Buchtipp: Es ist hell und draußen dreht sich die Welt

von | 30.04.2026

(© Insel Verlag)

Wenn man den Klappentext von Dita Zipfels „Es ist hell und draußen dreht sich die Welt“ liest, erwartet man einen Roman über Kinderwünsche und Urlaub unter Freund*innen. Doch die Geschichte um Felix und Matze, die seit der Schulzeit befreundet sind, und ihre Partnerinnen Eva und Linn entpuppt sich als vielschichtiger und komplexer. Linn kämpft mit Aggressionsproblemen, Matze trottet einem kontrollierenden Felix hinterher und die scheinbar perfekte Eva stiehlt hin und wieder. Während die Männer mit allen Mitteln versuchen, das brüchige Gerüst zu retten, entwickelt sich zwischen den ungleichen Frauen ein zartes Band. Zipfels filmischer Schreibstil wirkt wie ein Sog, der durch ihre unberechenbaren Figuren noch verstärkt wird. Es ist ein kraftvoller, zum Teil wütender Text über Freundschaft, Mutterschaft und die Frage, was es bedeutet, Mensch zu sein. Dabei geht es um Kontrolle, um deren Verlust – und darum, was uns wirklich glücklich macht.

Dita Zipfel: Es ist hell und draußen dreht sich die Welt. Insel, 2026, 219 Seiten.

Dat kéint Iech och interesséieren

KULTURTIPP

Buchtipp: Rift

Zwei Geschwister, davon eines todkrank, machen einen Roadtrip durch Nordamerika. Die Ideen, die Marina Schwabe in ihrem Romandebüt „Rift“ verwebt, sind also keineswegs neu: abenteuerliche Autoreise, tiefe Geschwisterliebe, drohender Abschied und Todesnähe. Die Literatur, die um diese Motive kreist, füllt mittlerweile Bücherregale. Dank ihrer...

KULTURTIPPMUSEK

Juli 2026: Willis Tipps

Mit Decennium, seinem dritten Album seit 2016, feiert das skandinavische Frauentrio Fru Skagerrak sein zehnjähriges Jubiläum. Neben gelegentlichen Gesangseinlagen und Flötenspiel stehen sowohl Standardgeigen als auch die mit einer tieferen Saite versehene fünfsaitige Geige und die gänzlich tiefer gestimmte Oktavgeige im Zentrum ihres musikalischen Ausdrucks.

KULTURTIPP

Kulturtipp: « Ascenseur pour l’échafaud »

Florence (Jeanne Moreau) et son amant Julien (Maurice Ronet) décident d’assassiner le mari de Florence. Le crime est presque parfait, mais une panne d’ascenseur vient déjouer leur plan. Ascenseur pour l’échafaud, sorti en 1958, est le premier long métrage de Louis Malle. S’il préfigure la Nouvelle Vague, ce polar est avant tout connu pour sa...

KULTURTIPP

Expotipp: White Shadows

Im hinteren Ende des Erdgeschosses der Escher Konschthal begrüßt eine kleine Ansammlung von Porzellanfiguren die Besucher*innen. Auf Sockeln, in den Ecken und inmitten der dunkel gehaltenen Räume haben die weiß polierten Skulpturen trotz ihrer kleinen Größe eine bemerkenswerte Präsenz.