Green Finance: Zu spät und zu wenig

Ein neuer Bericht des EU-Rechnungs
hofes zeigt, dass in Sachen Green Finance noch viele Fortschritte vonnöten sind – und die EU sich schwertut, ihre eigenen Regeln ernstzunehmen.

Viele Finanzprodukte werden als „grün“ oder „nachhaltig“ gelabelt, sind es jedoch nicht. Die EU-Taxonomie, die für einheitliche Regeln sorgen soll, ist immer noch nicht fertig. (Foto: pxfuel.com)

Um die Klimakrise zu bekämpfen, sind massive Investitionen nötig: in erneuerbare Energien, öffentliche Transportmittel, den Umbau von Industriebetrieben und die Ökologisierung der Landwirtschaft. Ein Vehikel, um diese zu finanzieren, kann die sogenannte Green Finance sein: Fonds oder Obligationen, die in nachhaltige Geschäftsfelder investieren. Doch nicht alles, was sich grün oder nachhaltig nennt, ist es auch. mehr lesen / lire plus

Regierungsprojekt für Ernährungsrat vorgestellt

Foto: MAVDR

Am Mittwoch stellten Landwirtschaftsminister Romain Schneider und Verbraucherschutzministerin Paulette Lenert (beide LSAP) ihre Pläne für die Gestaltung der Lebensmittelpolitik Luxemburgs vor. Zwei Gremien sollen geschaffen werden: Eine interministerielle Kommission und ein Ernährungsrat. Beide sollen der Regierung bei der Erstellung einer Lebensmittelstrategie behilflich sein. Im Sommer hatte das Centre for Ecological Learning Luxembourg (CELL) scharfe Kritik am Ernährungsrat-Konzept der Regierung geäußert. Die NGO war ursprünglich an der Ausarbeitung der Idee beteiligt gewesen, bemängelte jedoch die hierarchische Struktur des geplanten Gremiums, das nicht zum Konzept von Ernährungsräten, wie sie bereits in anderen Ländern bestehen, passt. Der Rat soll die Möglichkeit haben, Berichte zu verfassen und Studien in Auftrag zu geben, wie die Minister*innen betonten. mehr lesen / lire plus

Im Stream: Please Like Me

Die australische Dramedy-Serie „Please Like Me“ zeigt, wie der schwule Josh sich langsam im Erwachsenenleben zurechtfindet. Auch beinahe eine Dekade nach der ersten Episode ist die Serie mehr als sehenswert.

Josh (links) versucht sich als Kaffeeverkäufer. Sein erster Job ist, wie seine Beziehung mit Arnold (rechts), ein wichtiger Schritt ins Erwachsenenleben. (Foto: ABC/Pivot)

In Josh Thomas’ (gespielt von ihm selbst) Leben geht es drunter und drüber. Seine Ex-Freundin hat eben mit ihm Schluss gemacht, er hat realisiert, dass er schwul ist, seine Mutter hat einen Suizidversuch begangen und sein Vater stellt seine neue Freundin vor – alles am gleichen Tag. Josh muss sich fortan um seine Mutter kümmern, erkundet seine Sexualität und versucht dabei, seinen komplizierten Freund*innenkreis zu navigieren. mehr lesen / lire plus

Schulfrei für‘s Klima

Schüler*innen, die sich am kommenden Freitag am Klimastreik beteiligen, können dafür unter bestimmten Umständen schulfrei bekommen. Nicht jede*r freut sich darüber.

Am Freitag, dem 24. September ist wieder Klimastreik. Mit einem Formular können die Schüler*innen eine unentschuldigte Fehlstunde vermeiden.

Am Freitag, dem 24. September, ist es wieder soweit: Youth for Climate geht für mehr Klimaschutz auf die Straße. Nachdem es bei vergangenen Demonstrationen immer wieder Diskussionen um unentschuldigte Fehlstunden gab, ist die Regelung dieses Mal klar. In einer Verhandlung mit dem Bildungsministerium haben die Klimaaktivist*innen erstreiten können, dass alle Schüler*innen ohne disziplinarische Konsequenzen am Klimastreik teilnehmen dürfen.

