Glyphosatverbot: Freude bei Naturschutzorganisationen

Der Einsatz von Glyphosat wird in Luxemburg ab 2021 Geschichte sein. Naturschutzorganisationen feiern diese Entscheidung und fordern weitere Schritte.

Die Aktivist*innen von Move demonstrierten in Berlin für eine europaweite Agrarwende. (Foto: Move)

Ab dem 1. Februar erlischt die Zulassung für Glyphosat in Luxemburg. Danach dürfen nur noch bis zum 30. Juni Lagerbestände verkauft werden, die Benutzung des Herbizids ist bis zum 31. Dezember erlaubt. Bei den Naturschutzorganisationen Mouvement écologique und Natur&Ëmwelt ist die Freude groß. Der Méco schrieb in einer Presseaussendung, man begrüße die Entscheidung ausdrücklich und appelliere an alle Akteur*innen, bereits jetzt auf den Verkauf und die Verwendung zu verzichten. mehr lesen / lire plus

Ab Ende 2020 verbietet Luxemburg Glyphosat komplett

Im Koalitionsabkommen war das Verbot des umstrittenen Herbizids bereits angekündigt worden. Ab Februar startet die erste Etappe.

Nach dem 31. Dezember 2020 wird in Luxemburg kein Glyphosat mehr ausgebracht werden dürfen. Das stand eigentlich schon mit dem Koalitionsabkommen fest, wurde am heutigen Donnerstag, den 16. Januar, aber noch einmal bekräftigt. Landwirtschaftsminister Romain Schneider (LSAP) gab den genauen Fahrplan wie das Verbot umgesetzt wird, bekannt.

Ab dem 1. Februar – also bereits in etwas mehr als zwei Wochen – wird die Zulassung für das Inverkehrbringen von gylphosathaltigen Herbiziden aufgehoben. Händler*innen dürfen demnach keine neuen Vorräte mehr einkaufen. Ihre Lagerbestände dürfen sie jedoch bis zum 30. mehr lesen / lire plus

Europäische Umweltpolitik: Schlechte Aussichten

Ein neuer Bericht zeigt, dass es um die Umwelt in Europa schlecht bestellt ist. Auch Luxemburg erhält schlechte Noten.

62 Prozent der europäischen Ökosystemflächen leiden unter zu hohem Stickstoffeintrag. 
Das kann dazu führen, dass Gewässer wie dieser See in Schleswig-Holstein durch Eutrophierung „kippen“. (Foto: CC-BY-SA Wikimedia Commons/Smaack)

Mindestens eine Billion Euro will die Europäische Kommission in ihren europäischen Grünen Deal stecken, um den ökologischen Wandel zu finanzieren. Das wurde am vergangenen Dienstag von der neuen Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verkündet. Ziel ist es hauptsächlich, bis 2050 klimaneutral zu werden. Doch die EU hat sich bis 2050 neben der Bekämpfung der Klimakrise auch noch andere Umweltziele gegeben. mehr lesen / lire plus

Die bedrohte Vielfalt der Insekten

Eine neue Veröffentlichung zeigt, wo und weshalb Insekten besonders bedroht sind und welche Auswirkungen das auf die Menschheit hat.

Insekten sind vielen Menschen nicht sonderlich sympathisch. Mit Bienen und Schmetterlingen gibt es zwar einige beliebte Ausnahmen, aber grundsätzlich sind Fliegen, Käfer, usw. eher als Ungeziefer verschrien. Wie wichtig – und wie bedroht – viele Insektenarten jedoch sind, zeigt der kürzlich vorgestellte Insektenatlas 2020.

Der von der Heinrich-Böll-Stiftung gemeinsam mit Le Monde diplomatique und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland herausgegebene Atlas, erläutert auf 52 Seiten mithilfe von Karten, Infografiken und leicht verständlichen Texten verschiedene Aspekte der artenreichsten Tiergruppe.

So ist zu erfahren, dass das Insektensterben lediglich in Europa und den USA gut dokumentiert ist. mehr lesen / lire plus

Rechnungshof befasst die Staatsanwaltschaft mit den Finanzen der Piratepartei

Es wird ungemütlich für die Piratepartei: Der Rechnungshof hat Unregelmäßigkeiten in den Finanzen der Partei festgestellt. Genauer geht es um Anzeigen im Wahlkampf 2018.

