Buchtipp: Wenn wir lächeln

von | 06.03.2025

(©Dumont)

Die Begegnung zwischen der lebhaften Anto und der Ich-Erzählerin Jara auf dem Fußballplatz markiert den Beginn einer engen Freundschaft, die das Prinzip der Schwesterlichkeit verkörpert. Ihr Zusammentreffen ist auch der Startschuss für ein turbulentes Teenagerleben, in dem die ungleichen Freundinnen versuchen, sowohl die Grenzen ihrer weiblichen Sozialisation zu überschreiten als auch ihre Identitäten als junge Frauen zu finden. Ein sensibler und unterhaltsamer Coming-of-Age-Roman, der zeigt, was es heißt, sich als Jugendliche in einer von Geschlechterungerechtigkeit geprägten Welt zurechtzufinden – allein und zusammen mit Schicksalsgenossinnen.

Mascha Unterlehberg: „Wenn wir lächeln“, DuMont Verlag, Köln 2025, 23 Euro

Dat kéint Iech och interesséieren

KULTURTIPP

Buchtipp: Reden für die Menschlichkeit

„Die Rede ist ein performatives Genre mit dem Charakter einer Produktwerbung, aber für eine Idee“, schreibt Saša Stanišić im Vorwort seiner Redensammlung „Mein Unglück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck abgebildet wird“. Ziel der Rede sei es, das Publikum dazu zu bringen, diese Idee in die Welt hinauszutragen. Gleich die erste der...

KINOKULTURTIPP

Im Kino: The Chronology of Water

Kristen Stewart gibt mit „The Chronology of Water“ ein kompromissloses Regiedebüt. Die Adaption von Lidia Yuknavitchs Memoiren überzeugt jedoch weniger durch formale Konsequenz als durch die intensive Präsenz von Hauptdarstellerin Imogen Poots. Mit „The Chronology of Water“ legt Kristen Stewart ihr Regiedebüt vor – und zwar keines, das sich...

KULTURTIPP

Podcasttipp: Im Grunde wäre ich lieber Gedicht

Der schwelgerische Titel „Im Grunde wäre ich lieber Gedicht“ des Poesie-Podcasts des Münchner Lyrik Kabinetts setzt den Ton: Folge um Folge huldigt die Reihe der ältesten aller literarischen Gattungen, der Dichtung. Im Zwiegespräch mit dem Lyriker und Literaturvermittler Tristan Marquardt setzen die eingeladenen Poesie-Expert*innen zwar selten...

KULTURTIPP

Willis Tipps: Januar 2026

Slowakische Roma-Musik Júlia Kozáková kommt aus der Slowakischen Republik und ist eine herausragende junge Sängerin, die Jazz und Flamenco kennt, aber vor allem den Gesang der Rom*nja perfekt beherrscht. Selbst keine Romni, ist sie aber in früher Jugend bereits in den Gesang dieser Bevölkerungsgruppe eingeführt worden. 2022 veröffentlichte sie...