Buchtipp: Wenn wir lächeln

von | 06.03.2025

(©Dumont)

Die Begegnung zwischen der lebhaften Anto und der Ich-Erzählerin Jara auf dem Fußballplatz markiert den Beginn einer engen Freundschaft, die das Prinzip der Schwesterlichkeit verkörpert. Ihr Zusammentreffen ist auch der Startschuss für ein turbulentes Teenagerleben, in dem die ungleichen Freundinnen versuchen, sowohl die Grenzen ihrer weiblichen Sozialisation zu überschreiten als auch ihre Identitäten als junge Frauen zu finden. Ein sensibler und unterhaltsamer Coming-of-Age-Roman, der zeigt, was es heißt, sich als Jugendliche in einer von Geschlechterungerechtigkeit geprägten Welt zurechtzufinden – allein und zusammen mit Schicksalsgenossinnen.

Mascha Unterlehberg: „Wenn wir lächeln“, DuMont Verlag, Köln 2025, 23 Euro

Dat kéint Iech och interesséieren

KULTURTIPP

Buchtipp: Die Rettung

Um eine Vorstellung von den Auswirkungen der Klimakrise zu bekommen, brauchen wir Geschichten über die Klimakrise. „Die Rettung“ von Charlotte McConaghy hätte eine solche Geschichte sein können. Sie ist an einem sehr interessanten Ort angesiedelt: Auf einer kleinen (fiktiven) Insel zwischen der Antarktis und Australien lebt ein Vater allein...

KULTURTIPP

Albumtipp: Masquerade

Wie ein sich zuziehender Himmel verdunkelt sich das Debütalbum „Masquerade“ des irischen Quintetts „Cardinals“ graduell. Sind die Anfangsklänge noch schmissig-ausladend, kippt die Stimmung spätestens bei „Over at Last“, der als der fünfte der zehn Songs die Achse des Album bildet. Die Musik nimmt an Fahrt auf, die Gitarren drängen nach vorn...

KULTURTIPP

Podcast: Das Literarische Quartett

Ausgabe für Ausgabe diskutieren beim „Literarischen Quartett“ drei Kritiker*innen herrlich kontrovers mit Gastgeberin Thea Dorn über Literatur. Ihre Streitgespräche stimulieren den Geist, machen neugierig und schaffen, meistens zumindest, Leselust.

KULTURTIPP

Spieletipp: The Darkest Files

Im Jahr 1956 stellt Generalstaatsanwalt Fritz Bauer ein Team von Staatsanwält*innen zusammen, die Nazi-Verbrechen aufklären sollen. Als Spieler*in schlüpft man in die Rolle von Esther Katz. Man vernimmt Zeug*innen, sammelt Beweise, liest Akten und versucht, die Taten möglichst lückenlos zu rekonstruieren – vor Gericht muss alles schlüssig...