Protestwelle im Iran: Das Regime lässt exekutieren

Die Islamische Republik Iran hat zwei Demonstranten wegen „Kriegsführung gegen Gott“ hingerichtet. Sollte das Regime stürzen, hätte das gewaltige Auswirkungen auf die gesamte Region.

Solidarität mit den Protesten im Iran: Kundgebung von Exiliraner*innen vor dem Konsulat der Islamischen Republik in Istanbul. (Foto: EPA-EFE/Sedat Suna)

Ist das Undenkbare möglich? Könnte das Regime im Iran fallen? Fast 500 Tote und an die 20.000 Verhaftete haben die Protestwelle im Iran noch nicht erstickt, nun hat das Regime mit öffentlichen Hinrichtungen angefangen. Die ersten zwei Vollstreckungen von Todesurteilen an Demonstranten wirken noch wie makabre Tests: Werden sie die Proteste schwächen oder befeuern, und wie wird das Ausland reagieren? mehr lesen / lire plus

Biodiversitätskonferenz COP15: Äste schützen

Ein Drittel der Krone unter Naturschutz, um den Baum des Lebens zu retten? Für diese Vorgehensweise erntet die COP15 Beifall, sie klammert aber die Fragen nach Finanzierung und Systemwechsel aus.

Auf der COP15 CBD ging es nicht um Cannabidiol, sondern um die „Convention on biological diversity“. Die 15. „Conference of the parties“ hat am vergangenen Montag einen neuen Rahmen für das 1992 beschlossene internationale Abkommen verabschiedet. Die von vielen Beteiligten als Erfolg oder Teilerfolg bewertete Einigung stand im Zeichen von knackigen Formulierungen wie „30 by 30“ – für 30 Prozent (der Land- und Meeresfläche) bis 2030 (unter Schutz stellen). Eigentlich aber waren neue Maßnahmen für einen konsequenten Schutz der Biodiversität überfällig: Von den 2010 verabschiedeten 20 Aichi-Zielen (für 2020) war kein einziges erreicht worden. mehr lesen / lire plus

Buch über Russland und die Ukraine: Der Weg in den Krieg

Die Berliner Osteuropa- und Autoritarismusforscherin Gwendolyn Sasse hat eine gelungene Übersicht über den russischen Krieg gegen die Ukraine und dessen Hintergründe vorgelegt.

Zerschossenes Wohnhaus am 12. Dezember im ukrainischen Mariupol: Laut der Osteuropawissenschaftlerin Gwendolyn Sasse geht es Russland weniger um einen Landgewinn in der Ukraine als um deren Zerstörung als unabhängige Nation. (Foto: EPA-EFE/Sergei Ilnitsky)

Zehn Monate nach Beginn der russischen Invasion der Ukraine wächst die Zahl der Bücher, die über die Ursachen des Krieges aufklären wollen, deutlich an. Ein Buch aus der auf mittlerweile über sechshundert Bände angewachsenen Erklär- und Einführungsreihe „C.H. Beck Wissen“ sticht da unter all den meinungsstarken, umfassende Analyse versprechenden Titeln eher nicht hervor. mehr lesen / lire plus

Nationalbibliothek: Umzug in die Cloud

Nach der Neureöffnung, 2019 auf Kirchberg, wurde die Nationalbibliothek nun mit einem neuen informatischen Bibliothekssystem ausgestattet.

Foto: GilPe/wikimedia CC BY-SA 4.0

„Nationalbibliothek – Bibliothèque nationale“, wer mit der vor fünf Jahren eingeweihten Trambahn aus der Stadt in Richtung Luxexpo fährt, der wird unweigerlich akustisch an die nahende Haltestelle genau vor dem 2019 eröffneten Gebäude der staatlichen Bibliothek hingewiesen – gesprochen von der markanten Stimme des Tramdirektors Van Der Mark. Nicht nur die bequeme Ankunft, auch die neuen Räumlichkeiten bieten ein Kontrastprogramm zu den ehrwürdigen Gemäuern des „Ale Kolléisch“, die die Nationalbibliothéik (BnL) noch bis 2019 beherbergten.

