CHAPLIN DANS TOUS SES ETATS: Komischer Darsteller des kleinen Mannes

„Ruhm hat nichts mit Popularität zu tun. Popularität hält manchmal nur von einem Klatsch zum nächsten …“, meinte Charlie Chaplin einmal. Den Klatsch jedenfalls, sei
es über seinen unsteten Lebenswandel oder seinen politischen Nonkonformismus, hat er überdauert. Dies, weil es ihm gelungen war eine archetypische Filmfigur zu schaffen – den Tramp.
Als tragischer und zugleich komischer Darsteller des „kleinen Mannes“, eines romantischen Träumers, ewigen Verlierers, der seine Niederlagen nie akzeptierte und sich immer wieder erfindungsreich zur Wehr setzte, hatte Chaplin die Lacher auf seiner Seite.
Seinem umfangreichen Schaffen als Darsteller, Autor, Produzent und Komponist widmet sich zurzeit eine Ausstellung in der Galerie „Am Tunnel“. Gezeigt werden etwa 200 fotografische Dokumente von Fotoserien über Filmsequenzen, Filmkulissen, Schnappschüssen bis hin zu Kinoplakaten, Illustrierten-Cover oder Comic strips. Auch kurze Filmepisoden werden gezeigt, wie etwa der frühe Kurzfilm „Kid Auto Races in Venice“. Zu sehen sind aber auch Fotoausschnitte aus seinen sozialkritischen Filmen. Etwa über den 1936 erschienenen Film „Modern Times“, eine präzise Analyse der Mechanisierung und Entindividualisierung des Menschen am Fließband. Dieser Film, als antikapitalistisch verurteilt und wegen „kommunistischer Tendenzen“ gar verboten, wurde ein interessantes Zeitdokument.
Leider werden die politischen Aspekte von Chaplins Schaffen jedoch in der eher dokumentarisch ausgerichteten Ausstellung kaum thematisiert.

In der Galerie „Am Tunnel“ noch bis zum 24.9.


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