Streaming, Kapazitäten und Umwelt: Nach dem Klopapier das Internet

Könnten Internetkapazitäten, ähnlich wie das Klopapier im Supermarktregal, knapp werden? Während die Politik warnt und Netzbetreiber entwarnen, drosselt Netflix den Datenverkehr.

In Luxemburg werden derzeit an Nachmittagen doppelt so viele Serien und Filme gestreamt wie vor der Krise. Angst um die Netzkapazität muss man deswegen nicht haben – und um das Klima? (Foto: pxhere.com)

„Wegen des Coronavirus wird allen Entwickler*innen empfohlen, statt TCP das UDP-Protokoll zu verwenden, um unnötiges Händeschütteln zu vermeiden.“ Um diesen Witz zu verstehen, muss man sich mit den Protokollen auskennen, die dem Internet zugrunde liegen, denn bei TCP verbinden sich zwei Computer zuerst mittels eines „Handshake“, also einem Händeschütteln, bevor sie Daten austauschen – bei UDP ist das nicht nötig. mehr lesen / lire plus

EU stoppt Geisterflüge

Das EU-Parlament bestätigte am gestrigen Donnerstag, dem 26. März in einer Sondersitzung einstimmig einen Antrag, um sogenannte Geisterflüge zu stoppen. Angesichts der Reiseverbote, mit denen die Verbreitung von Covid-19 gestoppt werden soll, kam der Passagierverkehr in Europa zum Erliegen. Trotzdem flogen viele leere Flugzeuge, was den europäischen Regeln für Start- und Landeslots geschuldet war. Die Fluggesellschaften sind gezwungen, die ihnen zugeteilten Start- und Landezeiten an europäischen Flughäfen zu nutzen. Werden solche Slots weniger als 80 Prozent der Zeit genutzt, verfallen sie im nächsten Jahr und können an andere Airlines vergeben werden. Das hatte zu den ökonomisch wie ökologisch vollkommen unsinnigen Geisterflügen geführt. mehr lesen / lire plus

Podcast-Empfehlungen: Noch mehr Zeit zum Hören

Wer in der Corona-Quarantäne nach neuen, spannenden Podcasts sucht, wird in der woxx fündig. Wir präsentieren einen weiteren Teil der Lieblingspodcasts der Redaktion.

Eine Anmerkung zum Anfang: Fast alle Podcasts, die wir hier vorstellen, lassen sich über gängige Podcasting-Apps wie Apple Podcasts, Podcast Addict oder Spotify hören. Zum Abonnieren reicht es, den Titel in die Suchfunktion einzugeben. Wer lieber im Browser hören will, kann die Shortlinks am Ende der Beschreibung benutzen.

Buffering the Vampire Slayer

Die Kultserie „Buffy the Vampire Slayer“, die in den 1990er-Jahren Millionen Teenager fesselte und Themen wie Moral, sexuelle Orientierungen, Einsamkeit und Tod in einer Manier aufgriff, die davor weitestgehend unbekannt war, hat auch 2020 noch eine aktive Fangemeinschaft. mehr lesen / lire plus

Diskussionskultur im Netz: Leider keine Avocados

Hass im Netz ist ein ständiges Problem. Medien, Parteien und große Organisationen tragen eine besondere Verantwortung dafür, Kommentare in sozialen Netzwerken zu moderieren. Die wird jedoch zu selten wahrgenommen.

Die einzige Sorte Hass, die man gerne im Netz sieht: „Hass“-Avocados, sind im Gegensatz zu Hate Speech, auch (fast) ohne Moderation zu genießen. (Foto: publicdomainpictures.net /Jean Beaufort)

Morddrohungen, rassistische Triaden, Verschwörungstheorien, unqualifizierte Kommentare – der Ton in den Kommentarspalten auf Medienseiten und in den sozialen Netzwerken ist oft von Hass geprägt. Luxemburg ist dabei alles andere als eine Ausnahme, wie einige Beispiele aus den letzten Wochen zeigen. Für eine konsequente und rigorose Moderation, die nötig wäre, fehlen vielerorts jedoch schlicht die Ressourcen. mehr lesen / lire plus

Podcast-Empfehlungen: Endlich Zeit zum Hören!

