Auf Netflix: The Forty-Year-Old Version

Mit „The Forty-Year-Old Version“ dringt Künstlerin Radha Blank in den von Männern dominierten Bereich des Autorenfilms vor, um eine Geschichte über kreative Entfaltung, Mehrfachdiskriminierung und den Zwang zum Kompromiss zu erzählen.

Radha ist es leid, ihre Texte dem Geschmack weißer Produzenten anpassen zu müssen. (Fotos: © Netflix)

Lange Einstellungen, Bilder in Schwarz-Weiß und immer wieder Szenen, die fast völlig ohne Dialog auskommen – diese Kombination an Stilmitteln werden wohl die wenigsten mit Komödien assoziieren. Dabei erhielten Serien wie „Louie“ (2010-2015) oder Filme wie „Frances Ha“ (2012) gerade durch sie ihren Wiedererkennungswert. Es sind oftmals semiautobiografische Werke über weiße, heterosexuelle, mittelmäßig erfolgreiche Künstler*innen, wobei Hauptrolle, Drehbuch und Regie von ein und derselben Person übernommen wurden. mehr lesen / lire plus

Sensibilisierungswoche zu Intersex: Unsichtbarkeit, Vorurteilen und Menschenrechtsbeschneidungen den Kampf ansagen

Diese Woche dreht sich im Rahmen einer Veranstaltungsreihe alles ums Thema Intergeschlechtlichkeit – aus pädagogischer, juristischer, medizinischer und Betroffenenperspektive.

Die Intersex-Flagge wurde von der Organisation „Intersex International Australia“ entworfen. Die Farben Gelb und Lila wurden gewählt, um die „gegenderten“ Farben rosa und blau zu vermeiden. Der Kreis symbolisiert Ganzheit.

Sensibilisierung, Weiterbildung, Austausch – diese drei Ziele stehen bei der heute beginnenden Informationswoche rund ums Thema Intergeschlechtlichkeit im Vordergrund. Konkret geht es um Menschen, die Variationen der Geschlechtsmerkmale aufweisen: Mit welchen Problematiken sind sie konfrontiert? Welche Begrifflichkeiten sind zu empfehlen beziehungsweise zu vermeiden? Welches sind die häufigsten Intersex-Variationen? Und wie kann im Schulunterricht über Intergeschlechtlichkeit aufgeklärt werden? mehr lesen / lire plus

Ungleichheiten im Schulsystem: Ablenkung und Totschlagargumente

Die Schüler*innenpopulation wird zunehmend heterogener, die Ungleichheiten wachsen. Wer nicht klarkommt, muss sich eigenverantwortlich nach Alternativen umsehen.

„Ich hatte beim Zuhören viele Déjà-vus. Die Probleme, die heute hier diskutiert wurden, bestehen zum Teil bereits seit 15, 20 Jahren.“ Diese Aussage äußerte Land-Journalistin Ines Kurschat am Mittwoch im Rahmen einer Asti-Konferenz über das Luxemburger Bildungssystem. Damit brachte sie zum Ausdruck, was wohl noch viele weitere beim Zuhören gedacht hatten.

Als Einstieg hatte Antoine Fischbach, Direktor des Luxembourg Centre for Educational Testing (Lucet), einen Überblick über den Forschungsstand zu den systematischen Ungleichheiten des hiesigen Bildungssystems gegeben. Rund zwei Drittel der Schüler*innen sprechen zuhause kein Luxemburgisch. mehr lesen / lire plus

Was treibt Sie an?: Erfahrungen greifbarer machen

Kunst und Politik gehen für manche nicht gut zusammen. Nicht aber so für Schauspielerin und Autorin Larisa Faber. Auftakt unserer Interviewreihe mit Menschen, die sich für gesellschaftlichen Wandel einsetzen.

© Roxanne Peguet

woxx: Wie sind Sie dazu gekommen, eine künstlerische Karriere anzustreben?


