Pipapo-Umfrage: Auf welchen Drogen Luxemburg feiert

Alkohol ist wenig überraschend die beliebteste Partydroge unter Luxemburgs Feierenden. Das hat Pipapo in einer groß angelegten Umfrage herausgefunden. Aber das ist nicht die einzige Substanz, die zum Einsatz kommt.

Informationsmaterial, Sticker und Quietscheentchen: Ein typischer Stand von Pipapo.

Zwischen Januar und November 2018 waren die Feierkultur-Expert*innen von Pipapo auf 27 verschiedenen Events wie Konzerten und Festivals und haben insgesamt 2.079 Feierende zu ihrem Drogenkonsum befragt. Wenig überraschend steht Alkohol an erster Stelle: 86 Prozent der Befragten gaben an, in den zwei Wochen vor der Befragung Alkohol konsumiert zu haben.

An zweiter Stelle kommt Tabak (46 Prozent), dicht gefolgt von Cannabis (44 Prozent). mehr lesen / lire plus

Jugend so politisch wie schon lange nicht

Seit 1953 gibt der Mineralölkonzern Shell in Deutschland alle paar Jahre eine Jugendstudie in Auftrag, die schlicht als „Shell Jugendstudie“ bekannt ist. Obwohl sie von einem Konzern in Auftrag gegeben wird, wird sie von unabhängigen Wissenschaftler*innen erstellt und hat sich zu einem Standardwerk der Sozialforschung entwickelt. Diese Woche ist die Ausgabe 2019 erschienen, in der vor allem festgestellt wird, dass deutsche Jugendliche wieder politischer werden und ihnen politisches Engagement immer wichtiger wird. Wenig überraschend stellten die Forscher*innen ein erhöhtes Interesse für Klima- und Umweltfragen fest. Umweltzerstörung, Terroranschläge und die Klimakrise sind die drei größten Ängste der Jugendlichen, eine knappe Mehrheit blickt dennoch optimistisch in die Zukunft. mehr lesen / lire plus

Europäische Investitionsbank: Umwelt-NGOs beklagen Rückschritte bei der Investitionspolitik

Über 70 Umweltorganisationen prangern Schlupflöcher für die Finanzierung fossiler Energieprojekte in dem überarbeiteten Entwurf der Investitionsleitlinien der Bank an.

Eigentlich wirkte der Kampf wie schon gewonnen. Die im Juli 2019 veröffentlichten neuen Investitionsleitlinien der Europäischen Investitionsbank (EIB) wurden sowohl von NGOs wie von der luxemburgischen Regierung hochgelobt. Die EIB wollte nach 2020 nicht mehr in Energieprojekte investieren, die auf fossilen Brennstoffen basieren und war damit einer langjährigen Forderung nachgekommen.

„Wir sind sehr enttäuscht, dass einige EIB-Stakeholder – vor allem die Europäische Kommission – erfolgreich darin waren, die starke Originalversion des Entwurfs zu schwächen“, schreiben die NGOs in einem offenen Brief an den EIB-Präsidenten Werner Hoyer. mehr lesen / lire plus

Wahlen in Österreich: Der Heiland ist zurück

ÖVP und die Grünen gewannen die Wahl in Österreich. Eine Koalition zwischen beiden ist dennoch unwahrscheinlich.

Sebastian Kurz (Mitte) muss sich zwischen Werner Kogler von den Grünen (links) und Norbert Hofer von der FPÖ (rechts) als Koalitionspartner entscheiden. (Foto: EPA-EFE/Georgi Licovski)

Als Mitte Mai Journalist*innen von Spiegel und Süddeutscher Zeitung die Ibiza-Affäre aufdeckten, rechneten sie wohl kaum damit, ein Eurodance-Revival auszulösen. Nachdem bekannt geworden war, dass die beiden rechtsextremen Politiker Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus im Juli 2017 einer vermeintlichen Millionärin Staatsaufträge für mediale Schützenhilfe im Wahlkampf versprochen hatten, löste dies in Österreich eine Regierungskrise aus. Strache trat als Vizekanzler zurück, Gudenus von seinem Posten als Klubobmann (Fraktionsführer) der FPÖ. mehr lesen / lire plus

Klimakrise: Eine bessere Welt erträumen

Hoffnungslosigkeit ist die logische Reaktion angesichts der Klimakrise. Soll sie verhindert werden, müssen Utopien her.