Podcasts sind schon länger im Trend. Wer in der Corona-Quarantäne nach neuem Hörstoff sucht, wird in der woxx fündig. Wir präsentieren die Lieblingspodcasts der Redaktion.

Eine Anmerkung zu Anfang: Fast alle Podcasts, die wir hier vorstellen, lassen sich über gängige Podcasting-Apps wie Apple Podcasts, Podcast Addict oder Spotify hören. Zum Abonnieren reicht es, den Titel in die Suchfunktion einzugeben. Wer lieber im Browser hören will, kann die Shortlinks am Ende der Beschreibung benutzen.

Das Coronavirus-Update mit Christian Drosten

Der Norddeutsche Rundfunk produziert seit Beginn der Corona-Krise in Europa täglich einen halbstündigen Podcast mit dem Virologen Christian Drosten, der fachlich genau, aber verständlich erklärt, wie sich das Virus verbreitet, wer besonders gefährdet ist und warum die teilweise drastischen Maßnahmen notwendig sind. mehr lesen / lire plus

Bio-Aktionsplan: Planlandwirtschaft

In fünf Jahren sollen sich die Bio-Flächen in der luxemburgischen Landwirtschaft vervierfachen. Dafür sollen vor allem höhere Subventionen sorgen.

Im Rahmen der Milchwoche besuchte Landwirtschaftsminister Schneider Kühe aus der „Landwirtschaft plus“. (Foto: MA)

„Die Ausweitung und Intensivierung der Landwirtschaft sind wichtige Treiber des Biodiversitäts- und Öko-
systemdienstleistungsverlustes und des Klimawandels.“ Mit diesem Satz beginnt ein wissenschaftlicher Artikel, der grundlegende Reformen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU fordert. Über 3.600 Wissenschaftler*innen haben sich den Forderungen angeschlossen. Subventionen, die bisher nach der Größe der landwirtschaftlichen Betriebe ausgezahlt werden, sollten künftig so vergeben werden, dass zielgerichtet der Erhalt von Biodiversität und Kulturlandschaften gefördert werden könnte. mehr lesen / lire plus

Luftqualität in der Großregion gesunken

Das sozioökonomische Forschungsinstitut Liser hat die Luftqualität in der Großregion mittels Satellitendaten untersucht und dabei festgestellt, dass die Konzentration von Stickstoffdioxid (NO2) gestiegen ist. Die Forscher*innen betonen, dass Bodenmessstationen, wie sie nach europäischem Recht vorgeschrieben sind, nicht ausreichten, um die grenzüberschreitende Verschmutzung zu erfassen. Ausgewertet wurden Daten des europäischen Sentinel-5P-Satelliten über der Großregion und darüber hinaus. Größere Städte wie Brüssel, Lüttich, Namur und Saarbrücken weisen hohe NO2-Konzentrationen auf, allerdings ist auch der Straßenverkehr zwischen Luxemburg und Metz aus dem Weltraum heraus als Verschmutzung zu erkennen. Daran, dass am Wochenende weniger Verschmutzung und zu Beginn und Ende der Schulferien Peaks zu beobachten sind, lässt sich herauslesen, dass die Verschmutzung aus dem Straßenverkehr stammt. mehr lesen / lire plus

LuxFilmFest: Atlantis

Mit „Atlantis“ zeigt Valentyn Vasyanovych einen beklemmenden Antikriegsfilm, der sich vor allem mit den ökologischen und sozialen Folgen des Krieges beschäftigt.

Im Jahr 2025 ist der Krieg zwischen Russland und der Ukraine vorbei. Die Ostukraine hat sich in eine postapokalyptische Wüste verwandelt: Flüsse sind versalzt, Luft und Wasser vergiftet, die Landschaft wird von braunen Schlammwüsten dominiert. Der ehemalige Soldat Sergiy (Andriy Rymaruk) versucht ein Jahr nach Ende des Krieges, sich mit seinem neuen Leben zurechtzufinden – trotz seiner posttraumatischen Belastungsstörung. Die Arbeit im Stahlwerk erfüllt ihn nicht, in seiner Freizeit übt er mit einem Kollegen weiterhin auf einem improvisierten Schießstand. mehr lesen / lire plus

