Mit den Wespen leben

von | 13.08.2021

Am Grillabend sind sie wohl die nervigsten Gäste: Wespen. Die Umweltschutzorganisation Natur & Ëmwelt ruft zum „harmonischen Zusammenleben“ mit den Insekten auf.

Nur keine Panik – das ist der wichtigste Ratschlag, wenn Wespen auf Besuch kommen. (Illustration: Natur & Ëmwelt)

Am Ende des Sommers tauchen sie an Grillabenden und Mittagstischen im Freien auf: Wespen. Die schwarz-gelb gestreiften Insekten sind nicht sonderlich beliebt und gelten als „aggressiver“ als beispielsweise Honigbienen. Da Wespen jedoch eine wichtige Funktion im Ökosystem einnehmen, einerseits als Bestäuber und andererseits als Vernichter von „Schädlingen“, ist es nicht anzuraten, sie zu töten. Die Umwelt-NGO Natur & Ëmwelt ruft deswegen dazu auf, es mit einem harmonischen Miteinander zu versuchen.

Hierfür kann es hilfreich sein, das Verhalten der Wespen zu verstehen: Die Plagegeister sind meistens Mitglieder der beiden Arten Deutsche Wespe und Gemeine Wespe, die zur aktuellen Jahreszeit ihren Höhepunkt erleben. Kurz vor dem Herbst müssen die Larven der Jungköniginnen und Drohnen versorgt werden, um die Fortpflanzung zu sichern. Da die meisten Pflanzen jedoch schon begonnen haben, sich auf den Herbst einzustellen und demnach wenig Nahrung in der Form von Nektar zur Verfügung steht, suchen sich die Wespen eine andere Nahrungsquelle. Die finden sie nicht nur in Form von anderen Insekten, sondern auch auf unseren Grill- und Kuchentellern.

Natur & Ëmwelt rät, einen kühlen Kopf zu bewahren, wenn Wespen aufdringlich herumschwirren. Das sei kein Ausdruck von Aggressivität, sondern diene der Wahrnehmung: „Wespen können nämlich nur bei hohen Fluggeschwindigkeiten scharf sehen, schließlich sind sie darauf spezialisiert fliegende Beute zu fangen. Die Tiere sollten demnach am besten ruhig mit der Hand weggeleitet werden“, schreibt die NGO. Die Insekten weg zu pusten sei jedoch ein falscher Reflex, da das CO2 in der menschlichen Atemluft ein Alarmsignal für Wespen darstelle – die Tiere würden dadurch aggressiv.

Um die Wespen nicht anzulocken, sollte Essen im Freien abgedeckt und Reste weggeräumt werden. Als sozial lebende Insekten kommunizieren Wespen nämlich anderen Artgenossinnen, wo sie Nahrung gefunden haben. Um sich vor Stichen zu schützen, sollte man beim Trinken aus Flaschen oder Dosen Strohhalme verwenden. Eine Möglichkeit könnte laut Natur & Ëmwelt aber auch sein, die Wespen mit einer Opfergabe wegzulocken: Dazu kann man attraktives Essen wie reife Trauben in einiger Entfernung vom Esstisch aufstellen.

Ein Wespennest am eigenen Haus oder im Gartenschuppen ist für viele Menschen ein Albtraum. Allerdings sei es in den allermeisten Fällen nicht nötig, das Nest zu entfernen. Natur & Ëmwelt bietet Beratung im Umgang mit Wespennestern an – über die Wespenhotline 29 04 04 344.

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