
(Foto: Mubi)
In „Magic Farm“ reist ein US-amerikanisches Medienteam in ein abgelegenes argentinisches Dorf. Für ihre Webserie sind die jungen Leute stets auf der Suche nach aufsehenerregenden „Human-Interest“-Geschichten – diesmal nach jener des exzentrischen Sängers Super Carlitos, der im Hasenkostüm durch San Cristobal zieht. Statt genauer Recherche dominieren jedoch vorgefertigte Erwartungen und der Hunger nach leicht konsumierbaren Medieninhalten. Der Film arbeitet mit auffälligen visuellen Entscheidungen, darunter ungewöhnliche Kameraperspektiven und markante Übergänge. Besonders unterhaltsam sind die trockenen Begegnungen mit den Einheimischen, in denen sich die begrenzte Weltsicht der Besucher*innen offenbart. „Magic Farm“ verbindet Humor und Satire zu einem pointierten Blick auf mediale Ausbeutung und kulturelle Machtverhältnisse.

