
(© Ken Woroner/Netflix)
„Kein Regisseur verschreibt sich glühender dem Menschlichen im Monster und dem Monströsen im Menschen“, schreibt The New Yorker über Guillermo del Toro, der sich mit seiner Frankenstein-Interpretation einen Kindheitstraum erfüllt hat. Der Film erzählt die bekannte Geschichte Mary Shelleys großzügig abgewandelt aus der Sicht Victor Frankensteins und der von ihm erschaffenen Kreatur. Entstanden ist ein Vater vs. Sohn/Schöpfer vs. Kreatur-Werk, das vor del-Toro-typischer Motive strotzt und es versteht, die bekannte Gothic-Romance-Stimmung heraufzubeschwören. Bildgewaltig und für seine zweieinhalb Stunden erstaunlich kurzweilig, ohne jedoch an del Toros vergangene Filme (Pans Labyrinth, Shape of Water) heranzureichen.

