Flexibilisierung gegen mehr Urlaub

von | 02.05.2016

Die Mitarbeiter von Nicolas Schmit erbleichten, als der Minister ankündigte, in Kürze einen Gesetzesentwurf für die Reform des sogenannten PAN-Gesetzes aus dem Jahre 1999 im Regierungsrat einzubringen. Gemeint ist eine Modernisierung der derzeit geltenden Arbeitszeitregelung in Luxemburg, die im Regelfall 40 Stunden pro Woche oder 8 Stunden täglich. Sofern nicht durch Kollektivverträge andere Regelungen getroffen werden, dürfen diese Zeiten nur in einem engen Rahmen überschritten werden: bis 10 Stunden am Tag und maximal 48 Stunden pro Woche unter der Bedingung, dass innerhalb eines Monates ein Ausgleich durch freie Stunden oder freie Tage erfolgt. Jetzt soll diese „Referenzperiode“ auf bis zu vier Monate ausgedehnt werden können – sofern ein Betrieb einen entsprechenden Antrag stellt. Soweit wurde den Forderungen des Unternehmerverbandes also Rechnung getragen. Was diesem jedoch nicht gefällt: Als Ausgleich soll es je nach beantragter Referenzperiode bis zu 3,5 Tage Urlaub pro Jahr zusätzlich geben. Das ist zwar nicht ganz die sechste Urlaubswoche, die sich die Gewerkschaften gewünscht hatten, aber doch ein Schritt dorthin – zumindest für jene Beschäftigten, die sehr flexibel arbeiten (müssen). Das alte PAN-Gesetz war wegen der Komplexität der Materie mit zahlreichen Fehlern und Interpretationsschwierigkeiten behaftet. Die neuen Regelungen drohen noch komplizierter zu werden und damit eine Menge nicht ganz gesetzeskonformer Überstunden in Schmits Ministerium erforderlich zu machen.

Dat kéint Iech och interesséieren

NEWSSOZIALES

CSL et Méco : Plaidoyer pour une transition juste

À l’occasion d’une conférence de presse commune, la Chambre des salariés (CSL) et le Mouvement écologique (Méco) ont présenté leurs positions sur deux projets majeurs pour la mobilité : le leasing social pour véhicules électriques et la réforme de la fiscalité des voitures de société.

NEWS

EU-Kommission: Kohle für den Warlord

Die Europäische Union wird von nun an nicht nur die international anerkannte libysche Übergangsregierung in Tripolis, sondern auch den Warlord Khalifa Haftar unterstützen, dessen Parallelregierung in Bengasi sitzt. Das geht aus einem Brief hervor, den EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Vorabend des EU-Gipfels in Brüssel an die...

NEWS

Der Computer kennt nichtbinäre Geschlechteridentität

Das Luxemburger Personenstandsregister hat neben „männlich“ und „weiblich“ eine dritte Möglichkeit für einen Geschlechtseintrag. Das geht aus der Antwort auf eine parlamentarische Frage von Claire Delcourt (LSAP) hervor. Darin erklärt Digitalisierungsministerin Stéphanie Obertin (DP), dass das nationale Register der natürlichen Personen (RNPP)...

NEWS

Droit de vote à 16 ans : Déi Gréng relancent le débat

Les jeunes de 16 et 17 ans pourront-iels voter aux élections communales de 2029 ? C’est ce que défendent Déi Gréng dans une proposition de loi déposée le 13 octobre par Sam Tanson et Djuna Bernard. L’inscription automatique resterait néanmoins fixée à 18 ans, et l’âge minimal pour se porter candidat·e ne changerait pas. Mieux vaut y aller...