(Un)reiner Wein von Bildungsminister Claude Meisch

Während Omikron in Luxemburg um sich greift und die Abgeordnetenkammer offen mit einer Impfpflicht im Kampf gegen die Pandemie liebäugelt, lockert Bildungsminister Claude Meisch die Zügel: Anfang der Woche beschloss er, dass nun auch Grundschulklassen im Zyklus 1 erst ab dem sechsten Infektionsfall in Quarantäne gesetzt werden, wie es bereits seit längerem in den Zyklen 2 bis 4 der Fall ist. Die betroffenen Mitschüler*innen und Lehrkräfte sollen sich stattdessen eine Woche lang vor Schulbeginn zu Hause auf Covid testen. Bisher reichten für die Verordnung einer allgemeinen Quarantäne im Zyklus 1 zwei Covid-Erkrankte aus. Das Syndicat national des enseignants (SNE/CGFP) zeigt sich in einer Pressemitteilung zum Thema besorgt: Die Kinder im Zyklus 1 seien größtenteils nicht geimpft, es herrsche keine Maskenpflicht und die Schüler*innen würden auf freiwilliger Basis zu Hause getestet statt in der Schule. mehr lesen / lire plus

Lyrikband: „Mir wëlle bleiwen, wat mir ginn“

Ab Samstag steht Kultur aus Luxemburg im Mittelpunkt des nationalen Pavillons bei der umstrittenen Weltausstellung in Dubai. Teil davon ist der Lyrikband „Mir wëlle bleiwen, wat mir ginn. Gedichter aus Lëtzebuerg“, herausgegeben von Guy Helminger. Nehmen die Gedichte Kritiker*innen des Kulturauftritts den Wind aus den Segeln?

Der Gedichtband 
„Mir wëlle bleiwen, wat mir ginn. Gedichter aus Lëtzebuerg.“, der im Zuge der Weltausstellung in Dubai entstand, hält ein paar national-kritische Werke bereit. (Copyright: Centre national de littérature)

Zuerst die Rutschbahn, jetzt die Poesie: Der Luxemburger Pavillon, der von seinen Organisator*innen als einziger Pavillon mit Rutschbahn gefeiert wurde, steht ab morgen, dem 15. mehr lesen / lire plus

Miniserie: Gegen Sexismus rappen

Frauen im Rap gleich leicht bekleidete Backgroundtänzerinnen? Nicht nur: Die Miniserie „Girlhood, Frauen im Rap“ von Arte offenbart, dass Hip-Hop sich weltweit zum Sprachrohr für junge Feminist*innen entwickelt.

Die Rapperinnen der Dokumentarserie „Girlhood, Frauen im Rap“ texten oft über Mehrfachdiskiminierung, wie auch die kreolische Sängerin Meryl, die sich unter anderem mit den Folgen der Kolonialgeschichte auseinandersetzt. (Copyright: Flair Production)

„Frauenrap gibt es nicht“, behauptet die kreolisch-französische Rapperin Meryl in der vierteiligen Dokuserie „Girlhood, Frauen im Rap“ auf arte.tv. Was es jedoch zweifellos gibt, das sind aufstrebende Künstlerinnen in der Hip-Hop-Szene: Arte porträtiert acht junge Rapperinnen aus Deutschland, Südafrika, Frankreich und Marokko. mehr lesen / lire plus

Wohnungsmarkt: Schrittweise zum Eigenheim?

Die im Dezember vorgestellte Aktiengesellschaft BlocHome will den Einstieg in den Immobilienmarkt erleichtern: Wer tausend Euro übrig hat, kann sich in ein Gebäudenetzwerk einkaufen. Zeigt das Projekt Wege aus der Wohnungskrise auf?

BlocHome will Einsteiger*innen in den Immobilienmarkt eine Perspektive bieten. (Copyright: Pexels/SevenStorm Juhaszimrus)

Manche kaufen ihr Brot in Scheiben, andere ihre Immobilien – zumindest ist das seit 2021 in Luxemburg möglich: Die Aktiengesellschaft BlocHome ermöglicht Investor*innen, Anteile an seinem Gebäudenetzwerk zu kaufen und so zu Miteigentümer*innen zu werden. In Luxemburg sollen bis zu 3.000 Wohneinheiten entstehen, im Idealfall werden diese durch Gebäude im Ausland ergänzt. Der Mindestbetrag für Investitionen liegt bei 1.000 Euro. mehr lesen / lire plus

Fluid – Sex mal anders: Liebe im Schnelldurchlauf

Zwei heterosexuelle Paare bringen in der Webserie „Fluid – Sex mal anders“ mit neuen Partner*innen und Sexspielzeug Schwung in ihre langjährigen Beziehungen. Dabei brechen sie mit Tabus und Geschlechterstereotypen.

