EIB IN DER KRITIK: Öffentlich heißt nicht offen

Sie ist die größte der weltweit operierenden Entwicklungsbanken und doch den wenigsten bekannt: Die Europäische Investitionsbank finanziert als verlängerter Arm der EU Infrastrukturprogramme, deren Auswirkung kaum hinterfragt wird.

„Es ist wie in Kafkas Welt.“ Peter Mihok vom slowakischen „Center for Environmental Public Advocacy“ sieht eine Parallele zu Kafkas absurden und grotesken Beschreibungen vom Anfang des vergangenen Jahrhunderts, wenn er auf die Informationspolitik der Europäischen Investitionsbank (EIB) zu sprechen kommt.

Der junge Umweltschützer aus Osteuropa will nicht verstehen, weshalb ein Kredit der EIB an die slovakische Eisenbahn unter größter Geheimhaltung stehen soll. Tatsächlich hat es den Anschein, dass die Eisenbahn in seinem Heimatland, seitdem sie im Jahre 1999 200 Millionen Euro als Darlehen erhalten hat, eine Betriebsstrategie verfolgt, die eher mit dem Ab- als dem Aufbau des öffentlichen Transportes zu tun hat: Die Fahrkartenpreise wurden um 30 Prozent erhöht, während die Lohnkosten bis zum Jahre 2007 um rund ein Drittel gesenkt werden sollen – 18.000 mehr lesen / lire plus

BELGIQUE: Une déroute annoncée?

La coalition arc-en-ciel aurait pu devenir un modèle durable, elle s’est transformée en siège éjectable.

Les conséquences de l’échec qu’a subi la famille politique verte chez nos voisins belges sont difficiles à mesurer. Si un recul en nombre de voix, après les résultats faramineux de 1999, était prévisible, personne n’avait envisagé une défaite d’une telle envergure. Agalev, le parti flamand, ne compte plus aucun député ni sénateur, alors qu’Ecolo, bien qu’ayant limité la casse, passe en-dessous de la cote qui lui donne droit à un groupe politique à la chambre des député-e-s. A ce recul en voix et en mandats s’ajoute une facture salée, car les deux partis seront amputés d’importants financements publics. mehr lesen / lire plus

LAGE DER NATION: Blood, sweat and black chocolate

Ein Jahr vor der nächsten Chamberwahl verhärtet sich die regierungspolitische Rhetorik. Rechte Politik scheint wieder salonfähig.

„Et gëtt virun de Wale keng Knippercher a keng Korënten. Et gëtt schwaarze Schockela an heiansdo haart Brout. Et gëtt net esou haart datt d’Leit sech d’Zänn ausbäissen. Mee dat Brout wat mer fir 2004 bake, soll laang halen – fir datt mer nach laang z’iessen hunn.“ Seitdem im Herbst des vergangenen Jahres die luxemburgischen Wirtschaftsdaten sich schlagartig in einem düsteren Licht darstellen, hat sich auch der Sprachgebrauch von Jean-Claude Juncker gewandelt. Sein Pech: Nur ein Jahr vor dem nächsten Wahlgang müssen Durchhalteparolen und Gürtel-enger-Schnallen-Appelle an die Stelle von perspektivischen, Jahrzehnte übergreifenden Reformvorschlägen treten. mehr lesen / lire plus

BELGIQUE: La nuit volée

Deux semaines avant la fin de la législature, Ecolo a quitté le gouvernement belge. Pour des raisons électoralistes, les accuse-t-on. Le dossier sur lequel s’est brisé le projet arc-en-ciel pose cependant des questions fondamentales.

Survoler en pleine nuit des quartiers résidentiels, est-ce bien raisonnable? Les habitants intra-muros de Paris ne se posent même pas cette question: le survol de la capitale est tout simplement interdit à toute l’aviation – de jour comme de nuit.