Larisa Faber: Dass meine beiden Eltern kunstbegeistert sind, hatte sicherlich einen starken Einfluss auf mich. Dank ihnen hatte ich stets Zugang zu einer Bandbreite an Kunstformen. Als wir noch in Rumänien lebten, habe ich meine Mutter ins Theater begleitet, nachdem wir nach Luxemburg ausgewandert waren, habe ich angefangen, Geigen- und Ballettunterricht zu nehmen. Auch Museums- und Opernbesuche waren von klein auf ein selbstverständlicher Teil meines Lebens. mehr lesen / lire plus

Webkonferenz: Baustelle Luxemburger Bildungssystem

Welche Herausforderungen stellen sich aktuell für das Luxemburger Schulsystem? Am Mittwoch lädt die Asti zu einer Webkonferenz zu diesem Thema ein.

Foto: asti.lu

Seit vielen Jahren ist die Missstand nun schon bekannt: Im Luxemburger Schulsystem besteht eine klaffende Lücke zwischen Schüler*innen unterschiedlicher sozioökonomischer Hintergründe. Ein Grund dafür ist die komplexe Sprachensituation. Studie um Studie, Statistik um Statistik bestätigt diese Problematik auf ein Neues. Die Bildungspolitik reagiert regelmäßig mit neuen Angeboten und Lehrinhalten. Aber reicht das? Welche weiteren Maßnahmen könnten in Zukunft ergriffen werden?

Anlässlich einer von der Asti organisierten Webkonferenz am kommenden Mittwoch wird das hiesige Schulsystem unter genau diesem Blickwinkel unter die Lupe genommen. mehr lesen / lire plus

Schlechtes Jahr für sexuelle und affektive Bildung

Am Mittwoch zog das Centre de référence pour la promotion de la santé affective et sexuelle, kurz Cesas, Bilanz über die vergangenen Monate und gab einen Ausblick auf geplante Veranstaltungen. 2020 war für das Zentrum kein besonders gutes Jahr: Davon abgesehen, dass aufgrund der Pandemie sämtliche Weiterbildungen und Events auf Eis gelegt werden mussten, war auch die interne Situation schwierig. Denn erst im Juni konnte der monatelange Personalmangel beglichen werden. Mit Christa Brömmel als frischgebackene Koordinatorin des Zentrums und der Möglichkeit, wieder Live-Events anzubieten, kommt nun aber endlich wieder Leben ins Cesas. Nachdem bereits in diesem Monat wieder erste Fortbildungen angeboten werden, steht zwischen dem 7. mehr lesen / lire plus

Sexualerziehung: Queerness als Nebengedanke

Die sexuelle und affektive Bildung hierzulande fokussiert sich auf Heterosexualität – und das ist ein Problem.

© Clker-Free-Vector-Images / pixabay.com

Wer sexuell oder geschlechtlich nicht der Norm entspricht, findet in Luxemburg problemlos Anlaufstellen, die spezifische Beratung dazu anbieten. Zwar ist das entsprechende Angebot sehr überschaubar und wird mit dürftigen bis keinen staatlichen Geldern unterstützt – aber es existiert immerhin.

Sobald man sich die großen Institutionen anschaut, die im Bereich der sexuellen und affektiven Gesundheit tätig sind, fällt jedoch auf, dass nicht-normative sexuelle Orientierungen und Geschlechter lediglich ein Nebengedanke sind. Was Workshops und Weiterbildungen betrifft, liegt das zum Teil an einer Aufteilung der Zuständigkeitsbereiche: Um Nicht-Heterosexualität und Nicht-Cisgeschlechtlichkeit kümmern sich etwa Cigale und ITGL, Institutionen wie Planning Familial oder die HIV-Berodung erwähnen sie ihrerseits nur am Rande. mehr lesen / lire plus

Im Kino: Babyteeth

„Babyteeth“ schafft eine Distanz zwischen Figuren und Zuschauer*innen – das macht die Geschichte rund um einen krebskranken Teenager zwar ertragbarer, erschwert jedoch die Anteilnahme.

Moses ist zwar nicht immer zuverlässig, dennoch verhilft er Milla zu neuer Lebensfreude. (© Pathé Films)

„Babyteeth“ ist ein Film, der sich schwer einordnen lässt. Der Titel deutet auf einen Film übers Erwachsenwerden hin, der Trailer erweckt den Eindruck einer schwarzhumorigen Beziehungskomödie und der Film selbst ist dann anders. Zwar kommen gängige Filmthemen wie Teenie-Romanze, unheilbare Krankheit und Sucht vor – mit Produktionen wie „The Fault in Our Stars“ (2014) lässt sich „Babyteeth“ dennoch schwer vergleichen. So sehr haben die Drehbuchautorin Rita Kalnejais und Regisseurin Shannon Murphy versucht von bestehenden Konventionen abzuweichen, dass der Film kein kohärentes Ganzes mehr ergibt. mehr lesen / lire plus

Serien-Empfehlung: Deaf U

Mit „Deaf U“ findet eine weitere Serie Eingang auf Netflix mit dem Ziel, die Lebensrealität von Menschen mit Behinderung im Mainstream zu etablieren. Das Politische zieht dabei gegenüber Soap-Elementen den Kürzeren.