Emma und Léo lieben sich seit Jahren, doch Emmas Sehnsucht nach einer Frau stellt ihre Beziehung auf die Probe. (Copyright: arte.tv)

In nur wenigen Minuten wird das Leben von zwei Pärchen umgekrempelt: Die französische Webserie „Fluid – Sex mal anders“ auf arte.tv kommt mit zehn Folgen zwischen fünf und elf Minuten aus. Mehr braucht es nicht, um die langjährigen Beziehungen von Esther (Manon Kneusé) und Waël (Matthias Jacquin), Emma (Pauline Clément) und Léo (Simon Thomas) aufzumischen. mehr lesen / lire plus

Bearbeitungsgebühren an der Uni: Chance auf Studienplatz gegen Geld

Wer sich für ein Studium an der Universität Luxemburg bewerben will, muss ab Februar Bearbeitungsgebühren zahlen. Sorgt das für ungleiche Einstiegschancen? Das Ministerium für Hochschule und Forschung sowie die Universität bezogen der woxx gegenüber Stellung – sie winken ab.

Copyright: Pixabay

Ab Februar 2022 müssen Menschen, die sich auf ein Studium an der Universität Luxemburg bewerben wollen, Geld ausgeben: Es fallen Bearbeitungsgebühren in Höhe von 50 Euro pro Dossier an. Anwärter*innen auf ein Doktorat oder auf Weiterbildungen sowie Gasthörer*innen, Studierende von Partneruniversitäten und Erasmus-Student*innen bleiben von der Regelung verschont. Die Einführung wurde mit Vertreter*innen der Association des Cercles d’étudiants luxembourgeois und der Union nationale des étudiants du Luxembourg abgesprochen. mehr lesen / lire plus

Das Forum macht neu

Die einen wollen mit dem Rauchen aufhören, die anderen mehr Sport treiben – das Monatsmagazin Forum verfolgt zum neuen Jahr einen anderen Vorsatz: die eigene Neuausrichtung. Das Magazin, das seit 1976 jeden Monat im Briefkasten seiner Abonnent*innen landet, erscheint ab Januar nur noch alle zwei Monate. Eine regelmäßige Veranstaltungsreihe ersetzt die ausbleibenden Hefte: Beim „public forum“ treffen im kommenden Jahr jeden zweiten Monat Menschen zusammen, um über gesellschaftlich und politisch relevante Themen zu sprechen. Darüber hinaus bietet das Forum demnächst exklusive Inhalte auf seiner Internetseite an. Mit der Umstrukturierung reagiert das traditionsreiche Magazin auf die medialen und gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre. mehr lesen / lire plus

Kulturpodcast: Um Canapé mat der woxx – #11 Konscht um Spektrum

Maacht Iech et gemittlech, mir hunn hei déi lescht Episode vum Kulturpodcast „Um Canapé mat der woxx“ fir dëst Joer: D’Joanne Theisen an d’Isabel Spigarelli huele Filmer a Serien ënnert Lupp, an deene Mënschen um autistesche Spektrum d’Haaptroll spillen.

Copyright: Isabel Spigarelli/woxx

Mënschen um Spektrum sinn Nerds, iwwerbegabt a gi mat intimen Bezéiungen net eenz – Klischee oder Realitéit? Zesummen mam Joanne Theisen, selwer um Spektrum, diskutéiert d’Isabel Spigarelli entspriechend erfollegräich Filmer a Serien wéi Love On The Spectrum, Atypical, Big Bang Theory, Rain Man oder Adam. Dobäi kommen si ënner anerem och op d’Representatioun vu Fraen um Spektrum, Grenziwwerschreidung beim Dating souwéi d’Duerstellung vu Behënnerungen a mentalen Krankheeten am Allgemengen ze schwätzen. mehr lesen / lire plus

LGBTIQA+: Von der Freude zur Sorge

Der Europäische Gerichtshof stärkt lesbische Eltern, während Länder in Europa ungeschriebene Gesetze gegen LGBTIQA+ Menschen ausführen. Beides wurde diese Woche bekannt.

