JAZZ: Frotteur de frettes fragmentaire

von | 07.11.2003

Hétéroclite, diront les grincheux. Plurivalent, serait une appréciation bien plus positive pour la multitude de climats que dispense le nouveau CD du guitariste allemand Ro Gebhardt, basé dans la région sarrebruckoise et que l’on entend aussi régulièrement au Luxembourg. Que se soient des bossas, des numéros en „up tempo“, des standards réarrangés, du pop-jazz léché, ou encore cet arrangement symphonique grandiloquent, il affiche toute la palette de ses talents de compositeur et d’instrumentiste. Viser plus large que le seul public puriste est un exercice d’équilibriste périlleux que Ro Gebhardt a maîtrisé avec goût, en adjoignant des aspérités harmoniques et rythmiques bien jazziques aux quelques chansonnettes somme toute assez lisses. On préfère tout de même les morceaux plus relevés du CD, heureusement majoritaires.

Ro Gebhardt: „On my mind“, Jazz’n’Arts 1703, www.rogebhardt.com

Dat kéint Iech och interesséieren

KULTURTIPP

Kulturtipp: Warpunk-Propaganda aus Teheran

„Sind wir nur bedeutungslose Zahlen in dieser korrupten Welt?“, fragte das iranische „Ardawahisht Collective“ am 20. Januar auf seinem Facebook-Auftritt angesichts der fortdauernden Massaker des islamischen Regimes im Iran an der dortigen Zivilbevölkerung. Eines der Mitglieder des Kollektivs von Metalmusiker*innen hatte gerade zwei neue Tracks präsentiert: „No Title – They Killed More than 12.000 in 4 Days“ und „Warpunk Rebellion MMXXVI“, so die beiden Stücke, in denen das Grauen dieser Tage verarbeitet worden ist.

KULTURTIPP

Buchtipp: Die Rettung

Um eine Vorstellung von den Auswirkungen der Klimakrise zu bekommen, brauchen wir Geschichten über die Klimakrise. „Die Rettung“ von Charlotte McConaghy hätte eine solche Geschichte sein können. Sie ist an einem sehr interessanten Ort angesiedelt: Auf einer kleinen (fiktiven) Insel zwischen der Antarktis und Australien lebt ein Vater allein...

KULTURTIPP

Albumtipp: Masquerade

Wie ein sich zuziehender Himmel verdunkelt sich das Debütalbum „Masquerade“ des irischen Quintetts „Cardinals“ graduell. Sind die Anfangsklänge noch schmissig-ausladend, kippt die Stimmung spätestens bei „Over at Last“, der als der fünfte der zehn Songs die Achse des Album bildet. Die Musik nimmt an Fahrt auf, die Gitarren drängen nach vorn...