TADOR DIMITROV: EU-Parlament: Ort des Nichts

von | 23.03.2007

Wer das Glück hat diese kleine Ausstellung erst zu finden und dann auch noch die drakonischen Sicherheitsmaßnahmen des EU-Parlaments auf dem Kirchberg heil zu überstehen, dem bietet „Raum. Ort der Form“ womöglich eine kleine Luftblase im vorherrschenden, bedrückenden EU-BürokratieDschungel. Jedenfalls sind die farbenfrohen und lebendigen Bilder alles andere als passend zum Grau-in-Grau des Konrad Adenauer-Gebäudes. Während der Vernissage, die letzten Montag stattfand, konnte man nur schwer erkennen, dass es sich eigentlich um ein Event mit Klasse handelte. Der anwesende Künstler – Todor Dimitrov, 1961 in Bulgarien geboren und seit den 80ern in Deutschland aktiv – nahm es mit osteuropäischem Phlegma. An seinen Bildern vorbeischlendernd, erklärte er seine Konzepte: Freizeit, Raum und Form sowie die ewige Dimension der Zeit. Das ganze veranschaulicht auf bunten Bildern, deren Motive von weitem aussehen wie ein surrealistisches Sammelsurium: Max Ernst, Giorgio De Chirico oder auch noch Salvador Dali standen hier Pate. Zum Abschluss der Vernissage tanzte dann eine bulgarische Folklore-Truppe zwischen den abstrakten Bildern. Auf die Frage, was das denn mit seiner Kunst zu tun hätte, antwortete Todor: „Nichts. Aber meine Frau leitet die Tanztruppe“. Und schlenderte weiter. Welcome to Europe, Bulgaria.

______________________________
Im europäischen Parlament, Konrad-Adenauer-Gebäude, noch bis zum 30. März.

Dat kéint Iech och interesséieren

EXPO

Expotipp: Interference

Pour son exposition Interference, Giulia Thinnes choisit de présenter ses photos issues de rencontres quotidiennes dans un champ stratifié plutôt que dans une séquence linéaire. Des fragments d’images suspendus dans l’espace se chevauchent et s’obscurcissent partiellement. Des silhouettes, des objets et des textures interfèrent, disparaissent...