Fichiers de police : On ne s’en fiche plus

Les fichiers de police sont un de ces monstres sous-marins qui lorgnent le gouvernement, même pendant la pandémie. Une nouvelle loi prévoit d’y remédier, en instaurant pourtant quelques largesses.

© woxx

Sur les éléments de langage et la communication, le ministre de la Sécurité intérieure, Henri Kox, semble avoir intériorisé ses leçons : « Je ne veux plus débattre de l’origine du problème », fait-il savoir au début de la conférence de presse qui a lieu au 22e étage du « Héichhaus » ce mercredi. Ce qui ne l’empêche pas d’insister plusieurs fois sur le fait qu’à aucun moment les fichiers de la police n’auraient manqué de base légale – histoire d’éteindre une fois pour toutes la polémique qui a marqué l’été 2019. mehr lesen / lire plus

Inklusion und Arbeit: Luft nach oben

Trotz gesetzlich festgelegter Einstellungsquoten und Assistant à l’inclusion dans l’emploi – einem Gesetz, das am 1. Februar 2020 in Kraft getreten ist –, finden in Luxemburg immer noch zu wenige Menschen mit Behinderung einen Arbeitsplatz. In einer parlamentarischen Frage an Arbeitsminister Dan Kersch (LSAP) erkundigte sich Sven Clement von den Piraten nach den aktuellen Zahlen. Aus der Antwort geht hervor, dass bei den privaten Betrieben mit 25 bis 299 Mitarbeiter*innen rund 80 Prozent die festgelegte Zwei-Prozent-Quote nicht erfüllen, in Betrieben ab 300 Beschäftigen, wo eine Vier-Prozent-Quote gilt, sind es sogar 98 Prozent. Das Gesetz sieht Sanktionen vor, falls ein Arbeitgeber die Einstellung von Menschen mit Behinderung verweigert. mehr lesen / lire plus

„Zero Covid“ fordert europäischen Shutdown

Die Initiative „Zero Covid“ fordert eine neue Strategie zur Pandemiebekämpfung in Europa. Die bisherigen Maßnahmen hätten lediglich dazu geführt, dass jeden Tag tausende Menschen an Covid-19 sterben würden. Sie fordert, durch einen Shutdown auf null Infektionen zu kommen, um danach die Maßnahmen lockern zu können. Dafür müssten auch die Wirtschaft und die Schulen für einige Wochen so gut wie komplett stillstehen. Die Maßnahmen könnten nicht nur die Freizeit einschränken. Dieser Shutdown sollte in ganz Europa gleichzeitig stattfinden und durch soziale Aktionen sowie einem Ausbau des Gesundheitssystems begleitet werden. „Zero Covid“ orientiert sich dabei an einem Aufruf von Wissenschaftler*innen, die im Dezember im Fachmagazin The Lancet ebenfalls eine synchronisierte europäische Eindämmungsaktion gefordert hatten. mehr lesen / lire plus

Santé mentale : Urgence ignorée ?

La crise de la pandémie en cache d’autres. À côté du désastre économique qui s’annonce, la santé mentale des Luxembourgeois-es encaisse des coups. Pourtant, du côté du remboursement de la psychothérapie, le gouvernement ne semble pas pressé.

© Pixabay_GDJ

Le confinement est bien plus qu’un emmerdement passager. Pour beaucoup, cette période de solitude forcée est aussi un risque de santé évident. En s’isolant du virus, certain-e-s s’exposent aux risques de détérioration de leur santé mentale. Une étude du Statec et de TNS Ilres datant de début juillet 2020, donc après la sortie du premier confinement, donne en effet des chiffres alarmants : ce sont surtout les jeunes (37 %) qui déclarent avoir vécu un déclin de leur santé mentale, une impression qui diminue lorsqu’on remonte la pyramide des âges. mehr lesen / lire plus

forum 413: Gewerkschaften und Ökologie

Die Gewerkschaften stehen am Scheideweg, zumindest auf dem Cover der Januarnummer des Magazins forum: Nach links geht es zu rauchenden Fabrikschloten, nach rechts zu Windrädern. Mit den Windrädern, also dem Ökokurs, gehen allerdings Gefahren für Arbeitsplätze und soziale Gerechtigkeit einher, wie man im Dossier erfährt. Andererseits verheißt der Weg zu den Schloten auch nichts Gutes: „All diese [sozialen] Werte sind in Gefahr, wenn wir die Klimakrise nicht stoppen“, gibt Nora Back zu Protokoll. Das Doppelinterview mit der OGBL-Präsidentin und dem LCGB-Präsidenten Patrick Dury ist eines der Highlights des Dossiers. Dass nicht alles, was die beiden sagen, so ökobewusst ist wie das vorhergehende Zitat, arbeitet ein weiterer Artikel heraus. mehr lesen / lire plus