Dafür müssen sie allerdings ein Formular (Hier zum Download als .docx) mehr lesen / lire plus

Serie: Rollenspiele (3/3): Das würfelnde Klassenzimmer

Ob Mathematik, Sprachen oder Persönlichkeitsentwicklung – Rollenspiele können zum Lernen eingesetzt werden. Wie das geht, erklärt die woxx im dritten und letzten Teil ihrer Serie.

Rollenspiele können dazu genutzt werden, um mathematische Konzepte zu erklären. Die merkwürdigen Würfel helfen dabei. (Foto: pxfuel.com)

„Nachdem ich es viele Jahre lang verheimlicht habe, muss ich ein Geständnis ablegen. In der Mittel- und Oberstufe haben meine Freunde und ich fast jedes Wochenende Stunden damit verbracht, mit Hilfe von Zahlen, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Optimierung Modelle zu bauen, mit denen wir fast alles simulieren konnten.“ Mit diesen Worten leitet Kris H. Green, ein US-amerikanischer Mathematikprofessor, ein Paper zu Mathematik und Rollenspielen ein. mehr lesen / lire plus

Teststrategie: Large Scale Ungewissheit

Es gibt keine verdachtsunabhängigen kostenlosen PCR-Tests mehr in Luxemburg. Das ist ein Fehler, der nicht nur Ungeimpfte betrifft.

Photo Credit: Dean Calma/IAEA

„Know your status!“, also „Kenne deinen Status!“ ist einer der wichtigsten Slogans, wenn es um die Prävention von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen geht. Die Botschaft ist einfach und einleuchtend: Nur wenn ich selbst weiß, ob ich eine Infektion habe, kann ich mich und andere vor gesundheitlichen Schäden schützen. Deswegen gibt es Angebote für beispielsweise kostenlose HIV-Tests. Für Covid-19 gilt dieses Prinzip in Luxemburg nun nicht mehr. Seit vergangenem Mittwoch ist das Large Scale Testing (LST) Geschichte. Damit ist es nicht mehr möglich, ohne Symptome einen kostenlosen PCR-Test zu machen. mehr lesen / lire plus

Im Stream: Q-Force

Die neue Netflix-Animationsserie um ein Team aus queeren Agent*innen bietet zwar kurzweilige Unterhaltung, enttäuscht jedoch in vielen Bereichen.

Steve Maryweather (links) und sein queeres Agent*innenteam Q-Force bieten zwar einige Lacher, jedoch wenig Tiefgang. (Bild: Netflix)

Steve Maryweather (Sean Hayes) ist der beste Rekrut seines Jahrgangs in der Akademie der (fiktiven) American Intelligence Agency (AIA). Als er bei der Diplomüberreichungsfeier eine Rede halten darf, outet er sich als schwul. Prompt wird ein anderer Agent zum Jahrgangsbesten ernannt. Maryweather, nun als „Agent Mary“ verspottet, bekommt einen Posten in West Hollywood. Der Stadtteil von Los Angeles ist zwar außerordentlich queer-freundlich, bietet aber wenig Einsatzmöglichkeiten für Geheimagent*innen. mehr lesen / lire plus

Europäisches Flutwarnsystem wenig nützlich

Die Warnungen des European Flood Awareness Systems (EFAS) haben wenig dazu beigetragen, das Hochwasser vom 14. Juli und seine Folgen richtig einzuschätzen. Das geht aus einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage von Myriam Cecchetti (Déi Lénk) an die Ministerinnen Carole Dieschbourg (Déi Gréng) und Taina Bofferding (LSAP) hervor. Das nach den schweren Hochwassern des Jahres 2002 von der Europäischen Kommission ins Leben gerufene EFAS soll die Mitgliedsstaaten frühzeitig vor Gefahren warnen. Für das kleine Luxemburg erweist sich die räumliche Vorhersage allerdings als zu ungenau. Eine einzige informelle Warnung für Luxemburg wurde am 14. Juli gegen Mittag ausgeschickt – allerdings war diese unter Vorbehalten gegeben worden und sagte nur leichte Überschwemmungen voraus. mehr lesen / lire plus

Serie: Rollenspiele (2/3): Per Rollstuhl ins Dungeon

Muskelbepackte Helden, weise Magier, krächzende Barden – wo bleiben in Rollenspielen Frauen, Queers und andere marginalisierte Menschen? Im zweiten Teil unserer Serie geht es darum, wie Rollenspiele diverser werden.