Der Umzug im Jahr eins vor Corona war ein voller Erfolg: Im Tagesschnitt besuchten um die 1.000 Personen die Bibliothek, sicher nicht nur aus bibliophilem Interesse, ist doch das vom Münsteraner Architektenpaar Bolles+Wilson entworfene Gebäude allein bereits eine Reise wert. mehr lesen / lire plus

Du Cameroun au Cambodge : Pertes et profits pour Socfin et Bolloré

La justice française donne raison à 145 Camerounais-es en ordonnant à la holding luxembourgeoise Socfin de leur transmettre des documents susceptibles de prouver qu’elle est en réalité dirigée par le groupe Bolloré. Ces riverains d’une plantation de palmiers à huile accusent Socfin d’empêcher leur accès à des terrains et de polluer l’environnement. La décision judiciaire intervient au moment où la multinationale réalise des profits records.

Les membres d’ONG luxembourgeoises et belges manifestent devant l’hôtel de Luxembourg où se tient l’assemblée générale de Socfin en 2019. (Photo : Initiative pour un devoir de vigilance)

Trois lieux, trois ambiances, mais un seul et même combat : ce mercredi 14 décembre, un avocat parisien, des villageois-es camerounais-es et cambodgien-nes témoignent par visioconférence du bras de fer engagé depuis plus de 10 ans avec le milliardaire français Vincent Bolloré. mehr lesen / lire plus

Fonds de compensation: Renten ohne Zukunft

Eine öffentliche Debatte über die Investitionsstrategie des Rentenfonds ist ein kleiner Sieg für die Zivilgesellschaft. Doch daraus müssen die richtigen Lehren gezogen werden.

ASTM und Greenpeace demonstrierten vor dem Sitz des Rentenfonds, damit die Investitionsstrategie öffentlich diskutiert wird, bevor sie beschlossen wird. Das hatte Erfolg. (Foto: Frédéric Meys)

Am 15. Dezember sollte die neue Investitionsstrategie des luxemburgischen Rentenfonds, dem Fonds de compensation (FDC), von dessen Verwaltungsrat beschlossen werden. Das ist nicht passiert, unter anderem weil die Gewerkschaftsvertreter*innen die Sitzung verlassen haben. Es ist ein kleiner Sieg für die Zivilgesellschaft, dass es nun eine breitere politische Debatte darüber geben wird, wie die rund 26 Milliarden Euro angelegt werden sollen. mehr lesen / lire plus

Chrëschtdagsgeschicht: Hypokrit

Am August hunn d’Sandy Heep an de Cosimo Suglia den Online-Fanzine „Aner Welten“ an d’Liewe geruff, fir spekulativ Fiktioun zu Lëtzebuerg ze fërderen. Lo deele si hir Geschicht „Hypokrit“ mat der woxx – eng aner Zort Chrëschtgeschicht.

„La Mort – Mon ironie depasse toutes les autres !” vum Odilon Redon (1840-1916). (Public Domain)

D’Mier war blo, wéi Javel, seet de Papp dem Laura. De Plastik huet sech mat den Alge gemëscht. D’Déieren drann hu sech weiderentwéckelt. D’Mier gouf rout, wéi Blutt. D’Jelliskäpp am Mier, seet de Papp, déi si mutéiert. Géint eis. D’Natur huet sech geännert. Si huet sech ugepasst.

„Net wéi de Mënsch”, seet de Papp, „de Mënsch hänkt un der Vergaangenheet. mehr lesen / lire plus

Klimabedingter Weltuntergang: Umwelt kaputt, Mensch kaputt

Es ist durchaus rational, in Sachen Klimawandel mit dem Schlimmsten zu rechnen. Ein bedachtsamer Blick in die Geschichte bestätigt die Verwundbarkeit hochentwickelter Gesellschaften und liefert Ansätze für den Umgang mit existenziellen Krisen.

