(lc) – Den so genannten „richtigen“ Künstlern graut es normalerweise vor den Biografen und deren Versuche ihr Leben zwischen zwei Buchdeckeln zu pressen. Recht haben sie, denn kein Lebenslauf und schon gar nicht der eines Künstlers lässt sich jemals wirklich auf das Geschriebene reduzieren. Oder etwa doch? Jedenfalls probiert die luxemburgische Künstlerin Britt Bernard mit ihrem Buch „Spiegel und Spiegelbilder – Werke und Lebensweg einer luxemburgischen Künstlerin“ genau dies – und schlimmer noch: Sie schreibt ihre Autobiografie. Herausgekommen ist ein Patchwork aus Familien- und Urlaubsfotos, kombiniert mit einfachen Informationen und Aufnahmen ihrer Kunst, die meistens den Vorteil hat als das zu erscheinen was sie ist: reinste Nachahmerei. Das automatische Zeichnen haben die Surrealisten vor ihr entdeckt und auch die Indianer konnten schöner töpfern. In einem Wort: Frau Bernard tut sich keinen Gefallen mit diesem Buch.
Regisseur Michelangelo Antonioni: Der Weg in die filmische Moderne
Michelangelo Antonioni ist ein Name, der für den Film ebenso wichtig ist wie Marguerite Duras für die Literatur oder Giorgio de Chirico für die Malerei. Zweifelsohne gilt der italienische Regisseur als einer der bedeutendsten Modernisierer*innen des Kinos in Europa nach 1950. Sein Werk prägt die internationale Filmgeschichte. Die Bedeutung von...

