MUSIK: Antony and the Johnsons

von | 01.12.2006

Und es gibt ihn noch, den absoluten Geheimtipp: Antony and the Johnsons mit ihrer barocken Kunstmusik zwischen Kitsch und souligem Weltschmerz! Angefangen hat alles mit exzentrischen Kabarettauftritten des gebürtigen Engländers Antony Hegarty, den es nach New York verschlagen hatte. Dort entstand seine Band „Antony and the Johnsons“, deren erstes 1998 erschienenes Debut-Album 2004 neu aufgelegt wurde. Die CD enthält Balladen, die zumeist in kammermusikalischer Besetzung mit Schlagzeug und elektrischem Bass eingespielt sind. Dominiert werden die Songs durch Antonys eigentümliche Falsett-Stimme, deren glockenklarer Klang etwas Androgynes hat – was diese Musik letztlich so unvergleichlich macht. In den aussagekräftigen und melancholischen Songtexten geht es um die Fremdheit in der Welt und um sehnsuchtsvolle Momente der Liebe. Mittlerweile haben Antony and the Johnsons ein weiteres Album I Am a Bird Now (2005) herausgebracht. Auch dieses Album kann süchtig machen.

Dat kéint Iech och interesséieren

KULTURTIPP

Buchtipp: Stadt aus Sand

In seinem Erzählband „Stadt aus Sand“ schreibt Ángel Santiesteban über extreme Gewalt, moralische Verwahrlosung, Gewissenskonflikte, Verzweiflung, Mangel und Tod in einem Land, in dem Einwohner*in sein unweigerlich heißt, in Unfreiheit zu leben. Jede einzelne der dreizehn Kurzgeschichten beweist, dass der kubanische Autor nicht nur ein Meister...

KULTURTIPP

Februar 2026: Willis Tipps

Apulische Emotionen Das neue Album San Paolo di Galatina von Maria Mazzotta ist das fünfte seit 2015. Die produktive Künstlerin stammt aus Lecce in Apulien und ist eine ganz große Interpretin des süditalienischen Liedes. Nach ihrer 15-jährigen Zugehörigkeit zur berühmten Gruppe „Canzoniere Grecanico Salentino“ entschloss sie sich, eine...

KULTURTIPP

Expotipp: « La Grande Expo » de MSF

À l’occasion des quarante ans de son implantation au grand-duché, Médecins sans frontières Luxembourg (MSF) convie le public à découvrir « La Grande Expo », à l’abbaye de Neumünster. Cette expo immersive transporte le public au cœur des crises humanitaires et dans le quotidien des équipes de MSF. Accès aux médicaments, migration, zones de...

KULTURTIPP

Kulturtipp: Warpunk-Propaganda aus Teheran

„Sind wir nur bedeutungslose Zahlen in dieser korrupten Welt?“, fragte das iranische „Ardawahisht Collective“ am 20. Januar auf seinem Facebook-Auftritt angesichts der fortdauernden Massaker des islamischen Regimes im Iran an der dortigen Zivilbevölkerung. Eines der Mitglieder des Kollektivs von Metalmusiker*innen hatte gerade zwei neue Tracks präsentiert: „No Title – They Killed More than 12.000 in 4 Days“ und „Warpunk Rebellion MMXXVI“, so die beiden Stücke, in denen das Grauen dieser Tage verarbeitet worden ist.