Weltuntergänge gibt es manchmal auch im Privatleben, etwa wenn eine Beziehung zerbricht. Das Projekt „Museum of Broken Relationships“ sammelt Geschichten und Objekte, die von gebrochenen Herzen erzählen. Olinka Vištica and Dražen Grubišić begannen 2006 mit der Kollektion, die sie unter anderem in Los Angeles und Zagreb ausstellen. Doch auch auf brokenships.com sind zahlreiche anonymisierte Geschichten aus aller Welt nachzulesen, oft begleitet von einem Bild des dazugehörigen Andenkens. Die Objekte reichen von abgegriffenen Plüschtieren über Bauchnabel-Fusel bis hin zu einer Axt. Das gemeinschaftliche Projekt bricht so mit hierarchischen Prozeduren, nach denen Expert*innen über den musealen Wert eines Gegenstandes entscheiden. Eine spannende Herangehensweise, besonders um ein derart komplexes Thema wie Beziehungsenden originell darzustellen! Wer seine Geschichte und Objekte teilen will, findet auf der Internetseite alle nötigen Informationen.
Buchtipp: Kekeli
Kekeli hat sich bislang kaum mit der Geschichte ihres Vaters beschäftigt. Erst als ihre Cousine Afi aus Togo zu Besuch kommt, beginnt sie, die Vergangenheit ihrer Familie und Fragen der eigenen Identität neu zu betrachten. Jessica Mawuena Lawson entwickelt in ihrem Debütroman „Kekeli“ daraus eine Coming-of-Age-Geschichte über Zugehörigkeit und...

