*innen der Musikakademie in Sarajewo gegründet wurde. Fast fünf Jahre lang war es, was Plattenveröffentlichungen angeht, still um sie. Die neue Scheibe, die die Band vor dem Lockdown aufgenommen hat, erscheint nun Ende dieses Monats. Schon ihre bisherigen Studioalben und ihre Live-CD erhielten in der Vergangenheit beste Kritiken. Auf der aktuellen Veröffentlichung Zavrzlama hört man nun die großartige Stimme der neuen Sängerin Šejla Grgić, ansonsten ist die Band mit Akkordeon, Violine, Trompete, Piano, Gitarre, Bass und Perkussion weitgehend unverändert. Die elf Stücke beinhalten wieder verschiedene Stile vom Westbalkan und auch der melancholische, bosnische Sevdahlinka ist natürlich vertreten. mehr lesen / lire plus

Willis Tipps: Dezember 2021

Afro-peruanische Diva

Die afro-peruanische Musik bezieht sich auf das Erbe der nach Peru verschleppten Afrikaner*innen. Die große Sängerin dieses Stils ist Susana Baca, die seit den 1980er-Jahren Platten aufgenommen hat und zu den Legenden der Weltmusikszene zählt. Nach einer neunjährigen Pause erschien im letzten Jahr eine Platte, die schwer erhältlich war. Jetzt hat die nun 77-Jährige das Album Palabras Urgentes auf dem britischen Real World Label veröffentlicht. Susana Baca war eine Zeit lang Kulturministerin in ihrer Heimat und ihre politischen Überzeugungen finden sich auf der neuen Platte in Liedern über Korruption, soziale Ungerechtigkeit, Rassismus und Klimaveränderung. Auch im hohen Alter hat ihre Stimme nichts von ihrer Faszination und Stärke verloren. mehr lesen / lire plus

Die Weltmusikmesse WOMEX in Porto: Erfolgreicher Neustart

Die WOMEX, Worldwide Music Expo, die 1994 zum ersten Mal stattfand, ist die weltweit bedeutendste Messe für Weltmusik. Ende Oktober gastierte sie im nordportugiesischen Porto, nachdem sie im letzten Jahr pandemiebedingt in Budapest nur online stattfinden konnte.

Die kurdische Sängerin Aynur erhält den WOMEX Artist Award 2021 (Fotos: Willi Klopottek)

Den rund 2.300 Delegierten und 290 Musiker*innen – nicht viel weniger als vor Corona – war die Erleichterung deutlich anzumerken, dass man sich endlich wieder, unter konsequenter Einhaltung strikter Sanitätsregeln, treffen konnte. Gäst*innen aus anderen Kontinenten waren wegen strenger Einreiseregeln nicht so häufig wie sonst anzutreffen und selbst für Europäer*innen, die aus Nicht-EU-Ländern anreisten, war das Kommen hürdenreich. mehr lesen / lire plus

Willis Tipps: November 2021

Voluminöse Sámi-Musik

Die Musik der Sámi Nordeuropas hat einen ganz speziellen Charakter, der vor allem auf dem Gesangsstil des Joik beruht. Dessen Unterart, der südsamische Joik, wird nur noch von wenigen gepflegt. Diesen zu erhalten, hat sich Marja Mortensson zur Aufgabe gemacht. Die junge Musikerin, die nicht weit von Oslo entfernt beheimatet ist, hat innerhalb von nur fünf Jahren jetzt bereits ihr fünftes Album herausgebracht. Wie viele andere Musiker*innen ihres Volkes ist sie für musikalische Experimente offen. Seit einiger Zeit lässt sie sich von Daniel Herskedal auf der Tuba und der Bass-Trompete begleiten und hat auch schon mit einem Streichquartett aufgenommen. mehr lesen / lire plus