Am Montag, dem 13. Januar erschien der Bericht des Rechnungshofes zu den Parteifinanzen im Jahr 2018. Was sonst eher eine langweilige und trockene Angelegenheit ist, beinhaltet dieses Mal einigen Sprengstoff. Der Rechnungshof wird nämlich die Staatsanwaltschaft mit den Finanzen der Piratepartei befassen. Da die Parteien vom Staat finanziert werden, unterliegen sie strengen Regeln. Bei den „Pirate“ wurden jedoch eine ganze Reihe Unregelmäßigkeiten festgestellt.

Schon wie die Jahre davor waren die von der Partei eingesendeten Dokumente unzureichend, bemängelt der Rechnungshof gleich am Anfang. mehr lesen / lire plus

Neue Regierung in Österreich: Fauler Kompromiss

Die österreichischen Grünen haben große Teile ihrer Werte aufgegeben, um das Klima zu retten. Wird das ein Muster für weitere grüne Regierungsbeteiligungen?

Die neue Regierung in Österreich mag für eine saubere Umwelt sorgen, aber wird sie auch eine saubere Politik hinbekommen, so wie Kogler es im Wahlkampf 2013 versprochen hatte? (Foto: CC-BY-SA Manfred Werner/Wikimedia)

„Österreich ist ein wunderbares Land. Geprägt von Natur und Landschaft in Vielfalt und Schönheit.“ Was klingt wie ein Text aus der Tourismuswerbung für Urlaub irgendwo zwischen Bodensee und Wien, sind in Wahrheit die ersten Sätze des Koalitionsvertrages zwischen der konservativen Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und den Grünen. Das Zustandekommen dieser Koalition ist ein ungewöhnlicher Vorgang und ihr Zusammenhalten wird für beide Parteien ein ständiger Kraftakt werden. mehr lesen / lire plus

Wer war 2019 „Invité vun der Redaktioun“ bei RTL Radio?

Nachdem die woxx vor Jahresende die Gäst*innen bei Radio 100,7 untersucht hat, haben wir nun das Gleiche bei RTL gemacht. Beim Privatsender waren noch weniger Frauen eingeladen als beim öffentlich-rechtlichen.

Foto: OGBL

RTL-Radio ist jener Radiosender in Luxemburg, der am meisten gehört wird. Jeden Arbeitstag lädt die Redaktion kurz nach acht eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens ins Studio, um kurz zu aktuellen Themen Stellung zu nehmen. In den allermeisten Fällen ist als „Invité vun der Redaktioun“ nur eine Person eingeladen, lediglich nach den EU-Wahlen und zum Jahresende wurde die Sendung 2019 zu einer Diskussionsrunde und bekam mehr Sendezeit.

Die woxx hat sich angeschaut, wer alles eingeladen war und hat ausgewertet, aus welchen Bereichen die Gäst*innen stammten und wie viele Männer und Frauen eingeladen waren. mehr lesen / lire plus

Drogenpolitik: Mehr als nur Cannabis

Über die bevorstehende Liberalisierung von Cannabis wird viel geredet, über andere Drogen hingegen gar nicht. Dabei gäbe es gute Gründe, das zu ändern.

Psilocybinhaltige Pilze wie diese Exemplare des Psilocybe tampanensis sind in den meisten Ländern illegal. Dabei gehören sie zu den ungefährlicheren Drogen. (Foto: CC-BY-SA Workman/Wikimedia Commons)

Neben Cannabis gibt es viele andere sogenannte „leichte“ oder „sanfte“ Drogen, die weder gesundheitlich noch gesellschaftlich große Gefahren bergen. Luxemburg könnte hier – wie auch bei Cannabis und dem kostenlosen öffentlichen Transport – eine Vorreiterrolle für einen großen Teil der Welt spielen. Gerade im Bereich der psychedelischen Drogen wie LSD und Psilocybin (der Wirkstoff in sogenannten „Magic Mushrooms“) könnte auch die medizinische Forschung profitieren. mehr lesen / lire plus

Wer war 2019 „Invité vum Dag“ bei 100,7?

