Cyber-Structures: Material Realities – Digital Experiences

von | 27.06.2024

(Foto: woxx)

Von physischen Infrastrukturen bis hin zu digitalen imaginären Gesellschaftskollektiven: In einem interaktiven Rundgang durch das Escher Stadtzentrum wirft die Plattform Elektron ein Scheinwerferlicht auf sechs verschiedene Orte. Die Runde beginnt in der Konschthal Esch mit zwei von insgesamt acht Kunstwerken. Eine Installation aus mehreren alten Computern und ein auf eine Wand projiziertes Video erzählen fiktive Geschichten aus einer Welt im Jahr 2030 an den Ufern des durch die Metropole Manila fließenden Flusses Posig. Nebenan flimmern Tausende von Schnappschüssen im Dunkeln auf und dokumentieren die Entstehung und Zerstörung der natürlichen Ökosysteme. Internetkabel, unterirdische Flüsse, Datenbanken und digitale Netzwerke: Sowohl digitale als auch natürliche Verbindungen tauchen in unterschiedlichen Formen in den jeweiligen Kunstwerken auf. So auch auf dem Weg durch die Rue d‘Alzette hinauf zum Bridderhaus, wo unter anderem ein interaktives Werk des Kollektivs „Xenoramam‟ wie fließendes Wasser auf die Schritte der Passant*innen reagiert. Die teils mithilfe von künstlicher Intelligenz erstellten Werke weisen alle auf spannende Weise auf die Konsequenzen der digitalen Entwicklung und des Baus von Infrastrukturen hin, lassen aber gleichzeitig spekulativen Zukunftsvisionen freien Lauf.

Der Rundgang beginnt in der Konschthal Esch und führt über die rue d‘Alzette zum Centre Mercure bis hin zum Bridderhaus.
Weitere Informationen, wie Öffnungszeiten der Ausstellungsorte und Ausstellungsdauer: elektron.lu

Dat kéint Iech och interesséieren

KULTURTIPP

Willis Tipps: April 2026

Seit 1999 veröffentlicht Lucas Santtana Platten. Jetzt hat der Gitarrist, Sänger, Flötenspieler und Komponist sein zehntes Album mit dem Titel Brasiliano herausgebracht. Auf jedem der elf Stücke kooperiert er mit einem*r anderen Sänger*in. So ist die in Paris lebende, am Pop orientierte Gesangskünstlerin Flávia Coelho genauso zu hören wie der mit brasilianischem Reggae bekannt gewordene Chico César oder der Superstar Gilberto Gil, der zu den Urgesteinen des Tropicália-Stils gehört.

KULTURTIPP

Eventtipp: Printemps des poètes

„Besagter Lenz ist da“, schrieb Erich Kästner – und mit dem Lenz hält auch die Lyrik wieder Einzug in Luxemburg. Während des diesjährigen „Printemps des poètes“ am 17., 18. und 19. April können sich Freund*innen der Poesie von den Texten hochkarätiger Dichter*innen aus ganz Europa begeistern lassen.

KULTURTIPP

Buchtipp: Kontinentaldrift

In „Kontinentaldrift“ präsentiert Marianne Jungmaier Reisegeschichten, deren Welthaltigkeit über die zahlreichen Ortswechsel und fast filmisch wirkenden Schauplatzbeschreibungen hinausgeht, auch wenn diese einmal mehr beweisen, dass das innere Auge – mit den richtigen Impulsen gefüttert – Landschaften entwerfen kann, die reale in ihrer
vibrierenden, farbsatten Schönheit übertrumpfen.

KULTURTIPP

Buchtipp: Stadt aus Sand

In seinem Erzählband „Stadt aus Sand“ schreibt Ángel Santiesteban über extreme Gewalt, moralische Verwahrlosung, Gewissenskonflikte, Verzweiflung, Mangel und Tod in einem Land, in dem Einwohner*in sein unweigerlich heißt, in Unfreiheit zu leben. Jede einzelne der dreizehn Kurzgeschichten beweist, dass der kubanische Autor nicht nur ein Meister...