Francis Kirps: Die Mutationen

Autor Francis Kirps begibt sich mit „Die Mutationen“ auf glitschiges Terrain – durch das er aber in schlafwandlerischer Sicherheit souverän marschiert.

Aug’ in Aug’ mit der Weltliteratur und trotzdem spötteln. Das muss man sich schon trauen. Mittels seiner Stilsicherheit und seinem bekannt schnoddrigen Ton gelingt Francis Kirps dies mit „Die Mutationen“ durchaus. Sei es mit Altbekanntem, wie etwa der Verwandlung von Franz Kafka, die Kirps einfach mal umdreht, indem er erzählt, wie sich eine menschgewordene, freie und durchaus studierte Stubenfliege fühlt. Oder anhand etwas Abstruserem, wie Ingeborg Bachmann mit H.P. Lovecraft zu kreuzen – die Neuverfassungen der Klassiker sind durchaus gelungen. mehr lesen / lire plus

Tom Reisen : Les bulles

Dans son recueil de miniatures, le diplomate et poète transcrit ses expériences new-yorkaises – un hommage à la ville et à ses habitant-e-s. Des textes habités d’une volonté de communiquer plus que des impressions, qui se heurtent parfois aux surfaces trop luisantes de la ville qui ne dort jamais.

Pour vraiment apprécier « Les bulles », mieux vaut connaître les rues de New York. Avoir vu l’intégrale de Woody Allen ne suffit pas pour suivre le narrateur dans les rues de Manhattan, Queens ou Brooklyn – d’autant plus que la perspective des personnages de Reisen n’est pas celle du touriste, ni celle d’un-e local-e, mais d’un expatrié. mehr lesen / lire plus

Jeff Schinker : Sabotage

Dans son nouveau livre, le journaliste et auteur Jeff Schinker se veut aussi sociologue du monde du travail – tout en se livrant à un projet titanesque et fastidieux.

Nous en convenons, l’auteur a l’âge de toutes les ambitions mégalomanes et aussi la ténacité nécessaire pour les réaliser. Écrire un roman en quatre langues (français, allemand, anglais et luxembourgeois), inventer des personnages qui collent aux situations linguistiques et étaler tout cela sur plus de 300 pages, c’est proche du « karoshi » – la mort par le travail en langue nipponne, et aussi le titre d’un des chapitres de ce livre-expérience. mehr lesen / lire plus

Elise Schmit: Stürze aus unterschiedlichen Fallhöhen

Lange musste sich das Publikum gedulden bevor es das erste Buch von Elise Schmit in den Händen halten konnte. Der Band mit Kurzgeschichten, der bei Hydre Editions publiziert wurde, kann durchaus überzeugen.

Elise Schmit ist in der luxemburgischen Literaturszene längst keine Unbekannte mehr: Bereits zwei Mal wurde sie beim Concours littéraire national ausgezeichnet – unter anderem wegen einem der in dem nun erschienenem Band veröffentlichten Texte. Der Titel „Stürze aus unterschiedlichen Fallhöhen“ ist denn auch Programm, denn in jedem der insgesamt sieben Texte geht es um einen Versager, einen Sturz oder einfach nur um ein Verlassen der üblichen Wege. Am besten illustriert dies „Im Zug“ wo ein vermeintlich verlassener Liebhaber sich auf eine Irrfahrt quer durch Deutschland begibt, um sich Stück für Stück selbst aufzulösen. mehr lesen / lire plus