Forum 404: Lokale Öffentlichkeiten

Im Internet steht der Fehlercode 404 für Webseiten, die nicht gefunden werden konnten. Angesichts der zunehmenden Zersiedlung des Landes, der Verödung der Ortskerne und der digitalen Debattenunkultur könnte man die Frage stellen, ob die Suche nach lokalen Öffentlichkeiten, denen das forum in seiner aktuellen Nummer nachgeht, nicht auch diesen Fehlercode ausspuckt. Das Dossier zeigt allerdings, dass Öffentlichkeiten in Dörfern oder Stadtteilen durchaus eine gewisse Macht haben können – ein Beispiel sind Bürger*inneninitiativen, die Druck auf die lokale Politik ausüben können. Der digitale Wandel ist dabei genauso Thema wie ehrenamtliche Integrations- und Jugendarbeit. Die wenig bekannten luxemburgischen Lokalsender und ihre Arbeit werden in einem wohlverdienten Porträt vorgestellt, außerdem antworten Lokalpolitiker*innen aller Parteien auf Fragen der forum-Redaktion. mehr lesen / lire plus

LuxFilmFest: Ema

Als das Familienleben einer jungen Tänzerin aus den Fugen gerät, flüchtet sie sich in Straßentanz, Sex und Brandstiftung. Den Plan, den sie damit verfolgt, versteckt Pablo Larraín in einer eklektischen Bildwelt.

Die talentierte Tänzerin Ema (Mariana di Girolamo) und ihr Mann Gastón (Gael García Bernal), der gleichzeitig auch der Choreograf ihrer Tanztruppe ist, stecken in einer Familienkrise. Ihr 12-jähriger Adoptivsohn Polo hat ein Haus angezündet und damit seiner Tante schwere Verbrennungen zugefügt. Daraufhin hat das Paar beschlossen, den Sohn wieder zur Adoption frei zu geben. Ema ist mit der Entscheidung jedoch nicht zufrieden und versucht, eine Sozialarbeiterin dazu zu überreden, ihr Polos neue Kontaktdaten zu geben. mehr lesen / lire plus

Erneuerbare Energien: Weiter Windkraft aus Wintger

In der Öslinger Gemeinde Wintger wurde diese Woche zum zweiten Mal der größte Windpark des Landes eröffnet. Über den schwierigen Spagat zwischen Natur- und Klimaschutz.

Claude Boever, Direktor der Betreiberfirma PW34, Energieminister Claude Turmes (Déi Gréng) und Bürgermeister Marcel Thommes (CSV) vor den neuen Windkraftanlagen in Wintger.(Foto: MEA)

Im Mai 2019 sorgte der leistungsstärkste Windpark Luxemburgs für Aufsehen: In der Gemeinde Wintger, genauer beim Windpark Weiler, wurde ein Rotmilan am Fuß einer Windkraftanlage tot aufgefunden. Die Art der Verletzungen war recht eindeutig. Das Umweltministerium ließ den Betrieb der Anlage stoppen, bis ein detaillierter Bericht vorlag. Darin forderte die Umweltschutz-NGO natur&ëmwelt, dass keine weiteren Windkraftanlagen in der betroffenen Gemeinde mehr genehmigt werden sollten. mehr lesen / lire plus

„Weder niedlich noch pelzig“ – natur & ëmwelt sorgt sich um Süßwassermuscheln

Muscheln kennen die meisten Luxemburger*innen vor allem als „Moules-frites“ auf dem Teller. Dabei gibt es auch in unseren Flüssen Muscheln, die jedoch leider bedroht sind.

Eine Malermuschel

Vermutlich wissen die wenigsten Einwohner*innen Luxemburgs, dass in den Fließgewässern des Landes neben Fischen und Wasservögeln auch Muscheln leben. Immerhin werden die Weichtiere eher mit Urlaub am Meer in Verbbindung gebracht – oder eben mit dem belgischen Nationalgericht, das sich auch hierzulande großer Beliebtheit erfreut. Wer jedoch jetzt denkt, die Süßwassermuscheln Luxemburgs könnten unbekannte Gaumenfreuden liefern, liegt falsch: Einerseits sind die Muscheln ungenießbar und andererseits stark gefährdet.

