ANNE-MARIE VAN CRAEN: Schreiwkonscht

von | 21.10.2005

Moselwein und Sushi passen gut zusammen. Aber eine japanische Kunsthochburg an der Mosel? Seit letzter Woche gibt es sie.
In Zusammenarbeit mit der japanischen Botschaft zeigt der „Kulturhuef“ in Grevenmacher zur Zeit die Kunstwerke der belgischen Kalligrafin Anne-Marie Van Craen.
Das „Shodô“, die japanische Kalligrafie, verbindet Kunst, Philosophie und Spiritualität. Die Beherrschung dieser Schreibkunst erfordert ein langjähriges Training, das auf die Vereinigung von Geist und Körper, Verstand und Gefühl hinarbeitet. Geschrieben wird nicht nur mit der Hand, sondern mit dem ganzen Körper. „Es ist ein Tanz mit geheimnisvollem Rhythmus, eine Kampfsportart. Man schwingt den Pinsel wie einen Säbel,“ erläutert die Künstlerin. „Die Emotion liegt in der Bewegung, im Ausdruck dessen, was in uns vibriert.“
So sind die Zeichen, die Van Craen als Verlängerung ihres Körpers bezeichnet, alles andere als nackte Ideogramme. Mal schwarz auf weiß, mal mit leuchtenden Farben oder persönlichen Gedichten kombiniert, entfalten sie sich auf dem Reispapier zu vielfältigen Kunstwerken, die tiefe Ruhe und abstrakte Schönheit in sich bergen.
Balsam für Augen und Seele, auch wenn man kein Sushi mag!

Dat kéint Iech och interesséieren

EXPO

Expotipp: Interference

Pour son exposition Interference, Giulia Thinnes choisit de présenter ses photos issues de rencontres quotidiennes dans un champ stratifié plutôt que dans une séquence linéaire. Des fragments d’images suspendus dans l’espace se chevauchent et s’obscurcissent partiellement. Des silhouettes, des objets et des textures interfèrent, disparaissent...