Willis Tipps: Oktober 2021

25 Jahre Fanfare Ciocarlia

Die rumänische Vorzeige-Brassband Fanfare Ciocarlia ist in Feierlaune. Sie wurde vor 25 Jahren gegründet, hat seitdem neun Alben aufgenommen und feiert jetzt mit ihrem zehnten ihr Jubiläum. Bereits 1997 begann ihre imposante Karriere in Westeuropa. Seitdem hat diese Roma-Combo aus dem kleinen Dorf Zece Prajini mit ihrem energiegeladenen Sound bewiesen, dass Blasmusik weit mehr sein kann als der geglättete Kitsch, der in unzähligen TV-Sendungen als Volksmusik verkauft wird. Fanfare Ciocarlia spielt die ungebändigte, echte Volksmusik der Roma in Rumänien: rau, kantig und teilweise in einem Höllentempo. Auf der neuen Scheibe It Wasn’t Hard to Love You geht es manchmal auch etwas ruhiger zu, aber den Turbospeed beherrscht die Combo immer noch glänzend. mehr lesen / lire plus

Konzertsaison 2021/22: Neustart – Weltmusikkonzerte in Luxemburg

Nachdem in den letzten 18 Monaten fast alle Konzerte pandemiebedingt ausfallen mussten, geht es langsam wieder los – auch bei Konzerten mit Weltmusik in der Philharmonie, dem Cape und dem Cube 521.

Waed Bouhassoun aus Syrien spielt die Ud, auch bekannt als Kurzhalslaute. (Foto: François Guénet, Buda Musique)

Es ist bekanntlich nicht absehbar, wie sich die Pandemie und die damit verbundenen Restriktionen in den nächsten Monaten entwickeln werden, aber hoffen darf man: Was Weltmusik angeht, bietet wie bisher die Philharmonie Luxembourg das umfassendste Angebot für die Saison 2021/22, aber auch das Ettelbrücker Cape und der Cube 521 in Marnach haben etwas im Programm. mehr lesen / lire plus

Willis Tipps: September 2021

Electro-Mazurka

Wer die Faszination der Mazurka in moderner Form erleben will, muss diese Platte einfach haben: Die Gruppe Niewte hat dem polnischen Tanz und den dazugehörigen Gesängen einen neuen Anstrich verpasst. Das Quartett hat das Album Osmetnica Electronica herausgebracht, das man allen, die polnische Roots-Musik in experimenteller Form erleben wollen, nur wärmstens empfehlen kann. In den Stücken der Band hört man zwei Geigen, die in der polnischen Tradition nicht fehlen dürfen, dazu die Sängerin und Multiinstrumentalistin Maniucha Bikont und die Electronics von Antoni Beksiak. In dem Album vermischen sich die originellen Rhythmen und der spezielle polnische Klang der Streichinstrumente mit der starken Stimme Bikonts und den elektronischen Sounds, die oft aufregend verfremden, aber nie die Essenz der Mazurka verderben. mehr lesen / lire plus

Willis Tipps: August 2021

Bester ivorischer Pop

Jetzt ist das sechste Album der bemerkenswerten Dobet Gnahoré mit dem Titel Couleur erschienen. Sie stammt von der Elfenbeinküste, ging 1999 nach Frankreich, ist aber regelmäßig in ihrer Heimat präsent. Ihr Vater Boni war bereits ein erfolgreicher Perkussionist und so stand sie schon im Alter von zwölf Jahren zum ersten Mal auf der Bühne. 2010 erhielt sie zusammen mit der Sängerin India Arie einen Grammy für ihren Song Palea. Ohne Frage ist sie eine der stärksten Sängerinnen Afrikas von heute, die es versteht, sich auch optisch in Szene zu setzen, wie die Hülle der aktuellen CD erneut beweist. mehr lesen / lire plus

Czech Music Crossroads 2021: In der Mitte spielt die Musik!

Die Konferenz Czech Music Crossroads fand im Juli 2021 zum siebten Mal statt. Ein Nachbericht über musikalische Entdeckungen aus Osteuropa.

Anna Kołodziej vom Orkiestra sw. Mikołaja, den Urgesteinen des polnischen Rootsrevivals. (Foto: Willi Klopottek)

Die Eigenbezeichnung ist Mittel- oder Zentraleuropa. Im Westen wird diese Region oft weiterhin als Osteuropa bezeichnet. Letzteres beweist, dass die geopolitischen Denkstrukturen vieler den Zeiten des Kalten Krieges immer noch verhaftet sind, obwohl die Teilung Europas in „freien Westen“ und „Ostblock“ seit über 30 Jahren nicht mehr existiert. Diese Zählebigkeit alten Klischeedenkens zeigt sich auch darin, dass in touristischer Hinsicht kaum mehr als Prag, Budapest und der Balaton relevant sind. mehr lesen / lire plus

Willis Tipps: Juli 2021

Amparanoia ist zurück!

