Care-Arbeit ist eine Kunst – und das nicht nur im übertragenen Sinne, sondern auch konkret: In der Ausstellung „Who Is Doing the Washing Up?“ im Kulturhaus Niederanven sind unbezahlte Haushaltsarbeit und Familienbetreuung derzeit Thema. Dahinter steckt die luxemburgische Künstlerin Fabienne Margue. Ihr Kunstprojekt begann im Rahmen ihrer Masterarbeit an der Bauhaus Universität Weimar; es soll Care-Arbeit und Mechanismen der Ausbeutung im Kapitalismus sowie im Patriarchat kritisch beleuchten. In Workshops entstanden hierzu kollektive Performances, bei denen darstellende Künstler*innen ihre persönlichen Erfahrungen und Gedanken zu den Sujets in Bewegung übersetzt haben. Inhaltlich wie künstlerisch ein spannendes Anliegen, das leider nie an Aktualität zu verlieren scheint. Wer sich dazu austauschen oder weiterführende Informationen zum Projekt erhalten möchte, sollte sich an diesem Samstag, dem 14. Oktober, nach Niederanven begeben: Fabienne Margue ist dann nämlich in der Ausstellung anzutreffen.
Buchtipp: Kekeli
Kekeli hat sich bislang kaum mit der Geschichte ihres Vaters beschäftigt. Erst als ihre Cousine Afi aus Togo zu Besuch kommt, beginnt sie, die Vergangenheit ihrer Familie und Fragen der eigenen Identität neu zu betrachten. Jessica Mawuena Lawson entwickelt in ihrem Debütroman „Kekeli“ daraus eine Coming-of-Age-Geschichte über Zugehörigkeit und...