Das ist nicht nur in Luxemburg so: In Europa sind viele Bestände von Süßwassermuscheln stark zurückgegangen oder ganz verschwunden, zum Teil sind nur noch 10 Prozent der ursprünglichen Individuen vorhanden. mehr lesen / lire plus

Wie der kostenlose öffentliche Verkehr zum Erfolgsmodell werden kann (1/3)

Am 1. März geht es los: Der öffentliche Transport in der zweiten Klasse ist in ganz Luxemburg kostenlos. Damit mehr Menschen von dem Angebot profitieren können, sind aber noch gewaltige Anstrengungen vonnöten.

Foto: CC BY-SA GilPe

Es ist wohl die Maßnahme der Neuauflage der blau-rot-grünen Koalition, die für das meiste Aufsehen und für die meisten Diskussionen gesorgt hat: Der öffentliche Transport wird in Luxemburg bald kostenlos sein. Ähnlich wie Straßenbau- und -unterhalt, Polizei, Rettungsdienste, der öffentliche Wald und viele andere staatliche Dienste wird auch der öffentliche Transport von Steuergeldern finanziert.

Im Mobilitätskonzept Modu 2.0, das im Juni 2018 veröffentlicht wurde, stand zwar noch nichts von kostenlosem öffentlichen Transport – die Maßnahme wurde erst bei den Koalitionsverhandlungen Ende 2018 ausgeknobelt – dafür aber Lob auf die günstigen Tickets in Luxemburg. mehr lesen / lire plus

Wie der kostenlose öffentliche Verkehr zum Erfolgsmodell werden kann (2/3)

Luxemburg lässt sich nicht nur den kostenlosen öffentlichen Transport etwas kosten, sondern baut das System auch aus. Das genügt aber noch nicht.

Foto: CC-BY-SA GilPe

Im luxemburgischen Zugverkehr werden große Investitionen unternommen, um das Netz auf einen Stand zu bringen, das die aktuelle Passagierzahl – und hoffentlich auch den Zuwachs der nächsten paar Jahre – verkraften kann. Die neue Strecke Richtung Frankreich und der Kauf von neuem Rollmaterial sind ein gutes Signal. Zusätzlich mit den Erweiterungsarbeiten am Hauptbahnhof werden sich, so versprechen es zumindest der Minister und die CFL seit Jahren, endlich mehr Kapazitäten auftun. Während der Süden mit der „schnellen Tram“ eine zusätzliche Anbindung an die Hauptstadt bekommen soll und in Richtung Junglinster mit innovativen „dynamischen“ Busspuren experimentiert werden wird, geht der Norden recht leer aus. mehr lesen / lire plus

Wie der kostenlose öffentliche Verkehr zum Erfolgsmodell werden kann (3/3)

Der öffentliche Transport in Luxemburg hat zwei Achillesfersen, an denen dringend eine Operation nötig ist: Die Informationspolitik und der Umgang mit PKWs.

Um auf den öffentlichen Transport zurückgreifen zu können, muss man sich zuerst einmal über Verbindungen und Abfahrtszeiten informieren können. Die CFL hat ein neues Informationssystem für Passagiere installiert, das mit Anzeigetafeln und Durchsagen über aktuelle Verspätungen auf dem Laufenden hält. Für alle Verkehrsmittel gibt es Apps und die Website Mobiliteit.lu, die allerdings auch nach dem pompös inszenierten Update immer noch viele Schwächen hat und die Nutzer*innen eher schlecht als recht informiert.

An vielen Bushaltestellen funktioniert das Informationssystem nicht, Fahrpläne müssen oft mühsam gesucht werden. mehr lesen / lire plus

Kostenloser öffentlicher Transport: Ein kleiner Schritt

Das Mobilitätsministerium vergleicht die Einführung des kostenlosen öffentlichen Transports mit der ersten Mondlandung. So richtig und wichtig die Maßnahme auch ist – das ist doch eher lächerlich.

Foto: pxfuel

Es passiert selten, dass in Luxemburg Pressekonferenzen Wochen vorher und neben zwei Landessprachen zusätzlich in englischer und spanischer Übersetzung angekündigt werden. Am Donnerstagnachmittag wurde vor allem der internationalen Presse noch einmal das Mobilitätsmärchenland Luxemburg vorgestellt: die grandios unambitionierte Mobilitätsstrategie Modu 2.0, der Verkehr in der Hauptstadt, der trotz Trambahn kaum autozentrierter sein könnte, und natürlich das Musikprogramm mit lokalen Künstler*innen.

