„Fête de la Musique“ in Luxemburg-Stadt: „CID Fraen an Gender“: Für mehr Gleichheit in der Musikbranche

Zum zweiten Mal ist das „CID Fraen an Gender“ mit dabei auf der „Fête de la Musique“ in der Luxemburger Hauptstadt. Mit seiner Programmgestaltung fördert das feministische Zentrum vor allem solche Künstler*innen, die aufgrund ihres Geschlechts und ihrer sexuellen Orientierung noch immer benachteiligt werden. Die woxx hat mit Projektleiterin Claire Schadeck sowie der Künstlerin C’est Karma über das bevorstehende Musikevent und die Unterrepräsentation von Frauen in der Musikbranche gesprochen.

Gute Stimmung auf und vor der Bühne beim Auftritt von Miss Sappho im vergangenen Jahr, als das „CID Fraen an Gender“ zum ersten Mal an der „Fête de la Musique“ teilnahm. (©CID – Alfonso Salgueiro Lora)

Bei Festivals und Veranstaltungen aus dem Bereich moderner Musik gilt noch immer: Die meisten Künstler*innen, die auf der Bühne stehen, sind männlich. mehr lesen / lire plus

Theater: Es geht in die heiße Phase

Die Klimakrise trifft die Welt immer härter, die Menschheit steht mit dem Rücken zur Wand. Wie verar- beitet man das künstlerisch? Auf diese Frage versucht „Alphabet. 26 Theater-Miniaturen für eine sich erwärmende Welt“ eine originelle Antwort zu geben.

Die Schauspieler*innen von links nach rechts: Laura Talenti, Alexander Wanat, Pitt Simon und Eugénie Anselin (Copyright: Antoine de St Phalle)

Liefe die Gegenwart wie ein Film ab, würde der Klimawandel den dazugehörigen Soundtrack liefern, der jede Szene grundiert: allgegenwärtig, bedrohlich, aber auch viel weniger fassbar als die Handlungen auf der Leinwand. Der Philosoph Timothy Morton, der auch in der Begleitbroschüre von „Alphabet“ erwähnt wird, erfand deswegen den Begriff des „Hyperobject“: In ihrer Tragweite übersteigt die Klimakrise unser aller Vorstellungsvermögen, deswegen wirkt sie zugleich so abstrakt und fern unserer Lebenswirklichkeit. mehr lesen / lire plus

Buchtipp: „Ich habe das früher schon einmal getan“

Die Gedichte der britischen Dichterin Jen Calleja, übersetzt von Melanie Katz, besitzen einen eigentümlichen Sound. Mittels einer einfachen, unverschlüsselten Sprache skizziert die Autorin in „Ich habe das früher schon einmal getan“ beklemmende, manchmal verzerrt-kafkaesk anmutende Szenen. Kalt läuft es einem den Rücken hinunter, wenn man zum Beispiel das Gedicht „Über das Sehen“ liest, in dem das lyrische Ich einer Augenoperation unterzogen wird – mit einer zu geringen Betäubung, die es zwar lähmt, aber den Schmerz nicht dämpft. Überhaupt sind Gewalt und Leid in ihren unterschiedlichen Ausprägungen zentrale Themen des 58-seitigen Bands, der bei dem Kölner „parasitenpresse“-Verlag erschienen ist – eine interessante, eine seltsame Lektüre. mehr lesen / lire plus

Frauen in der Gruppe 47: Die Vergessenen

Den Namen Ingeborg Bachmann kennt man, vielleicht auch noch Ilse Aichinger – aber was ist mit all den anderen Frauen, die bei den Treffen der „Gruppe 47“ Texte vortrugen? Sie sind diejenigen, die in Vergessenheit geraten sind. Nicole Seifert legt nun ein Buch vor, das ihre Schicksale auf mitreißende Weise beleuchtet.

Radikale Kritik, scharfzüngige Satire: Die Schriftstellerin Gisela Elsner mischte nicht nur die Gruppe 47 auf. (Foto: Süddeutsche Zeitung Photo/Alamy Stock Photo)

Verunglimpft und klein gemacht, auf ihr Aussehen reduziert, missverstanden und schließlich aus der Literaturgeschichtsschreibung weitgehend getilgt – dieses Schicksal ereilte im Laufe der Zeit nicht wenige schreibende Frauen. In ihrem spannenden und überaus gut recherchierten Buch „Einige Herren sagten etwas dazu“ unterzieht Nicole Seifert nun die Geschichte der „Gruppe 47“ einer gründlichen Revision. mehr lesen / lire plus