Pour cette semaine: Noch 3mal Wehrmacht, Auf zu Leonardo, Naturverständnis mit Demeter

von | 17.01.2003

Noch 3mal Wehrmacht

Noch drei Vorträge finden im Rahmen der Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht“ statt. Im „Centre national de Formation professionnelle continue“, 22, rue Henri Koch, in Esch/Alzette, gibt zuerst Jacques Rotenbach, am 17 Januar um 20 Uhr „Berichte eines Überlebenden aus Ausschwitz“. Jacques Rotenbach wurde 1926 in Lodz in Polen geboren. Im Alter von 13 Jahren begann 1939 bei Kriegsausbruch sein langer Leidensweg: aus dem Ghetto von Lodz kam er ins Vernichtungslager Ausschwitz-Birkenau, überlebte die Todesmärsche 1945 in die Lager von Sachsenhausen und Mauthausen, wo er im Alter von 18 Jahren befreit wurde. Organisiert haben diesen Vortrag „Les témoins de la deuxième génération“. Am 22 Januar um 20 Uhr präsentiert dann Ralph Giordano sein Buch „Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte“. Der deutsche Publizist referiert über die rassenideologisch motivierten Bevölkerungsüberlegungen der Nazis bezüglich Osteuropas. Er zweifelt grundsätzlich am Mythos einer „ehrenhaften“ Rolle der deutschen Wehrmacht während des zweiten Weltkrieges. Der letzte Vortrag findet am 23 Januar um 18.30 Uhr im Auditorium des „Musée d’Histoire de la Ville de Luxembourg“ statt. Dr. Johannes Klotz referiert zum „Mythos Wehrmacht. Nachkriegsdebatten und Traditionspflege in der Bundesrepublik Deutschland“.

Auf zu Leonardo

Am Samstag, dem 18. Januar lädt das „natur musée lëtzebuerg“ ein zum Besuch der Ausstellung über Leonardo da Vinci in Völklingen. Zu sehen sind seine bekannten Bilder (Abendmahl) und Modelle, seine Erfindungen (Hubschrauber, Auto, Fallschirm), sowie seine Skizzen zur Autonomie des Menschen. Treffpunkt ist um 10 Uhr auf dem „Park & Ride“ in Howald. Die Rückkehr ist für 17 Uhr geplant. Preis: 15 € für Jugendliche, 20 € für Erwachsene. Anmeldung beim „Science-Club / Natur Musée“, Tel. 46 22 33 451.

Naturverständnis mit Demeter

„Im 21sten Jahrhundert suchen die Menschen neue Wege im Umgang mit dem Ledendigen. Neue Techniken oder Technologien, wie z.B. die Gentechnik beziehen sich fast ausschließlich auf die physische Welt. Die anderen Bereiche, die das Wachstum, die Fortpflanzung im Lebendigen regeln, werden außer Acht gelassen, als ob sie nicht existieren würden. Das biologisch-dynamische Arbeiten ist offen für die energetische, geistige oder spirituelle Seite des Lebens. Wenn eine fruchtbare Erde und optimale Lebensmittel angestrebt werden, sind es gerade die speziellen biologisch-dynamischen Präparate, die einen Beitrag zur Förderung und Ordnung des Lebendigen leisten können.“ So der Einführungstext zu einem, vom „Veräin fir biologesch-dynamesch Landwirtschaft“ und dem „Demeter-Bond Lëtzebuerg“ organisierten Vortrag und Seminar mit Michiel Rietveld, Leiter des Kraaybeekerhofes (biologisch-dynamische Studienstätte in Driebergen in den Niederlanden, und Vize-Präsident von „Demeter-International“. Der Vortrag „Wie sieht eine Landwirtschaft aus, die sich am Lebendigen orientiert?“, findet am Donnerstag, dem 30. Januar um 20 Uhr statt. Am Freitag, dem 31 Januar folgt dann ein Seminar, das folgendermaßen eingeteilt wurde: um 10 Uhr – Was sind die Aufgaben der Landwirtschaft im 21sten Jahrhundert?; um 12.30 Uhr – gemeinsames Bio-Mittagessen (15 €); um 14 Uhr – Wie kann eine Landwirtschaft hochwertige Lebensmittel für den Menschen bereitstellen?; um 16 Uhr – Kaffeepause; um 16.30 Uhr Besichtigung „Oikopolis“, oder Fragerunde zum Thema mit Michiel Rietveld; um 18 Uhr – gemeinsames Bio-Abendessen (5 €); um 20 Uhr – Welche Entwicklungen sind notwendig, damit eine zukunftsorientierte Landwirtschaft möglich ist? Am Samstag, dem 1 Februar, um 10 Uhr, findet dann nach einer „Hofbesichtigung“ ein Abschlussgespräch statt unter dem Titel: „Praktischer Einstieg in eine Lebens-Landwirtschaft«. Anschließend besteht die Möglichkeit eines gemeinsamen Mittagessens. Vortrag und Seminar finden im „Oikopolis“ in Munsbach statt. Der Unkostenbeitrag für den Einführungskurs beträgt 30 € pro Person. Um Anmeldung wird bis spätestens zum 20. Januar gebeten. Anmeldung und weitere Informationen bei: „Veräin fir biologesch-dynamesch Landwirtschaft“, 13, Parc d’activité, Syrdall, L-5365 Munsbach, Tel. 26 15 33 80, Fax 26 15 33 81, e-mail: demeter@pt.lu

Dat kéint Iech och interesséieren

KULTURTIPP

Willis Tipps: April 2026

Seit 1999 veröffentlicht Lucas Santtana Platten. Jetzt hat der Gitarrist, Sänger, Flötenspieler und Komponist sein zehntes Album mit dem Titel Brasiliano herausgebracht. Auf jedem der elf Stücke kooperiert er mit einem*r anderen Sänger*in. So ist die in Paris lebende, am Pop orientierte Gesangskünstlerin Flávia Coelho genauso zu hören wie der mit brasilianischem Reggae bekannt gewordene Chico César oder der Superstar Gilberto Gil, der zu den Urgesteinen des Tropicália-Stils gehört.

KULTURTIPP

Eventtipp: Printemps des poètes

„Besagter Lenz ist da“, schrieb Erich Kästner – und mit dem Lenz hält auch die Lyrik wieder Einzug in Luxemburg. Während des diesjährigen „Printemps des poètes“ am 17., 18. und 19. April können sich Freund*innen der Poesie von den Texten hochkarätiger Dichter*innen aus ganz Europa begeistern lassen.

KULTURTIPP

Buchtipp: Kontinentaldrift

In „Kontinentaldrift“ präsentiert Marianne Jungmaier Reisegeschichten, deren Welthaltigkeit über die zahlreichen Ortswechsel und fast filmisch wirkenden Schauplatzbeschreibungen hinausgeht, auch wenn diese einmal mehr beweisen, dass das innere Auge – mit den richtigen Impulsen gefüttert – Landschaften entwerfen kann, die reale in ihrer
vibrierenden, farbsatten Schönheit übertrumpfen.

KULTURTIPP

Buchtipp: Stadt aus Sand

In seinem Erzählband „Stadt aus Sand“ schreibt Ángel Santiesteban über extreme Gewalt, moralische Verwahrlosung, Gewissenskonflikte, Verzweiflung, Mangel und Tod in einem Land, in dem Einwohner*in sein unweigerlich heißt, in Unfreiheit zu leben. Jede einzelne der dreizehn Kurzgeschichten beweist, dass der kubanische Autor nicht nur ein Meister...