Michèle Marik
POLITESCHT BUCH

FEMINISMUS: Echtzeitsex gegen das Kapital

Die Frau hat den ihr zugewiesenen Rollen- und Körperbildern zu entsprechen, wenn sie nicht ökonomisch und sozial untergehen will: Laurie Pennys Traktat "Fleischmarkt" wütet gegen die männlich dominierte Geschlechternormierung und die damit verbundene Ausbeutungsstruktur.

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FRAUEN IN DER KUNST: Bedingter Subjektstatus

In den Zwanziger- und Dreißigerjahren gestalteten Künstlerinnen die ästhetische Avantgarde aktiv mit. Doch bis heute stehen sie im Schatten ihrer männlichen Kollegen. Die Düsseldorfer Kunstsammlung NRW rückt nun ihre Werke mit einem Ausstellungskatalog ins Rampenlicht.

LITERATUR

SOZIOTOP DER EITELKEITEN: Viktorianischer Schickimicki

Ein Snob ist ein Frosch, der versucht, sich zur Größe eines Ochsen aufzublähen. - Diese giftige Charakterisierung hat im 19. Jahrhundert der Autor William Thackeray formuliert. Vor dem Hintergrund der beginnenden Industriegesellschaft beschreiben seine satirischen Charakterporträts den Egoismus der englischen Oberschicht.

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LOHNARBEIT: Schluss mit lustig

Weniger arbeiten, mehr verdienen, nur noch interessante Dinge tun -
so lautete das Lebensmotto der heute 30- bis 40-Jährigen am Ende der Neunzigerjahre. Katja Kullmann erzählt, wie die vermeintlichen Individualisten von einst sich heute in der kapitalistischen Realität wiederfinden.

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KAPITALISMUS: Arbeiten ohne Ende?

Ein neuer Sammelband diskutiert die Zukunft der (Lohn-)Arbeit. Während einige Beiträge über eine mögliche Abschaffung der Arbeit nachdenken, wollen andere selbst noch die so genannte Freizeit nach dem Modell der Arbeitsgesellschaft regulieren.

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AUTONOMIE UND DEPRESSION: Der gestrandete Mensch

Die "Kultur der Autonomie" in unserer westlichen Gesellschaft führt zur Erschöpfung und Überforderung, argumentierte der französische Soziologe Alain Ehrenberg in seiner 1998 veröffentlichten Schrift "Das erschöpfte Selbst". In seinem neuen Buch ist ihm die Autonomie des Individuums zentral für die Möglichkeit, gesellschaftliche Ungleichheit zu überwinden.

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LEISTUNGSWAHN: Plädoyer für die Müdigkeit

Der in Deutschland lehrende koreanische Philosophieprofessor Byung-Chul Han beklagt in seinem aktuellen Essay eine Gesellschaft, die auf Effizienz und Beschleunigung setzt, und so immer mehr ausgebrannte und erschöpfte Menschen hervorbringt. Seine Vision ist eine Gesellschaft der Müden.