LuxFilmFest: My Father’s Shadow

von | 12.03.2026

Der nigerianische Film „My Father’s Shadow“ erzählt eine bewegende Geschichte über Familie, Erinnerung und Verlust – aus der Perspektive zweier Brüder, die ihren Vater lange kaum gesehen haben. Als er sie überraschend mit nach Lagos nimmt, verbringen sie einen scheinbar unbeschwerten Tag in der pulsierenden Metropole: Sie probieren Streetfood, besuchen einen Vergnügungspark und gehen schwimmen. Zwischen zärtlichen Momenten und spielerischer Leichtigkeit entsteht langsam wieder Nähe zwischen Vater und Söhnen. Doch hinter der oberflächlichen Harmonie liegen unausgesprochene Spannungen. Die Kinder spüren die Enttäuschung über den oft abwesenden Vater – und auch er hadert mit dem, was aus seinem Leben geworden ist. Währenddessen liegt über der Stadt eine politische Unruhe: Die Präsenz des Militärs und die Hoffnung auf die ersten demokratischen Wahlen seit Jahren bilden einen stillen Hintergrund für diese intime Familiengeschichte. Mit großer Sensibilität verbindet der Film persönliche Erinnerungen mit einem historischen Moment. Thematisch erinnert er an Werke wie „Moonlight“ oder „Aftersun“ – ein leiser, zutiefst berührender Film über Kindheit, das komplizierte Verhältnis zu den Eltern und die Fragilität gemeinsamer Zeit.

„My Father’s Shadow“ ist im Rahmen des Luxembourg City Filmfestivals noch am 13. März um 20:30 Uhr im Utopia und am 14. März um 10:30 Uhr im Kapuzinertheater zu sehen. 
 

 

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