Den Untergang Roms nachvollziehen: Handzettel des Landesmuseums, Trierer Ausstellungskatalog, Konfliktsimulation der Spätantike.
 (Foto: lm)

Anfang August dieses Jahres veröffentlichte ein internationales Forschungsteam seine Analyse über die katastrophalen Folgen der Erderwärmung. Eine Analyse unter Hunderten könnte man meinen, und also kaum eine Meldung wert … Doch Luke Kemp von der Universität Cambridge und sein Team haben einen Aspekt der Klimaforschung aufgegriffen, der ihrer Ansicht nach zu oft beiseitegelassen wird: die Gefahr, dass der Klimawandel am Ende zum Aussterben der menschlichen Spezies führt. mehr lesen / lire plus

Worst Wishes: Mein letzter Tag vor dem Weltuntergang

Ob Finanzkrise, Klimakrise, Pandemien, der teurer gewordene Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt: Man braucht dieser Tage nicht viel Fantasie, um sich die unmittelbare Apokalypse vorzustellen. Die woxx-Redaktion überlässt auch bei diesem Thema wie immer nichts dem Zufall und hat sich schon mal ein paar Gedanken dazu gemacht.

Psychedelisches Ende

(ja) – Der letzte Tag vor dem Weltuntergang steht an und nun rächt es sich, bisher nicht jeden Tag so gelebt zu haben, als wäre es mein letzter gewesen: Ich habe keine Übung. Gearbeitet wird auf jeden Fall nicht. Sollte die Apokalypse tatsächlich auf einen Freitag fallen, wird das Undenkbare passieren: ein Wochenende ohne woxx. mehr lesen / lire plus

Liberty : dette restructurée et usine à vendre

Des négociations sont en cours pour la vente de l’usine Liberty Steel de Dudelange, a confirmé le ministre de l’Économie au parlement, mardi. Le sort des 170 salarié-es qui y travaillent encore pourrait donc se préciser, après plus de dix-huit mois d’incertitudes. Depuis septembre, l’usine est à l’arrêt et les employé-es assurent une simple présence dans les locaux. Leurs salaires sont toujours versés. « La situation est catastrophique », a commenté le ministre socialiste devant les députés, précisant que le dialogue pour une reprise est « bien avancé ». Il n’a pas dit qui est le potentiel repreneur. Franz Fayot se montre néanmoins prudent, estimant que la transaction se fera « si tous les acteurs sont de bonne volonté et raisonnables, et cela vaut notamment pour l’actionnaire ». mehr lesen / lire plus

Platzverweis: Keine Geste der Nächstenliebe

Wenn RTL mit Sätzen wie „Kal Nuechten: D’Police soll d’Sans-abrien aus Hausagäng an der Stad ewechhuelen“ titelt, dann sind die stigmatisierenden Facebook-Kommentare schon vorprogrammiert. „Schaffe gon heleft och“, liest man dann etwa. Konsequente Content-Moderation ist auch 2022 noch ein Fremdwort für RTL. Seit das Gesetz zum Platzverweis im vergangenen Jahr deponiert und im Juli dieses Jahres in der Chamber gestimmt wurde, ist Obdachlosen-Bashing so salonfähig wie nie. Da hilft es auch nichts, dass die hauptstädtische Bürgermeisterin Lydie Polfer (DP) beim rezenten City Breakfast, von welchem RTL in oben erwähntem Beitrag berichtet, versucht, sich so politisch korrekt wie möglich auszudrücken. „An der Stad muss keen dobausse schlofen!“, mehr lesen / lire plus

Das Naturschutzgesetz wird reformiert

Am vergangenen Montag stellte Umweltministerin Joëlle Welfring (Déi Gréng) eine Reform des Naturschutzgesetzes vor. Es handelt sich nicht um eine komplette Überarbeitung, sondern um punktuelle Änderungen. Dies vor allem, um der Jurisprudenz Rechnung zu tragen. Betroffen ist Artikel 7 des aktuellen Gesetzes, der Regeln aufstellt, wie mit existierenden Gebäuden in der Grünzone umzugehen ist. Rechtliche Schwierigkeiten bereitete vor allem die Frage, welche Konstruktionen als „legal existierend“ anerkannt wurden. Die Aufzeichnungen darüber existieren nämlich lediglich ab Juli 1995. Für die Besitzer*innen sei es oft schwer oder unmöglich, nachzuweisen, dass diese Gebäude legal errichtet wurden, da die entsprechenden Dokumente verlorengegangen seien. Der neue Gesetzesvorschlag wird nun alle Gebäude, die vor Juli 1995 errichtet wurden, als legal definieren. mehr lesen / lire plus

Gregg Arakis „Teenage Apocalypse“-Trilogie: Jung und queer am Ende der Welt

In drei lose zusammenhängenden Filmen erzählt Regisseur Gregg Araki vom Endzeitgefühl queerer Teenager am Ende des vergangenen Jahrtausends. Zwei Jahrzehnte später ist der Weltuntergang realistischer geworden.