A Bruxelles les choses se présentent différemment: la capitale de la Belgique est soumise au va-et-vient des avions, d’autant plus que l’aéroport de Zaventem n’est pas très éloigné du centre ville. mehr lesen / lire plus

IRAK: Der falsche Weg

Auch der überraschend schnelle Sturz Saddam Husseins legitimiert nicht im Nachhinein den Krieg.

Wird ein völkerrechtswidriger Krieg dadurch gerechter, dass er gewonnen wird? Sicherlich nicht, doch hilft die Siegesstimmung, die sich jetzt in den Ländern der Koalition breit macht, so manche Ungereimtheit im Unternehmen „Entwaffnung des Irak“ zu übertünchen.

Genauso wenig ist ein kurzer Krieg gerechter als ein lang andauernder. Natürlich ist jeder Tag, den der Irak-Krieg früher zu Ende geht, ein „guter Tag“, wie sich unser Premier auszudrücken pflegt – egal, ob jemand Kriegsgegner oder -befürworter ist oder war.

Auch ist die Nachricht vom Sturz eines diktatorischen Regimes immer eine gute Nachricht – vorausgesetzt das entstehende Machtvakuum wird nicht irgendwelchen undurchsichtigen Gestalten überlassen, die sich so ungehemmt ihr eigenes Regime zurecht schneidern können. mehr lesen / lire plus

ISRAEL/PALESTINE: Le provisoire qui dure

Ruth Il Raz, une opposante juive aux occupations des territoires palestiniens, était à Luxembourg cette semaine. Témoignage d’une situation qui risque tomber à l’oubli alors que la guerre en Irak bat son plein.

La soixantaine, assistante sociale de profession, Ruth Il Raz est en tournée européenne pour faire écho de la campagne „Le droit de vivre dans un foyer et une patrie“ que son organisation l'“Israeli Committee against House Demolition“ (Icadh) mène ensemble avec une organisation soeur palestinienne, le „Jerusalem Centre for Social and Economic Rights“ (JCSER). Lundi dernier, lors d’une conférence de presse et d’une soirée publique organisées par le Comité pour une Paix juste au Proche-Orient et l’Action Solidarité Tiers Monde, Ruth a développé son analyse d’un conflit vieux de plus de 50 ans et qui est à l’heure actuelle dans sa plus grave crise depuis la signature des traités d’Oslo. mehr lesen / lire plus

KRIEG IM IRAK: Eher durchsichtig als glasklar

Der Versuch der Luxemburger Regierung sich des Vorwurfs zu entledigen, sie habe in Sachen Irak Politik unklare Positionen eingenommen, ist nicht überzeugend.

Jean-Claude Juncker wird nicht müde zu betonen, „militärische Gewalt kommt für uns nur als allerletztes Mittel in Frage“ – so geschehen in einem Streitgespräch mit Jean Asselborn im LW -, und er wehrt sich gegen Vorwürfe von Seiten der Oppositionsparteien, keine klare Position eingenommen zu haben. „Ich bin kein Kriegstreiber“, regt Juncker sich auf, und wehrt sich damit gegen etwas, was niemand ihm unterstellt hat.

Was aber der friedensbewegten Mehrheit hierzulande sauer aufgestoßen ist, war das Ausklinken Luxemburgs aus der Gruppe jener Länder, die vermeiden wollten, dass sich die Nato, vorab und sozusagen durch ein Hintertürchen, ein Angriffsmandat auszustellen versuchte. mehr lesen / lire plus

QUELLENSTEUER: Harmonischer Selbstbetrug

Nach der jüngsten Ecofin-Einigung zur Quellensteuer gab es nur zufriedene Gesichter. Fakt ist, dass das Bankgeheimnis vorerst gewahrt bleibt. Eine demokratische und transparente Besteuerung der EU-BürgerInnen wird es also weiterhin nicht geben.