Am Spieltisch sollen alle willkommen sein und sich wohlfühlen – doch wie divers sind die Rollenspielszene und ihre Inhalte? (Foto: CC-BY-SA Wikimedia / Diacritica)

Lange Zeit war es so, dass in vielen Rollenspiel-Abenteuern Frauen oder nicht-weiße Menschen kaum vorkamen. Das lag einerseits an der Hauptzielgruppe – junge, weiße hetero Männer – und andererseits daran, dass die Repräsentation marginalisierter Menschen entweder sehr stereotyp und oft negativ oder überhaupt nicht vorhanden war. Die Identifikationsangebote orientierten sich strikt an der Norm. mehr lesen / lire plus

Serie: Rollenspiele (1/3): Improvisationstheater mit Würfeln

Rollenspiele sind längst nicht mehr nur die obskure Freizeitbeschäftigung einiger Nerds. Seit einigen Jahren begeistern sie on- und offline ein Massenpublikum, das mehr Diversität fordert. Grund genug für die woxx, der Mischung aus Brettspiel und Improvisationstheater eine Artikelreihe zu widmen.

Bleistift, Papier, Würfel und etwas Fantasie – mehr braucht es nicht, um mit dem Rollenspielen zu beginnen. Die woxx geht dem Phänomen in den nächsten Wochen auf den Grund. (Foto: pxfuel.com)

Ein paar junge Männer sitzen zwischen Pizzaschachteln und Papierstapeln in einem Keller, hantieren mit Plastikfiguren und merkwürdigen Würfeln – das ist immer noch ein gängiges Bild, wenn man von Rollenspielen spricht. mehr lesen / lire plus

Petition für Bienen und Biotope

Noch bis Ende des Monats ist Zeit, die Europäische Bürger*inneninitiative „Save Bees and Farmers“ zu unterschreiben. Die Petition wurde von einem breiten Bündnis aus NGOs, basisdemokratischen Bewegungen, Imkerei-Verbänden, landwirtschaftlichen Initiativen und Wissenschaftler*innen ins Leben gerufen. Sie fordern Maßnahmen, mit denen die Biodiversität in der europäischen Kulturlandschaft gefördert wird – ohne, dass dabei die Landwirt*innen vergessen werden. So soll es zu einem schrittweisen Ausstieg aus synthetischen Pestiziden kommen: Der Einsatz soll bis 2030 um 80 Prozent verringert werden, bis 2035 soll in der EU komplett auf die Mittel verzichtet werden. Landwirt*innen sollen überdies dazu angeregt werden, Biotopflächen wiederzubeleben. Außerdem sollen mehr Subventionen an nachhaltige Kleinbetriebe fließen, um deren ökologischeres Wirtschaften zu fördern. mehr lesen / lire plus

Verkehrspolitik: Bitte alle langsamer!

Obwohl es mehr als genug Gründe für ein allgemeines Tempo 30 innerorts gäbe, wird Verkehrsberuhigung bloß als Sondermaßnahme gesehen.

Foto: pelsop/pixabay

Weniger Luftschadstoffe, weniger Lärm, weniger Unfälle und mehr Sicherheit für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen – die Vorteile von verkehrsberuhigten Straßen in Ortschaften überwiegen ganz klar. In Spanien ist Tempo 30 seit Mitte Mai auf den meisten Straßen die Regel, in Brüssel ebenfalls. In Luxemburg hingegen kann sich niemand zu dieser einfachen und dennoch wirksamen Maßnahme durchringen.

Das geht aus der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage von Cécile Hemmen und Francine Closener (LSAP) hervor. Der Mobilitätsminister François Bausch (Déi Gréng) wurde gefragt, wie viele Anfragen von Gemeinden es gab, Staatsstraßen zu 30er-Zonen zu machen. mehr lesen / lire plus

OpenStreetMap: Gute Karten für alle

Das Projekt OpenStreetMap ist wohl die detailreichste und aktuellste Karte der Welt. Zusammengestellt wird sie von Freiwilligen – denen manchmal sture Verwaltungen im Weg stehen.

