
(© Casino Luxembourg)
Kontraste bestimmen die Ausstellung „Hot Flashes“ der belgisch-luxemburgischen Künstlerin Aline Bouvy im Casino Luxemburg: Lebensetappen wie die Kindheit und das mittlere Alter – das Thema der Menopause klingt schon im Titel an – stehen sich hier gegenüber, Hoch- und Popkultur treten in ein Spannungsverhältnis. Außerdem werden Alltagsgegenstände wie Flaschenkorken oder Zahnstocher vergrößert, während Hausfassaden und Inneneinrichtungen auf Puppenstubengröße geschrumpft werden. Durch ihr cleanes, aufs Essenzielle reduzierte Design, das sich oft (aber nicht immer) in ihrer schlichten Farbgebung spiegelt, entfalten die Installationen eine äußerst subtile Wirkung, die jedoch in ein lange nachhallendes Unbehagen mündet: Erinnern die Zahnstocher nicht an Speere? Lässt der Einwegspiegel nicht auch an einen Verhörraum denken? Die ausgestellten Kunstwerke öffnen eher einen weiten Assoziationsraum, als dass sie sich auf eine eindeutige Interpretation festlegen lassen. Eben das macht die Auseinandersetzung mit ihnen so spannend.