2020 deutlich mehr Menschen gestorben

Im November 2020 sind in Luxemburg 530 Menschen gestorben, 31,2 Prozent mehr als im gleichen Monat ein Jahr zuvor. Das geht aus einem Bericht hervor, den der Statec am Donnerstag veröffentlichte. Darin wurden auch die Sterbefallzahlen der vergangenen Monate unter die Lupe genommen. Seit im März die erste Person mit einer Covid-19-Erkrankung starb, waren bis Ende November hierzulande insgesamt 3.269 Sterbefälle zu verzeichnen – 2019 waren es im gleichen Zeitraum 2.969, im Jahr davor 2.907. Während der ersten Covid-19-Welle von März bis Mai starben 14 Prozent mehr Menschen als im gleichen Zeitraum in den zwei Jahren davor. In allen Monaten abgesehen von Januar, Februar, Juni und Juli war die Sterberate höher als in den Jahren davor. mehr lesen / lire plus

Die Visionen der woxx-Redaktion: Wenn wir endlich geimpft sind

Angst vor der Covid-19-Impfung? Nicht in der woxx-Redaktion. Wir blicken in die Kristallkugel und zeigen, wie die durchgeimpfte (und gechippte) Zukunft aussieht.

Receive the Gift

Hoffentlich bald wieder auf der Bühne: die Band „Lady Beast“ aus Pittsburgh. (Foto: Jake Reinhart)

(tofu) – Der Schweiß rinnt in Strömen! Das Magasin 4 am Brüsseler Hafen ist proppenvoll – es muss mindestens 30 Grad heiß sein hier drin. Seit einer Stunde steht die Band „Lady Beast“ auf der Bühne und spielt um ihr Leben; ganz so, als wolle sie die Zeit wieder einholen, die sie – seit mitten in der Pandemie die neue Platte veröffentlicht wurde bis zu ihrer ersten Tour in Europa – verloren hat. mehr lesen / lire plus

Acceptation de la taxe CO2 : Coup de pompe

Une enquête d’opinion montre que, sans s’y opposer, la population reste sceptique face à la taxe carbone.

En juillet dernier, le Mouvement écologique présentait une enquête Ilres sur les attentes de la population pour l’après-Covid-19 (online-woxx : Große Mehrheit für ökologischen Umbau der Gesellschaft). Les opinions recueillies et les commentaires de l’ONG donnaient un peu dans l’angélisme, comme l’illustre le titre du résumé des résultats : « Non à un retour à la société ‘pré-Covid’ ! » On pouvait notamment relever que 91 % des personnes de l’échantillon étaient favorables à un autre modèle économique, qui se focaliserait moins sur la « consommation matérielle ». mehr lesen / lire plus

Die Zukunft der Kohlekraft

Während in Europa, insbesondere in Deutschland, heftig um die Zukunft der Kohle gestritten wird, sieht das im Rest der Welt anders aus. Einem Bericht der internationalen Energiebehörde IEA zufolge ist die Nachfrage nach dem fossilen Energieträger im Jahr 2020 pandemiebedingt auf der ganzen Welt zurückgegangen. Damit hat sich der Trend von 2019 fortgesetzt. Damals lag der Rückgang bei 1,8 Prozent, was die IEA durch niedrige Erdgaspreise erklärt. Covid-19 hat für einen Rückgang um 5 Prozent gesorgt. In China, dem größten Kohlekonsumenten der Erde, lag der Rückgang jedoch nur bei einem Prozent. Gemeinsam mit Indien ist die Volksrepublik für rund 65 Prozent des globalen Kohlekonsums verantwortlich. mehr lesen / lire plus

Weihnachtsbrief aus dem Pflegesektor

Zum Jahresende hin ist die Liste an Forderungen der Association nationale des infirmier(e)s luxembourgeois(es) (Anil) lang. Wie sie in einem augenzwinkernd als „Brief ans Christkind“ bezeichneten Schreiben mitteilt, fehlt es zurzeit im Pflegesektor an so einigem. Dazu gehören Aspekte, die Präsidentin Anne-Marie Hanff bereits im November im Interview mit der woxx nannte, wie etwa die Personalverstärkung bei der nächtlichen Versorgung in Pflegeheimen. Generell mangele es an Personal, um die aufwändige Versorgung von Covid-19-Patient*innen gewährleisten und Schnelltests über die Nase durchführen zu können. Die weiteren Forderungen decken viele Bereiche ab, von Prozeduren über Logistik bis hin zur Qualifikation. So benötige man Hilfe bei der Ausarbeitung von Checklisten für Covid-19-Einheiten und von Notfallplänen für den Fall erhöhter krankheitsbedingter Personalausfälle. mehr lesen / lire plus

Mémoire : Sous Bettel, la Gëlle Fra reste bien à droite

Mi-novembre, le woxx publiait une lettre ouverte de l’historien Serge Hoffmann demandant que les volontaires des brigades internationales soient aussi honorés au monument du souvenir. Le premier ministre y a opposé une fin de non-recevoir.