„Die Gesellschaft ist Schuld!“ – dieses Gefühl durchdringt nicht nur „Totally Fucked Up“, sondern alle Filme der Teenage Apocalypse Trilogie. (Foto: Strand Releasing)

„Prepare for the Apocalypse“ steht auf einem Schild über einem Laden, „Welcome to Hell“ vor einem Club und jede Bestellung kostet 6,66 Dollar. In Gregg Arakis „The Doom Generation“ deutet alles, wirklich alles auf einen nahenden Weltuntergang hin. Die Apokalypse ist ein wiederkehrendes Motiv des Regisseurs, der zwischen 1993 und 1997 mit den drei Filmen seiner „Teenage Apocalypse“-Trilogie gleichzeitig seine ersten Werke schuf, die einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurden. mehr lesen / lire plus

Kulturpolitik: Nach Esch2022 die Sintflut?

Ein Knall zum Ende des Kulturjahres: Das Künstler*innenkollektiv Richtung22 wirft der Gemeinde Esch unter anderem finanzielle Intransparenz vor. Die Verantwortlichen schweigen. Was jetzt?

Bei der Eröffnungsfeier zu Esch2022 im Rampenlicht, jetzt in der Kritik: Lässt die Gemeinde Esch seine Kulturschaffenden im Stich? (Foto: GilPe, CC BY-SA 4.0/creativecommons.org)

Der Schöffenrat der Gemeinde Esch präsentierte am Dienstag seine Bilanz zum Kulturjahr Esch2022 (E22) auf dem Escher Weihnachtsmarkt, während das Künstler*innenkollektiv Richtung22 zum eigenen Jahresrückblick am Ende des Monats einlud – mit Vermerk am Schluss der Einladung: „PS. Schreibt uns, wenn ihr Lust habt einen Artikel darüber zu schreiben, was in der Escher Kulturpolitik alles schiefläuft – wir haben zu viel Material.“ mehr lesen / lire plus

Politische Bildung: Konstantes Hinterfragen

In den letzten Jahren sind Demokratieverdrossenheit, Verschwörungstheorien und soziale Medien verstärkt in den Fokus des Zentrum fir politesch Bildung (ZpB) geraten. Die woxx hat mit dessen Direktor Marc Schoentgen über aktuelle Herausforderungen gesprochen.

„Es ist Aufgabe politischer Bildung, unangenehme oder kontroverse Themen aufzugreifen“, sagt Marc Schoentgen im Gespräch mit der woxx. Das tut das ZpB etwa im Rahmen der hier abgebildeten Aktivität „DemokratieLabo“.
 (Fotos: ZpB)

woxx: Das Zentrum für politische Bildung besteht nun schon seit sechs Jahren. Wie haben sich Ihre Themenschwerpunkte und Zielgruppen in diesen Jahren verändert?


Marc Schoentgen: Wir haben einige Basic-Themen, die sind immer noch die gleichen wie am Anfang. mehr lesen / lire plus

Rencontre avec Richard Bellia, photographe de rock : « C’est un métier où il faut être sympa et bienveillant »

Richard Bellia photographie la scène musicale internationale depuis plus de 40 ans. Ses photos en noir et blanc racontent une épopée de l’histoire du rock qui passe notamment par le Londres des années 1980. Son travail est aujourd’hui reconnu et exposé dans le monde entier. Nous avons rencontré le « photographe du rock » en plein déménagement de sa maison familiale près de Longwy. Il met le cap sur l’Ardèche, où il ouvre sa propre galerie photo.