Vor allem Waldwege können schlecht auf Satellitenbildern erkannt werden. Freiwillige benutzen GPS-Geräte, um die aufzuzeichnen und später bei OpenStreetMap einzutragen. (Foto: CC-BY Thomas Hasse)

„Ah, da ist eine Bäckerei und ein Malereibedarfsladen eingetragen, den gibt es nicht mehr. Kann ich das löschen?“
„Ja, du musst einfach nur auf ‚Edit‘ klicken, die Symbole auswählen, und dann kannst du sie löschen“, erklärt Guillaume Rischard, Mitglied des Verwaltungsrates der OpenStreetMap (OSM) Foundation dem Autor dieser Zeilen.
 Ein wenig fummeln muss der woxx-Journalist schon noch, bevor die beiden Symbole, die für ein nicht mehr existierendes Geschäft in seinem Wohnort standen, von der Karte verschwunden sind. mehr lesen / lire plus

OpenStreetMap: Kartograf*in werden leicht gemacht

Wer unseren Artikel über OpenStreetMap (OSM) gelesen hat und Lust bekommen hat, selbst zu den Karten beizutragen, hat vielfältige Möglichkeiten dazu. Die woxx hat ein paar Tipps für Einsteiger*innen zusammengetragen.

Mit der App StreetComplete ist es spielend leicht, sich an der OSM zu beteiligen.

Der „Edit“-Button auf openstreetmap.org ist laut Guillaume Rischard, Vorstandsmitglied der OSM-Stiftung, das beste Rektutierungstool für neue OSM-Editor*innen. Allerdings kann das Bearbeitungstool auf den ersten Blick etwas konfus und überfordernd wirken.

Einen leichteren und spielerischen Zugang bietet die App StreetComplete. Sie wurde speziell dafür entwickelt, Neulingen ohne Erfahrung mit OSM einen ersten Einblick zu geben. Die App stellt Fragen und baut die Antworten als Daten in OSM ein. mehr lesen / lire plus

Mit den Wespen leben

Am Grillabend sind sie wohl die nervigsten Gäste: Wespen. Die Umweltschutzorganisation Natur & Ëmwelt ruft zum „harmonischen Zusammenleben“ mit den Insekten auf.

Nur keine Panik – das ist der wichtigste Ratschlag, wenn Wespen auf Besuch kommen. (Illustration: Natur & Ëmwelt)

Am Ende des Sommers tauchen sie an Grillabenden und Mittagstischen im Freien auf: Wespen. Die schwarz-gelb gestreiften Insekten sind nicht sonderlich beliebt und gelten als „aggressiver“ als beispielsweise Honigbienen. Da Wespen jedoch eine wichtige Funktion im Ökosystem einnehmen, einerseits als Bestäuber und andererseits als Vernichter von „Schädlingen“, ist es nicht anzuraten, sie zu töten. Die Umwelt-NGO Natur & Ëmwelt ruft deswegen dazu auf, es mit einem harmonischen Miteinander zu versuchen. mehr lesen / lire plus

Carbon Capture and Storage: Nicht in Luxemburg!

Die experimentelle und höchst umstrittene Technologie, mit der CO2 im Erdboden gespeichert werden soll, ist in Luxemburg verboten. Das soll auch künftig so bleiben.

Eine Carbon Capture and Storage-Anlage in Kanada. (Foto: Martin Ramsey)

„Carbon Capture and Storage“ (CCS) nennt sich die experimentelle Technologie, die oft als Wunderlösung im Kampf gegen die Klimakrise gepriesen wird. Dabei wird CO2, das bei industriellen Prozessen oder der Energieerzeugung entsteht, in unterirdischen Lagerstätten, oft alte Bergwerke oder Ölfelder, gespeichert. Die Technologie stammt aus der Erdölindustrie, wo das CO2 anfangs vor allem dazu genutzt wurde, das letzte bisschen Erdöl aus einem Lager herauszudrücken. mehr lesen / lire plus

Ernährungssouveränität: Transformation des Ernährungssystems

Das Projekt eines Ernährungsrates liegt auf Eis, weil sich die Regierung bisher nicht auf ein Modell einigen konnte. Im Interview mit der woxx erklärt Ernährungssoziologin Rachel Reckinger, wie ein solcher Rat idealerweise funktionieren sollte.