Glauben wir Budget-Minister Frieden, dann ist nach der europäischen Einigung in Sachen Quellensteuer der beste Garant für den Fortbestand des Luxemburger Finanzplatzes die derzeitige deutsche Regierung. Deren nicht völlig selbstverschuldete Finanznot treibt die betuchten deutschen SteuerzahlerInnen scharenweise ins Ausland. Auch Luxemburg wird von einem beachtlichen Teil dieser Flüchtlinge der besonderen Art beglückt. Da der deutsche Finanzminister Hans Eichel „jeden Montag“ (dixit Frieden) seine SteuerzahlerInnen mit immer neuen Regelungen abschreckt, werden – auch bei einer obligatorischen Quellensteuer von 15 Prozent – Luxemburgs Bankhäusern die deutschen Kunden nicht ausgehen. mehr lesen / lire plus

GUERRE ET PAIX: Next Stop is Irak

La machine de guerre américaine se met en place pour préparer une offensive anti-irakienne que la communauté internationale trouve insensée, mais qu’elle n’est pas prête à condamner ouvertement.

C’est donc établi: dans le plus grand secret, le secrétaire général des Nations Unies, Kofi Annan, est en train de se préparer aux conséquences de la guerre contre l’Irak que les Etats-Unis et leur allié britannique sont en train de préparer. Il s’agit de demander auprès d’une dizaine de pays membres de l’ONU une aide de première urgence pour environ 900.000 réfugié-e-s, rapporte le quotidien londonien „Times“: essentiellement des vivres, pour une valeur estimée de 37 millions d’euros. mehr lesen / lire plus

BUDGETENGPASS: Die mageren Jahre

Der kleinste Staat in der EU erlaubt sich die größten Abweichungen in Sachen Steuerschätzung und Steuerrealität. Der Budget-Minister hält das für eine Tugend.

Über 30 Milliarden Franken Überschuss verzeichnete der Luxemburger Staatshaushalt im Abrechnungsjahr 2001. In den letzten Wochen wurde hingegen ruchbar, dass im Haushaltsjahr 2002 die Einnahmen 10 Milliarden Franken (oder 270 Millionen Euro) niedriger als erwartet liegen werden. Diese Beträge klingen nicht nur enorm. Im Verhältnis zum Gesamthaushalt von etwa sechs Milliarden Euro dürften sie als rekordverdächtig gelten.

Dass es zu solchen Abweichungen kommt, ist sicherlich im Einzelnen nachvollziehbar. Viele Steuereinnahmen sind direkt von der internationalen wirtschaftlichen Entwicklung abhängig. mehr lesen / lire plus

ABSCHIEBUNGEN: Wenn’s bei Frieden einmal klingelt

Die Regierung macht ernst: Sie schiebt reihenweise abgelehnte AsylbewerberInnen nach Montenegro ab und liefert dabei ein Meisterstück an mangelnder Kommunikationsbereitschaft.

Am Mittwochmorgen war es wieder soweit: Erneut wurde eine Flüchtlingsfamilie nach Montenegro abgeschoben. Bereits eine Woche zuvor hatte ein Flugzeug 23 abgelehnte AsylbewerberInnen in die jugoslawische Teilrepublik zurückgebracht und Justizminister Luc Frieden erklärt, dies sei nun der Beginn einer Serie von Rückführungen, wie die Abschiebungen von Regierungsseite euphemistisch genannt werden.

Seit Juli hatte man die Flüchtlinge – die meisten von ihnen waren während des Kosovo-Krieges nach Luxemburg gekommen – über ihr näheres Schicksal im Unklaren gelassen. Die einzige Gewissheit: Irgendwann würde einmal die Polizei vor der Tür stehen und sie wegbringen, wenn sie nicht freiwillig in ihre wirtschaftlich ausgeblutete Heimat zurückkehren. mehr lesen / lire plus

UNIVERSITE DE LUXEMBOURG: Un mauvais départ?

L’université de Luxembourg prend forme, du moins sur le papier. Mais les milieux concernés se sentent „exclus“ du processus d’élaboration.