Joe Strummer, le chanteur des Clash, posant avec sa guitare, photographié par Richard Bellia à Londres en 1989. (Photo : Richard Bellia)

Des cartons encombrent les passages, les pièces sont presque vides. mehr lesen / lire plus

Kulturtipps: Kunst zur Apokalypse

Auf der Suche nach einem Zeitvertreib bis zum Weltuntergang? Mit den Kulturtipps der woxx steht der nächsten Apokalypse nichts mehr im Wege.

SERIE: The Peripheral


(ja) – In „The Peripheral“ hat der Weltuntergang schon stattgefunden. Oder er wird erst stattfinden. Die Sache ist etwas kompliziert, denn die Serie handelt von einer eher speziellen Art des Zeitreisens. Auf jeden Fall wurde die Multikrise aus Biodiversitätskollaps, Klimakrise, Blackout, Pandemie und Nuklearkrieg „The Jackpot“ getauft. Am Anfang des 22. Jahrhunderts hat im entvölkerten und halbzerstörten London eine Hightechfirma namens „Research Institute“ eine Möglichkeit entwickelt, mit der Vergangenheit zu kommunizieren. Sie rekrutiert Flynne, die im Jahr 2032 lebt und leidenschaftliche VR-Videospielerin ist, für eine Mission. mehr lesen / lire plus

Weltraumwürfelabenteuer: Citizen Sleeper

In Citizen Sleeper spielt man einen Roboter, der den Fängen einer grausamen Firma entkommen ist und nun sein Leben in den Schatten einer kapitalistischen Gesellschaft neu beginnen kann.

Unter den Charakteren, denen man in Citizen Sleeper begegnet, ist auch ein Snackautomat mit Bewusstsein. (Illustration: Jump over the Age)

Stellen Sie sich vor, Sie könnten von einer Firma eine größere Geldsumme erhalten, indem Sie eine Kopie ihres Bewusstseins zur Verfügung stellen. Ihr „Geist“ würde digitalisiert und in einen Roboterkörper verpflanzt. Würden Sie das tun? Dem Roboter mit ihrem Bewusstsein und ihren Charakterzügen würden Sie vermutlich nie begegnen, denn die Androiden werden dazu benutzt, auf fernen Asteroiden Erze abzubauen oder gigantische Raumschiffe im lebensfeindlichen Vakuum des Weltalls zusammenzubauen. mehr lesen / lire plus

Im Kino: The Menu

„The Menu“ übt Kritik an den reichsten ein Prozent und der Edel-gastronomie. Ob die Kritik auch die Zuschauer*innen visiert, lässt die Horror-Satire offen.

Anfangs sind die Gäst*innen noch gespannt darauf, was Slowik sich für sich hat einfallen lassen. (Fotos: Searchlight Pictures
)

Eine Gruppe von zwölf Menschen begibt sich in ein renommiertes Sternerestaurant, um dort vom Starkoch Julian Slowik – von allen nur Slowik genannt – bekocht zu werden. Rein ums Essen geht es dabei aber nicht: Gäst*innen, die für 1.250 Dollar pro Person im Hawthorne reservieren, erwartet ein weit darüber hinausgehendes Erlebnis. Erst werden sie per Schiff zu dem sich auf einer kleinen Privatinsel befindenden Restaurant gebracht. mehr lesen / lire plus

Im Kino: Cow

Die für Filme wie „Fish Tank“ und „American Honey“ bekannte britische Filmemacherin Andrea Arnold rückt in ihrem neusten Werk, „Cow“, nicht einem Menschen, sondern einem Tier auf die Pelle. Mit der für ihre Filme charakteristischen wackeligen Handkamera haben sie und ihre Crew jahrelang eine auf einer britischen Farm lebende Milchkuh begleitet. Obwohl der Film völlig ohne Kommentar oder Dialog auskommt – Arnold lässt die Bilder für sich sprechen – kommt in den 90 Minuten Laufzeit keine Langeweile auf. Weit davon entfernt, ein Plädoyer gegen die Milchindustrie zu sein, zeigt „Cow“ nüchtern, was die industrialisierte Lebensmittelproduktion für Nutztiere bedeutet – auch abseits von Massentierhaltung. mehr lesen / lire plus