Wikimedia_Denise Hastert

La relation des Luxembourgeois-e-s avec leur monument du souvenir, la Gëlle Fra, est pour le moins compliquée : érigée en un premier temps pour honorer les volontaires luxembourgeois dans la Légion étrangère pendant la Grande Guerre, détruite et cachée par l’occupant nazi, ressuscitée spectaculairement en 1981 par Josy Braun, concurrencée en 2001 par la « Lady Rosa of Luxembourg », forcée à faire un aller-retour à Shanghai en passant par Bascharage en 2010, elle n’est toujours pas exempte de contradictions.

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LGBTIQ-Rechte: Stirb, du liebst falsch

Die International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association veröffentlicht Zahlen zur rechtlichen Situation queerer Menschen weltweit. Es gibt Erfolge, doch immer noch werden Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung hingerichtet.

Kirminialisierung queeren Lebens in der Welt, Stand Dezember 2020. Copyright: Ilga World

2020 war bisher für viele eine furchtbare Wundertüte. Doch wie lief das Krisenjahr auf rechtlicher Ebene für queere Menschen weltweit? Dieser Frage hat sich die International Lesbian, Gay, Bisexual Trans and Intersex Association (Ilga World) gewidmet. Der Bericht, der am 15. Dezember veröffentlicht wurde, gibt Grund zur Sorge und punktuell Anlass zur Freude.

In 69 der 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen stehen gleichgeschlechtliche Beziehungen unter Strafe, davon in sechs unter Todesstrafe: Brunei, Iran, Mauritius, in nördlichen Teilen Nigerias, in Saudi-Arabien und im Yemen. mehr lesen / lire plus

Budget 2021: Paradigma Ökosteuer

Schulden machen ist angesichts der aktuellen Lage zwar wieder erlaubt, Steuererhöhungen zum sozialen Ausgleich bleiben aber weiter tabu.

Budgetberichterstater François Benoy (Déi Gréng) (Quelle: chd.lu)

In einem waren sich diese Woche sämtliche Parlamentarier*innen einig: Die Haushaltsvorlage 2021 dürfte die ungewöhnlichste seit den Wiederaufbaujahren nach dem Zweiten Weltkrieg sein. Sie stellt in mancher Hinsicht selbst die Haushalte, die der Finanzkrise 2008/2009 folgten, in den Schatten. Einzig hinsichtlich der Dauer der Krise – die ja 2012 beinahe zur Selbstsprengung der Regierung führte, als die Majorität ihren Finanzminister nachsitzen ließ und ihn zwang, das vorgesehene Defizit quasi zu halbieren – gingen die Einschätzungen auseinander. mehr lesen / lire plus

MoU ou pas MoU : dure question…

La bataille pour la transparence autour des MoU (« memorandum of understanding »), ces semi-accords confidentiels que le gouvernement aime signer avec des multinationales, vient de connaître un nouveau rebondissement. Après l’échec du recours de Greenpeace devant le tribunal administratif pour s’opposer au refus du gouvernement de communiquer le MoU conclu avec Google et la commune de Bissen – même après le feu vert de la commission d’accès −, les députés Mosar et Roth du CSV croyaient avoir trouvé une faille. En effet, dans une question parlementaire antérieure des députés, le gouvernement avait décrit les MoU comme des documents « sans engagement de type juridique ». mehr lesen / lire plus

Petition für Copyrightreform

Eine Europäische Bürger*inneninitiative namens „Freedom to Share“ fordert eine grundlegende Reform des Urheber*innenrechts in der Europäischen Union. Die Idee ist nicht neu und steht in völliger Opposition zu dem, was innerhalb der EU in den letzten Jahren beschlossen wurde: Filesharing soll zu privaten und nicht-kommerziellen Zwecken legalisiert werden. Die Initiator*innen fordern jedoch keine Abschaffung von Urheber*innenrechten, sondern ein Update, das an die digitale Realität angepasst ist. Kritisiert werden auch die großen Labels und die Streamingplattformen wie etwa Spotify und Apple Music – erstere hätten die Digitalisierung verschlafen und müssten sich jetzt mit Almosen von letzteren abfinden. Eine Reform müsse daher auch ein alternatives Finanzierungsmodell für Künstler*innen beinhalten, fordert die Initiative. mehr lesen / lire plus

Démocratie participative : Dudelange ville-pilote

Dudelange et l’Université du Luxembourg veulent promouvoir la participation citoyenne à tous les niveaux.