Die woxx-Auswertung der Gäst*innen der Sendung „Invité vum Dag“ zeigt, dass in puncto Geschlechtergerechtigkeit bei Radio 100,7 noch einiges zu tun ist.

Die Entwicklung und Zukunft des öffentlich-rechtlichen Radiosenders wurde in den letzten Monaten immer wieder diskutiert. 2020 steht darüber auch eine Debatte im Parlament an. Dabei wird natürlich vor allem die Finanzierung und Unabhängigkeit im Vordergrund stehen. Auch das Vorhaben, einen öffentlich-rechtlichen Fernsehsender zu schaffen, steht im Raum. Ein Aspekt, der jedoch auch beachtet werden sollte, ist die Einladungspolitik für politische Interviews.

An jedem Arbeitstag interviewt der öffentlich-rechtliche Sender kurz nach halb acht in der Sendung „Invité vum Dag“ eine oder mehrere Personen, meist zum tagespolitischen Geschehen oder der Aktualität allgemein. mehr lesen / lire plus

Die erste App für sichereren Drogenkonsum

Ob zu Silvester oder in der Festivalsaison – psychoaktive Substanzen gehören für viele zum Feiern dazu. Ohne vorherigen Test der Drogen ist man dabei jedoch oft einem hohen Risiko ausgesetzt. Eine neue App soll Abhilfe schaffen.

Informationsmaterial, Sticker und Quietscheentchen: Ein typischer Stand von Pipapo. Wenn auf der nächsten Party keiner zu finden ist, hilft die TripApp.

TripApp nennt sich die App, die vielfältige Dienste anbietet, um einen sichereren Drogenkonsum zu ermöglichen. Entwickelt wurde sie von einem Zusammenschluss mehrerer europäischer Organisationen, die sich zum Ziel gesetzt haben, auf Aufklärung statt Prohibition zu setzen. In Luxemburg ist das der Verein 4Motion, zu dem auch das Projekt Pipapo gehört, mit dem die woxx bereits ausgiebig über Drogenkonsum und Cannabislegalisierung geredet hat. mehr lesen / lire plus

Best of 2010er: „Dream Daddy“ von Game Grumps

Das Jahresende gibt Anlass, sich an die besten queer-zentrischen Videospiele der 2010er zurückzuerinnern. Diesmal geht es um sexy alleinerziehende Väter.

Ein alleinerziehender Vater zieht mit seiner Tochter in eine eher langweilig anmutende Vorstadt. Schnell wird klar, dass die Sackgasse, in der ihr neues Zuhause steht, von sehr ähnlichen Familien bewohnt wird: Gutaussehende, alleinerziehende Väter. Diese Gemeinsamkeiten machen das Einleben einfacher. Der Protagonist trifft sich mit den anderen Vätern – und es stellt sich heraus, dass der eine oder andere nicht nur auf eine kumpelhafte Freundschaft aus ist …

Das Genre der Dating-Simulatoren, auch „Visual Novel“ genannt, ist außerhalb Japans relativ unbekannt. mehr lesen / lire plus

Treibstoffsteuer: Spritverkauf wächst weniger stark

Die Regierung kündigte am Montag eine weitere Erhöhung der Spritpreise an. Die Ergebnisse der bisherigen Maßnahmen sind eher durchwachsen.

Foto: CC-BY-SA jwh Wikimedia

„Wir sind uns bewusst, dass diese Maßnahme nicht besonders gut ankommt.“ Mit dieser Aussage fasst Energieminister Claude Turmes (Déi Gréng) die Reaktionen auf die Ankündigung, den Spritpreis auch 2020 erneut zu erhöhen, ziemlich gut zusammen. Während sich die Tankstellenbesitzer*innen Sorgen um ihr Geschäft machen, bedauert der OGBL fehlende soziale Ausgleichsmaßnahmen.