© Netflix

„Deaf U“ handelt von einer Gruppe junger Menschen, die an der Gallaudet University in Washington D.C. studieren. Es handelt sich dabei um eine Universität, die sich ausschließlich an gehörlose und schwerhörige Student*innen richtet. Besonders in den ersten Folgen zeigt die Serie den Alltag von sieben hörbehinderten Menschen: Kneipenbesuche, Spaziergänge auf dem Campus, Hobbies. Manche sind Sportler*innen, andere Youtuber*innen oder angehende Poetry-Slammer*innen.

Auch um die Gebärdensprache und ihre spezifischen Eigenheiten geht es immer wieder. mehr lesen / lire plus

Schul-Dresscodes: Crop-Tops sind ein feministisches Anliegen

Schulen sollen junge Menschen dabei unterstützen, selbstbewusste und mündige Bürger*innen zu werden, Dresscodes dürften nicht die Persönlichkeitsentfaltung einschränken, heißt es in einer Stellungnahme des Bildungsministeriums. In den Schulen selbst scheint es jedoch oft andere Prioritäten zu geben.

Rund drei Wochen nachdem erstmals Kritik an der Kleiderordnung des Diekircher Gymnasiums aufkam (siehe: Sexistischer Dresscode im Diekircher Gymnasium), besteht kein Zweifel mehr: Die Direktion des LCD hat kein Interesse an einer konstruktiven Debatte. Erst proklamierte Schulleiter Marcel Kramer in der Presse und auf Twitter, die Vorwürfe nicht nachvollziehen zu können. Nun hat er, wie Tageblatt am Donnerstag berichtete, Strafanzeige gegen einen Künstler erstattet, der die Polemik mittels einer Karikatur kommentiert hatte. mehr lesen / lire plus

Psychische Gesundheit: Das Stigma bekämpfen

Sich um seine mentale Gesundheit zu kümmern, ist in Luxemburg meist nicht nur teuer, sondern auch vorurteilsbehaftet. Aktionen wie die Semaine de la santé mentale sollen dem entgegenwirken. Wir haben mit Fränz d’Onghia, Geschäftsführer vom Centre d’information et de prévention der Ligue luxembourgeoise d’hygiène mentale darüber gesprochen.

„Unser Ziel ist eine „vigilance partagée“, 
wo jeder auf den anderen Acht gibt“:
Die von Fränz d’Onghia zu diesem Zweck gehaltenen Fortbildungen finden zurzeit online statt. (© Centre d’Information et de Prévention)

woxx: Was bedeutet es, generell gesprochen, sich um seine mentale Gesundheit zu kümmern?


Fränz D’Onghia: Ein Aspekt davon ist die Erkenntnis, dass man ein Problem hat, ein anderer Aspekt ist sicherlich auch Mut. mehr lesen / lire plus

Auf Netflix: American Murder: The Family Next Door

Die Doku „American Murder: The Family Next Door“ zeichnet mittels Textnachrichten, Fotos und Videos detailliert einen Fall häuslicher Gewalt nach, der im Jahr 2018 für viel Aufmerksamkeit sorgte. Wer sich eine Kontextualisierung erhoffte, wird enttäuscht.

„American Murder“ will vermitteln, dass häusliche Gewalt auch in der „Familie von nebenan“ vorkommt – geht jedoch nicht darüber hinaus. (© Netflix)

Unter Dokumentarfilmen und -serien genießt das sogenannte „True Crime“ Subgenre nicht unbedingt den besten Ruf: Pauschal werden solche Produktionen oft als effekthascherisch, voyeuristisch und oberflächlich abgestempelt. Ihnen wird vorgeworfen, persönliche Schicksale zu Unterhaltungszwecken auszuschlachten. Auch wenn dies auf manche zutreffen mag, so liegen diese Eigenschaften nicht unbedingt in der Natur der Sache. mehr lesen / lire plus

Frauenfeindliche Kleiderordnungen: Unter dem Deckmantel des Anstands

Unabhängig davon, ob es um Rassismus oder Sexismus geht: Luxemburger Sekundarschulen tun sich offenbar schwer damit, ungemütliche Gesellschaftsdiskurse konstruktiv aufzugreifen.