Photo : uni.lu

En procédant ce mercredi 9 décembre à la signature d’une convention avec l’Université du Luxembourg, les édiles de la quatrième ville luxembourgeoise en nombre d’habitant-e-s veulent ainsi combiner « leurs efforts et forces pour devenir la référence nationale en matière de démocratie participative », avec la Faculté des sciences humaines, des sciences de l’éducation et des sciences sociales (FHSE).

Le principal but affiché serait donc de devenir « ville-pilote » au niveau national pour participer à la « mise en place conceptuelle et à l’évaluation scientifique de projets participatifs présents et à venir au Luxembourg ». mehr lesen / lire plus

Mehr Nachtzüge in Europa

Innereuropäische Flüge sind zurecht verpönt, weil sie die Klimakrise unnötig anheizen. Für Mittelstrecken gibt es jedoch wenige Alternativen, denn Bahnfahren ist oft teuer und umständlich. Eine Möglichkeit, die immer wieder von Aktivist*innen gefordert wird, sind Nachtzüge. Seit einigen Jahren hat die österreichische Bahngesellschaft ÖBB mit dem Projekt „Nightjet“ vorgelegt und hat das nächtliche Bahnreisen durch renovierte Züge und besseren Service wieder attraktiv gemacht. Nun wollen die Bahnen aus vier europäischen Ländern – Deutschland, Schweiz, Österreich und Frankreich – verstärkt auf diesem Gebiet zusammenarbeiten. So ist ab Dezember 2021 eine Nachtzugverbindung zwischen Wien und Paris geplant, bis 2024 soll das klimafreundliche Reisen im Schlaf auch wieder zwischen Berlin und Paris sowie Zürich und Barcelona möglich sein. mehr lesen / lire plus

Unep-Klimabericht: Reichtum als Problem

Ein Aspekt der Klimakrise, der woxx-Leser*innen längst bekannt sein dürfte, ist nun offiziell von der UNO aufgegriffen worden. Im jährlichen „Emissions Gap Report“ des Umweltprogramms Unep wird erst einmal festgehalten, wie viel an CO2-Reduktionen nötig wäre, um die Erderwärmung zu begrenzen, und wie wenig die Regierungen bisher beschlossen haben (der Unterschied zwischen den beiden heißt „Emissions Gap“). Dabei hat sich das UNEP nicht auf die notwendigen Kursänderungen auf staatlicher Ebene beschränkt, sondern auch den Beitrag zum Klimawandel nach Einkommensniveau untersucht. Das Ergebnis fasst die BBC wie folgt zusammen: „Die globale Elite wird ihren CO2-intensiven Lebensstil aufgeben müssen“. Laut Bericht emittieren nämlich die 1 % reichsten Erdenbürger*innen doppelt so viele Treibhausgase wie die ärmsten 50 %. mehr lesen / lire plus

Galerie nationale : Cap vers Dudelange

Rêvée par Xavier Bettel lorsqu’il était encore ministre de la Culture, la galerie d’art nationale n’a pas seulement changé de lieu d’implantation, mais aussi d’orientation.

La ministre de la Culture a perdu le nord… du moins en ce qui concerne l’implantation de la future galerie nationale. (©MCULT)

Fidèle à son électorat de l’Oesling, André Bauler, parlementaire DP et ancien maire d’Erpeldange-sur-Sûre, a voulu savoir pourquoi la ministre de la Culture verte, Sam Tanson, envisagerait désormais d’implanter la galerie d’art nationale dans le sud du pays – à savoir le site « Neischmelz » à Dudelange. La formulation de sa deuxième question, « le gouvernement serait-il disposé à réfléchir sur l’aménagement d’une infrastructure culturelle dans le nord du pays, telle par exemple celle du dépôt national pour les collections publiques auquel pourrait s’ajouter une surface d’exposition au service des citoyens intéressés ?  mehr lesen / lire plus

In der Chamber: Großmacht Europa?

Um die Strategische Autonomie der EU ging es am vergangenen Donnerstag kurz in der Chamber. Über das Thema wird zwischen Paris und Berlin heftig diskutiert – die Luxemburger Positionierung ruft eher Stirnrunzeln hervor.

„Die Europäer werden nicht imstande sein, die zentrale Rolle Amerikas als Sicherheitsgarant zu übernehmen“, schrieb die deutsche Armeeministerin Annegret Kramp-Karrenbauer Anfang November in einem Politico-Artikel. Das sei eine „Fehlinterpretation der Geschichte“, konterte der französische Präsident zwei Wochen später in einem Interview mit „Le Grand Continent“. „Die Vereinigten Staaten werden uns als Alliierte nur dann respektieren, wenn wir (…) selber die Kontrolle über die eigene Verteidigung haben“, so Emmanuel Macron. mehr lesen / lire plus