Die Regierung gab sich am Montag geschlossen. Neben Finanzminister Pierre Gramegna (DP) saßen Claude Turmes und Arbeitsminister Dan Kersch (LSAP), der seinen Parteikollegen Étienne Schneider vertrat. Turmes betonte, die Regierung habe sich nicht auseinanderdividieren lassen und einen Kompromiss ausgehandelt. mehr lesen / lire plus

Méco fordert Überarbeitung des Klimaplans

Der Mouvement écologique ist äußerst enttäuscht vom Klimagesetz und der bisher veröffentlichten Zusammenfassung des nationalen Klima- und Energieplans. Zwar werden die ambitionierten Reduktionsziele und die Berücksichtigung sozialer Aspekte gelobt, in den Augen der NGO ist der Entwurf des Klimagesetzes jedoch „absolut unzulänglich“ und kommt einer „systematischen Demontage einer reellen Klimaschutzpolitik“ gleich. Schelte vergibt der Méco vor allem, weil es keine verbindlichen sektoriellen Reduktionsziele gibt und keine Konsequenzen für deren Nichteinhalten vorgesehen sind. Die Umwelt-NGO bemängelt außerdem, dass die Begleitgremien, die das Klimagesetz schafft, keine reellen Befugnisse haben. Das verhindere eine echte Einbindung der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft in die Klimapolitik der Regierung. mehr lesen / lire plus

Schmutzige Wäsche bei der Piratepartei: Der Arbeitsvertrag (1/2)

Bei der Piratepartei ist die Stimmung nicht besinnlich-weihnachtlich. Das legen zumindest geleakte Screenshots nahe.

Es gibt kein gutes Bild einer Partei ab, wenn seit Monaten interne Streitereien nach Außen dringen. Ein Ex-Mitarbeiter der Piratepartei veröffentlichte unter dem Namen „Pirategate“ Screenshots von internen E-Mails und Chats, die offenlegen, dass es mehr als einen Konflikt zwischen Mitarbeitern und Mitgliedern der Parteileitung gab. Die meisten dieser Screenshots stammen aus dem Zeitraum zwischen April und Mai 2019, also während des Europawahlkampfs. Nicht auf allen Screenshots ist ein Datum zu sehen, außerdem fehlt oft der größere Kontext.

„Generell kommentieren wir so einen Blödsinn nicht“, meint der Koordinator der Partei, Marc Goergen, im Telefongespräch mit der woxx. mehr lesen / lire plus

Schmutzige Wäsche bei der Piratepartei: Die Kündigung (2/2)

Geleakte Screenshots aus interner Kommunikation der Piratepartei zeugen von zahlreichen internen Konflikten.

Foto: ChD

Mitte April 2019 klagte der Mitarbeiter, der nun Screenshots von Chats und Emails veröffentlicht hat (siehe erster Teil), den Parteikoordinator und Abgeordneten Marc Goergen sowie den Spitzenkandidaten für die Europawahl, Daniel Frères, vor dem parteiinternen Schiedsgericht an. Die Vorwürfe bezogen sich beide Male auf parteischädigendes Verhalten. Die Konflikte betreffen die Jugendorganisation Jonk Piraten, deren Vertreter von den Sitzungen der Parteileitung ausgeschlossen wurden.

Außerdem beklagen sich auf mehreren Screenshots Parteimitglieder (darunter auch Sven Clement), dass neue Lokalsektionen gegründet würden, von denen sie erst via Facebook erführen. mehr lesen / lire plus

Weihnachten ohne Tierleid

Am Dienstag, dem 17. Dezember, lädt die Vegan Society Luxembourg zu einer veganen Weihnachtsfeier ein. Der Eintritt ist frei.

Weihnachten ist für viele, die sich nicht omnivor ernähren, mit unangenehmen Erlebnissen verbunden. Entweder man wird von zahllosen Familienmitgliedern mit den ewig gleichen „witzigen“ Fragen oder Aussagen gepiesackt oder aber man muss dem Restaurantpersonal zum gefühlt 100. Mal erklären, dass weder Geflügel noch Fisch pflanzliche Lebensmittel sind.

Obwohl es mittlerweile eine ganze Reihe an veganen Kochbüchern gibt, die das Familienessen um so einige spannende Mahlzeiten erweitern können, müssen sich Veganer*innen an Weihnachten und sonstigen Festen oft mit einem „reichhaltigen“ Beilagenteller (Kartoffeln, Reis, trockenem Salat) zufriedengeben. mehr lesen / lire plus

Wahlumfrage: Politisches Kaffeesatzlesen

Die neusten Umfrageergebnisse sind wenig aussagekräftig, enthalten aber eine wichtige Aussage über die luxemburgische Demokratie.