Kirchberg als Öko-Utopie? So will es zumindest das Mobilitätsministerium verkaufen – die Realität sieht wohl etwas dystopischer aus. (Illustration: Ministère de la Mobilité et des Travaux publics)

Die Klimakrise ist keine schöne Zukunftsvision. Wenn die nackten Zahlen, wie sie etwa der UN-Klimarat IPCC in diversen Szenarien veröffentlicht, mit erklärenden Worten ausgeschmückt werden, wird ganz schnell klar, dass wir gerade auf eine dystopische Zukunft zusteuern, die „Mad Max“ wie einen All-Inclusive-Urlaub aussehen lassen wird. In einem Business-as-usual-Szenario werden am Ende dieses Jahrhunderts die Regionen um den Äquator unbewohnbar, die meisten Städte der Erde viel zu heiß für menschliches Leben, der CO2-Gehalt in der Atmosphäre so hoch, dass die Denkfähigkeit der Menschen sinkt, Konflikte um Lebensmittel und Trinkwasser allgegenwärtig sein und heutige Küstenregionen unter dem Meeresspiegel liegen. mehr lesen / lire plus

Lösungen für die Klimakrise: Ändern oder untergehen

Eigentlich ist es unfassbar, wie träge die Politik auf die Klimakrise reagiert. Leider ist der Grund dafür einfach nachzuvollziehen.

Foto: woxx/ja

Seit vergangenem Freitag machen vor allem Jugendliche im Rahmen der internationalen Klimaaktionswoche darauf aufmerksam, dass endlich grundlegende Maßnahmen gegen die Klimakrise getroffen werden müssen. Am Montag tagten in New York die Regierungschef*innen beim „Climate Action Summit“ und produzierten dabei vor allem heiße Luft und versprachen zu wenig Konkretes. Am gleichen Tag machte Greenpeace Luxemburg darauf aufmerksam, dass der luxemburgische Pensionsfonds immer noch massiv in CO2-intensive Industrien investiert. Und am Mittwoch präsentierte der UN-Klimarat erneut einen Bericht über die erschreckenden Konsequenzen der Klimakrise. mehr lesen / lire plus

Das Mobilitéit.lu-Revolutiönchen

Mit großem Trara wurde letzte Woche die neue App der Mobilitéitszentral vorgestellt. Nun ist auch die aktualisierte Website online – aber ist die neue Routenplanung wirklich so revolutionär wie angekündigt?

Eine „europaweite Revolution“ würde die neue Version der Mobilitéit.lu-App darstellen, hieß es in der Einladung zur Präsentation. Um das gebührend zu zelebrieren, reichte natürlich keine normale Pressekonferenz. Stattdessen wurden Presse und jede Menge „Stakeholder“ in ein Kino geladen und dort mit speziell bedruckten Süßigkeiten beschenkt. Nach der Vorstellung der App folgte selbstverständlich ein „Cocktail“.

Die Neuerungen bestehen hauptsächlich aus einem überarbeiteten Design und der Möglichkeit, mehr Verkehrsmittel in die Suche einzubeziehen. mehr lesen / lire plus

Bisexualität sichtbar machen

Am 23. September wird jährlich der „Bi Visibility Day“ begangen. Ziel ist es, auf die Existenz von Bisexualität aufmerksam zu machen und mit Mythen aufzuräumen.

Bisexuellenbewegung hat ihre eigene Flagge in den Farben rosa, violett und blau. (Foto: CC-BY Peter Salanki)

Auf den ersten Blick klingt es vielleicht etwas paradox: Bisexualität ist ziemlich unsichtbar. Das ist auch der Grund, weshalb am 23. September 1999 Aktivist*innen der Gruppe BiPhoria in Manchester zum ersten Mal ein „bi meetup“ organisierten, um den Bi Visibility Day zu feiern. Auch wenn sich seitdem einiges geändert hat, sind die Probleme, die sich der Community stellen, immer noch die gleichen. mehr lesen / lire plus

Starker Auftakt der „Week for Future“

Bis zu 5.000 Schüler*innen demonstrierten am Vormittag in Luxemburg-Stadt und forderten stärkere Maßnahmen gegen die Klimakrise.

