Alex und die Suche nach seiner Identität

Es gibt Bücher, die man sehr gerne empfiehlt. Und es gibt auch solche, vor denen man eindringlich warnen muss. „Alex und die Suche nach seiner Identität“ ist eines der zweiten Art. Das Buch der Erzieherin und Schriftstellerin Marie-Jeanne Reichling kommt als Jugendroman daher, dahinter versteckt sich aber in Wahrheit eine ideologische Botschaft. Doch nicht nur der holprige und redundante Stil der Autorin – die bereits vor den Debatten um die Homosexuellen-Ehe als erzkonservative Hardlinerin aufgefallen ist und damit dem kläglichen Rest des Luxemburger Schriftstellerverbandes endgültig den Garaus gemacht hat – auch der Inhalt des Buches ist von Intoleranz und Ignoranz gekennzeichnet. So wird die Attraktivität des scheuen Alex für den „Verführer“ Pit geschildert – der bereits mit 12 Jahren seine Homosexualität auslebt (!) – zum Glück gibt es die netten Leute vom Bibelcamp, die es schaffen, das verwirrte Schäfchen wieder
auf den rechten Weg zu bringen. Kurz gesagt: Dieses Buch ist nicht nur als literarisches Erzeugnis hanebüchen, sondern versucht auch noch – wenn auch eher zwischen den Zeilen -, rechte Ideologien und Homophobie zu rechtfertigen. Daher gilt hier dasselbe wie bei Waschmitteln und Medikamenten: Von Kindern unbedingt fernhalten!


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