BUDGET 2006: Weniger, aber nicht anders

Kultur und Sport als Erstes, der Sozialstaat hintendran. Budgetminister Frieden setzt den Rotstift an und gestaltet damit nachhaltig die Politik. Unter fragwürdigen Vorzeichen.

Glauben wir den Schätzungen von Budgetminister Luc Frieden, wird der Luxemburger Staatshaushalt im Jahre 2006 mit einem Defizit von 301 Millionen Euro abschließen. Damit wird der Luxemburger Staat im nächsten Jahr pro Einwohner etwa 670 Euro mehr ausgeben, als er an Steuern einnehmen wird. Eine Katastrophe?

Allenfalls ein ungünstiger Trend, denn nach 2005 wäre es das dritte Mal in Folge, dass der Staatshaushalt ein Defizit aufweist. Ob die Tendenz so eindeutig ist, wie die Zahlen des Budgetministers es uns zeigen wollen, das bleibt abzuwarten. mehr lesen / lire plus

TRIPARTITE CFL: Répétition générale

L’avenir des CFL est à l’ordre du jour de la tripartite sur les chemins de fer. Le possible démantèlement de ce service public constitue le coup d’envoi de l’offensive libérale du gouvernement.

Le conseil fédéral du syndicat Landesverband était unanime samedi, 15 octobre: la déclaration de politique générale du premier ministre Jean-Claude a déçu les syndicalistes. D’après eux, le gouvernement luxembourgeois répète les mêmes pratiques néolibérales qu’à l’étranger.

Juncker n’a en effet pas traî né. Comme le prévoyaient certains, la coalition noire-rouge a attendu la fin de la dernière échéance électorale – les élections communales – pour amorcer une politique d’austérité. mehr lesen / lire plus

CHARLES TORDJMAN: „Daewoo, j’ai pas supporté“

Transformer en pièce de théâtre une fermeture d’usine n’est pas évident. Le woxx s’est entretenu avec le metteur en scène Charles Tordjman sur la pièce „Daewoo“ et sur la fonction politique du théâtre.

„La vraie vie, c’est la littérature.“ Pour Charles Tordjman, cette citation de Proust exprime que le théâtre engagé est compatible avec une approche littéraire.

„Et là commença y à penser qu’il est bien vray ce que l’on dit, que la moitié du monde ne sçay comment l’aultre vit.“ Cette phrase de Rabelais, mise en exergue du livre „Daewoo“ de François Bon, s’applique à merveille à la représentation de la pièce de théâtre au Luxembourg. mehr lesen / lire plus

WIM WENDERS: A Man’s World

In Wim Wenders „Don’t Come Knocking“ sehnt sich ein ergrauter Westernstar nach einem Leben jenseits von Sex, Drugs and Rock’n’Roll.

Sucht den Sohn und vergisst sich selbst: Sam Shepard in „Don’t Come Knocking“.

Vor einer anständigen Midlife Crisis ist wohl kein echter Kerl gefeit. Aber während der durchschnittliche Mittvierziger sich die Haare färbt und Sportwagen kauft, wirkt sich die Krise beim waschechten Westernhelden, der Realität und Mythos kaum noch trennen kann, anders aus: Er bereut sein oberflächliches Leben und sehnt sich nach Familienglück.

Zur letztgenannten Kategorie gehört Howard Spence, die Hauptfigur in Wim Wenders‘ neuem Film „Don’t Come Knocking“. Als der Westernstar von der Leere seines auf Sex und Drogenexzesse reduzierten Daseins endgültig genug hat, gibt er seinem Filmgaul die Sporen und flüchtet vom Set. mehr lesen / lire plus

ANNE-MARIE VAN CRAEN: Schreiwkonscht

Moselwein und Sushi passen gut zusammen. Aber eine japanische Kunsthochburg an der Mosel? Seit letzter Woche gibt es sie.
In Zusammenarbeit mit der japanischen Botschaft zeigt der „Kulturhuef“ in Grevenmacher zur Zeit die Kunstwerke der belgischen Kalligrafin Anne-Marie Van Craen.
Das „Shodô“, die japanische Kalligrafie, verbindet Kunst, Philosophie und Spiritualität. Die Beherrschung dieser Schreibkunst erfordert ein langjähriges Training, das auf die Vereinigung von Geist und Körper, Verstand und Gefühl hinarbeitet. Geschrieben wird nicht nur mit der Hand, sondern mit dem ganzen Körper. „Es ist ein Tanz mit geheimnisvollem Rhythmus, eine Kampfsportart. Man schwingt den Pinsel wie einen Säbel,“ erläutert die Künstlerin. mehr lesen / lire plus