Wollen Schulen Sexismusvorwürfe vermeiden, werden sie künftig besser argumentieren müssen, weshalb Outfits wie dieses für den Schulbesuch ungeeignet sind. (© Jan Vašek / pixabay.com)

Seit zwei Wochen hält die Debatte rund um die Kleiderordnung des Diekircher Gymnasiums (LCD) nun schon an. Nicht zu Unrecht fragen sich manche: Wieso gerade jetzt und wieso gerade das LCD? Über Kleiderordnungen verfügen immerhin zahlreiche Luxemburger Sekundarschulen, die meisten davon sind schon seit vielen Jahren in Kraft.

Die des LCD sticht deshalb heraus, weil sie erst zur diesjährigen Rentrée offiziell an die Schüler*innenschaft kommuniziert wurde. mehr lesen / lire plus

Auf Netflix: First Reformed

Nachdem er 2018 Premiere feierte, ist „First Reformed“ nun auch in Luxemburg einem breiten Publikum zugänglich: Streambar auf Netflix, erzählt der Film handwerklich einwandfrei von einem sich radikalisierenden Pastor (Ethan Hawke). Leider enthält das Drama derart viele Themen, dass am Ende unklar ist, worum es „Taxi Driver“-Regisseur Paul Schrader eigentlich geht.

Auf Netflix.
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Webinar: Fairtrade-Kaffee in der Krise

Am morgigen Donnerstag lädt Fairtrade Lëtzebuerg zu einem Webinar über die schwierige Lage der Kaffeeindustrie ein.

Hildebrando Cárdenas (© Fairtrade Lëtzebuerg)

Nutzpflanzen wie Kaffee reagieren äußerst sensibel auf Temperaturveränderungen. Es ist demnach nicht überraschend, dass die Klimakrise eine starke Belastung für den Kaffeeanbau darstellt. Durch die Covid-19-Pandemie hat sich die ohnehin schon schwierige Lage noch zusätzlich verschlimmert.

Wie gehen Fairtrade-Produzent*innen damit um und was sind ihre Perspektiven? Das sind einige der Fragen, die am morgigen Donnerstag, dem 1. Oktober um 18 Uhr 30, im Rahmen eines Webinars von Fairtrade Lëtzebuerg im Fokus stehen. Zu Gast ist der Betreiber der peruanischen Kaffeekooperative Oro Verde, Hildebrando Cárdenas. mehr lesen / lire plus

„Minister Meisch soll endlich Tacheles reden“

Anlässlich einer Pressekonferenz der SNE-CGFP zur Rentrée standen neben Hygienemaßnahmen und Lehrer*innenausbildung auch die mangelhafte Kommunikation des Bildungsministeriums im Fokus.

Am heutigen Freitag äußerte die Lehrer*innengewerkschaft SNE-CGFP scharfe Kritik an Claude Meischs (DP) jüngsten Entscheidungen. Stellvertretend sprach Präsident Patrick Remakel von chaotischen Abläufen, unzureichender Zusammenarbeit und einem Mangel an präzisen und verbindlichen Aussagen. Für die Regelung, nach welcher Lehrkräfte in Quarantäne dennoch unterrichten müssen, hat der SNE kein Verständnis. „Eine Person ist entweder vollständig in Quarantäne oder aber gar nicht. Alles andere ist für uns ein No-Go“, so Remakel.

Darüber hinaus seien sämtliche Forderungen des SNE – regelmäßige Gratistests für die gesamte Schulpopulation, Raumluftreiniger, CO2-Ampeln und Fiebermessapparate in den Klassensälen – beim Bildungsministerium auf  wenig Gegenliebe gestoßen.„Ass mehr lesen / lire plus

Bananensektor stark belastet

Fallende Verkaufspreise, steigende Produktions- und Lebenskosten: Die Covid-19-Krise hat die von Ausbeutung geprägte Bananenindustrie in eine noch tiefere Krise gestürzt.