Die Rechte von LGBTIQA+ Menschen werden in der Europäischen Union zwar verteidigt, aber außerhalb stehen sie auf wackeligen Beinen. (© Rodnae Productions/Pexels)

Ein britisch-bulgarisches Frauenpaar bekam in Spanien ein Kind. Spanien stellte eine Geburtsurkunde aus, nach der beide Frauen rechtlich als Mütter gelten. Später beantragte das Paar in Bulgarien Reisedokumente, was die dortigen Behörden mit Hinweis auf die fehlende nationale Geburtsurkunde verweigerten. Das Paar zog vor Gericht, der Fall landete am Europäischen Gerichtshof – und der verteidigte am Dienstag ihre Rechte: Der EU-Mitgliedstaat, dessen Staatsangehörigkeit ein Kind besitzt, ist dazu verpflichtet, ihm einen Personalausweis oder einen Reisepass auszustellen, auch ohne eine nationale Geburtsurkunde. mehr lesen / lire plus

Ambulanz mit Blaulicht auch für Ungeimpfte

Wer nicht gegen Covid geimpft ist, dem wird der Transport im Krankenwagen verwehrt? Genau das soll einem Mann laut dessen Aussagen widerfahren sein, der sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen kann und im Zuge einer schweren Infektion mit dem Virus wegen Atemnot den Rettungsdienst herbeirief. Er wandte sich an die Partei ADR – die Abgeordneten Fernand Kartheiser und Jeff Engelen hakten in einer parlamentarischen Anfrage bei der Gesundheitsministerin Paulette Lenert und der Innenministerin Taina Bofferding (LSAP) nach. Die dementieren entsprechende Anweisungen: Auch ungeimpfte Bürger*innen werden mit dem Krankenwagen transportiert. Seit Beginn der Pandemie müssen alle Patient*innen dabei eine chirurgische Maske tragen. mehr lesen / lire plus

Kulüp: Crashkurs in türkischer Geschichte

Die türkische Serie „Kulüp“ (The Club) thematisiert die Unterdrückung religiöser Minderheiten im Istanbul der 1950er-Jahre anhand einer bemerkenswerten Frau.

Die Serie „Kulüp“ beginnt mit Matilda ( Gökçe Bahadır): 
Eine furchtlose Frau, deren Schicksal von religiösen Machtkämpfen in der Türkei der 1940er-Jahre und der Nachkriegszeit geprägt ist. (Copyright: Netflix)

Wer etwas über die Vergangenheit der Stadt Istanbul lernen will, geht in den Club – und zwar in den der Regisseur*innen Zeynep Günay Tan und Seren Yüce. Die beiden drehen in ihrer neuen Netflix-Serie „Kulüp“ (The Club) die Zeit zurück und konfrontieren das Publikum mit der Diskriminierung religiöser Minderheiten im Istanbul der Nachkriegszeit. mehr lesen / lire plus

ACEL: „O Josi“, wir haben ein Problem

Rassismus, Sexismus und Vergewaltigung: Das „Lidderbuch 2020“ der luxemburgischen Studierendenvertretung ACEL ist mit problematischen Liedern durchsetzt. Die ACEL ringt um plausible Erklärungen.

Die Studierendenvertretung ACEL gibt zu, dass ihr Liederbuch schwer vertretbare Texte beinhaltet, doch die Überarbeitung geht nur schleppend voran. (Screenshot/ACEL)

„ACEL, are you ok?“, fragte Mara Stieber die Studierendenvertretung ACEL vor wenigen Tagen in einem Beitrag auf dem sozialen Netzwerk Instagram. Damit erkundigte sie sich nicht nach dem Wohlbefinden der Mitglieder, sondern zweifelte die Werte der traditionsreichen Organisation an: In deren „Lidderbuch 2020“, einer Ansammlung von Volksliedern aus verschiedenen Ländern, tauchen rassistische, sexistische und Vergewaltigung verherrlichende Lieder auf. mehr lesen / lire plus

Podcast-Empfehlungen: Das ist gut zu hören!

Die einen hören das Gras wachsen, die anderen ziehen dem Grünzeug Podcasts vor: Die woxx präsentiert drei Formate, die sowohl die Lachmuskeln trainieren als auch die Neugier und den Wissensdurst stillen.