„Climate justice now“, „On est plus chaud, plus chaud que le climat“, „System change, not climate change“ waren einige der Parolen, die am Freitagmorgen in der Hauptstadt zu hören waren. Bis 11 Uhr sammelten sich die Schüler*innen am Hauptbahnhof, von wo aus sie durch die Avenue de la Gare, über den Boulevard de la Petrusse und den Pont Adolphe marschierten, um schließlich einmal quer durch die Oberstadt in Richtung Kinnekswiss zu gehen. Dort erwartete sie eine Bühne, auf der Redebeiträge gehalten wurden und Bands auftraten. mehr lesen / lire plus

Was uns bei der „Week for Future“ erwartet

Vom 20. bis 27. September sind etliche Protestaktionen der Klimabewegung geplant. Die woxx gibt den Überblick.

Am Freitag, dem 20. September streiken die Schüler*innen wieder: Der „Youth Strike for Climate“ beginnt um 10 Uhr am Hauptbahnhof in Luxemburg-Stadt und endet auf der Kinnekswiss. Dort erwarten die Demonstrant*innen Konzerte von Turnup Tun, Skinny J, Ragga, Tommek, Hannah, Makka Mc und ein DJ-Set von DJ Nosi. Bildungsminister Claude Meisch hat übrigens angekündigt, dass die Schüler*innen nicht automatisch für den Streik entschuldigt werden. Gestreikt wird trotzdem, denn die jugendlichen Klimaaktivist*innen wollen sich davon nicht einschüchtern lassen. Am Abend folgt im Casino Syndical die Vernissage einer Ausstellung über Artenvielfalt und Biodiversität von Ren Spautz, Jean-Claude Schaeffer und Fernand Schiltz, die vom Landesverband organisiert wurde. mehr lesen / lire plus

Klimaproteste: Schnell erwachsen geworden

Von einer Schüler*innendemo zu einer Kraft, die breite Bündnisse aufbaut – Youth for Climate hat sich rasant entwickelt. Nun stellt sich die Frage, in welche Richtung die Bewegung will.

Für die Klimademos 
vom 20. und 27. September wird kräftig mobilisiert, besonders in den Schulen. (Fotos: woxx/ja)

„Krise.“

Ich muss etwas verwirrt geschaut haben, die Klimaaktivistin erklärt sich nämlich gleich: „Du hast Klimawandel gesagt. Aber der Begriff ist Klimakrise.“

Eigentlich habe ich kein Problem mit politisch korrekter Sprache und seit der britische Guardian ebenfalls von „Climate crisis“ spricht, gibt es für woxx-Journalist*innen auch keinen Grund mehr, die eigene Sprache nicht der bedrohlichen Realität anzupassen. mehr lesen / lire plus

Vëlos-Initativ kritisiert Umgestaltung des Boulevard Roosevelt

Die Fahrrad-NGO fürchtet, dass sich die Konflikte zwischen Radfahrer*innen und Fußgänger*innen verschärfen – während das Auto auch weiterhin freie Fahrt hat.

Die Lëtzebuerger Vëlos-Initativ (LVI) bemängelt in einer Pressemitteilung am heutigen Montag, dass bei der Umgestaltung des Boulevard Roosevelt in Luxemburg-Stadt „wieder einmal halbherzig versucht wurde es allen Verkehrsteilnehmern recht zu machen statt klare Prioritäten zu setzen und nachhaltige Mobilitätsformen konsequent zu fördern“. Der Boulevard wird neugestaltet, weil die Tram künftig über die Avenue de la Liberté den Bahnhof mit der Oberstadt verbinden soll. Die restlichen Busse fahren dann über die Avenue de la Gare und den Boulevard Roosevelt ins Zentrum. mehr lesen / lire plus

Ist die Tram geschrumpft?

Neue Angaben zur Kapazität der hauptstädtischen Tram zeigen widersprüchliche Zahlen und werfen Fragen auf.

Jeden Tag fahren durchschnittlich 20.000 Passagier*innen mit der Tram, die im Moment lediglich zwischen Luxexpo und Stäreplaz verkehrt. Sobald die Straßenbahn Ende 2020 das Bahnhofsviertel an das Stadtzentrum anschließt, wird diese Zahl vermutlich rasant steigen. Doch wie viel Kapazität hat die Tram denn genau? Das wollte der grüne Abgeordnete François Benoy vom Mobilitätsminister Bausch (ebenfalls Déi Gréng) in einer parlamentarischen Anfrage wissen. Die Antwort wirft allerdings noch mehr Fragen auf.