Die Mestizo-Szene aus dem Süden Spaniens lebt! Amparo Sánchez aus Granada, eine der wichtigsten Protagonistinnen dieses Fusionstils, hat eine eindrucksvolle Karriere vorzuweisen und jetzt wieder ein bemerkenswertes Album veröffentlicht. Im letzten Jahr kam ihre vierte Soloplatte auf den Markt, auf der sie auch eigene Gewalterfahrungen verarbeitete. Nun ist sie wieder mit ihrer altgedienten Gruppe Amparanoia ins Studio gegangen. Deren erste Platte erschien 1997 und nach sieben weiteren CDs wurde die Band für neun Jahre auf Eis gelegt. Die zweite Amparanoia Scheibe nach der Neuformierung 2017 zeigt, dass die Band nichts von ihrem Feuer verloren hat. Während andere Begründer*innen des Mestizostils, wie Manu Chao und Ojos de Brujo verstummt sind, zeigt Amparanoia, dass der Mix aus spanischen Elementen, verschiedenen Latin-Einflüssen, Ska und Reggae auch heute frisch und zeitgemäß klingt. mehr lesen / lire plus

Willis Tipps: Juni 2021

Mali-Shouterin posthum

Die starke malische Sängerin Khaira Arby aus Timbuktu, die in Folge eines Schlaganfalls 2018 nicht einmal 60-jährig verstarb, blieb in Europa leider ein Geheimtipp. Als erste Sängerin Nordmalis veröffentlichte sie Anfang der 1990er ein Album unter eigenem Namen und wurde in der Folge als die Nachtigall Timbuktus bezeichnet. Der Terror von Fundamentalisten zwang Arby 2012, nach Bamako zu gehen. Trotz zweier internationaler Plattenveröffentlichungen und Kooperationen mit Ali Farka Touré und Bassekou Kouyaté erreichte sie international nicht den Bekanntheitsgrad, den sie sich in Mali erarbeitet hatte. Nun ist posthum das Album New York Live erschienen, das 2010 aufgezeichnet wurde. Die elektrische Band und die malischen Lauten Tehardant und Ngoni erzeugen hohen Druck und Dramane Touré zaubert auf der verzerrten E-Gitarre. mehr lesen / lire plus

Willis Tipps: Mai 2021

Starker Maloya

Maloya ist die Musik der Insel La Réunion im Indischen Ozean, die auch heute noch zu Frankreich gehört. Als Ausdruck kreolischer Identität galt er als subversiv – auch weil die Kommunistische Partei den Maloya unterstützte. Erst 1981 beendete Frankreich das Verbot; die Unesco nahm ihn 2009 in die Liste des immateriellen Kulturerbes auf. Eine der bedeutendsten Künstler*innen La Réunions ist Christine Salem, die ab 1997 mit ihrer Gruppe Salem Tradition auftrat und seit 2010 unter ihrem eigenen Namen aktiv ist. Nach sechsjähriger Pause ist jetzt ihr Album Mersi erschienen. Der Maloya-Groove kommt von den typischen Perkussionsinstrumenten wie der Kayamb. mehr lesen / lire plus

Willis Tipps: April 2021

Iranischer Meister trifft Niederländer

Manche west-östlichen Kooperationen sind arg gekünstelt. Hier haben wir aber eine wirklich gelungene Aufnahme. Das niederländische Rembrandt Trio hatte bereits 2019 eine starke CD mit dem iranischen Kamantsche-Meister Kayhan Kalhor vorgestellt und hat jetzt eine Aufnahme mit der anderen unbestrittenen iranischen Größe, Hossein Alizadeh, auf den Markt gebracht. Alizadeh beherrscht die traditionellen persischen Lauten Tar und Setar und glänzt auf dieser Aufnahme mit einer Kombination aus beiden, der Shurangiz. Im niederländischen Trio finden sich erfahrene, freie Geister, die keine Kategorien brauchen. Rembrandt Frerichs spielt den Nachbau eines alten Pianoforte, Tony Overwater die sechssaitige Violone, den Vorläufer des Kontrabasses, und Vinsent Planjer fügt genau das an Perkussion hinzu, was die Kompositionen brauchen. mehr lesen / lire plus