Rock: Q And Not U

von | 31.05.2002

No Kill no Beep Beep

No Kill No Beep Beep

(ik) – Mal ehrlich: Einen beknackteren Namen hätte man für ein Debütalbum kaum finden können. Und wenn die Band dahinter auch noch Q And Not U heißt und mit einem albernen Coverfoto aufwartet, dann ist man geneigt, die Finger von einer Hörprobe zu lassen. Ein schwerer Fehler, wie schon der erste Song „A line in the sand“ beweist. Schrägster, aber klarer Gitarrensound, Nonsense-Texte und ein Liedaufbau, der in seiner Komplexität, mit seinen abrupten Wechsel von wuchtigen Punkriffs zu eher gefühlvollem Emo-Wave an die Punkband Fugazi erinnert. Das erstaunt nicht, denn „Q And Not U“ stammen ebenfalls aus der Punkmetropole Washington DC und ihr Debüt hat Fugazi-Sänger Ian MacKaye persönlich produziert. Einige Stücke wie das „Kiss distinctly America“ klingen allerdings noch ein wenig schwach auf der Brust – zuweilen erinnert der Gesang dieser Band an die luxemburgischen Emorocker „Tiger Fernandez“.

Q And Not U: No Kill no Beep Beep, P.O. Box 42008 Washington DC, 20015.

Dat kéint Iech och interesséieren

KULTURTIPP

Albumtipp: Masquerade

Wie ein sich zuziehender Himmel verdunkelt sich das Debütalbum „Masquerade“ des irischen Quintetts „Cardinals“ graduell. Sind die Anfangsklänge noch schmissig-ausladend, kippt die Stimmung spätestens bei „Over at Last“, der als der fünfte der zehn Songs die Achse des Album bildet. Die Musik nimmt an Fahrt auf, die Gitarren drängen nach vorn...

KULTURTIPP

Podcast: Das Literarische Quartett

Ausgabe für Ausgabe diskutieren beim „Literarischen Quartett“ drei Kritiker*innen herrlich kontrovers mit Gastgeberin Thea Dorn über Literatur. Ihre Streitgespräche stimulieren den Geist, machen neugierig und schaffen, meistens zumindest, Leselust.

KULTURTIPP

Spieletipp: The Darkest Files

Im Jahr 1956 stellt Generalstaatsanwalt Fritz Bauer ein Team von Staatsanwält*innen zusammen, die Nazi-Verbrechen aufklären sollen. Als Spieler*in schlüpft man in die Rolle von Esther Katz. Man vernimmt Zeug*innen, sammelt Beweise, liest Akten und versucht, die Taten möglichst lückenlos zu rekonstruieren – vor Gericht muss alles schlüssig...

KULTURTIPP

Willis Tipps: Februar 2026

Die Bandbreite jiddischer Musik Daniel Kahn, der einer jüdischen Familie entstammt, ist schon vor vielen Jahren aus den USA nach Berlin gezogen und hat eine große Anzahl an Alben veröffentlicht, die er teils mit seiner Gruppe „Painted Bird“, teils solo aufgenommen hat. Immer geht es ihm um die alte jiddische Musik, die in Osteuropa entstanden...