Sandweiler: HOFFMANN

von | 26.01.1990

cuisine française

(thor) – Es gibt kulinarische Erlebnisse auf die man im Nachhinein gerne verzichtet hätte. So geschehen vor kurzem im Restaurant Hoffmann in Sandweiler.

Das Restaurant ist bekannt für seine Hummerspezialitäten und deshalb war die Wahl schnell getroffen. Das Krustentier schmeckte auch sehr lecker, sowohl „à la luxembourgeoise“ wie „à l’américaine“, allerdings hatte man Probleme es auf dem Teller überhaupt zu finden (für immerhin LUF 2.600).

Bei dem dazu empfohlenen Weißwein vom Château Lynch-Bages konnte man sich dann fragen, ob der Saft aus Trauben oder Holz stammte, so erschlagend waren die Holzaromen.

Aber all diese Pein hatte man ja selbst gewählt.

Unverzeihlich allerdings war die Tatsache, dass Live-Musik (Klarinette) zum Besten gegeben wurde, ohne dass man hierüber bei der Reservierung am selben Tag informiert wurde.

Not very funny !

Restaurant Hoffmann, 21 rue Principale, Sandweiler, Tel. 350180

Dat kéint Iech och interesséieren

KULTURTIPP

Buchtipp: Wenn die Welt brennt

Fiona Sironics Debütroman „Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft“ ist in einer Zukunft angesiedelt, die unserer Gegenwart vielleicht näher ist, als wir es wahrhaben wollen.

KULTURTIPP

Expotipp: Theatre of Cruelty

Das monotone, disharmonische Klaviergeklimper im Treppenaufgang zu den Ausstellungsräumen signalisiert den Besucher*innen bereits: Das hier wird unangenehm. Der durch dunkle Vorhänge abgetrennte Hauptsaal führt in die Welt der Grausamkeit des französischen Künstlers Antonin Artaud (1896–1948), der in der Mitte des 20. Jahrhunderts eine...

KULTURTIPP

Buchtipp: Reden für die Menschlichkeit

„Die Rede ist ein performatives Genre mit dem Charakter einer Produktwerbung, aber für eine Idee“, schreibt Saša Stanišić im Vorwort seiner Redensammlung „Mein Unglück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck abgebildet wird“. Ziel der Rede sei es, das Publikum dazu zu bringen, diese Idee in die Welt hinauszutragen. Gleich die erste der...

KINOKULTURTIPP

Im Kino: The Chronology of Water

Kristen Stewart gibt mit „The Chronology of Water“ ein kompromissloses Regiedebüt. Die Adaption von Lidia Yuknavitchs Memoiren überzeugt jedoch weniger durch formale Konsequenz als durch die intensive Präsenz von Hauptdarstellerin Imogen Poots. Mit „The Chronology of Water“ legt Kristen Stewart ihr Regiedebüt vor – und zwar keines, das sich...