© Fairtrade.lu

Dass die Bananenproduktion sich in einer Krise befindet ist bekannt. Schuld daran sind unter anderem Menschenrechtsbeschneidungen: Plantagenarbeiter*innen müssen oftmals zu kargen Tageslöhnen, ohne Vertrag, ohne gewerkschaftliche Vertretung und ohne Sozialversicherung arbeiten. Die Branche leidet aber auch unter anderen Aspekten. Neben dem Klimawandel macht auch die Pilzkrankheit Tropical Race 4 ihr zu schaffen: Ist ein Bananenbaum damit infiziert, stirbt er ab und der befallene Boden ist für den Anbau anschließend unbrauchbar. Der Pilz greift die Sorte Cavendish an, also ausgerechnet jene, die 95 Prozent des globalen Bananenhandels ausmacht. mehr lesen / lire plus

Aufwertung des Reinigungssektors steht immer noch aus

In puncto Gehalt, Arbeitsbedingungen und Zufriedenheit bilden Putzkräfte in der Arbeitswelt das Schlusslicht. Es ist kein Zufall, dass vorwiegend Frauen mit niedrigem Bildungsgrad und Migrationshintergrund in dem Berufsfeld beschäftigt werden.

freestockfotos.biz

Seit Oktober 2019 laufen die Tarifverhandlungen für den Reinigungssektor nun bereits. Erfolge gibt es bisher kaum, wie Estelle Winter, Zentralsekretärin des OGBL-Syndikats „Services privés de nettoyage, d’hygiène et de l’environnement“, gestern der Presse gegenüber erklärte. Bei den Verhandlungen geht es um eine bessere Entlohnung und bessere Arbeitsbedingungen.

Zu letzteren zählt etwa die Erhöhung der Vollzeitbeschäftigung. Während der Durchschnitt hier in anderen Bereichen bei 72 Prozent liegt, arbeiten im Reinigungssektor lediglich 34 Prozent der Beschäftigten in Vollzeit. mehr lesen / lire plus

Serien-Empfehlung: High Score (2020)

Ein wenig Videospielgeschichte, ein wenig Retro-Animation und sehr viele persönliche Anekdoten – die Netflix-Doku „High Score“ ist in erster Linie eine Nostalgie-Serie.

Die geschilderten Anekdoten in „High Score“ sind mit mal mehr, mal weniger gelungenen Animationen unterlegt. (© Netflix)

Eine Dokuserie über die Geschichte der Videospiele – das klingt erst mal ganz vielversprechend. Und die Netflix-Produktion „High Score“ weiß auch zu liefern, obwohl sie nicht unbedingt dem entspricht, was man erwarten könnte. Präsentiert wird nämlich nicht etwa ein chronologischer Verlauf des technologischen Fortschritts. Erzählt wird stattdessen entlang thematischer Schwerpunkte: Werbekampagnen, Gaming-Wettbewerbe, Zielgruppenerweiterung, Videospiel-Magazine und, aus heutiger Perspektive besonders lustig, Game Play Counselors, also Menschen, die rund um die Uhr über eine Helpline erreicht werden konnten und Tipps zu schwierigen Levels gaben – in Zeiten von Youtube, Twitch und Co. mehr lesen / lire plus

Sexistischer Dresscode im Diekircher Gymnasium

Schüler*innen aus Diekirch sprechen sich mittels einer öffentlichen Petition gegen Frauenfreindlichkeit und Hypersexualisierung im LCD aus. Anlass ist ein seit Kurzem geltender Dresscode.

© Efes Kitap / pixabay.com

Auf den ersten Blick ist es eine harmlos anmutende Initiative: In einem kurzen Text präzisiert das Lycée classique Diekirch (LCD) die interne Kleiderordnung für Schüler*innen. Bei näherem Lesen stellt sich jedoch die Frage nach dem Grund für manche dieser Regelungen.

„Vous êtes prié(e)s d’enlever vos casquettes, bonnets, etc. de même que vos lunettes de soleil, écouteurs, etc. à l’entrée de l’école“, so der erste Satz. Abgesehen von den Kopfhörern steht keines dieser Kleidungsstücke und Gegenstände dem aufmerksamen Folgen des Unterrichts im Weg. mehr lesen / lire plus