Gramegna will Steuer-KritikerInnen treffen

von | 15.05.2015

(lc) – Die Aktion des internationalen Netzwerkes Eurodad vor der Luxemburger Botschaft in Kopenhagen am vergangenen Donnerstag (woxx 1318) trägt erste Früchte: Nachdem der Botschafter den bei dieser Gelegenheit überreichten offenen Brief an seine Heimatregierung weitergeleitet hatte, erklärte sich Finanzminister Gramegna bereit, am 2. Juni internationale und nationale SteuerkritikerInnen zu treffen, obwohl er so etwas bislang „aus Termingründen“ immer wieder ausgeschlagen hatte. In dem Brief hatten sich die TeilnehmerInnen eines internationalen Kongresses in Kopenhagen für die Whistleblower des Luxleaks-Skandals stark gemacht. Statt diese zu verfolgen sollte Luxemburg seinen Beitrag zu mehr Transparenz in Steuerfragen leisten. Am 2. Juni findet eine vom Cercle, Etika und Gréng Stëftung organisierte Table Ronde zum Thema „Illicit Financial Flows: Out of Africa into the Wild“ statt, bei der die Steuerflucht und ihre Konsequenzen für die Entwicklungsländer diskutiert werden. Bereits am kommenden Montag stattet das „Taxe Committee“ des Europaparlaments Luxemburg einen Besuch ab und wird neben dem Finanzminister, der zuständigen parlamentarischen Kommission auch eine Experten-Runde treffen – zu der auch VertrerInnen der Zivilgesellschaft zugelassen sind. Allerdings finden die Gespräche „à huis clos“ statt. Bei der anschließenden Pressekonferenz wird nur der Vorsitzende der Delegation Rede und Antwort stehen.

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