Schamlos – der Podcast für niveaulose Feminist*innen

Böse Zungen behaupten, Feminist*innen und Aktivist*innen im Allgemeinen verstünden keinen Spaß. Das Berliner Comedy-Trio Janina Rook, Matilde Keizer und Antonia Bär überzeugt die Kritiker*innen vom Gegenteil: In ihrem Podcast „Schamlos – der Podcast für niveaulose Feminist*innen“ knüpfen sie sich seit März 2020 ernste und leichte Themen mit Humor und Selbstironie vor. Meistens komplettieren interessante Gäst*innen die Runde. In der Folge „Böse“ kommt beispielsweise Ciani-Sophia Hoeder, Kolumnistin bei der Süddeutschen Zeitung und Gründerin von „Rosa Mag“, einem Online-Magazin für afrodeutsche Frauen, dazu. mehr lesen / lire plus

Endometriose: Die Ausnahme der Regel

Eine aktuelle Petition fordert: Luxemburg soll die gynäkologische Krankheit Endometriose in die Liste der Langzeiterkrankungen aufnehmen. Ein Erfolg ist unwahrscheinlich, und die Gründe hierfür sind vielschichtig.

Starker Blutverlust und heftige Schmerzen während der Menstruation sind nicht die Regel: Dahinter kann sich die Krankheit Endometriose verstecken – doch das erfahren Betroffene oft erst nach vielen Jahren. (Copyright: Cottonbro/Pexels)

„Ich dachte, dass die Ärzte recht haben und ich nur übersensibel bin, dass es normal ist, zu leiden, als Frau“, sagt Liliana Rodrigues, die seit ihrem elften Lebensjahr an Endometriose leidet. Dabei handelt es sich um zwar gutartige, aber meist schmerzhafte Wucherungen von Gewebe der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium), die sich außerhalb der Gebärmutterhöhle und teils an benachbarten Organen ansiedeln. mehr lesen / lire plus

Gesetzesprojekt zur Kulturförderung vorgestellt

Nach dem Corona-Krisenplan für den Kultursektor legt die zuständige Ministerin Sam Tanson nun mit einer längerfristigen Perspektive nach: Ihre Behörde stellte diese Woche eine überarbeitete Version des Gesetzes zur Förderung der „artistes professionnels indépendants“ und der „intermittents du spectacle “ vor. Ziel des Gesetzesprojekts ist es, die Arbeitsbedingungen der betroffenen Berufsgruppen zu verbessern. Geplant sind unter anderem eine Professionalisierung der Kulturszene, die Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen an die Arbeitsbedingungen der Künstler*innen, die Förderung von Nachwuchskünstler*innen sowie die Vereinfachung administrativer Abläufe. Auch der Zugang zum Künstler*innenstatut soll erleichtert und der Zeitraum, in dem die Künstler*innen staatliche Beihilfen beziehen können, verlängert werden. Die „intermittents du spectacle“ können zudem künftig von der Möglichkeit Gebrauch machen, die Auszahlung der Beihilfe an ihre Lebenssituation anzupassen – beispielsweise im Falle von Elternurlaub oder Krankheit. mehr lesen / lire plus

Digitale Kunst: Du spielst, was Du bist

Die Künstlerin Danielle Brathwaite-Shirley fügt Gender und Kolonialgeschichte in Spielwelten ein, die von der Identität ihrer Besucher*innen bestimmt werden.

In dem künstlerischen Videospiel „Pirating Blackness“ konfrontiert Danielle Brathwaite-Shirley ihr Publikum mit Kolonialgeschichte. (Copyright: Screenshot/Danille Brathwaite-Shirley)

„What’s revealed to your gaze will depend on how you identify“, heißt es im Anmeldebüro der City of Dreams, die in dichtem, gelbem Nebel versinkt. Zwar fällt die Aussage in Danielle Brathwaite-Shirleys interaktivem Kunstwerk „I don’t know if there was a time I didn’t need you“ (2020), doch sie ist charakteristisch für alle ihre Arbeiten, die derzeit im Internet zu finden sind: Es sind Videospiele, deren Verlauf von Gender und Ethnie ihrer Spieler*innen abhängt. mehr lesen / lire plus

RTL: Weihnachtsglocken zu Rassismus

RTL lässt einen weißen Mann über Schwarze Mitbürger*innen herziehen, bevor es dann um die Sicherheit der Weihnachtsdeko und Schutzengel für das hauptstädtische Bahnhofsviertel geht.

