Im Kino: Der goldene Handschuh

Fatih Akins „Der goldene Handschuh“ inszeniert ein stumpfes Gemetzel und vermeidet dessen Erklärung. Außer sein Publikum zu verstören, gelingt dem Film nicht viel.

Fatih Akins Adaptation von Heinz Strunk’s Roman exponiert nur oberflächliche Gewalt. (Fotos: © Warner Bros)

Mit „Der goldene Handschuh“ hat Fatih Akin vornehmlich Heinz Strunks gleichnamigen Roman über den Hamburger Frauenmörder Fritz Honka verfilmt. Seine Inspiration scheint Akin allerdings ebenso sehr im als „torture porn“ verschrienen US-Horrorkino der 2000er gefunden zu haben. „Der goldene Handschuh“ mutet seinen Zuschauer*innen über beinahe zwei Stunden fast alles zu, insbesondere die ausgedehnte Misshandlung und Verstümmelung von Frauenkörpern. Zu Beginn hat Honka seinen ersten Mord bereits begangen und macht sich, nachdem er einen ordentlichen Schluck Korn genommen hat, daran, die Leiche zu beseitigen. mehr lesen / lire plus