Si l’on considère l’importance du projet d’une université luxembourgeoise, on doit s’étonner du peu de discussion qu’il suscite sur la place publique. A plusieurs égards, c’est à nouveau la façon de procéder „à la luxembourgeoise“ qui semble être à l’origine d’un malaise rampant: D’abord on discute pendant des années (des dizaines d’années?) du bien-fondé d’une idée, en même temps on entame déjà une farouche discussion sur les sites éventuels (alors que l’orientation et la dimension du projet ne sont même pas encore connus) et en fin de route – lorsque beaucoup de temps a été perdu – on procède, presque à la hâte, à un processus législatif des plus obscurs: de temps en temps sortent des papiers, des séminaires sont organisés, des projets proposés … que les principaux concernés découvrent souvent en même temps que le grand public. mehr lesen / lire plus

WIRTSCHAFTSFLAUTE: Pi mal Daumen

Mit der Liberalisierung und Ausweitung des europäischen Marktes sollte auch eine möglichst objektive Beobachtung der wirtschaftlichen Entwicklung einhergehen. Doch noch wird eher orakelt, als dass verlässliche Zahlen auf den Tisch kämen.

Die Statec-Verantwortlichen waren um Imagepflege bemüht, als sie am Mittwoch die jüngsten Wirtschaftsdaten verkündeten. Seitdem bekannt wurde, dass das geschätzte Wirtschaftswachstum für 2001 von 3,5 auf nur ein Prozent zurückinterpretiert werden muss, waren Zweifel an der fachlichen Kompetenz des hiesigen Wirtschaftsinstituts laut geworden. Der Dienstherr, Robert Weides, gestand auch Fehler ein, allerdings sah er sie ausschließlich im Bereich der Kommunikation: Statt die nackten Zahlen bekannt zu geben, hätte der Statec wohl besser getan, diesen scheinbar plötzlichen Sinneswandel zu erläutern. mehr lesen / lire plus

LA GUERRE CONTRE L’IRAK: Qui fait l’affaire de Saddam?

Ne pas soutenir George Bush dans sa croisade contre le dictateur de Bagdad n’est ni synonyme d’anti-américanisme, ni signe de lâcheté envers un dictateur.

Le 26 octobre des manifestations pacifistes sous le mot d’ordre „not in our name“ se dérouleront dans plusieurs villes des Etats-Unis. Si le mouvement de la paix américain a pris quelque temps pour se mettre en place face à l’unilatéralisme affiché de son gouvernement, on peut commencer à y voir certaines lueurs d’espoir. Ce mouvement nous montre qu’on peut parfaitement condamner l’attitude de Washington sans faire dans l’antiaméricanisme primaire.

Ils et elles étaient 15.000 à New York, début octobre, à manifester leur désaccord avec la politique de l’administration Bush envers l’Irak. mehr lesen / lire plus

AMENAGEMENT DU TERRITOIRE: Encore du boulot pour Jean-Claude

Sans le dire de manière explicite, l’avis du conseil supérieur de l’aménagement du territoire (CSAT) sur le programme directeur de l’aménagement du territoire critique sévèrement la politique du gouvernement actuel.

En mai 1999 – donc un mois avant les dernières élections nationales – le ministère de l’aménagement du territoire, dirigé par le socialiste Alex Bodry, avait publié un document fort de quelque 200 pages, fruit d’un véritable travail de Sisyphe: le projet du programme directeur d’aménagement du territoire (PDAT). Plus de deux ans auparavant, un processus d’élaboration avait été mis sur pied qui faisait appel à de larges franges de la population, notamment à travers six hearings régionaux. mehr lesen / lire plus

FÜHNZEHNMAL OEKOFOIRE: Missbrauch inklusive

Die alljährliche Umweltmesse auf Kirchberg kommt in die Jahre. Ihr Erfolg misst sich allerdings nicht allein an der Zahl der BesucherInnen

