Zu viele Blitzer in den ersten Tagen der neuen Radarfallen (siehe auch das Edito). Damit der Transportminister keinen offiziellen Rückzieher in Sachen „Nulltoleranz“ machen muss, hat sich jetzt der großherzogliche Hof eingeschaltet. Während ab der nächsten Woche die Toleranz bei den bereits installierten Radaranlagen klammheimlich etwas heraufgesetzt wird, sollen bereits protokollierte AutofahrerInnen in den Genuss einer „grâce grand-ducale“ kommen. Die Führerschein-Punkte sind zwar weg, aber die Strafgebühren werden erlassen. Weil es aus Datenschutzgründen nicht möglich ist, zwischen kleinen und großen SünderInnen zu unterscheiden, gilt die Maßnahme für sämtliche „Blitzopfer“. Um einen Missbrauch in den kommenden Tagen auszuschließen, soll die Maßnahme nur bis einschließlich des heutigen Freitags gelten. Um von ihr zu profitieren reicht es, innerhalb dieser Frist bei einem der Polizeikommissariate ein formloses Schreiben an den Grand-Duc einzureichen. Dabei ist wichtig, sich eine Kopie des Antrags als „copie conforme“ mit Tagesstempel beglaubigen zu lassen. Diese Kopie muss dann mit dem Strafzettel an das Transportministerium gesandt werden. Kritik hagelt es derweil vom Meco, der François Bauschs Einknicken nicht nachvollziehen kann. Und der „republikanische Club“ sieht gar eine Amtsanmaßung seitens des Monarchen, dessen Hang zu schnellen Boliden einen üblen Nachgeschmack hinterlasse.
« Il faut assurer l’effectivité de la directive »
L’Initiative pour un devoir de vigilance et la Commission consultative des droits humains (CCDH) ont présenté dix recommandations afin d’assurer « l’effectivité » de la transposition de la directive européenne sur le devoir de vigilance. Actuellement, les victimes de violations de droits humains ou environnementaux survenues au long des...