Der Minister beruft sich in seiner Antwort auf europäische Normen und beschreibt, dass es zwei Modi gibt: normale Auslastung (vier Personen pro m²) und maximale Auslastung (sechs Personen pro m²). mehr lesen / lire plus

Neuorganisation des RGTR-Busnetzes

Das RGTR-Busnetz wird komplett neu strukturiert. Das hatte Mobilitätsminister François Bausch zwar bereits mehrmals angekündigt, die groben Linien wurden jedoch erst am Mittwochmorgen verraten. Zukünftig wird das Land in neun Zonen eingeteilt sein, Expresslinien werden Knotenpunkte und Umsteigepunkte verbinden und Busse werden regelmäßiger und länger am Abend fahren. Die neue Struktur wird einige langsame Direktverbindungen abschaffen, was zwar Umsteigen mit sich bringt, jedoch für kürzere Reisezeiten sorgen soll. Zusätzlich werden transversale und lokale Linien die Regionen untereinander vernetzen. In dünn besiedelten Gegenden des Öslings sollen lediglich zu Spitzenzeiten Linienbusse eingesetzt werden, während zu anderen Zeiten Rufbusse zur Verfügung stehen. Die Pläne können nun von den Gemeinden begutachtet werden, bis Ende 2019 will das Ministerium sie fertigstellen. mehr lesen / lire plus

VCD-Auto-Umweltliste: Erstmals nur Elektroautos

Der ökologische Verkehrsclub aus Deutschland präsentiert jährlich eine Empfehlungsliste zum Autokauf. 2019 ist das erste Jahr, in dem diese sich auf Elektroautos beschränkt.

Foto: VCD/Marcus Gloger

„Die Verkehrswende braucht das Elektroauto“, schreibt Michael Müller-Görnert, der verkehrspolitische Sprecher des VCD, in seiner Einleitung zur Auto-Umweltliste. Der VCD listet seit Jahren jene PKWs auf, die ökologisch am Besten wegkommen – ohne jedoch die Alternativen zu vernachlässigen. 2018 war das Motto der Liste „Wenn ein Auto, dann so eins“, was die Philosophie hinter der Liste gut zusammenfasst.

Der VCD betont, dass auch E-Autos energieeffizient sein müssen. Einerseits ist es so leichter, den ökologischen Rucksack, der aufgrund der energie- und ressourcenintensiven Batterieherstellung größer ist als bei Verbrennern, schnell wieder wett zu machen. mehr lesen / lire plus

Programm der Mobilitätswoche vorgestellt

Am Montagmorgen präsentierte Mobilitätsminister François Bausch gemeinsam mit Vertreter*innen des Verkehrsverbundes und des Gemeindesyndikates Syvicol die Höhepunkte der Mobilitätswoche – und hatte dabei auch eine Botschaft an „Youth for Climate“.

Die europäische Mobilitätswoche (16. bis 22. September 2019) steht dieses Jahr unter dem Motto „Gitt mat eis“. Was ein wenig wie ein abgelutschter Wahlkampfspruch klingt, ist in diesem Fall jedoch wortwörtlich zu verstehen: Sicheres Zufußgehen und Fahrradfahren stehen dieses Jahr im Mittelpunkt der Aktionswoche, an der sich europaweit über 2.200 Gemeinden beteiligen.

„Sanfte Mobilität ist nicht nur gut für Umwelt und Gesundheit, sondern hilft auch dabei, Verkehrsprobleme zu lösen. Die lösen sich nicht alleine durch Elektroautos, denn durch diese werden Platzprobleme in unseren Städten nicht weniger.“, erklärte François Bausch (Déi Gréng) gleich zu Beginn der Präsentation – der Mobilitätsminister freute sich über das diesjährige Motto. mehr lesen / lire plus

