LuxFilmFest: Seeds 

von | 07.03.2026

© Walking Productions, INDOX

„Seeds“ von Brittany Shyne ist ein poetischer Dokumentarfilm über schwarze Farmerfamilien im Süden der USA. In eindringlichen Schwarzweißbildern beobachtet die Kamera den Alltag von Menschen, die trotz struktureller Diskriminierung an ihrem Land festhalten. Besonders berührend sind die kleinen, zärtlichen Momente: eine Großmutter, die mit ihrer Enkelin einen Snack teilt, Nachbarn, die selbstverständlich füreinander da sind. Shynes Bildkompositionen verleihen selbst unscheinbaren Szenen – einem Kind auf der Ladefläche eines Trucks, Blättern im Wind – eine stille Schönheit. So entsteht das Porträt einer Gemeinschaft, deren Zusammenhalt und Fürsorge stärker wirken als die Härte der Umstände. „Seeds“ ist weniger Anklage als eine ruhige Meditation über die Arbeit auf den Feldern und den Zusammenhalt einer Gemeinschaft, die über Generationen gewachsen ist. 
 
Bewertung: XXX


 „Seeds“ ist im Rahmen des Luxembourg City Filmfestivals am 12. März um 20:45 Uhr im Kapuzinertheater zu sehen.

 

Dat kéint Iech och interesséieren

FILMTIPP/FLOP

Im Kino: Wuthering Heights

Zugegeben: Emerald Fennells Romanverfilmung „Wuthering Heights“ schafft Bilder, die dem Auge schmeicheln. Leider aber können die wuchtigen, farbtiefen Kompositionen allein den Film nicht tragen. Die darin erzählte Geschichte, die Emily Brontës Roman mehr zitiert als in ein anderes Medium transponiert, ist erschreckend substanzlos. Die Erotik,...