Luxemburg wird vermutlich in den nächsten fünf bis zehn Jahren einen halbwegs ordentlichen öffentlichen Verkehr haben. mehr lesen / lire plus

So einfach ist es, Teslas Autopilot in die Irre zu führen

Gleich zwei Studien zeigen, wie mit relativ einfachen Methoden die Autopilot-Funktion von Tesla-Autos gestört werden kann.

Über 100 Teslas sind auf Luxemburgs Straßen unterwegs. (Foto: pixabay)

Elon Musk, der Gründer und CEO von Tesla, ist bekannt für seine großspurigen Versprechen, die ihm oft Schlagzeilen bringen, er aber oft nicht halten kann. Im Februar 2019 kündigte Musk an, Tesla würde bis Ende 2020 ein vollkommen autonom fahrendes Auto auf den Markt bringen. Dann soll es möglich sein, am Steuer zu schlummern, statt aufmerksam zu verfolgen, wie das Auto fährt. Bereits jetzt haben Teslas einige Funktionen für das autonome Fahren, zum Beispiel beim Einparken oder auf Autobahnen. mehr lesen / lire plus

Energie- und Klimaplan: Planlos trotz Plan

200 Seiten ist der Energie- und Klimaplan lang. Wer sie durchackert, liest zwar viel Eigenlob der Regierung, ist danach aber nicht unbedingt schlauer.

Am 27. September 2019 demonstrierte die Zivilgesellschaft unter dem Motto „United for Climate Justice“ für eine ambitionierte und sozial gerechte Klimapolitik. Der Klimaplan der Regierung erfüllt diese Erwartungen nicht. (Foto: woxx/ja)

„Schau mal, ob der Eco-Sac im Klimaplan steht!“ Die Reaktion der woxx-Redakteurin, in der lang erwarteten Vollversion des nationalen Energie- und Klimaplans (NECP) als erstes nach dem Plastikbeutel-Ersatzprodukt zu suchen, ist nachvollziehbar. Immerhin brüstet sich die luxemburgische Regierung bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit dem Vorzeigeprojekt, das bereits Millionen Plastiktüten in Luxemburg vermieden hat – was ja auch irgendwie dem Kampf gegen die Klimakrise zugutekommt. mehr lesen / lire plus

VWs Anti-Greenwashing

Der Automobilkonzern VW wurde schon wieder beim Schummeln erwischt. Diesmal nicht bei Abgastests, sondern in einer Grafik, die die CO2-Emissionen von zwei Golf-Modellen vergleicht. Laut VW sind die Emissionen bei der Produktion des elektrischen e-Golfs so hoch, dass man damit 120.000 Kilometer fahren kann, bis der Diesel-Golf höhere Emissionen hat. Auke Hoekstra, Forscher an der TU Eindhoven, widersprach dieser Darstellung. Auf Twitter rechnete er vor, dass es in Wahrheit lediglich 20.000 Kilometer sind, die der Diesel dem e-Golf „voraus“ ist. VW habe einen zu niedrigen Kraftstoffverbrauch angenommen und ignoriert, dass auch bei der Produktion und nicht nur bei der Verbrennung von Diesel Emissionen anfallen. mehr lesen / lire plus

Overshoot Day: Ab heute lebt Luxemburg auf Pump

Hätten alle Länder den Ressourcenverbrauch wie Luxemburg, wäre bereits heute der Earth Overshoot Day.

Luxemburg hat bereits heute die Ressourcen erschöpft: Wenn alle auf dem Planeten so leben würden wie wir, bräuchten wir beinahe acht Erden. Der Earth Overshoot Day wird vom Global Footprint Network, einem Netzwerk von Wissenschaftler*innen, berechnet. Ab dem Tag sind mehr Ressourcen verbraucht, als innerhalb eines Jahres nachwachsen können. Eine nachhaltige Wirtschaftsweise würde bedeuten, dass der Overshoot Day erst am 31. Dezember liegt. Tatsächlich rückt der Tag aber immer näher an den Jahresanfang. Mit dem 16. Februar liegt Luxemburg auf dem traurigen zweiten Platz, noch ressourcenintensiver ist lediglich Katar. mehr lesen / lire plus