KLASSIK: Gehobene Stimmung

Scala, „Respire“, Pias, 2004.

Das hätte keiner für möglich gehalten und trotzdem: Chorgesang ist wieder in. Während in den Kirchen die Ave Marias immer zögerlicher aus spärlich gesäten Rängen tönen, tourt Tim DeLaughter erfolgreich mit seiner Truppe „The Polyphonic Spree“. In Belgien ist es seinerseits der Mädchenchor „Scala“, der 2003 mit dem ersten Album „On the Rocks“ für Furore sorgte: Coverversionen von vorzugsweise alternativen Hits wie „Creep“ oder „I touch myself“ (!), nur mit Klavier und mehrstimmigen Gesang. Das wirkt vielleicht kitschig oder unfreiwillig komisch, ist aber einfach nur schön. Mancher Titel profitiert sogar von der Frischzellenkur. Mit „Respire“ veröffentlichen Scala, unter der Leitung der Brüder Kolacny, bereits ihre dritte Platte, diesmal nur mit französischsprachigen Songs. Nicht ganz so gut wie ihr Meisterstück „Dream on“ (2004), aber doch unbedingt hörenswert.


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