Ob Zufall oder bewusste Provokation – das sei einmal dahingestellt: Heute Nachmittag wird die Luxemburger Regierung auf sehr plastische Art und Weise die ihr innewohnende Doppelzüngigkeit zur Schau stellen. Während Premierminister Juncker himself aus Anlass der 15. Oekofoire nach 15 Uhr in den Ausstellungshallen auf Kirchberg das Wort ergreifen will, feiert die Bautenministerin eine Viertelstunde früher „en présence de députés du Nord et du Centre“ die Eröffnung des wohl umstrittensten Teils der so genannten Nordautobahn, der Verbindung zwischen der Echternacher Straße und der Autobahn A1. mehr lesen / lire plus

L’anti-sida: en ligne

(ergué) – Besoin d’informations sur le Sida? Alors n’essayez pas le „sida.lu“ qui ne mène nulle part, ni le „aids.lu“ qui vous propose des films érotiques. Il faut voir un peu plus loin, sur www.croix-rouge.lu/aidsberodung pour avoir accès à des pages sobres, peu animées. Les informations pratiques – comme l’utilisation correcte (illustrée!) d’un préservatif ou des numéros et adresses de contact – sont accessibles directement. La documentation plus poussée n’est présentée que sous forme de fichiers PDF, dont le download nécessite un peu de temps. A noter qu’on peut aussi regarder quelques spots, tel le fameux „Gummibäerecher“, produit par des élèves du Lycée technique Michel Lucius. mehr lesen / lire plus

DENKMALSCHUTZ: An ending story

Das Schicksal der preußischen Reithalle auf dem Heilig-Geist- Plateau ist besiegelt. Der Denkmalschutz wird einmal mehr anderen politischen Fragen untergeordnet.

„Dans le souci de garder une trace du manège, il a été décidé de procéder à une photogrammétrie et à une digitalisation par ordinateur en 3D du manège, technique moderne qui permettra de le conserver, de façon virtuelle, mais dans tous les détails“, so Kulturministerin Erna Hennicot-Schoepges in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage bezüglich des Schicksals der preußischen Reithalle auf dem Heilig-Geist-Plateau.

Seit Mitte dieser Woche laufen die Vorbereitungen zum definitiven Abriss der 1828 erbauten Halle. Der verantwortlichen Ministerin – die auch das Amt der Ministerin für öffentliche Bauten bekleidet – kommt dabei ein Passus aus einem Unesco-Experten-Bericht zu Hilfe, der sich zwar insgesamt für den Erhalt des Plateaus stark macht, die Reithalle aber eher als Kuriosität denn als „chef d’oeuvre de l’architecture“ bezeichnet. mehr lesen / lire plus

PATRIMONIE INDUSTRIEL: Exproprier!

Arbed-Arcelor ne s’intéresse pas à la sauvegarde du patrimoine industriel. Aucune raison donc de lui laisser une quelconque part de décision en la matière.

Autrefois, lorsqu’on affirmait qu’Arbed était une sorte d’Etat dans l’Etat, qui avait une mainmise directe sur les décisions politiques de notre petit pays, on se faisait traiter de gauchiste marxisant voulant mettre la main sur le moteur de la croissance économique du Grand-Duché de l’époque pour des raisons purement idéologiques. Puis vint une période où Arbed a du faire appel à la solidarité nationale. Des programmes de mise au travail, des subventions … rien n’était oublié pour garantir la survie d’une industrie dont même une ministre libérale disait alors qu’elle était „crépusculaire“. mehr lesen / lire plus

FRANCE: Une assemblée non- représentative

Le système électoral de la 5e République est en défaillance pour la deuxième fois, en quelques semaines.

En France, le premier tour des élections présidentielles permet traditionnellement de mesurer, à l’intérieur des deux grandes familles politiques, le poids des différents courants en place. Depuis le 21 avril 2002, nous savons que ce modèle de pseudo-proportionnelle ne fonctionne plus. La gauche, qui dans son ensemble était plus fort que la droite classique, a ainsi été écartée du deuxième tour des élections. Le résultat est connu: Chirac est devenu à la fois le président sortant, ayant obtenu le plus mauvais résultat personnel dans un premier tour, tout en récoltant le plus beau score jamais obtenu par un candidat au deuxième tour. mehr lesen / lire plus