Nur das beste Obst für Luxemburgs Schulen

572.992 Kilo Obst möchte das Landwirtschaftsministerium für die Schüler*innen Luxemburgs anschaffen, das im Rahmen des Schulobstprogrammes vom 21. Oktober 2019 bis zum 2. Juli 2020 (so steht es jedenfalls im offiziellen Lastenheft) verteilt werden soll. Der Mouvement écologique bemängelte in einer Pressemitteilung die Kriterien der Ausschreibung, da diese vor allem einen günstigen Preis bevorzugen, statt auf regionale Biolandbau-Produkte zu setzen. Die knapp 573 Tonnen Schulobst müssen aus einer einzigen Quelle kommen. Das kritisiert der Méco, denn so hätten regionale Anbieter*innen keine Chance. Der NGO sind die strengen Auflagen, was das Aussehen und die Größe des Obsts angeht, ebenfalls ein Dorn im Auge – so würde industrielle Massenproduktion gefördert. mehr lesen / lire plus

Über die Hälfte der Fichtenwälder Luxemburgs von Borkenkäfern befallen

Die Hitzewellen des Sommers waren nicht nur für Menschen gefährlich – in Nadelwäldern hat sich der Buchdrucker massiv vermehrt und für wirtschaftliche Schäden gesorgt.

Borkenkäferschäden im Naturpark Harz in Deutschland. Foto: CC-BY-SA Christian Gebhardt

In den letzten Tagen standen Waldbrände, besonders im Amazonas-Gebiet, im medialen Fokus. Die Sorge um die Wälder Westeuropas ist in den Hintergrund gerückt. Das Stichwort Waldsterben scheint als Thema der 1980er-Jahre aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden zu sein. Dabei ist es um unsere Wälder nicht besonders gut bestellt, wie im März der Bericht zur Waldgesundheit der Natur- und Forstverwaltung belegte.

Auch damals waren die Schäden des Buchdruckers, einer Borkenkäferart die für massive wirtschaftliche Ausfälle sorgt, die aufgrund der Hitzewelle im Sommer 2018 entstanden sind, bereits ein Thema. mehr lesen / lire plus

OGBL ruft zur Klimademo auf

Die größte luxemburgische Gewerkschaft beteiligt sich an der großen Klimademonstration am 27. September, die am Ende einer Aktionswoche steht.

Ende September wird es klimapolitisch aufregend: Die „Fridays for Future“ bzw. „Youth for Climate“-Bewegung ruft am 20. September zu einer großen Schüler*innendemo auf. Das ist der Auftakt für eine Aktionswoche, in der auf verschiedenste Art und Weise auf die Problematik der Klimakatastrophe aufmerksam gemacht wird. Den Abschluss bildet eine große Demonstration unter dem Motto „United for Climate Justice“, an der sich die breite Bevölkerung beteiligen soll.

Der OGBL hat am Donnerstag mitgeteilt, ebenfalls zu dieser Demonstration aufzurufen: „Der OGBL teilt voll und ganz die Forderungen der unbedingten Einhaltung der im Pariser Abkommen festgehaltenen Klimaziele (Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5° gegenüber der vorindustriellen Ära, Nettonullemissionen bis 2050) und die Forderung nach einer ambitionierten Klimaschutzpolitik.“

Wichtig ist der Gewerkschaft aber vor allem, dass die Umstellung zu einer klimaneutralen Wirtschaft sozial gerecht vonstatten geht. mehr lesen / lire plus

Landwirtschaft: Niemand will Bio?

Der „Fräie Lëtzebuerger Baureverband“ steht den Bio-Plänen der Regierung skeptisch gegenüber. Das offenbart einen gesellschaftlichen Konflikt, der weit über die Landwirtschaft hinausgeht.

Vergangenen Dienstag veranstaltete der „Fräie Lëtzebuerger Baureverband“ (FLB) eine Pressekonferenz, die vor allem darin bestand, sich gegen die Regierungspläne zu Biolandbau und Glyphosatverbot zu positionieren. Dabei wurde zuerst über die „reellen Herausforderungen in der Luxemburger Landwirtschaft“ aufgeklärt: Greta Thunberg und der angeblich hohe CO2-Verbrauch ihrer Atlantiküberquerung mittels Segelschiff.

Es ist eine Ironie des Schicksals, dass der FLB einer Falschmeldung aufgesessen ist – der Mär, dass wegen der Überfahrt viele Flüge nötig wären. Die Geschichte nutzte der Verband als Beispiel für die Komplexität der Welt und der landwirtschaftlichen Produktion. mehr lesen / lire plus