Wie können vielfältige, erschwingliche und gesunde lokale Lebensmittel regional erzeugt werden? Ein Ernährungsrat könnte eine Lösung finden. (Foto: Couleur/Pixnio)

woxx: Was ist Ernährungsdemokratie und welche Rolle spielt ein Ernährungsrat darin?


Rachel Reckinger: Das seit der Nachkriegszeit aufgebaute und derzeitig dominierende Agrobusiness-Modell hat zur Ernährungssicherheit für lediglich einen Teil der Bevölkerung der entwickelten Länder geführt – mit erheblichen negativen externen Effekten. Das globale Ernährungssystem trägt insgesamt 30 Prozent zu klimaschädlichen Emissionen bei, das Problem des Welthungers bleibt ungelöst, Fettleibigkeit und ernährungsbedingte Erkrankungen nehmen zu, die globalen Ressourcenungleichheiten vergrößern sich, Tierwohl in der Nahrungsmittelproduktion ist noch lange nicht überall gewährleistet. mehr lesen / lire plus

Keine Pläne für Nachtzüge aus Luxemburg

In Luxemburg schlafen gehen und an der Côte d’Azur wieder aufwachen? Was bis 2016 möglich war, wird wohl weiterhin ein Traum bleiben. Obwohl in ganz Europa ein Nachtzug-Revival passiert, sieht Transportminister François Bausch (Déi Gréng) „leider wenig Potenzial“ dafür in Luxemburg. So seine Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des Piratepartei-Abgeordneten Marc Goergen, der eigentlich wissen wollte, ob die Regierung das Potenzial für Nachtzüge verbessern könnte. Allerdings wolle die CFL proaktiv auf „die eine oder andere“ ausländische Eisenbahngesellschaft zugehen, um mögliche Nachtzugverbindungen auf ihre Umsetzbarkeit zu testen. Als Mittel, um Kurzstreckenflüge ab Luxemburg einzudämmen, seien Nachtzüge jedoch ungeeignet, da diese als Verbindungsflüge in die ganze Welt wichtig seien. mehr lesen / lire plus

Games-Empfehlung: _transfer

In dem Indie-Game _transfer schlüpfen die Spieler*innen in die Rolle eines Computerprogramms nach einem Atomkrieg. Die kurzen, aber intensiven Spielerlebnisse werfen viele philosophische Fragen auf.

Manche Programme suchen nach „der Ratte“ und meinen damit einen menschlichen Eindringling. Welche Rolle die Spieler*innen einnehmen, wird erst nach und nach klar. (Bild: Abyssal Uncreations)

Ein schwarzer Bildschirm, eine Kommandozeile wie in Zeiten vor grafischen Benutzer*innenoberflächen und die Aufforderung, „Start“ einzugeben. Tut man das, huschen eine Reihe Fehlermeldungen über den Bildschirm, nach deren Ende ist man dennoch mit einem Server verbunden. Ein Hilfsprogramm erklärt die möglichen Optionen: Mit einem anderen Programm reden, Erinnerungsdateien anschauen oder die Verbindung beenden. mehr lesen / lire plus

Agroforstwirtschaft in Luxemburg

Waldbau mit Landwirtschaft zu verknüpfen, kann viele Vorteile haben – für die Lebensmittelproduktion und die Umwelt. In Luxemburg steckt diese Bewirtschaftungsform jedoch noch in den Kinderschuhen.

Streuobstwiesen sind eine tradtionelle Art der Agroforstwirtschaft in Luxemburg. (Foto: CC-BY-SA Jwh)

Landwirtschaft unter Bäumen betreiben, das klingt erst einmal kontraproduktiv, immerhin benötigen viele Pflanzen Sonnenlicht, um wachsen zu können. Allerdings versucht die Agroforstwirtschaft, beides miteinander zu kombinieren: Forstwirtschaft, und Ackerbau oder Viehzucht. Die Bäume stehen dabei jedoch meist nicht so dicht, wie wir es von „normalen“ Wäldern gewohnt sind. Dafür wachsen unter ihnen Weiden, Getreide oder gar Gemüse.

Dadurch lassen sich vor allem Dürreperioden besser überstehen und auch die Versorgung mit Nährstoffen ist durch den Waldboden besser gewährleistet als auf einem herkömmlichen Feld. mehr lesen / lire plus