Abgeordnetenvernichtung aufgedeckt

von | 29.11.2007

Wenn Abgeordnete an Kopfschmerzen leiden, dann liegt das in der Regel an den durchzechten Nächten in der „kleinen Chamber“. Doch weil auch die ParlamentsmitarbeiterInnen betroffen waren, suchte man nach anderen Ursachen. Die kitschige Einrichtung, von den Tapeten bis zu den Kronleuchtern, geriet unter den Generalverdacht, Umweltgifte zu enthalten. Im Teppichboden wurden die Experten fündig: Er enthält eine hohe Dosis des Insektenvernichtungsmittels Permethrin, das Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Depressionen hervorruft. Wer sollte vernichtet werden? A qui profite le crime? Haben die Anhänger einer rot-blau-grünen Koalition versucht, CSV-Mandatäre zu eliminieren, um eine neue Mehrheit zu schaffen? Oder hat Jean-Claude Juncker nachts heimlich Permethrin ausgestreut, um seine premierministerielle Diktatur zu festigen? Das Gute an dem Ganzen: Sind die Giftstoffe erst einmal weg, dann werden aus den schläfrigen KopfnickerInnen bestimmt schlagartig dynamische VolksvertreterInnen.

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