Foto: Tom Fisk/Pexels

Öffentliche Wahlumfragen sind in erster Linie gute Instrumente für Medien, um Schlagzeilen zu generieren. Der Termin, zu dem Luxemburger Wort und RTL die neuste Version des „Politmonitors“ veröffentlicht haben, ist vermutlich auch kein Zufall: Nicht nur ist die Regierung ungefähr ein Jahr im Amt, auch ist die Weihnachtszeit traditionell politisch eher ruhig. Immerhin wurde dieses Mal eine richtige Sonntagsfrage gestellt, statt wie so oft nur Sympathie- und Kompetenzwerte abzufragen. Auch das Panaschieren wurde diesmal berücksichtigt, was die Ergebnisse zuverlässiger machen soll.

Ein Blick auf die Daten, die bei der Regulierungsbehörde Alia hinterlegt wurden, verrät jedoch, dass die Ergebnisse der Umfrage mit Vorsicht zu genießen sind: Zwar wurden insgesamt genug Menschen gefragt, um repräsentativ zu sein, in den einzelnen Wahlbezirken jedoch nicht. mehr lesen / lire plus

ADR und Piratepartei trennen sich

Die „Groupe technique“, mit der sich Piratepartei und ADR nach den Parlamentswahlen 2018 zu mehr Geld und Gehör in der Chamber verhalfen, ist bald Geschichte. Ab dem 1. Januar 2020 werden beide Parteien wieder getrennte Wege gehen. Grund sind offiziell nicht die rassistischen Aussagen der Ex-Vizeparteipräsidentin Sylvie Mischel, die innerhalb der ADR zu einem Zwist geführt haben. Nein, es ging lediglich darum, mehr Geld zu erhalten. Da nun eine Erhöhung der Parteienfinanzierung ins Haus steht, sei die „Groupe technique“ nicht mehr nötig, heißt es im offiziellen Schreiben beider Parteien. Innerparteilich hatte das Bündnis bei den Piraten für viel Kritik gesorgt, was mit dem Argument, man erhielte mehr Geld und Zugang zur Präsident*innenkonferenz und der Geheimdienst-Kontrollkommission, abgewiegelt wurde. mehr lesen / lire plus

Luxemburg verbessert sich im Klimaschutz-Index 2020

Pünktlich zur COP25 veröffentlichen drei NGOs ein Update ihres Klimaschutz-Index. Luxemburg liegt zwar auf Platz 13, verfehlt aber – wie alle Länder – das wichtigste Ziel.

Die drei ersten Plätze im Ranking bleiben leer. Das ist einmal mehr das Fazit des Klimaschutz-Index, den die NGOs Germanwatch und Climate Action Network seit 2016 erstellen. Die NGOs, zu denen sich seit 2018 auch das NewClimate Institute gesellt hat, begründen dies damit, dass es bisher kein Land der Welt schafft, seine Klimapolitik so zu gestalten, dass das Ziel von „weit unter 2 Grad Celsius“ eingehalten würde. Somit hat es auch für die derzeit stattfindende Weltklimakonferenz COP25 kein Land in die Kategorie „sehr gut“ geschafft. mehr lesen / lire plus

Symptombekämpfung beim Aktionsplan der Regierung für Bestäuberinsekten

Noch keine konkreten Maßnahmen, aber ein Bekenntnis: Umweltministerin Carole Dieschbourg kündigte am 4. Dezember einen Aktionsplan für Bestäuberinsekten an.

Die luxemburgische Regierung will das Artensterben bei den Bestäuberinsekten verhindern. Spätestens seit Ende 2017 eine deutsche Studie einen Rückgang von 75 Prozent in knapp drei Jahrzehnten belegt hatte, ist das Thema Insektensterben in der medialen Wahrnehmung angekommen. Der Bericht des UN-Weltbiodiversitätsrats, der im Mai diesen Jahres erschien, verdeutlichte noch einmal die Dramatik der Lage: Eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht. Unter ihnen auch viele Bestäuberinsekten.

Dazu zählen nicht nur die bekannte Honigbiene, sondern viele andere Arten aus den Klassen der Hautflügler, der Zweiflügler, der Schmetterlinge und der Käfer. mehr lesen / lire plus