CC BY Maciej Górnicki NC 2.0

Anm. d. Redaktion: Dieser Text zitiert rassistische Aussagen, um die beschriebenen Geschehnisse zu schildern.

„Déi, déi sech trauen, eis eppes ze erzielen iwwer hiren Alldag, wunnen ënnenof der Stroossbuerger Strooss (…)“, beginnt der Beitrag über die verschobene Bürger*innenversammlung zur Sicherheit im Quartier Gare, der am 15. November auf RTL ausgestrahlt wurde. „[K]omplizéiert hei ze wunnen, fannen si.“ Die Journalist*innen übernehmen mit dieser Einführung die Spaltung des Bahnhofsviertels in zwei Lager, die zurzeit auch in der Rhetorik der Lokalpolitiker*innen zu beobachten ist: Auf der einen Seite gibt es die besorgten Bürger*innen, auf der anderen Seite verstecken sich Kriminelle. mehr lesen / lire plus

Kostenlose Tampons zum Trost

Eine gesetzlich verankerte Dispens bekommen menstruierende Menschen in Luxemburg nicht, dafür aber einige von ihnen gratis Menstruationsprodukte: Taina Bofferding, Ministerin für die Gleichstellung von Frauen und Männern, weihte diese Woche einen Automaten zur Verteilung von Hygieneprodukten im „Drop In“ der Croix Rouge ein – einem Zentrum für Sexarbeiterinnen und Drogenabhängige. Die Aktion geht auf die Struggirls zurück. Hauptziel des jungen Kleinunternehmens ist die Installation entsprechender Automaten in öffentlichen Institutionen und Unternehmen. Dies ist auch eine der drei Forderungen der Aktionsplattform Jif, die kürzlich zu einem offenen Treffen zu Menstruation und Arbeit einlud. Die Jif verlangt in dem Zusammenhang auch, dass in allen Sektoren erst nach drei Tagen Arbeitsunfähigkeit ein ärztliches Attest vorgelegt werden muss, sowie stärkere Bildungsarbeit und Sensibilisierung zu Menstruation. mehr lesen / lire plus

Konzert: Liebespfeil trifft Audre Lorde

Hinter Flèche Love steckt die queer-feministische Musikerin Amina Cadelli, die am kommenden Mittwoch zur kürzesten Weltreise aller Zeiten im Neimënster einlädt.

Flèche Love veröffentlichte am 15. Oktober 2021 ihr neues Album „Naga Pt.2“, in dem sich musikalische Einflüsse aus dem Orient mit spanischen Texten und Rap vermischen. (Copyright: ScubaBeer, CC BY-SA 4.0)

Amina Cadelli, Komponistin und Sängerin, ist seit 2015 alleine mit ihrem Solo-Projekt Flèche Love unterwegs. Damals trennte sie sich wegen Sexismus männlicher Bandmitglieder von der Indie-Gruppe Kadebostany.

Cadelli, die sich als queer und feministisch beschreibt, musste sich anschließend gegen Frauen verteidigen, die ihre Beweggründe zum Ausstieg aus der Band Kadebostany schlechtredeten: Manche Frauen beschuldigten sie, zu lange in der Band geblieben zu sein und sich selbst nicht geschützt zu haben. mehr lesen / lire plus

Frauenmord: „Per non dargliela vinta“

Die italienische Fotografin Stefania Prandi macht in ihrer Fotoausstellung „Les conséquences“ Femizide und die Spuren, die sie bei Angehörigen der Opfer hinterlassen, sichtbar.

Giovanna Ferrari ist eine von vielen Müttern, die in Italien um ihre ermordeten Töchter trauern – die Fotografin Stefania Prandi beleuchtet ihre Schicksale. (Copyright: Stefania Prandi)

Sie haben keine Sonderstellung in Luxemburgs Mordstatistik, dafür aber jetzt im öffentlichen Raum: Frauenmorde. Stefania Prandi, italienische Fotografin und Journalistin, widmet den Opfern von Femiziden und ihren Angehörigen noch bis zum 16. November die Fotoausstellung „Les conséquences“ auf dem Vorplatz der Rotunden in Luxemburg-Stadt.

Meist sind es Eltern, oft Mütter, die im Mittelpunkt ihrer Fotos stehen. mehr lesen / lire plus